Na hoffentlich handelt es sich bei dem Urlaubsdomizil nicht um ein All-Inclusive Hotel im Süden. Da wird bei einigen Leuten schon ab ca. 10.00 Uhr reingeschüttet, was das Zeug hält.
Das Thema Urlaub wird von einigen Moderatoren sehr differenziert -um es mal vorsichtig auszudrücken- gesehen. Als Problem sehe ich die "gelöste" Urlaubsstimmung und die Tatsache, dass im Urlaub von vielen Urlaubern halt wesentlich heftiger gebechert wird, als daheim. Und dieser Anblick kann dann in Deinem Suchtgedächtnis eine Kettenreaktion auslösen.
Wir haben auch vor, in 2 1/2 Monaten in den Süden zu fliegen, einfach um den Sommer zu verlängern. Mein Vorsorgeprogramm: Reine Apartmentanlage ohne Verpflegung; kein Animationsgedöns, keine Bar. Ansonsten kein Alk im Apartment, auch meine Frau verhält sich abstinent. Gekocht wird daheim, d.h. keine Restaurantbesuche. Sicher ist sicher. Dazu mehrfache wöchentliche telefonische bzw. e-mail Kontakte mit meinem Therapeuten, die Mitnahme der Suchtfibel -ein großartiges Werk- um täglich einiges aufzufrischen.
Aufgesucht werden nur auswärtige Strände ohne Strandbar.
Abends geht es auch nicht in Kneipen oder Bars, wir haben TV mit deutschen Sendern und i.Ü. genügend Lektüre dabei.
Das müsste aus meiner Sicht als Vorsorge genügen, zumal ich bei Urlaubsbeginn bereits knapp 6 Monate Therapie (incl. Vorgruppe) hinter mir haben werde und nicht im direkten Anschluss an die Entgiftung starte.
Für den Fall, dass ich mir den Trip im Oktober mangels ausreichender innerlicher Festigung nicht zutraue, werde ich ihn canceln. Wir haben eine Reiserücktrittskostenversicherung, die Kankheitsfälle abdeckt. Und ein Attest ist kein Problem.