auch hier: Willkommen zurück!
Beiträge von Barthell
-
-
Da fass' ich mir wieder selbst an die Nase:
habe ja schon wieder ewig nix geschrieben hier

Naja dafür habe ich mich um mich gekümmert, habe neue Augen bekommen, ein Tolles Weihnachten verbracht und das Neue Jahr nüchtern begonnen.
In dem Sinne euch allen da draussen:
ein Frohes Neues und zufriedenes Jahr
-
Hallo Paul,
Freut mich für dich

würde mich freuen noch mehr von dir zu hören!
-
Hallo Sven,
Ja ich schreibe fast nurnoch im geschlossenen Bereich, einfach weil mir die Zeit und der Nerv fehlt neben grob 8h jeden Tag die ich am PC arbeite noch 2 stunden jeden Tag im Forum zu lesen.
wie es früher war weiss ich nicht, bin ja nicht sooo lange dabei, aber allgemein ist die Aktivität im offenen eher mau, da hast du recht.
Grüße
Barthell
-
Hallo Marina,
Ich finde du hast das genau richtig gemacht!
Sich dem Arzt an zu vertrauen war bei mir auch ein Schritt vor dem ich riesig schiss hatte.
Jetzt im nachhinein, war es eine der Besten Entscheidungen in meinem Leben.
Du bist keine Versagerin!
Würdest du dich schämen wenn du Krebs hättest oder Diabetis?
Denn auch wenn es gerne behauptet wird ist Alkoholismus keine Willensschwäche oder Wesensschwäche sondern eine Krankheit.
Arzt und Suchberatung sind genau die Stellen die sich damit auskennen.
bleibe dran!
Ich habe (kleiner Tick am Jahresende) mal zurück geschaut und festgestellt wieviel sich in dem Jahr an mir geändert hat und wieviel zufriender ich geworden bin.
Das wird dir ähnlich gehen, da bin ich sicher!
Mach' die dinge in DEINEM Tempo, lass' dich nicht hetzten, frage dich was dir wirklich wichtig ist und was du wirklich willst.Und eben auch mal NEIN sagen wenn du merkst dass dir etwas nicht gut tut, davon fällt niemand direkt tot um (ausser dir selbst irgendwann)
-
...
also ich sehe mich ebenfalls sowohl als Opfer (warum grade ich?) aber eben eindeutig auch als Täter (schließlich habe ICH gesoffen)
macht aber für mich jetzt keinen großen Unterschied im Leben finde ich ...
-
Zitat von WildRover2017
[[...]
Mein Problem ist nur: Da ist jemand, der Alkohol so gut findet, dass er beim besten Willen nicht sehen will, dass er damit schon ein Problem hat. Wie zum Teufel kann man einem Menschen in dieser Lage am besten nahebringen, DASS er da ein Problem hat? Es ist vollkommen klar, dass man praktisch keine Chance hat, dass das sofort zu einer Erkenntnis führt, aber wie kann man es so formulieren, dass es vielleicht irgendwie hängenbleibt und dann, wenn das Problem schlimmer wird, vielleicht irgendwie in ihrem Hirn zu arbeiten beginnt???Habt Ihr da Erfahrungen? Wie stellt man so eine einmalige Erklärung am besten an, damit sie wuchtig rüberkommt und nicht vergessen wird?
Viele Grüße
WildRover (noch neu hier)
garnicht ... wenn er wirklich nicht im kleinsten bisschen dran glaubt (vor sich selbst ganz im insgeheimen) wird er es nicht erkennen.
Und wenn er schon "eigentlich" Weiss, dass er ein Problem hat, hängt die Reaktion vom Menschen selbst ab.
Von dem was ich gehört gelesen habe reicht das von vehementem Abstreiten bis hin zu "ja du hast ja recht" mit anschließender Trinkpause (bis zu einem Punkt wo der andere wieder Vertrauen hat).Wie das aus zu fallen hat: in meinen Augen wie mit einer kleinen Taktischen Nuklearwaffe auf Spatzen zu schießen (da reicht die Kanone icht).
So dass er/sie kapiert dass es 100% Ernst ist, ohne wenn und aber.
Allerdings must du auch bereit sein es im Falle eines "fehlschlages" durch zu ziehen... ansonsten fängt das spiel von vorne an und eine 2. "letzte Warnung" wird so oder so nicht Ernst genommen. -
Hallo Moni 1,
aus der eigenen Erfahrung: einen "kleinen" Rückfall gibts nicht.
Es gibt wohl den Begriff eines "Zwischenfalls", dieser ist in 99% der Fälle aber ohne weitere Therapie/Aufarbeitung der Auftakt zum Rückfall.
Ich würde nicht bis zum 27.11. warten wollen, dann wären die ersten 1-2 Wochen der Entwöhnung "verschwendet" da sie für die Entgiftung drauf gehen würden falls die Therapieeinrichtung das überhaupt macht.
-
Zitat von Slowly
..........
[...]
In die Klinik kommt er auch mit dem Krankenwagen oder dem Taxi.

LG
Klar... oder dem Fahrrad (idiotisch)...
Ich stelle halt fest das, dass ganz oft gefragt wird (sinngemäß) "was kann ich tun AUSSER zu rennen"
und da fand ich den Ansatz mit dem einmaligen Hilfsangebot eine Idee das man eben nicht "nichts" tut, aber trotzdem eine Grenze setzt.Bin ja selbst mein eigener Co gewesen, bzw. sehe viel von CO an meiner Freundin wieder... Daher die Idee das hier zu schreiben.
Danke auf jeden Fall für deinen Input!
-
Eigentlich müsste die Frage heissen:
"Was kann ich als CO tun wenn Sie/Ihn (noch) ihn nicht verlassen will." das passt aber nicht in den Titel.
Ich schreibe bewusst im Offenen Forum da hier auch einfach mitgelesen werden kann und die Frage meiner Wahrnehmung nach im Vorstellungsbereich immer wieder mal vorkommt.
Die erste Reaktion von CO's und Alkoholiker auf die Frage hier im Forum ist fast immer:
"Lauf so weit du kannst, schau nicht zurück, er kann sich nur selbst helfen"
Was aber nun wenn Die/Der Co' dazu (noch) nicht bereit ist.
Da hängen Konsequenzen dran, Haus, Kinder, man will den Partner/die Partnerin nicht hängen lassen und die Schuldgefühle auf sich laden.Da wir dazu in der Letzten Gruppensitzung eine angeregte Diskussion in der neben den obenstehenden Lösung noch ein Vorschlag kam den ich zum einen halbwegs praktikabel fand und zum anderen den/die Co sich nicht ganz so hilflos fühlen lassen könnte.
Das hat damit zu tun, dass Alkohliker und auch CO's probleme damit haben klare grenzen zu setzen, zu erkennen oder zu befolgen. Beim Alkoholiker einfacher an einem Punkt hat er vergessen "wo schluss" ist. Beim Co ja sehr ähnlich, das ganze leben leidet und man will/kann nicht die Grenze setzen und einhalten.
Essenziell ist dazu, dass man nichts androht was man nicht bereit ist durch zu setzen, klar wenn der Andere nie gelernt hat eine Grenze/Drohung zu befolgen und eh denkt zu wissen "da passiert eh nix" und das bestätigt bekommt, warum sollte er sich beim nächsten oder übernächsten mal dran halten?
Der Vorschlag war, dass man eine Klare Ansage macht: in der Richtung: Du weisst besser als jeder andere dass du dich belügst, Alkoholiker bist, ständig ausratstest, da brauchst du mir und dir nichts vorzumachen und irgend einen ***** zu erzählen von wengen du trinkst nix oder hast es unter Kontrolle. Ich mache dir ein Angebot wenn du wirklich Hilfe willst und bereit bist Hilfe an zu nehmen hast du genau eine Chance: Egal in welchem Zustand du bist und wenn das nachts um 3 ist kannst du mich anrufen/vorbeikommen o.Ä. und ich Fahre dich auf der Stelle in die nächste Notaufnahme zur Entgiftung, bis dahin bin ich jetzt weg und will nichts mehr von dir sehen oder hören bis du aus der Entwöhnung kommst"
Klar das passt nicht auf alle Situationen aber im Prinzip bietet man genau 1 Versuch an zu helfen, nicht mehr, nicht weniger man tut also nicht NIX, spielt ihm den Ball zu und gleichzeitig setzt man eine Grenze die man dann aber auch durchziehen muss.
Kann man drüber nachdenken, vielleicht hilft es der Einen oder dem Anderen....
-
Wow schon so lange her!
Ich schreibe ja grade auch in der Geschlossenen nicht so viel, das hängt auch damit zusammen, dass ich abends nicht unbedingt nochmal den PC anschmeissen will.
Ansonsten habe ich wieder einmal Stimmungschwankungen.
Freundin und Job sind zwei Baustellen...
Aber ich Hauch gelernt, dass das leben weiter geht .)
Gute Nacht
Barthell
-
Hallo Christian,
ich habe jetzt schon mehrere Grillabende bei mir gemacht oder auch Spieleabende oder LAN Party....
Klar meine Wohnung ist 100% Alkoholfrei, und es hat bisher niemanden gestört wenn ich ihnen leckeren Tee oder frischen Saft angeboten habe...
Und was soll ich sagen: es waren allesamt tolle Abende.
-
Hallo Christian,
Ich kenne genug die zu solchen Anlässen trotzdem gehen und damit gut fahren.
Ich selbst habe genug Hobbys gefunden die ganz ohne Alkohol auskommen. Wenn doch mal was getrunken wird und es mir unangenehm wird gehe ich halt (mache ich aber bei Gesprächen die mich unter Druck setzen auch wenn sie schlechte Gedanken beschwören, dort dann eben verbal oder auch physisch)
Alkohol komplett aussen vor ist schwer, ja, nicht unmöglich aber in den meisten Gruppen gibts immer wieder "Fahrer" oder Leute die ebenfalls nichts trinken, mir fällt es leichter wenn ich mich an denen orientiere.
Du solltest halt ganz tief in dich hören um zu sehen ob es dir gut tut oder nicht, und wenn nicht-> nicht hingehen.Ich betreibe z.B. ganz gerne Kampfsport, dort finden sich immer mal wieder Leute die abends weggehen "alkfrei" (oder auch mal 1-2h nach dem Training zum quatschen bleiben)
Weiter gehe ich an den Wochenenden gerne auf Survivaltreffen oder Bushcrafter treffen, dort gehört oft genug "das Bier am Abend" dazu. Wenn ich jedoch drum Bitte den Abend Alkfrei zu gestalten wird da meist Rücksicht drauf genommen, und wenn nicht suche ich mir ein stilles Eckchen und schnitze etwas, oder suche das Gespräch mit nicht-trinkern oder gehe halt früher ins Bett und mache dann am nächsten Morgen schonmal das LAgerfeuer an.
-
Ich habe aktuell ein Whiteboard in der Wohnung wo ich aufschreibe was mir:
Wichtig, weniger wichtig, dringlich, weniger dringlich, unwichtig
ist (grade gestern die Kategorien angepasst)
da steht ganz links:
ICH
und ab "dringlich" abwärts -> kann warten bis alles wichtige und weniger wichtige befriedigt ist. Das hilft mir mich zu ordnen.
Zusätzlich habe ich an die Tür aussen ein Korkboard befestigt an dem ich Postits und Notizen festpinne (hauptsächlich Arbeitskram aber auch den **** der mich fast übern haufen gefahren hat) mit den Dingen die ich nicht in gedanklich in der Wohnung haben will.
-
Zitat von Sany1987
[...]. Hinzu kommt meine Arbeit, die machen eh schon Alarm wenn man sich nur mal einen Tag krank meldet.
[...]Hallo Sany,
genau das habe ich auch ganz lange gedacht, mittlerweile weiss ich aber auch, dass "krank" eben KRANK heisst und ausser DIR fällt niemand tot um wenn du dich um dich kümmerst.
Mein Therapeut sagt dazu...
es gibt Dinge die sind "dringend" und Dinge die sind "wichtig" ...
und alles was von aussen kommt ist höchstens dringend...
-
Hallo Hull,
ich hatte den Thementitel gelesen und lasse dir auch was da.
Ich hatte die Tage ebenfalls einen Alk-Traum.
Irgendwoher kam in einem von den 100.000 Rucksäcken die ich habe eine Dose Lemon-Vodka (erstaunlicherweise in der neuen Lackierung nicht in der "bekannten") zum Vorschein.
Ich war dann mit mir selbst im Traum im Zwiespalt ob ich trinken soll oder "ist ja eh niemand da dann kann ich auch" weiter habe ich mir ausgemalt wie ich dann nach der ersten Dose (so wie ich mich halt kenne) losrenne und mehr besorge.
Ich bin aufgewacht bevor ich im Traum die Entscheidung getroffen hatte was ich denn nun tun will, und hatte echt ganz kurz den Impuls: ich muss jetzt den Rucksack (war ein ganz spezieller) ausm Schrank holen und reinschaun, obwohl ich genau weiss dass da nix drinne sein kann weil ich den letztens erst auf einer Tour dabei hatte.
Das habe ich mit meinem Therapeuten besprochen, der meinte auch das ist normal ist, und nichts besorgniserregendes solange ich es als Traum abspeichere und es sich nicht häuft...
-
Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, Du musst für dich sorgen.
Nur so als info: die WHO hat als "grenzwerte" für verträgliches Trinken angesetzt:
24g Alkohol am Tag für Männer an maximal 5 Tagen die Woche (das hieße 1x0,5er Bier an maximal 5 Tagen die Woche)
Quelle: kenn-dein-limit
Nach meinem Therapeuten fängt bei mehr nachweißlich (bei weniger in vielen Fällen auch) sich die Gehirnchemie an unumkehrbar zu verändern, man wird süchtig.
Und an dem Punkt, kann man einem Alkoholiker mit noch soviel Argumenten kommen wie man will, er sieht es einfach nicht ...
Alles darüber hinaus ist riskanter Konsum, die klare Empfehlung aber auch: kompletter Verzicht kommt am gesündesten.
Das hilft dir wenig (ausser vielleicht ein zu schätzen dass dein Gefühl dich höchstwahrscheinlich nicht trügt) das weiss ich.
Du musst für dich Sorgen, jemand andres machts nicht ... und Ihm kannst du nicht helfen.
Klassische Anlaufstellen für dich: Selbsthilfegruppen, Suchtberatung, Frauenhäuser. Dort arbeiten Menschen die dir Helfen können dir selbst zu helfen, dir zu zeigen wie du etwas Klarheit gewinnen kannst und für dich die richtige Entscheidung zu treffen.
-
Bei mir gehts im September nach Norwegen in ein Mökki (Saunahütte)
14 Tage ohne Strom und Fließend Wasser, dafür mit Sauna, Quelle, See vorm Haus und Paddelboot mitten im Wald.
einfach vor uns hinleben ohne Druck von irgendwoher
-
Danke,
Ich war lange weg aus dem öffentlichen, Ja.
Trotzdem nutze ich die Zeit heute auch weil ich zwischenzeitlich wieder massive Stimmungsschwankungen hatte, Selbstzweifel und Schritte auf dem Weg zum Rückfall gemacht hatte wie z.B. Zerstörerische Gedanken, Lethargie, "mir ist alles zuviel", "ach ich könnte doch wieder".
Zeiten in denen mein Notfallkoffer Gold wert war.
Heute ist ein Tag an dem mir wieder einmal etwas mehr bewusst geworden ist, wie schön es ist nüchtern zu sein.
Statt wie früher bis das Kopfweh aufhört im Bett liegen zu bleiben sind meine Freundin und Ich nach Hundshaupten in den Wildpark gefahren, pünklich um 9 als er aufgemacht hat, das Wetter war bedekt, manchmal nieselig, dafür konnten wir Jungluchse, Elche, Schafe, freilaufende Rehe und Hirsche beobachten, viele Vögel und eine wundervolle Natur.
Nach dann fast 4h Zugfahrt Richtung Heimat bin ich aufs Rad gestiegen und bin im Licht der Abendsonne eine gemütliche (keine Notfallkoffermäßige) Runde gefahren wieder viel Natur und viel zu beobachten.
(Zur Erklärung: Nofallkoffer mäßige Runde sind 1-2 Stunden am "Limit" bzw. bis die Gedanken weg sind.)Dannach habe ich zu keltischen Harfenklängen eine 15 Minütige Strecheinheit gemacht und bewusst auf meinen Körper gehört, wo zwickt was, wo fühlt sich was gut an...
Bei der Abschließenden Dusche habe ich dank der Abensonne durchs Fenster und der "Regen"Duschkopfbrause einen kleinen Regenbogen in der Duschkabine gehabt, dazu die Wassertropfen in denen sich das licht brach und das bewusste gefühl von Wasser auf der Haut, wo es aufschlägt wo es hinfließt. Ein besonderes Gefühl, ein starkes Gefühl, stark genug um mir Gänsehaut vor Glücklichkeit zu machen.
Dieses Gefühl kommt in mein kleines Kästchen, das garnichtmehr so klein ist, um mich daran zu erinnern wie schön es ist einen Tag nüchtern zu erleben falls ich wieder düsterere Gedanken bekomme.
Jetzt mache ich noch etwas Musik an und werde meinem Rad eine schöne Behandlung zukomen lassen, Reifen ausbauen, alles schön putzen, trocknen, Schaltung und Kette reinigen und Pflegen und dann gemütlich ins Bett gehen denke ich.
Danke für diesen schönen Tag.
Danke dafür dass ich solche Glücklichkeit empfinden kann. -
Ich sehe das ählich wie Carl Friedrich, Ich sehe ein Risiko in der Krankheit, ja aber dsa ist wie mnit vielen Risiken im Leben.
Vertrauen? muss/kann man sich erarbeiten, dauert evtl etwas länger weil man vorher viel kaputt gemacht hat, aber es geht.