Beiträge von lalu14

    Hallo CF,

    es freut mich zu lesen, dass dein Schiff wieder in ruhiger See unterwegs ist (ein schönes Bild).

    Ein Rückfall ist Teil unserer Krankheit. Dass heißt aber nicht, dass man/frau einen bauen müssen. Ich glaube, dass diejenigen, die ihren Rückall damit rechtfertigen wollen, einfach nur eine Ausrede suchen.
    Ein Rückfall beginnt schon vorher, Tage vorher. Man/frau will wieder trinken und so ein Rückfall ist dann kein Zufall. Kein unabwendbares Ereignis.

    Ich hatte einen Rückfall. Aber der hat sich angekündigt. Ich habe die Zeichen nicht erkennen wollen. Und mein Notfallkoffer nicht geöffnet.

    Saufdruck hin oder her. Er muss nicht zum Rückfall führen. Es gibt genug Möglichkeiten und Angebote, um wieder in ruhiges Fahrwasser zu gelangen. Hm.

    :oops: Jetzt hab ich dein TB zugetextet. Aber ich lass es mal hier stehen. Okay?

    Lg lalu

    Hallo und willkommen,

    erst als ich sehr konsequent die Grundbausteine und die Ratschläge/Erfahrungen der "alten Hasen" für mich umgesetzt habe, konnte ich mit meiner Trockenarbeit beginnen.
    Alles Rumeiern hat bei mir nur dazu geführt, dass ich rückfällig wurde.

    Nach acht Monaten Nüchternheit fühle ich mich immer noch als Neuling. Aber ich habe die ersten Monate mit Hilfe des Forums gut geschafft. Weil ich den Erfahrungen Glauben schenkte und umsetze. Punkt!

    Es ist nicht einfach. Stimmt. Aber es lohnt sich. Versprochen!
    Im Hirn ankommen dieses "für immer" war bei mir ein Prozess. Hat gedauert, ja. Heute finde ich das ne tolle Idee. Na klar, warum nicht für immer? Wenn dann weiter soviel Spannendes, Berührendes, Trauriges, Lustiges, Anstrengendes, Großes, Kleines passiert und ich es mit wachen Sinnen erleben darf... Dann JA bitte für immer.

    Komm gut hier an, schau dich um und sei offen für alles.

    Gruß lalu

    Hallo,

    ich habe 2008 mit Allen Care aufgehört zu rauchen. Ging total super.
    Habe fünf Jahren nicht geraucht und dann leider wieder angefangen :evil:

    Habe es im Oktober letzten Jahres nochmals versucht. Ging wieder total leicht. Aber nach zwei Monaten und der abgebrochenen LZT. habe ich erstmal lieber zur Zigarette gegriffen, als wieder zum Alkohol. Ich glaubte einen Stresskiller zu brauchen.

    Jetzt werde ich erstmal stabil trocken und dann gehe ich es wieder an. Das habe ich mir versprochen!

    Gruß lalu

    Hallo Martina,

    Mir geht es ähnlich wie Calida. Ich mache mir mehr Gedanken, als meine Mitmenschen. Eigentlich fast alle habe es einfach zur Kenntnis genommen, dass ich nicht mehr trinke. Das ist jetzt acht Monate Alltag.

    Mein Umfeld besteht ja aus Leuten, die eben keine Alkoholiker sind und deshalb meine Krankheit so ähnlich betrachten, als wäre ich Diabetiker. Muss halt Blutzucker messen und Tabletten oder Spritzen nehmen. Wird zur Kenntnis genommen und gut ist. So ist es bei mir.

    Die Auseinandersetzung mit der Sucht führe ich im Forum, in der rSHG und mit zwei drei Leuten. Mir reicht das.

    Das ich mich verändern werde, dass ist für mich klar, weil ich mich jetzt mit mir auseinander setze. Das wird dauern und es wird sich zeigen, ob mein Umfeld sich verändert. Kann sei, weiß ich heute noch nicht.

    Gruß lalu

    Es geht auf und ab. In Wellenbewegungen. Es ist kein Sturm, aber es rollt zeitweise ordentlich.
    Mein Kopf will das eine, das andere und am liebsten alles gleich und möglicherweise sofort.
    Und der Körper sagt gerade, dass er Ruhe braucht. Darüber denkt der Kopf gleich wieder nach und hat viele Ideen, warum das jetzt so sein soll.

    Ich gönne heute dem Körper seine Ruhe und der Kopf bekommt Futter in Form von Lesestoff.

    Gedanken an Alkohol habe ich keine. Vor Monaten war ja der Alkohol das Mittel der Wahl, um in die Gänge zu kommen. Ich habe dann geschafft und geschafft. Mein Tageswerk und -Pensum erledigt.
    Heute habe ich zwar im Kopf den Antreiber, der mir sagt, ich muss tun und schaffen. Aber heute ist da auch der Bremser. Und auf den höre ich hier und heute. Früher habe ich den Bremser ersäuft, ignoriert.

    Nur nicht trinken reicht nicht. Es muss sich auch was ändern. Es hat sich was geändert. Mein Bremser hat jetzt eine Stimme im Parlament. Und ich höre genauer hin. Und handle. Oder eben auch nicht. Wie heute. Nur lesen, den ganzen Tag. Kurze Unterbrechung, weil die Sonne so schön schien und ich raus musste. Musste, wollte eigentlich nicht. Aber gut. Der Antreiber hatte ein wenig Recht. Nach so vielen trüben Tagen tut es gut ein wenig Sonne zu tanken.

    Habt einen schönen Abend und eine geruhsame Nacht
    lalu

    Hallo Gauguin,

    schön, dass du weiter nüchtern deine Tage gestaltest. Weiter so... :wink:

    Das Nichttrinken soll/muss begleitet werden. Einiges an Anregungen kannst du ja hier im Forum lesen. Mir hat zum Anfang das Forum, die rSHG und die Suchtberatung sehr geholfen. Heute sind es Forum und die Aussicht auf eine Einzeltherapie. Und zur rSHG gehe ich weiterhin. Das hilft mir zwar nicht im täglichen Nichttrinken. Aber ich habe nette Leute kennengelernt, die ich heute nicht mehr missen möchte. Einige sind schon lange trocken und gehen trotzdem weiter zur SHG. Da muss wohl was dran sein, zur SHG gehen und trocken bleiben. Mache ich also weiter.

    Belohnung in Form von Kuchen finde ich gut, nur leider kann ich das nicht machen. Jedes Stück landet unweigerlich auf den Hüften, also lasse ich es an 29 von 30 Tagen :D

    Grüße lalu

    Hallo Calida,

    ich freu mich mal ganz spontan mit dir.
    Ich glaube nach zu empfinden, was du meinst.
    Ja, es ist soooo schön, so leben zu dürfen.
    Und wir(!) haben das geschafft. Mit Hilfe, aber den größten Batzen
    mussten wir schon selbst stemmen.

    Tut gut, darf so bleiben. :wink:

    lalu

    Guten Abend,

    ja klar, Gründe, nicht mehr zu trinken, gibt es mit zunehmender Zeit der Abstinenz immer mehr. Weil frau und man nüchtern vieles deutlicher, klarer, ungefiltert sehen können. Und plötzlich ganz kleine und einfach Dinge wieder an Schönheit gewinnen. Wenn sich das Tagesgeschäft nicht mehr (fast) ausschließlich um Besorgung, Verstecken, verheimlichen von Alkohol dreht.
    Zeit für Altes, Wiederentdecktes, Neues da ist.

    Bei mir geht einiges auch wieder besser, oder überhaupt wieder, seit das Gift aus meinem Körper ist. Lesen z.B. tue ich wieder stundenlang, weil ich mich konzentrieren kann. Basteln, weil die Hände nicht mehr zittern. Sport machen, weil ich wieder leistungsfähiger bin und ich die Freude an der Bewegung wieder spüre. (Manchmal) Ruheinseln genießen, weil ich (manchmal) Ruhe zulassen kann.

    Es ist nicht alles gut, nicht alles super. Nein, noch lange nicht. Aber ich finde, dass sich mein Weg bis hierher schon total gelohnt hat.
    Ich habe jetzt die Chance, mich kennen lernen zu dürfen. Das ist spannend, aber es macht auch Angst. Ja, es macht auch unsicher, weil meine Werte auf den Prüfstand kommen. Nicht das ich das bewusst wollte, es passiert. Und ich werde mich einlassen. Denn das kann ich jetzt.
    Auch und besonders, weil es dieses Forum gibt, dass mir auf eine mir neue Art Hilfe gibt.

    Weiter geht's. Die für mich spannenden Teile meiner Story gibt's in der Villa, da ist einiges doch besser aufgehoben. (Werbung aus :wink: )

    lalu

    Zitat von Sunshine_33

    Eines verstehe ich auch nicht.
    Wenn ich/jemand zu meiner/seiner Krankheit steht, bedeutet das doch noch lange nicht, das man es "jedem auf die Nase bindet".
    Ich gehe damit doch auch nicht hausieren oder trage n Schild um dem Hals. Warum sollte ich denn?
    Aber auf explizite Nachfrage lüge ich eben auch nicht rum, sondern sage dann ganz sachlich, was Ambach is.
    Wo ist denn da bitte das "allen auf die Nase binden"?
    Werde ich wohl nie verstehen...

    Danke Sunshine, das hätte ich nicht besser formulieren können.

    Ich habe eine Krankheit, ja. Aber ich bin nicht in Erkläungsnot und lasse mich dazu auch nicht drängeln. Das habe ich bis heute schon lernen dürfen, weil ich nüchtern lebe.
    Wenn ich daran denke, wie ich mich in nassen Zeiten "verpflichtet" gefühlt habe, meinen Alkoholkonsum zu rechtfertigen... ohne, dass mich jemand explizit danach gefragt hätte... :oops:

    Da kann ich heute regelrecht genießen, dass ich frei bin... Ja FREI!

    Habt alle eine geruhsame Nacht und morgen einen nüchternen Dienstag
    lalu

    Zitat von Martin

    Ich musste mich in all den Jahren noch nicht rechtfertigen.

    LG Martin

    Ich in den letzten Monaten auch noch nicht. Es lag immer in meiner freien Entscheidung, wieviel ich sagen wollte. Wenn ich das Bedürfnis, den Wunsch hatte, mehr zu sagen, dann wollte ich das. Mich erklären. Nicht rechtfertigen.

    Zitat von Carl Friedrich

    Hallo!

    Dann bereite dich gleich mal auf Nachfragen vor:

    1.) Warum nicht?

    2.) Aha wohl trockene Alki?

    Gruß Carl Friedrich

    *1.) Diese Frage ist mir in den letzten Monaten noch nie gestellt worden, wenn ich Alkohol abgelehnt habe.

    *2.) erübrigt sich somit.

    Lieber CF, schön, dass du vorbei schaust. Ein wenig vermisse ich Dich ja schon...

    Meine gedanklich vorliegenden Antworten:

    a) Gegenfrage: warum soll ich Alkohol trinken?
    b) Ich vertrage keinen Alkohol mehr(!)
    c) mein mir zustehendes Maß an Alkohol habe ich in diesem Leben schon getrunken
    d) seit xx Monaten trinke ich nicht mehr und mir geht es super damit.
    e) ich bin noch nicht trocken, aber auf dem Weg dahin.

    Hallo und danke Martina für deine Besuch.

    Ja der Weg geht weiter. Am Wochenende viel Sport gemacht, zweimal in der Halle, heute joggen. Die Sonne schien, warm war es aber nicht wirklich.

    Es ist das erste mal, dass ich auf den Frühling warte. Bin ein Freund von jeder Jahreszeit, weil alle vier ihre Reize und Schönheiten haben. Nun aber will(!) ich im Januar schon Frühling.... Ist neu bei mir, finde ich interessant.

    Meine Trockenarbeit bleibt mir wichtig. Gestern wurde Sekt angeboten. Für die Sieger beim Turnier und überhaupt. Ich war erst überrascht, erinnerte aber dann, dass das ja schon immer so war bei Turnieren. (War nach vielen Jahren mal wieder auf einem solchen).
    Ich habe ohne nachzudenken nein gesagt, erst hinterher bewusst die Situation nochmals durchdacht. Es fühlte sich gut an, dass ich einfach nein gesagt habe. Wie selbstverständlich. Beim nächsten mal hänge ich ein "ich trinke keinen Alkohol" mit ran... Mal schauen.

    Ich habe fast jeden Tag leckeres Mittagessen. Nur koche ich nicht selbst... Mache früh den Kühlschrank auf, packe das Essen ein und lasse mich mittags überraschen.... :oops:

    Meine Schwester kocht "Low-carb" also mit ohne Kohlenhydrate, ist aber super lecker.

    Heute gab es Putenbrust mit Paprika und Käse. Das ganze im Ofen überbacken.
    Dazu Tomaten-Frühlingszwiebel-Salat... Gewürze??? :oops:

    Ja Calida, genau das ist es: toll, wenn die eigene Familie mitmacht, mitdenkt.

    Das freut mich auch für dich, dass deine Eltern jetzt keinen Alkohol mehr trinken. Sie hatten wohl ein gutes Vorbild :wink:

    Es ist schön, dass die Menschen, die man liebt einem auf diese Art Wertschätzung entgegenbringen und Rücksicht nehmen.

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    Ich habe das laufen (nicht joggen) für mich entdeckt. Wegen der Wetterverhältnisse kann ich nicht mit dem Rad fahren und komme auch nicht ins Fitnessstudio. Also laufe ich jetzt überall hin. Spart außerdem Fahrgeld :wink:
    Es ist auch meine Zeit, in der ich ganz bei mir bin. Laufen, denken, entspannen. Bewegung in entschleunigter Form. Tut gut.

    Mir geht's gut, ich komme ganz langsam aber stetig in meiner Trockenarbeit voran. Die Gedanken an Alkohol werden weniger, sind aber täglich präsent. Schon allein deshalb, weil ich auch täglich im Forum bin.
    Aber sie nehmen nicht mehr soviel Raum ein, wie in den ersten Wochen.
    Und ich fange an zu überlegen, wie ich meine freie Zeit nutzen möchte.
    Nur lesen und Sport reicht mir nicht. Wenn der Frühling kommt, dann wartet ja der Garten auf mich. Ich mache mir kleine Pläne, wie ich den Garten gestalten möchte. Das macht Spaß und fokussiert mich gut.

    lalu

    Martina,

    Nun schreibe ich erst heute, naja, bin nicht immer gleich in Stimmung, zu antworten. Manchmal muss sich erst was setzen, manchmal lese ich einfach nur im Forum.

    LZT=Langzeittherapie. :D
    Ja ich habe meine LZT abgebrochen. Ich bin dazu innerlich nicht bereit gewesen. Hatte möglicherweise auch völlig falsche Vorstellungen, was ich dort vor Ort für mich tun möchte. Und auch das zusammen gesperrt sein mit einer fremden Frau, die eigentlich nur in der Rehaklinik war, weil ihre Verwandten und Bekannten das für gut befunden haben... gruselig und für mich nicht auszuhalten.
    Bin in ein tiefes Loch gefallen, dachte schon, ich habe Depression. Schlussendlich auch noch ein Rückfall vier Wochen nach der Flucht aus der Rehaklinik... Es war nicht meins. Nicht zu dieser Zeit.

    Und doch hat mir alles geholfen, mich wieder auf meinen Weg gebracht.

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    Heute gab es eine Familienfeier und wie immer in letzter Zeit zu solchen Anlässen habe ich nur die Zeit bis nach dem Kaffee trinken eingeplant. Bei meiner Familie kommen Alkoholika erst ab dem Abendbrot auf den Tisch. So ganz zufällig hatten die Gastgeber keine Tropfen Alkohol im Haus... Ich "musste" also länger bleiben. Es war mir eine stille Freude, dass meine Familie an mich denkt. So kann es gehen, das passiert auch.

    lalu (heute dankbar, eine so tolle Familie zu haben)

    Hallo Marie,

    es ist gut, dass du hier über deinen Rückfall schreibst, ja schreiben kannst.
    Du hast meinen vollen Respekt. Gerade weil ich weiß, dass es Überwindung kostet, sich hier mitzuteilen.

    Jetzt heißt es genau hinzuschauen, was anders gelaufen ist. Und wo du zukünftig die Risikominimierung noch besser machen kannst. Ganz zu erst sollte immer das alkoholfreie Zuhause stehen.

    Ich wünsche dir morgen einen nüchtern Tag.
    Bleib dran, bleib hier.

    Lg lalu

    Zitat

    Glaubt mir: der kontakt zu anderen Trocken Alkoholikern, Menschen die Ihr leben geändert haben, Menschen die die Krankheit "Sucht" verstehen ...
    das ist Gold Wert!

    Dem kann ich mich vorbehaltlos anschließen. Es müssen nicht viele sein. Die reale SHG, das Forum, eine gute Freundin, ein guter Freund.
    Austausch ist enorm wichtig.
    Still und heimlich, wie so mancher von uns getrunken hat... so lässt sich das Trocken werden nicht bewältigen.

    lalu

    Gratulation zu drei Monaten, das ist doch schon ein guter Anfang.
    Ich kann dir sagen, es lohnt sich dranzubleiben. Es geht von Woche zu Woche besser. Die Abstände, die es schwierig machen, werden größer. Es kehrt so etwas wie Alltag ein. Plötzlich ist der erste Tag da, an dem du nicht an Alkohol gedacht hast. Mir ging es nach ein paar Monaten tatsächlich so. War komisch, aber auch so etwas wie eine Etappe.

    Meine Erfahrung ist, dass es ganz wichtig ist, sich ein alkoholfreies Umfeld zu schaffen. Es ist einfacher und sicherer, wenn der Saufdruck kommt. Und der kommt so sicher, wie das Amen in der Kirche. Es gibt nur ganz seltene Ausnahmen, die davon berichten, nie einen solchen Druck gespürt zu haben.

    Ich wünsche dir hier einen guten Austausch.
    lalu