Beiträge von Eric

    Zitat von FrankyFresh

    Gibt vereinzelt noch ein paar Karnevalisten, die wohl noch nich so ganz einsehen wollen, das der Spuk vorbei ist
    :x

    Hallo Franky,

    vor einigen Jahren gehörte ich auch zu denen, die den Dienstag immer noch gerne mitgenommen haben, obwohl eigentlich gar kein Karnevalist.

    Prima, dass Du trocken geblieben bist.

    Ich schaue mir das ganze Schauspiel inzwischen gerne von (weit) außen an. Finde es schön, wenn so viele Menschen friedlich zusammen feiern. Darein mischt sich natürlich oftmals auch Abscheu und vielleicht auch ein wenig Mitleid, wenn mal wieder jemand zu viel gesoffen hat mit all den unangenehmen Begleiterscheinungen.

    Gruß
    Eric

    Zitat von Rosa Li

    Würde mich auch mal interessieren.Hab von einem trockenen Alkoholiker aus dem Forum gelesen das nur das Bier wichtig war.Habt ihr während eurer nassen Zeit die Partnerin eher als Last angesehen als Lästiges Anhängsel oder habt ihr euch nicht danach gesehnt den Alkohol weglassen zu können und mit eurer Partnerin eine gut funktioonierende Beziehung zu führen??

    Hi,

    bei mir war es so, dass ich es kaum erwarten konnte, wieder in meine Wohnung zu kommen bzw. sie aus meiner Wohnung rauszuwerfen, damit ich ich mich wieder dem Schnaps widmen konnte. Dafür hab ich auch durchaus künstlich Streit provoziert. Körperlich abhängig bin ich übrigens nicht, aber das Verlangen war trotzdem übermächtig. Es war mir nur so halb bewusst, dass ich Streits provoziert habe, um trinken zu können. Und war erstmal der erste Drink drin, war das sowieso alles egal.

    Gruß
    Eric

    Liebe Picola,

    uff, da hast Du ja schreckliches erlebt.

    Hast Du schonmal an eine Psychotherapie gedacht? Nicht, weil ich dir für gestört halte, sondern weil kein Mensch solche Erlebnisse einfach wegstecken kann. Schon gar nicht, wenn er auch noch alkoholabhängig ist.

    Da könnte fachmännische Unterstützung eine große Hilfe für dich sein und es ist da dann auch nicht so öffentlich wie hier.

    Natürlich möchte ich dich nicht davon abhalten, hier zu schreiben. Finde es gut, dass Du den Mut gefunden hast, dich zu öffnen.

    Auf deinem Weg alles Gute
    Eric (seit 3 Jahren trocken)

    Danke, Jürgen. :)

    Kleines Status-Update:

    Das mit der Liebe hat leider nicht so hingehaun, wie ich mir das gewünscht hatte. Dazu stehe ich vor einer schwierigen Prüfung und habe viel Arbeit. Bei alledem kommt natürlich noch das fiese Januar-/Februarwetter dazu, das uns wohl allen zusetzt.

    Positiv war, dass nach vielen Jahren meine Gefühle in vollem Umfang zurückgekehrt sind und ich endlich wieder weinen kann. Klingt etwas melodramatisch, ist aber unheimilch wichtig für mich.

    Diese "neue" Gefühlsebene bringt natürlich eine gewisse Instabilität und Unsicherheit mit sich. Stolz und danbar bin ich, dass dies nicht dazu geführt hat, wieder trinken zu wollen. Dennoch halte ich mich zur Sicherheit derzeit wieder etwas mehr hier im Forum auf. Und warte auf bessere Zeiten. :)

    Lieben Gruß
    Eric

    Hallo Germane,

    erzähl doch einfach noch ein wenig von dir. Wie geht es dir derzeit? Was hat das Weglassen des Alkohols in deinem Leben bewirkt? Fällt es dir leicht oder schwer, auf den Alkohol zu verzichten?

    Lieben Gruß
    Eric

    Hallo Monty,

    ich mache das vor allem an folgender Äußerung fest:

    Zitat von Monty

    Er meinte, ich wäre jetzt schuld, wenn er jetzt saufen gehen würde

    Wenn er schon jetzt mit solchen Erpressungen und Ausreden anfängt, dann kann ich da keinen Willen erkennen, für sich selbst ohne wenn und aber trocken zu werden.

    Gründe zum Saufen finden sich immer. Ich fürchte, bald ist wieder alles beim alten.

    Eric

    Hallo Monty,

    klingt ja nach dem reinsten Horror.

    Ich möchte dir kurz meinen Eindruck als trockener Alkoholiker schildern:

    Ich glaube nicht, dass das etwas wird mit seinem Nichtsaufen. Er scheint sich ja gar nicht mit sich selber zu beschäftigen. Dies ist aber absolute Voraussetzung für ein trockenes Leben und zwar über einen langen Zeitraum.

    Meine Empfehlung an dich lautet daher: Wenn Du es irgendwie hinkriegst, zieh einen Schlussstrich und antworte auf nichts mehr. Notfalls besorg dir eine neue Handy-Nr.
    Das ist kein trockenes Verhalten, was dein Freund da an den Tag legt.

    Dir alles Liebe
    Eric

    Zitat von soul42

    feststellen kann man nur, ob man abhängig ist oder nicht, wenn man versucht, sagen wir mal 1 monat NICHTS zu trinken, wenn man dann nervös wird, innerliche unruhe zeigt, evtl die hände zittern, schweissausbrüche bekommt (typische entzugserscheinungen), dann hat man wohl ein problem.

    Hallo soul,

    das kann ich so nicht ganz unterschreiben. Vielleicht findet man so heraus, ob man KÖRPERLICH abhängig ist. Hinzu kommt ja auch noch, dass man nur das sieht, was man sehen will. Vielleicht will man die Schweissausbrüche etc. dann nicht wahrhaben oder schiebt sie auf etwas anderes.

    Ich hatte, bevor ich mich als alkoholkrank gesehen hab, auch mal eine Pause von einem halben Jahr gemacht und es war überhaupt kein Problem. Dennoch bin ich "echter" Alkoholiker, denn das erste alkoholische Getränk nach diesem halben Jahr hat mich direkt wieder in den Sumpf zurückgezogen.

    Ich denke aber, dass bereits ein massives Problem vorliegt, wenn man sich schon Gedanken macht, ob ein Problem vorliegen könnte. Menschen, die verantwortungsvoll mit Alkohol umgehen können, machen sich diese Gedanken nicht, würde ich mal vermuten wollen.

    Viele Grüße
    Eric

    Zitat von Zimt

    Hallo Daniel,

    ist es denn wirklich so wichtig für dich, WIE sie entzogen hat? Und warum ist das wichtig? Tatsache ist doch, dass sie trocken ist, oder? Da sind doch bereits die Gefahren gebannt.

    Liebe Grüße
    Zimt

    Nunja, mir stellt sich hier die Frage, WARUM sie eine Falschaussage getroffen hat. Unehrlichkeit spricht nicht gerade für einen geraden, trockenen Weg.

    Eric

    Hallo Monty,

    mir als trockenem Alkoholiker ist sofort dieser Satz ins Auge gesprungen:

    Zitat von Monty

    Alles würde er tun, dafür um mich zurückzubekommen...er könnte ohne mich nicht mehr leben.

    Das ist die falsche Motivation. Er muss für sich selber trocken werden wollen, sonst stehen die Chancen leider eher schlecht und es wird in Kürze wieder genauso sein, wie es bis vor kurzem noch war.

    Alles Gute
    Eric

    Hallo kindi,

    ich hatte kein Bedürfnis nach deratigen Ritualen.

    In dem Augenblick, in dem ich mir eingestanden hatte, dass ich krank bin und gleichzeitig wusste, dass ich nie mehr trinken wollte, war mir auch klar, dass ich dem Alkohol und alles was damit zusammen hängt, keinen Stellenwert mehr in meinem Leben einräumen wollte.

    Also alles in eine Mülltüte und weg damit - auf nimmerwiedersehen.

    Lieben Gruß
    Eric

    Hallo,

    zum (fast) dreijährigen Trockensein möchte ich ein paar Grüße an euch loswerden.

    In diesen drei Jahren musste ich zu keinem Zeitpunkt Stärke beweisen oder meinen Willen einsetzen, um trocken zu bleiben. Ich will ganz einfach aus tiefstem Herzen nie mehr Alkohol trinken müssen.

    Nach vielen, vielen Jahren ist es mir am Samstag gelungen zu weinen. Das wünsche ich mir seit langem und plötzlich kam es einfach über mich. Darüber habe ich mich sehr gefreut.

    Und nach über 6 Jahren scheint auch gerade die Liebe wieder Einzug in mein Leben zu halten. :)

    Es ist und bleibt die beste Entscheidung meines Lebens. Ich bin sehr dankbar, dass ich meinen Tiefpunkt erreichen durfte, um neu anzufangen.

    Und es ist tatsächlich so: Jeder trockene Tag, und sei er auch noch so schlimm, ist besser als jeder nasse Tag, den ich jemals hatte.

    Vielleicht liest das ja jemand, der sich schon wünscht, nicht mehr zu trinken, aber noch nass ist.
    Ich kann nur sagen: Tu es und tu es ohne Wenn und Aber. Natürlich habe ich einiges vom trockenen Leben erwartet, aber die Realität schlägt meine damaligen Träume noch einmal um Längen.

    Euch weiterhin alles Gute
    Eric

    Hi,

    ich selbst bin zwar nicht Co-Abhängig, sondern trockener Alkoholiker. Aber ich habe vor einigen Monaten hier im Co-Bereich von einer Therapie oder einer bestimmten Atemtechnik gelesen, von der einige Co-Abhängige geschrieben haben, dass sie dadurch wieder ihre Fähigkeit zu empfinden zurück erlangt haben.

    Ich befinde mich auch in dieser Situation, dass ich leider meinen Gefühlen nicht mehr freien Lauf lassen kann und dachte damals sofort: "Das musst Du ausprobieren!". Leider hab ich mir dann nicht den Namen dieser Therapie/Atemtechnik notiert.

    Daher versuche ich es einmal auf diesem Weg.

    Wäre klasse, wenn mir da jemand weiterhelfen könnte. :)

    Lieben Gruß
    Eric

    Hallo zusammen,

    ich glaube, dass ich ein Problem habe, Gefühle zuzulassen. Das hat den Vorteil, dass man nicht in eine (möglicherweise gefährliche) emotionale Schieflage gerät, aber halt auch den Nachteil, dass ich mich über nichts mehr so richtig freuen kann.

    Dies würde ich gerne ändern. Alleine scheint es mir aber nicht zu gelingen.

    Nun las ich hier im Co-Abhängigen-Bereich vor einiger Zeit von einer Therapie, die einige durchgeführt hatten und die dazu geführt hat, dass die Gefühle wieder hervorbrechen. Es hatte m.E. etwas mit Atmung zu tun.

    Weiß vielleicht jemand, was ich meinen könnte und wie die genaue Bezeichnung ist?

    Vielen Dank schonmal.

    Lieben Gruß
    Eric

    Hi

    mir geht es wie Oliver. Hatte auch die letzten Jahre mit einer Krankheit zu tun, die nicht diagnostiziert werden konnte, die mir aber schwer zugesetzt hat. Dazu Stress auf der Arbeit, Anspannung im Studium, Trennung vom Haustier (aufgrund der Krankheit) etc. etc.

    Saufdruck kommt aber nie auf. Das hat möglicherweise damit zu tun, dass ich mir jede Form von Selbstmitleid strikt verbiete. Wenn es nicht gut läuft, dann muss eben NOCH härter an mir gearbeitet werden.

    Auch andersherum, im Sinne von Belohnung, kenne ich den Saufdruck nicht. Ich weiß, dass es mir sehr, sehr schlecht gehen würde, wenn ich dann wieder zur Flasche greifen würde. Das Saufen habe ich komplett vom Belohnungsdenken abgekoppelt.

    Lieben Gruß
    Eric

    Hallo Kerstin,

    ich selbst bin trockener Alkoholiker.

    Warum er das macht? Dafür gibt es vermutlich keinen logischen Grund. Er ist offensichtlich krank und hat einen Rückfall.

    Helfen kannst Du ihm nicht. Und glauben kannst Du seine Angaben leider auch nicht. Die Alkoholkrankheit besteht ja gerade darin, dass man keine Kontrolle über sein Trinkverhalten hat. Die erlangt man zeitlebens auch nicht wieder. Scheinbar hat er dich bei den Telefonaten ja anfangs schon belogen, als er sagte, er sei nüchtern.

    Was sagt er denn, wie es nun weitergehen soll? Wenn er einsichtig ist und eine weitere Entgiftung machen will, kannst Du dir überlegen, ob Du bei ihm bleiben willst.

    Ist er nicht einsichtig und will "kontrolliert" weitertrinken, kann ich dir als Alkoholiker nur empfehlen, das Weite zu suchen, denn er wird bald wieder seinen alten Pegel erreicht haben.

    Dir alles Gute
    Eric

    Hallo Muriel,

    ich selbst bin seit 2 1/2 Jahren trockener Alkoholiker.

    Das Belügen gehört leider zu unserer Krankheit dazu. Wie Du das für dich bewertest, kann ich dir leider auch nicht sagen.

    Was mir aber auffiel:

    Zitat von Muriel


    Mein Freund ist seit dem 17.8.2009 in der Klinik zum Entzug, er ist freiwillig dort hingegangen, was aber ein harter Kampf war.

    Wie passt freiwillig mit harter Kampf zusammen?
    Sollte er nicht wirklich aus freien Stücken wieder trocken werden wollen, stehen die Chancen eher schlecht, fürchte ich.

    Dir alles Gute
    Eric