Beiträge von lalu14

    Guten Abend,

    heute war ein verdammt heißer Tag. Wir hatten im Schatten 36,3°C und eine Luftfeuchte von gefühlt 100%. Und keinen Regen zur Abkühlung.
    Da ist frau fix und fertig, obwohl frau den ganzen Tag nichts gemacht hat ausser
    Wäsche und sich einen Sonnbrand geholt. :?

    Nun ist auch noch Fussball-EM und da bleibt wenig Zeit, um sich an den Rechner zu setzen und sinnvolles zu schreiben.

    Gestern war ich wohl ein wenig hart, als ich von den Mitpatienten in der Klinik
    geschrieben habe. Natürlich führt jeder sein eigenes Leben und ist
    verantwortlich für sich und seine Gesundheit. Mir steht es nicht zu diese
    Menschen zu beurteilen oder gar zu verurteilen. Viele schaffen einfach den
    Weg aus der Sucht nicht. Und das hat viele verschiedene Gründe.
    Und ein Rückfall ist ja nur dann schlimm, wenn man nicht wieder aufsteht
    und weiter für sich und seine Trockenheit kämpft. Tag für Tag.

    Was mich ganz persönlich stört, mit welcher Selbstverständlichkeit alle
    Vorteile, die unser Gesundheitswesen bietet, genutzt werden ohne auch nur
    ansatzweise ein wenig etwas selbst dafür zu tun, dass es besser, dass es
    trocken wird. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass einige ganz bewusst
    in Kauf nehmen, nach einem Absturz in die Klinik zum Entgiften zu gehen und
    anschließend genau da weitermachen, wo sie hergekommen sind. Hm?

    Das sollte man wissen, wenn man zum ersten Mal in die Klinik zum Entzug
    geht. Der überwiegende Teil sind Männer (80%) und die meisten von
    denen schon zum 3. oder 10. Mal zum Entzug. Die kennen schon alles, kennen
    sich untereinander und nehmen nur an den Therapien teil, zu denen sie
    verpflichtet sind, um nicht raus zu fliegen.
    Es ist ein eigenartiges Umfeld für jemanden, wie mich, der zum ersten Mal
    zur stationären Entgiftung geht.

    So! Für heute genug. Demnächst mehr von meinem Aufenthalt in der Klinik

    Heute bin ich schon 4 Wochen nüchtern und es geht mir gut.

    lalu

    Ich bin wieder draußen :D und winke, winke Klinik, ich will dich nicht mehr von Innen sehen.

    Seit Mittwoch bin ich wieder zu Hause und habe gestern und heute noch zwei Tage teilstationär in der Klink verbracht. Nun ist aber auch gut. Ich war fast 2 Wochen zum Entzug und habe viele Infos und Tipps erhalten.

    Aber auch viel Gerede um nix! Nun ja, die Mitpatienten, die zum Teil schon 20x zur Entgiftung waren, erzählen und erzählen. Aber am Ende des Tages sind Sie wieder draußen und saufen weiter. Man o man!. Nichts was ich mir noch eine Woche länger hätte anhören wollen.
    Da der Therapieplan Woche für Woche immer der gleiche ist, habe ich heute beschlossen, die geplante 3 Woche nicht anzutreten. Das würde mich keinen Schritt weiterbringen. Ich habe alle Therapieangebote wahrgenommen und 2x mitgemacht. Jetzt ist es an der Zeit sich dem Alltag wieder zu stellen und draußen neue und andere Therapieangebote anzunehmen.
    Ich werde mich am Wochenende ein wenig sortieren und vielleicht auch ein wenig genauer über den Klinikaufenthalt berichten.

    Mir geht es sehr gut. Ich denke nach 4 Wochen nüchtern/ohne Alkohol und 10 Tagen ohne Medis bin ich auf den richtigen Weg eingeschlagen. Vorsichtig und achtsam. So soll es weitergehen.

    Allen eine nüchterne Nacht
    lalu

    Willkommen im Forum,

    sei stolz auf jeden Tag, den Du nüchtern verbringen darfst, weil Du es so willst. Wir stehen noch ganz am Anfang eines langen Weges, aber er wird sich für uns lohnen. Daran glaube ich ganz fest und Dir drücke ich die Daumen, dass Du täglich die Kraft hast, dich dem nüchternem Leben zu stellen.

    Begleite uns ein Stück des Weges. Mir tut es sehr gut hier im Forum zu lesen und zu schreiben. Ist wie eine tägliche kleine Therapie. Und die "alten Hasen" passen gut auf uns auf, wenn wir es zulassen. Da ist auch so etwas wie Sicherheit und Stütze, wenn wir es zulassen können und wollen.

    Also herzlich willkommen und eine gute Zeit
    lalu

    Hallo,

    ich bin für ein paar Stunden auf Heimaturlaub aus der Klinik nach Hause gefahren.
    Seit Montag bin ich ja zum stationären Entzug und werde am kommenden Mittwoch in die teilstationäre entlassen. In der Klinik gibt es keinen ordentlichen Internetzugang, so dass ich nur ein kurzes Lebenzeichen an dieser Stelle hier hinterlassen möchte.

    Der Entzug lief ganz gut, bin seit Mittwoch ohne Medikamente und es hält sich mit den Entzugserscheinungen in Grenzen. Wenn frau will, dann schafft sie auch das.

    Ich werde in den nächsten Wochen ein wenig mehr von meiner Entzugsbehandlung berichten. Eins nur heute schon: Es ist nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe. Alle Schwestern, Pfleger, Therapeuten und Ärzte sind sehr nett und verständnisvoll. Jedenfalls zu mir, da sie wohl schnell gemerkt haben, dass ich wirklich meinen Weg gehen will. Bei vielen meiner Mitpatienten ist das nicht ganz so, da diese schon zum wiederholten Mal in der Klinik sind. Seit Jahren immer wieder Rückfall und Entgiftung. Das ist schon sehr merkwürdig... Aber jeder ist ja für sich verantwortlich und soll seinen Weg gehen.

    Ich nehme viele mit, was mir in der Klinik gesagt und gezeigt wird. Auch das Negative kann Motivation sein.

    Für alle, die heute überlegen in einen stationären Entzug zu gehen kann ich nur sagen: Ja, macht es. Es lohnt sich mit professioneller Hilfe die ersten Schritte zu gehen.

    Grüße
    lalu

    Guten Abend Lena,

    ich habe in den ersten Tagen meiner Nüchternheit Deinen Thread gelesen. Ich habe vieles gefunden, was mich berührt hat, einiges, dass mich traurig machte, aber auch ganz viel Kraft erleben dürfen, die Du ausstrahlst. Ich habe es so empfunden.

    Heute möchte ich Dir dafür Danken, dass Du so lange im offenen Bereich über Dich berichtest. Mir war es eine große Hilfe, um noch klarer zu erkennen, dass ich den Weg zur zufriedenen Trockenheit gehen möchte.

    Dir wünsche ich weiter einen guten Weg

    Liebe Grüße
    lalu

    Guten Abend Bernd,

    ich komme mal kurz bei Dir reingeschneit und möchte Dir sagen, dass mich Dein Thread in den ersten Tagen meiner Trockenheit begleitet hat. Ich konnte viel erfahren, wie es sein wird, den langen Weg zur Trockenheit zu gehen. Unsere Lebensgeschichten sind zwar ganz unterschiedlich, aber wir haben ja die gleiche Krankheit. Da hilft es mir als Neuling so sehr, zu lesen, das es sich lohnen wird, den langen Weg zu gehen.

    Ganz lieben Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast über einen so langen Zeitraum von Dir zu berichten.

    Ich drücke fest beide Daumen, dass Du weiter Deinen Weg gehst.

    Liebe Grüße
    lalu

    Dann schaue ich doch nochmal hier vorbei, bevor das Fußballspiel um 21 Uhr losgeht. Es ist deshalb vielleicht ein wenig ungeordnet, aber mir ist es wichtig, dass heute noch los zu werden.

    @Correns vielen Dank für Deine lange Antwort. Ich komme noch bei Dir vorbei und hinterlasse gerne noch ein paar "Laufspuren" :wink:

    Ich möchte den Faden aufnehmen und an alle die Bitte richten, nicht auf "Nimmerwiedersehen" im geschlossenen Forum abzutauchen, wenn einem der Zugang gewährt wird. Für mich als Neuling waren gerade die langen Threads die Begleiter in den ersten Tagen meiner Nüchternheit. Gut, ich hatte viel Zeit, da ich krankgeschrieben bin bis ich in die Entgiftung gehe. Aber ich habe hier im Forum in der ersten Woche viel Zeit mit lesen verbracht. Erst am 4. Tag meiner Nüchternheit, habe ich mich hier im offene Bereich getraut, meinen Thread zu eröffnen. Seit dem habe ich täglich ein wenig (zu viel?) geschrieben. Als Neuling und Forumsunerfahrener User wollte ich mich erst umschauen und lesen, wie man/frau das so macht in einem Forum zu schreiben. Ich habe mich also vorsichtig herangetastet. Unsicher, ob ich alles richtig mache, die kleine, stille Freude, dass auf meine Beiträge auch reagiert wurde. Ich also gelesen und bemerkt werde. Habe mich über die vielen Klicks gefreut, dann aber erfahren, dass das nicht viel aussagt. Also was dazu gelernt. Und mich über jeden an mich gerichteten Beitrag gefreut. Egal ob er von den Neuen kam oder den "alten Hasen". Alle waren Balsam und hilfreich, um den Tag ohne Alkohol zu schaffen.

    Ich habe den Thread von Lena40 zuerst gelesen, dann den von Georg66 und von Bernd G. Und die ganze letzte Woche hatte ich mit Correns 6 Jahre Trockenheit erleben dürfen. Alle diese Threads sind wie kleine Romane. Ich habe mit der" Hauptfigur" mit gefiebert, war traurig, wenn es ihr nicht gut ging oder es Schicksalsschläge in der Familie gab.

    Was ich mich als Neuling bis heute nicht getraut habe, ist in die Threads der Langzeittrocken einen Beitrag zu schreiben. :(
    Das wird aber heute der Fall sein, ich gehe auf "Dankestour" und werde kleine Sträuße Trockenblumen überreichen.

    Warum ist es für mich so wichtig, dass die Foristen aus dem geschlossenen Bereich auch immer wieder bei uns Neuen vorbeischauen und auch schreiben? Mich hat es zusätzlich motiviert, es gibt mir ein gutes Gefühl gehört zu werden, von den Erfahrenden Ernst genommen zu werden.

    So! Das wollte ich heute noch los werden Und ich werde mich bemühen, wenn ich eine längere Zeit der Nüchternheit geschafft habe, auch hier im offenen Bereich, die Neuen zu begrüßen und die ersten Tage zu "begleiten".
    Aber schon jetzt und darüber hinaus komme ich immer wieder aus dem geschlossenen hier vorbei und werde von meinem Weg berichten. Das nehme ich mir ganz fest vor!
    Nüchtern und aktiv im Forum agieren werden in meinem Kopf ganz langsam eine Einheit. Für mich wird es möglicherweise ein weiterer Grundbaustein sein.

    Ich wünsche uns Fußballfans einen spannenden Abend und allen anderen einen Entspannten Tagesausklang

    lalu

    Guten Abend an alle,

    so, der Fußballabend ist vorbei. Das werden anstrengende 4 Wochen :shock:

    Gestern habe ich ja geschrieben:

    Zitat

    Nur soviel Ich hatte heute Vormittag immer wieder ein Lächeln im Gesicht, keine Ahnung warum, ich habe mich irgendwie wohl gefühlt. Ich schlafe jetzt mal darüber.

    Nun habe ich drüber geschlafen und auch heute versucht dahinter zu kommen, was denn da los war. Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Aber da es ja ein sehr positives und angenehmes Gefühl war, nehme ich jetzt einfach so an.
    Der gestrige Tag war auch angefüllt mit allerlei außerhäuslichen Aktivitäten. Arzt und einkaufen, von 7:30 bis 14:00 aus dem Haus gewesen. Nachmittag dann noch zum Tierarzt und Abends noch auf dem Platz zum sporteln. Bin mit meiner neuen Running-Uhr dann gleichmal losgelaufen/gegangen und habe meine 30 min geschafft. Jetzt werde ich wieder mit dem Laufen beginnen. Ich weiß, dass mir Sport gut tut und ich habe die Hälfte meines Lebens ja immer irgend einen Sport gemacht.

    Wie geht es mir nach 14 Tagen Nüchternheit? Erstaunlich gut und das macht mich irgendwie Sorgen. Mir geht es zu gut. Und ich horche immer wieder in mich rein. Aber da ist Ruhe.... kein Verlangen nach Alkohol, kein Saufdruck, nichts. Ich weiß, dass meine Tabletten hier auch viel zu beitragen, denn auf Rat der Ärzte soll ich diese Entgiftung in der Klinik machen. Die Tabletten dämpfen stark und haben bestimmt dazu beigetragen, dass ich nicht so heftige Entzugserscheinungen habe. Ich bin weiterhin ganz wachsam und achtsam. Ich werde den Teufel tun und denken, dass der Weg in die zufriedenen Trockenheit so weitergeht. Ich habe hier schon viel gelesen, dass auch nach Monaten und Jahren ein Rückfall passiert. Das möchte ich auf keinen Fall!

    Montag werde ich in die Klinik zur Entgiftung gehen. Also heißt es morgen zu Hause alles organisieren, packen meinen Garten nochmal in vollen Zügen genießen.

    Da ich jetzt auch im geschlossenen Bereich unterwegs sein werde, wird meine Tippselei hier wahrscheinlich weniger werden. Oder anders. Ich habe ja hier im offenen die erste Hilfe und die ersten Ratschläge bekommen. Und es hat mir toll geholfen. Ich nehme mir vor, auch hier weiter zu schreiben. Vielleicht nicht mehr täglich und ganz so ausführlich. Aber ich möchte Euch auf dem Laufenden halten, wie mein langer Weg zur Trockenheit vorankommt. Es gibt ja einige Foristen, die das auch so gestalten. Mal schauen wie das sich so anläuft.

    Da ich dann in der Klinik bin, kann es sein, dass ich mich gar nicht melden werde. Ich traue noch nicht ganz der Aussage, das WLAN verfügbar sein soll. Und auf dem Handy mit Spatzentastatur kann ich keinen langen Texte schreiben. Da bekomme ich Knoten in den Fingern ;) A

    Ich melde mich spätestens, wenn die stationäre Entgiftung geschafft ist und ich Ausgang nach Hause bekomme.

    Euch allen eine geruhsame Nacht und einen nüchternen Sonntag

    lalu

    Guten Morgen (es ist ja schon nach 24 Uhr)

    jetzt bekommen ich nicht mehr soviel zusammen.
    Es war ein ereignisreicher Tag. Ich berichte morgen davon.

    Nur soviel Ich hatte heute Vormittag immer wieder ein Lächeln im Gesicht, keine Ahnung warum, ich habe mich irgendwie wohl gefühlt. Ich schlafe jetzt mal darüber. Und ich werde gut schlafen, denn ich habe ja meine neue Running-Uhr ausgetestet und mich und meine Fitness auch. Ich bin erschöpf, aber von der sehr angenehmen Seite.

    Noch ein paar Zeilen lesen und dann Augen zu.
    Das Buch das ich gerade lese heißt "Tausendmal probiert..." der Autor schreibt unter dem Pseudonym Correns. Für uns Neulinge hier sehr zu empfehlen.

    Jetzt aber ab in die Federn. Morgen ist auch noch ein Tag

    lalu

    Jetzt mal schnell noch tippsel, gleich geht es wieder auf den Platz zum Sport, so wie letzte Woche auch.
    Dieses Mal ist aber schon abgesprochen, dass es nach dem Training gleich nach Hause geht.
    1. die gemütliche Bier-Absacker-Runde findet ohne mich als Zuschauer statt
    2. Dann sehe ich noch die zweite Halbzeit vom Eröffnungsspiel der EM

    silberkralle : es gefällt mir, das es Dir gefällt 8)

    Zitat

    Strauß Trockenblumen

    stammt nicht ganz von mir. Die Trockenblume habe ich aus einem Beitrag (von wem weiß ich leider nicht mehr :? ) geklaut.
    Aber den Strauß habe ich selbst erfunden

    -umärmel zurück - :oops: ( virtuell muss ich das umärmeln noch üben... *zwinker*)

    Ob ich heute nochmal hier vorbeikomme, weiß ich noch nicht... jetzt geht's auf den Platz


    lalu (die ihre neue Running-Uhr ausprobiert.... *vorfreu*)

    Hallo Ahoernchen,

    ich als Neuling kann Dir da nicht aus Erfahrung berichten, wie ich mit der einen oder anderen Situation umgehen würde. Das werden die "alten trockenen Hasen" bestimmt besser können und auch tun. Da Du ja auch in meinem Thread liest, weißt Du ja, wie ich meine Schritte setze. Was ich mir hier in den letzten 13 Tage anlesen durfte, hilft mir, jeden Tag nüchtern zu leben und am Abend stolz auf mich zu sein und ein ganz klein wenig zufrieden ins Bett zu gehen. Aber jeder muss seinen Weg finden und gehen.
    Ich glaube, dass genau die Grundbausteine ganz immens wichtig sind. Es sind ja sozusagen die Essenz der Erfahrungen der zufrieden Trockenen.
    Trau Dich, die Steine beißen nicht, sie warten, dass Du sie aufnimmst, genau betrachtest und sie dann ganz fest zu einem Fundament zusammen fügst.

    Wenn ich könnte, würde ich Dir ein wenig Zeit senden, so nur einen Gruß und eine Portion Kraft

    lalu

    Guten Abend,

    @Correns: ich lese mich schon die ganze Woche durch Deinen Thread und habe, nun bist Du mir mit einem Gruß und zuvorgekommen. Ich habe schon ein paar Versuche unternommen, bei Dir ein paar Worte zu schreiben, habe es dann aber auf später verschoben. Bin "erst" im Jahr 2014, das "Buch" ist noch nicht zu Ende gelesen. Und ich lese nie erst den Schluss in einem guten Buch, das würde mir die Spannung verderben. Aber ich bediene mich "schamlos" in Deinem Thread und schreibe mir einiges auf, was mir auf meinem Weg helfen wird. Deine Erfahrungen als Langzeittrockener sind Gold wert!
    An dieser Stelle ein riesigen Strauß Trockenblumen für Dich.
    PS: ich freue mich auf meinen ersten "Lauf" 3` laufen 1` gehen. 30` werde ich schaffen (vor einigen Jahren habe ich die 10km ja auch in einer Stunde geschafft... allerdings ohne "Benzin")

    silberkralle : Lieben Dank für die gratulation
    Nein, im Moment widerspricht sich das für mich nicht. Ich wohne mit meinem Sohn und einem weiterem Familienmitglied in einem Haushalt. Dieser ist alkoholfrei (habe ich in einem Beitrag schon beschrieben). Der ganze Rest meiner Familie (2.Sohn, Mutter, Tanten, Cousinen, usw.) wohnt zum Teil in meiner Stadt bzw. auf den Rest der Republik verteilt. Dieser Teil der Familie ist in den letzten zwei Wochen physisch nicht vor Ort gewesen. Aber sehr wohl schon informiert und gibt auf den verschiedensten Kommunikationswegen positives Feedback. Mit dem schwierigen alkoholfreien Umfeld meine ich alles das, was sich vor der Haustür befindet. Also vor allem meine Freunde und Bekannte. Auch diese habe ich in den letzten 2 Wochen nicht zu Gesicht bekommen. Nur einmal (auch das habe ich in einem Beitrag schon beschrieben, der Sportplatz).
    Das Umfeld, in dem ich mich also in den letzten zwei Wochen bewegt habe, war nahezu alkoholfrei. Aber Einkaufen muss ich ja gehen... (auch hier habe ich mein kleines Erlebnis schon beschrieben).

    Die Grundbausteine sind für mich etwas gänzlich Neues. Alle auf einmal kann ich nicht sofort umsetzen. Einige sind sofort umsetzbar für mich, andere werden nach und nach (in den nächsten Wochen) angegangen und dann verinnerlicht. Ich werde die Grundbausteine annehmen und als Fundament für meine Nüchternheit (später Trockenheit) fest vermauern. Dann kann ich mir das Haus "Villa trocken" ganz geduldig und achtsam aufbauen. Wie es aussehen wird, das weiß ich heute noch nicht. Aber das Fundament ist bestellt und die ersten Steine fest im Boden verankert.

    Die Idee mit einer alkoholfreien Halbjahrundertfeier gefällt mir heute noch ein wenig besser, als gestern. Und ich habe schon zwei tolle Reaktionen darauf bekommen. (Und eine nicht so tolle, mit skurrilen Vorschlägen).
    Ich bin der [Zitat] "bestimmer" [Zitat Ende]. Genau!

    @Ahoernchen: Bewundern? Hm? Ich lasse das mal sacken.
    Ja ich habe viel geschafft. Noch stehe ich ganz am Anfang meines (Lauf-)Weges zur zufriedenen Trockenheit, eigentlich noch in der Ankleidekabine, um es mal sportlich zu sagen. Ich bin gerade dabei, die Tasche auszupacken, die andere für mich gepackt haben. Was werde ich anziehen, welche Schuhe werde ich tragen, brauch ich wirklich die Trinkflasche und den Energieriegel? Und da sind dann auch noch Dinge in der Tasche, die ich nicht kenne, Unbekanntes... von mir noch nie benutzte Dinge. Aber ein Teil habe ich selber mitgebracht: meine neue Running-Uhr. Jetzt darfst Du gerne raten, wofür dieses Bild im echten Leben für mich steht.
    PS: die Running-Uhr (sau teuer, aber das habe ich mir gegönnt) gibt es seit heute auch ganz real... und wird bald zu Einsatz kommen *freu*
    ____________________________

    Heute war dann das Vorgespräch in der Klinik (Tablettenentzug). Am Sonntag heißt es also Tasche packen und am Montag geht es dann los. Ich schreibe hier im offenen Forum nicht, wie diese Klinik seine Therapien gestaltet. Nur soviel vielleicht: Ein sehr modernes Gebäude mit komfortablen 2-Bett-Zimmern einer wunderschönen, wenn auch kleinen Grünanlage. Und alle waren heute sehr freundlich und verständnisvoll. Ich habe mich in der Atmosphäre wohl gefühlt und auch die zeitliche Therapieplanung hat meine ängstlichen/unsicheren Vorstellungen schnell aufgelöst. Das klingt jetzt vielleicht blöd, aber ich freue mich jetzt schon darauf, dass ich den nächsten Schritt auf meinem Weg gehen werde. Ich habe keine Ahnung, was bei der Entgiftung auf mich zukommt. Und ich habe jeden Gedanken daran, wie es mir beim Entzug gehen wird in den letzten 2 Wochen ganz bewusst verdrängt. Und mich auch nicht in den Weiten des Internets verloren und mir irgendwelche Berichte reingezogen. Hier im Forum habe ich nichts oder nur sehr dezent das eine oder andere gelesen. Ich fühle mich gut damit, nichts wissend zur Entgiftung zu gehen und mich vertrauensvoll in die Hände der Fachleute zu begeben.

    So! Nun neigt sich Tag 13 entspannt, spannend und nüchtern dem Ende entgegen. Ich schlendre noch durch den einen oder anderen Thread und hinterlasse vielleicht kleine Fußabdrücke.

    Ich wünsche Euch allen einen nüchternen/trockenen Freitag

    lalu

    Guten Abend in die Runde,

    Vorsicht: es wird lang...

    da bin ich wieder. Das Schreiben im realen Tagebuch dauert meistens nur so 10 min, gab aber noch was wichtiges zu erledigen. Es sollen im realen TB auch nur die Fakten festgehalten werden. Was habe ich wann den ganzen Tag getan und was habe ich gegessen (zum Thema Gewichtsreduzierung, dazu komme ich bestimmt auch mal zu einem späteren Zeitpunkt :oops: ).

    @brass: Den Tipp mit dem Buch "Alk" habe ich schon öfter hier gelesen und bin jetzt beim überlegen, ob ich es mir auch zulege. Ich denke noch darüber nach, vielleicht erst nach meiner Entgiftung.
    Das mit den Klicks wusste ich noch nicht, also lege ich es zu den Akten ;)

    Mimulus : Nein ich lasse mich nicht unterkriegen. Jetzt wo ich mir endlich Hilfe geholt habe (in den letzten Tagen auch hier im Forum) wird immer jemand da sein, der mich hält. Bis ich wieder auf eigenen trockenen Füssen stehe.

    Barthell : da bin ich auch ganz stolz, aber ich werde mich an die Worte von Correns halten: Seit achtsam!

    @step: Ja! Aufschreiben hilft ungemein. Das merke ich Tag für Tag. Hier im Forum und auch in meinem realen TB. An beiden werde ich dranbleiben (mein Grundbaustein Nr. 9 )
    Ich hoffe auch, dass "nur" der Alkohol meine Vergesslichkeit verursacht hat. Aber im Moment bin ich noch ein wenig verunsichert...
    Ich genieße meine Launen. Ich meine ja, dass ich gut drauf bin, aber mein Umfeld packt mich nicht in Watte und signalisiert mir schon, wenn ich rumknurre. Darum habe ich sie gebeten, weil ich mich glaube selber noch nicht so richtig wahrnehme , mich nicht von außen betrachten kann (noch nicht?).
    Und so wie heute zweimal meine Laune arg in den Keller stieg... aber das überschlafe ich erst mal und schaue mir das morgen nochmal an. Dann vielleicht mein "Erfahrungsbericht"

    Seidenraupe : Ich gehe meinen Weg, auch wenn ich ihn heute noch nicht kenne. Aber das Ziel steht ja fest: zufrieden trocken!
    Und wenn das Suchtgedächtnis das erst Mal zuschlägt, hoffe ich, dass ich dann schon meinen Notfallkoffer aufmachen kann. (noch ist er leer...)

    ___________________________________

    Gestern habe ich ja geschrieben:

    Zitat

    Ich habe so viele Sachen, die mir im Moment durch den nüchternen und fast klaren Kopf gehen, dass ich nicht weiß, welches Thema ich heute hier "verarbeiten" möchte.

    Also wieder runter auf die Terrasse, eine Zigarette rauchen. (Rauch-Stopp steht auf meiner "to-do-Liste, habe vor 3,5 Jahren wieder angefangen, nachdem ich 5 Jahre nicht geraucht habe... :evil: )

    Seit Tagen setze ich mich mit den Grundbausteinen auseinander, jetzt möchte ich meine gesammelten Gedanken und das, was ich davon schon umsetzen konnte in die Tastatur tippseln.

    1. Vorwort
    Werde ich keins verfassen

    2. Arztbesuch
    erledigt!

    3. klinische Entgiftung
    geht am nächsten Montag los (Tabletten). Nüchtern bin ich heute den 12. Tag

    4. Offenheit und Ehrlichkeit
    Ich bin mir gegenüber ganz brutal offen und ehrlich. Meine Familie weiß Bescheid und zwei enge Freunde. Mein soziales Umfeld wird nach und nach mit der Wahrheit konfrontiert. An das Thema muss ich mich langsam rantasten, habe aber ein gutes Gefühl, dass das funktionieren wird. Ein ganz heikles Thema ist meine Arbeitsstelle. Dazu später mal mehr.

    5. Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten
    Der Anfang ist mit diesem Forum gemacht. Dann kommt die Klinik/Entgiftung, da werde ich auf Gleichgesinnte treffen. Ich bin gespannt/neugierig/unsicher. Eine reale SHG gibt es in meiner Nähe, nach der Entlassung aus der Klinik meine erste Anlaufstelle.

    6. Freizeitgestaltung - soziale neue Kontakte
    Ach je! *seufz* Ich habe einige Hobbys, die ich monate-, teils jahrelang vernachlässigt habe (außer Lesen, da bin ich süchtig). Ganz oben steht die Wiederaufnahme meiner Laufaktivitäten (mit 18kg Ü-Gewischt :( ) Fitness- Armband habe ich gekauft und als Spielzeug geht es morgen an den Absender zurück. Ordentliche Running-Uhr bestellt. Wenn der Arzt die Freigabe gibt geht es los. Mir zucken und zappeln zwar die Füße, aber auch Vorfreude ist toll!

    Mein weiteres soziales Umfeld wird nach und nach mit der Wahrheit konfrontiert. Da trennt sich eventuell der Spreu vom Weizen. Wir werden sehen. step by step

    Für neue Kontakte habe ich zur Zeit keine Lust. Ich habe mit mir in den nächsten Wochen und Monaten genug zu tun. Und die Leute die jetzt um mich rum sind reichen mir völlig aus. Mehr schaffe ich zur Zeit eh nicht!

    7. alkoholfreies Umfeld
    Schwierig. Im Zuhause ist für mich Alkohol nicht greifbar (sie Beitrag von gestern). Die Zeit wird zeigen, wie ich reagiere, wenn Alkohol in meine Nähe kommt. (im Supermarkt bin ich gestern durchs den Gang mit dem Alkoholregalen gelaufen und habe erst am Ende gemerkt, dass ich mich "verlaufen" habe... Da werde ich zukünftig achtsamer sein. Das kann auch mal schief gehen! Und was wird sein, wenn in meiner Gegenwart getrunken wird? Feierlichkeiten z.B.? Ich werde dieses Jahr 50. Das wird sicherlich keine alkoholfreie Feier. Aber es ist ja noch ein paar Tage hin und ich werde mich bis dahin besser einschätzen können, was ich will. Eine alkoholfrei Feier ist aber auch eine Überlegung wert... *nachdenkenwerde*
    Arbeit ist komplett alkoholfrei. Gibt sogar eine Anweisung. Der Weg dahin führt an diversen Lokalitäten vorbei, in und an denen ich mich mit Alkohol versorgt habe. Da wird mein Fahrrad wohl einen neuen Weg kennenlernen. Das steht schon fest.


    8. Unterstützung durch Familie und Umfeld
    Familie unterstütz uneingeschränkt! Zwei enge Freunde sind auch im Bilde unterstützen mich. Der ganze "Rest" wird es demnächst erfahren und ich bin mir sicher, das mich viele unterstützen werden. Und wer kein Verständnis hat, der darf gerne gehen, wohin er will. Ich werde ihn/sie nicht begleiten. Mein Weg ist der in die zufriedene Trockenheit PUNKT!


    Puhhh! Das ganze hat jetzt länger gedauert, als ich dachte. Immer wieder überlegen, was ich wie schreibe... ist ja das offene Forum und hier gelten strenge Regeln (was ich gut finde).

    Gleich ist es Mitternacht und ich werde mal schauen, was mein Bett dazu sagt, dass es heute wieder so spät wurde. Denn gegen 6 Uhr bin ich ja schon wieder aus den Federn. Wir haben also heute Nacht nur ein kurzes Rendezvous :lol:

    Allen eine geruhsame Nacht und einen nüchternen und/oder trockenen Donnerstag

    Lalu

    Nun ist es doch nach Mitternacht geworden...

    Schön, dass der Tag wieder erfolgreich verlaufen ist!
    Du gehst also weiterhin arbeiten...?
    Dass konnte ich mir nicht vorstellen und bin deshalb auch krankgeschrieben.
    Aber Arbeit kann ja auch ablenken, Hauptsache es ist eine alkoholfreie Zone.

    Für Morgen drücke ich Dir fest die Daumen. Du schaffst das bestimmt.

    Hm? Ich habe die Empfehlung für die Lektüre auch mehrfach gelesen. Ich sollte dann wohl auch...? Ich denke drüber nach.

    Das du 20 kg abgenommen hast...wow! Das steht mir noch bevor (sind aber auch "nur" noch 16 kg). Darüber schreibe ich bestimmt auch bald in meinem Thread.

    Einen erfolgreichen und nüchternen Donnerstag wünscht Dir
    lalu

    Hallo an alle,

    ich werde mich jetzt erst mal meinem realen Tagebuch widmen. Ich erinnere den Tag und hoffe, dass ich nichts vergesse habe... hatte ich ja schon geschrieben, dass ich diese tägliche Übung mache, um mein Gedächtnis (vor allem das Kurzzeitgedächtnis) trainieren will. Hatte ja so meine Blackouts in den letzten Monaten :oops:

    Bis gleich oder nachher

    lalu

    Ein herzliches willkommen von Neuling zu Neuling,

    ich wünsche Dir ganz viel Kraft, Deinen Weg zu finden und ihn dann zielstrebig zu gehen.

    Ich kann und möchte als Frischling Dir keine Fragen stellen und Dir natürlich auch keine Ratschläge mit auf den Weg gehen. Aber ich kann Dir aus meine kurzen Zeit, die ich hier im Forum schon verbringen durfte (das empfinde ich wirklich so) sagen, dass es mir persönlich sehr hilft, täglich hier zu lesen und auch zu schreiben.

    In diesem Sinne: eine erholsame Nacht und einen nüchternen Mittwoch

    Grüße
    lalu

    Hallo heaven,

    habe Dir ja schon in Deinen Thread geschrieben.

    Hallo ans Forum,

    Heute ist der 11 Tag ohne Alkohol, im Kopf war mir irgendwie die 9 hängengeblieben. Jetzt habe ich in meinem realem Tagebuch die Tage gezählt und dann gleich noch nummeriert... :)

    Gestern habe ich ja geschrieben, dass ich mich freue, dass mein Thread schon so viele Aufrufe hat. Dann habe ich abends im Bett gelegen und mich dann über mich geärgert. Warum? Nun ich war ein wenig traurig/verwundert/erstaunt, dass viele lesen aber nur wenige bei mir schreiben. Und das ich das gestern nicht auch so geschrieben habe.
    Heute habe ich mir die Threads, die ich selber täglich lese mal genauer angeschaut. Und siehe da, es ist völlig normal, dass nicht immer sofort und manchmal erst nach Tagen auf einen Beitrag geantwortet wird... Jetzt war und bin ich froh, dass ich mich gestern nicht dazu geäußert habe, sondern eine Nacht geschlafen und nochmal genau hingesehen habe. Das war definitiv besser. Wenn ich nicht nüchtern gewesen wäre hätte ich drauflosgepoltert. Ein kleiner Gewinn, ein kleiner Schritt auf meinem Weg.

    Ich habe so viele Sachen, die mir im Moment durch den nüchternen und fast klaren Kopf gehen, dass ich nicht weiß, welches Thema ich heute hier "verarbeiten" möchte. Also gehe ich jetzt erst mal eine Zigarette rauchen und werde mich entscheiden... bis gleich

    Da bin ich wieder :)
    Also Thema ist entschieden: Was habe ich bis zum heutigen 11. Tag meiner Nüchternheit gemacht/getan, um keinen Alkohol zu trinken.

    - ich bin zum Arzt gegangen und habe die Karten auf den Tisch gelegt
    - ich habe dafür gesorgt, dass ich die gesamte Zeit unter "Aufsicht" bin, es ist zu jeder Tag und Nachtzeit jemand in meiner Nähe
    - ich habe mich hier im Forum angemeldet
    - ich lese täglich, früh, mittags, abends im Forum (keine Zeit mehr für andere Lektüre :D es ist sooo spannend hier)
    - ich schreibe täglich hier in meinem Thread
    - ich schreibe täglich in mein reales Tagebuch (frich gekauft + Füllfederhalter)
    - im gesamten Haus gibt es sichtbar keinen Alkohol, der vorhanden ist hinter einer stabilen Tür verschlossen (selbst wenn ich wollte, die bekomme ich nicht aufgebrochen)
    - ich habe einen festen Termin für meine Entgiftung in der Klinik gemacht
    - ich gehe den Tag ganz bewusst langsam an und nehme mir nicht viel vor
    - ich erledige nur das, was ich auch möchte (an der Stelle sei gesagt, dass mir das besonders schwer fällt, ich hätte ja soviel zu tun und zu erledigen)
    - ich trinke am Tag mindesten 5 Liter Wasser, Tee, Cappu
    - ich ernähre mich gesund ( wie ich an anderer Stelle schon sagte, ich werde bekocht, da ist das einfach)
    - ich verzichte ganz bewusst auf Suchtverlagerung Richtung Süßigkeiten (funktioniert fast)
    - ich schreibe ganz ohne Prioritäten auf, was ich in meinem nüchternem Leben noch machen und erleben möchte.
    - ich analysiere/diagnostiziere mich nicht selbst, dass möchte ich mit den Experten machen (geht ja nächste Woche ja los)
    - ich habe mir ein Fitnessarmband gekauft. 1. weil mir seit drei Tagen die Füße zucken und rufen leise "laufen, wir wollen laufe" 2. Belohnung, für meinen Entscheidung nüchtern zu leben

    Puhhh! Fünf Mal durchgelesen, ob ich was wichtiges fehlt... heute nicht.

    Dann wünsche ich allen für heute eine gute Nacht und morgen einen friedlichen Tag

    lalu
    (die jetzt minütlich auf ihr neues Armband schaut :D )

    Hallo heaven,

    schön dass Dich die Gelassenheit schon gepackt hat und Du wieder lachen und scherzen kannst. Drücke Dir weiterhin die Daumen und das Du das mit der Kur jetzt langsam für Dich annehmen kannst ist doch toll.

    Kommt Zeit, kommt Rat und es folgt die Tat... (hat mal irgendjemand vor langer Zeit zu mir gesagt)

    Ich hopse jetzt mal noch in meinen Thread und tippsel noch ein wenig auf der Tastatur. Mal schauen, was heute so aus der Feder,,, äh Tastatur fliest.

    Bleib weiter geduldig mit Dir und haben einen guten nüchternen Mittwoch
    lalu

    Einen schönen Abend an alle Mitleser,

    heute habe ich das "Experiment" von gestern wiederholt und mich gleich früh um meine Bette gekümmert. War nicht so lange und soviel, aber hat wieder gut getan. Es geht doch... :)
    Und nachmittags auch noch Rasen gemäht... ich verwöhne meinen Garten und somit auch mich.

    Ich hatte mir letzte Woche schon ein Tagebuch gekauft, um täglich am Abend den Tag zu erinnern. Ich hatte ja vielleicht schon erwähnt, dass ich in den letzten Monaten Gedächtnisschwierigkeiten hatte, vergesslich war. Warum weiß ich heute auch und doch ist eine Unsicherheit da, das es mehr sein könnte, als meine Suchtauswirkungen. Eine Bekannte von mir hatte das vor Jahren auch (ohne Alkohol usw.). Dann kamen Sprachstörungen dazu und nach der Diagnose Tumor im Kopf hatte sie leider nur noch 1 Jahr zu leben.

    Jedenfalls sitze ich jetzt immer abends und lasse den Tag Revue passieren und versuch alles aufzuschreiben, was ich den lieben, langen Tag gemacht habe. Nur die Fakten, ohne Wertungen und wie es mir geht körperlich und psychisch. Das hebe ich mir dann für mein virtuelles Tagebuch auf, später dann. Außerdem möchte ich auch gerne hier jeden Abend ein paar Gedanken lassen, die mich so umtreiben.

    Ich lese jeden Tag hier die Beiträge und bin nach Bernd nun im langen Beitrag von Correns. Ich lese und lese und fühle mich bei allen diesen langen Threads wie in einem Roman, wenn ihr versteht, was ich meine. Ich fiebere mit den Schreibenden mit und freue mich über jeden Fortschritt, den jeder einzelne macht. Auch wenn ich weiß, dass alles ist ja schon in der Vergangenheit passiert ist und die Foristen heute immer noch trocken sind.
    Ich habe mir mein Tagebuch danebengelegt und auf den letzten Seiten dieses Buches notiere ich Worte und Sätze, die mich besonders ansprechen.
    Ich schreibe hier mal einige rein, ich hoffe ich darf das, wegen dem Copyright.

    - nicht euphorisch, sondern Respekt
    - ich habe keine Lösungen, aber ich nehme teil
    - Trockenblumen (für jeden Tag eine, dass wird ein schöner großer Strauß)
    - ich warte auf etwas, anstatt zu leben
    - Worte an den Suchtteufel "Danke, dass Du mich erinnerst, nicht zu trinken"
    - zerbrechlich und einsturzgefärdet
    - Trockensein ist etwas Besonderes
    - geht es langsam an und seit wachsam

    Für mich sind das Erfahrungen der Langzeittrockenen, die ich in mich aufnehmen möchte um meinen Weg mit Hilfe auch von außen zu finden. Ich habe von Tag zu Tag mehr Respekt vor denen, die es schon zu einer langen und jetzt zufriedenen Trockenheit geschafft haben. Auch ihr Anfang war schwer und voller Stolpersteine und Fallen. Aber sie teilen uns ihre Erfahrungen mit, denen die wie ich noch ganz am Anfang stehen.

    Ich bin immer noch beim "arbeiten" an den Grundbausteinen... heute kann ich mich dazu noch nicht äußern. Ich muss noch viel darüber nachdenken.

    Für heute soll es genug sein.

    Viele Grüße sendet Euch lalu

    :D Ich freue mich, dass schon so viele Aufrufe zu meinem Thread erfolgt sind. :D

    Hallo an alle Mitleser und Interessierten an meinem "Geschreibsel" ,

    @heaven: das mit den 100% kenne ich sehr, sehr gut. Mir ging es jahrelang auch so. Ein wenig Ruhe ist aber im letzten Jahr eingetreten, da sich meine Wohnsituation so entwickelt hat, wie ich es schon als Kind mir immer erträumt habe. Wir wohnen jetzt in einem schönen Haus mit Garten in einer wundervollen Siedlung.

    __________

    Jetzt bin ich krankgeschrieben und auch nicht alleine zuhause. Man passt auf mich auf. Darum habe ich die Familie und Freunde gebeten. Risikominimierung? Und ich verbringe viel Zeit mit "nichts tun" z. B. viel hier im Forum lesen. Ich habe seit Montag drei lange Theards gelesen, der erste war der von Lena40, dann den von Bernd und jetzt bin ich mit dem von George66 auch fast durch. Und auch immer die gerade aktuellen Theards. Da geht viel Zeit drauf, aber die nehme ich mir gerne. Leider kann ich mit dem Computer nicht draußen sitzen bei dem schönen aber zu heißem Wetter. Und am Tablet... da sieht man draußen so gut wie nichts. Also ist im Garten nur rumgammeln und schwatzen angesagt (und 3x am Tag in den Pool hopsen 8) )

    Aber wie ich gestern schon schrieb, ganz wohl fühle ich mich nicht ganz damit... aber ich werde daran arbeiten müssen. Die erste "Maßnahme" heute war, dass ich gleich ganz früh in meinem Garten mich um die Beete und Blumen gekümmert habe, da liegen diese alle noch im Schatten. (Sonst habe ich das immer erst Nachmittags/abends gemacht, nach dem einem oder anderen Bier... ) Heute also in der früh, ordentlich geschwitzt dabei und mich nach einer Stunde super gefühlt. Es geht auch ohne Alk und es geht auch früh. Und ich hatte den ganzen Tag das gute Gefühl, schon etwas getan zu haben. (Wäsche und ein wenig aufräumen läuft ja ehe so nebenbei :D ) Und da ich mich nicht ums Essen kümmern muss (Gott sei dank!) bleibt mir die Küchenarbeit zur Zeit komplett erspart.

    Wie geht es mir sonst nach einer Woche alkoholfrei? Ich bin täglich dankbar, dass ich den körperlichen Entzug so gut schaffe.(Bitte nicht vergessen, dass das vermutlich an den Tabletten liegt, die ich nehme, tablettenabhängig bin ich ja offensichtlich auch). Ich fühle mich heute ganz fit, aber nicht sehr energiegeladen. Nur heute früh (6:00) als ich auf unserer Terrasse beim ersten Cappu saß, zuckten mir die Beine und ich währe um ein Haar in meine Joggingschuhe geschlüpft und eine Runde ums Haus gelaufen. Ich habe immer viel Sport gemacht, dass aber in den letzten Jahren völlig vernachlässigt. Außer die Fahrt mit dem Fahrrad täglich 2x6km zur Arbeit und zurück(Sommer, wie Winter). Und auch das erst seit einem knappen Jahr, nach unserm Umzug ins Haus.

    Sport ist dass, was ich vermisse und so schnell wie möglich wieder aufnehmen möchte. Aber erst die Entgiftung und dann werden Pläne gemacht.

    Ich werde mich in den nächsten Tagen weiter mit den Grundbausteinen auseinander setzen. Ich glaube, dass ist super wichtig. Nach allem, was ich in den Theards so gelesen habe. Dann steht diese Woche auch das Vorgespräch in der Klinik an. Und jeder Tag den ich ohne Alkohol schaffen werde, wird ein toller sein.

    Euch allen eine geruhsame Nacht
    lalu