Beiträge von Baghira

    Hallo zusammen,

    jetzt habe ich seit 6 #Wochen keinen Alkohol getrunken und es geht mir körperlich sehr gut. Nur meine Selle hechelt etwas hinterher. Die Angstgefühle, die ich mir vorher weggesoffen habe, sind natürlich jetzt ungeschminkt da und das ist nicht immer ganz einfach.

    Ich habe manchmal große Existenzängste, da mein Mann selbsständig ist und die Geschäftslage mal so mal so ist.

    Aber was echt genial ist, ist die Zeit die ich jetzt habe. Zum einen war der Haushalt die letzten Jahre nie so ordentlich, wie er jetzt ist und es macht sogar Spaß. Gestern habe ich mir zum ersten Mal seit ich weiss nicht wann die Nägel lackiert. Hört sich vielleicht komisch an, aber ich merke jetzt erst richtig, wie ich mich selbst ein bisschen vernachlässigt habe. Also nicht im Sinne völlig verlottert rumgelaufen, weil ich ja arbeite und da ein gepflegtes Äußeres schon wichtig ist. Aber jetztmache ich deutlich mehr!!!!

    Heute ist meine erste Yoga-Stunde, nachdem ich jetzt 3!!!! Termine nicht wahrnehmen konnte, weil ich immer Termine bzgl. Arbeit hatte. Aber ich freue mich richtig darauf.

    LG

    Baghira

    Heute habe ich das erste Mal richtig Säufer gehabt und ich War nur noch froh, dass ich keinen Alkohol im Haus habe. Ich weiss nicht, was es ausgelöst hat, aber es War scheußlich.

    Nach Viel Wasser und das in Gedanken rufen, wie schlecht es mir mit Alkohol ging, ging es vorüber. Ich bin aber irgendwie auch froh, dass es jetzt auch mir passiert ist. Nach dem Hochgefuehl der ersten Wochen sitzt auf einmal dieser Einflussbereich auf der Schulter und lässt einen erkennen, dass der Weg das Ziel ist.

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für eure antworten. Heute ist mein 30. nüchterner Tag und mir geht es jeden Tag besser. Natürlich sind meine Ängste noch nicht verschwunden, dafür bin ich auch zu sehr ein Problembär. Aber ich habe jetzt doch erkannt, dass Sorgen und Ängste nicht nur schwimmen können, sondern sich immer mehr und heftiger in den Vordergrund gedrängt haben.

    Morgen beginne ich mit meinem Yogakurs, ich bin schon echt gespannt darauf und freue mich sehr.

    Was die Restaurantbesuche betrifft, waren es jetzt in unserem Kurzurlaub zwei an der Zahl. Zuhause bin ich bis jetzt noch nicht ausgegangen, weil es einfach nicht sein muss. Es gibt zwar zwei Freundinnen, die jetzt gerne mal wieder was machen wollen, aber ich tendiere dazu, mich mit den beiden am Wochenende zum Frühstück zu treffen.

    Und ich hoffe natürlich, dass es dann in naher Zukunft auch so sein wird, dass ich mich ganz normal in ein Restaurant oder Biergarten setzen kann. Ich bin zwar jetzt nicht der Vielausgeher, aber und an ist so ein Restaurantbesuch ja auch ganz nett und v.a. im Urlaub will ich mir nicht unbedingt was an der Pommesbude holen.

    Ich wünsche mir, dass es immer weiter vorangeht.

    LG

    Baghira

    Das kommt davon, wenn man seine Post abschickt, ohne den Text nochmal zu lesen.
    Ich wollte nicht schreiben, dass ich mich nie trauen würde Alkohol zu trinken, sondern dass ich mich nie trauen würde, Alkohol einzukaufen.

    Einfach weil ich dann doch evtl. schwach werden würde. Ich habe mich auch immer nur Zuhause abgeschossen. Das heisst Zuhause ist es für mich sehr gefährlich, weil das bedeutet hat maßlos zu trinken.

    Aber, Carl-Friedrich,du hast natürlich recht, ich muss da noch viel besser aufpassen und an mir arbeiten.

    Ab Ende April beginnt mein Yogakurs und da freue ich mich richtig drauf.

    Vielen Dank für die Hinweise. Ich denke, ich kann jeden brauchen.

    Hallo,

    erst einmal vielen Dank an alle für das herzliche Willkommen im Forum. Stoffel ich, habe das bisher noch nicht gemacht.

    Calida: Danke der Nachfrage, ich habe keinen Alkohol getrunken, yeahh!!
    Ein bisschen Schiss hatte ich schon, aber der Trip war schon lange geplant und wir haben soo wenig Urlaub. Es ging alles gut. Ich habe abends einen Fruchtcocktail getrunken, senza alcohol :D .

    Mein Mann hat Rotwein getrunken, aber er hat mich gefragt, ob das für mich geht. Da an allen Nachbartischen auch getrunken wurde, war es nicht schlimm. allerdings konnte ich den prickelnden Weisswein fast auf der Zunge spüren, allerdings ohne das Verlangen oder Bedürfnis, auch einen haben zu wollen. Und ich rieche den Alkohol viel intensiver. Der Geruch löst aber kein Verlangen aus. Ich weiss, das das wahrscheinlich nicht so bleibt, aber momentan löst es nichts in mir aus. Aber ich würde mich nie trauen, alkohol zu trinken. Da mein Mann nur auswärts und in Gesellschaft ein Gläschen Rotwein trinkt, ist das also auch kein Problem.

    Die nächste Herausforderung war und ist die restliche Woche Urlaub, die ich alleine verbringe, da mein Mann selbstständig ist. In der Vergangenheit waren das fast immer blaue Tage und ich habe meistens schon vormittags die erste Flasche geleert. Da das Wetter ja auch rteichlich bescheiden ist und man nicht wirklich draußen etwas unternehmen kann, hatte ich da ein bisschen Bammel, aber es ist ok und ich habe jetzt auch angefangen meinen vernachlässigten Haushalt wieder auf Vordermann zu bringen.

    Was ich feststellte ist, dass ich noch nicht so energiegeladen bin, aber ich denke, mein Körper hat noch ganz schön zu arbeiten, was mich nicht wundert. Und ich lese wieder, da mir nicht nach kurzer Zeit die Buchstaben verschwimmen, oder ich mich am nächsten Tag nicht erinnern kann, was ich gelesen habe.

    So, jetzt muss ich das Brathähnchen in den Ofen schieben, sonst wird das heute nichts mehr.

    Liebe Grüße


    Ich schaffe das!!!!!!!

    So, heute gehts für einen Kurztrip in den Süden, das erste mal ohne weinseliged Abende.

    Die leztten Tage waren gut, auch Ärger in der Arbeit heißt jetzt nicht automatisch abends Griff zur Flasche und Megaabschuss.

    Was ich als sehr befreiend empfinde, isr, dass ich nicht den ganzen Vormittag darüber nachdenke, wo ich in der Mittagspause meinen Wein kaufe. War nämlich jeden Tag Thema, weil ich mich, außer am Wochenende, nicht bevorratet habe. als Strafe sozusagen, jeden Tag den Stoff einkaufen zu müssen.

    Es ist überhaupt Wahnsinn, wieviel Zeit der Alk einem nimmt, Lebenszeit. Mir tut es weh, dass ich so lange gewartet habe. Ich weiß, ich bin noch am Anfang, aber wie bereits erwähnt, fühlt es sich diesmal einfach anders an.

    Frohe Ostern an alle

    Heute ist Tag 16 und bis jetzt hatte ich nur einmal Gelüste etwas zu trinken. Natürlich abends zu der Zeit, wo ich sonst die erste Flasche Wein aufgemacht habe.

    Wenn ich bloß daran denke, was ich in den Jahren an Flaschen in den Container geschmissen habe und um mich selbst zu belügen auch etliche in den Hausmüll - das hat dann die Flaschestatistik in meinen Augen geschönt.

    Schön ist auch, dass nicht mehr in den verschiedensten Ecken leere Flaschen stehen, die mich anstarren und mich schlecht fühlen lassen.

    Was mir aufgefallen ist, dass ich auf einmal unheimlich geruchsempfindlich bin. Kennt das jemand? Ich bilde mir ein auf einmal viel intensiver zu riechen, obwohl ich immer noch rauche.

    Hallo Thalia,

    ja, da hast du recht, sich und ich sind zwei paar Stiefel.

    Also, was habe ich geändert:

    ich bringe wieder Struktur in die Zeit , in der ich meistens Alkohol getrunken habe, das war abends und am Wochenende. D.h. ich plane voraus und nehme mir bereits tagsüber vor, was ich abends noch mache. Am Wochenende bin ich meistens am Vormittag mit meinem Mann in seinem Geschäft, was mir wirklich Spaß macht und sonntags sind wieder gemeinsame Unternehmungen angesagt. War ein traumhaftes Wochenende.

    Dann habe ich mich natürlich auch im Forum angemeldet, weil ich denke, dass der Austausch mit euch mich nur nach vorne bringen kann. Und ich werde mich jetzt dann gleich zu einem Yogakurs anmelden. Wie gesagt, ich muss und will wieder mehr Struktur in meinen Alltag bringen, losgelöst von den alten Mustern.

    Vieen Dank für euer Willkommen.

    Ja, ist so eine richtige Suchtkarriere. Achja, ich rauche auch wieder, v.a. verstärkt seit ich nicht mehr trinke. Aber eines nach dem anderen. Für mich hat jetzt erste Priorität trocken zu bleiben.

    Nächste Woche fahren wir für 3 Tage nach Italien und das wird bestimmt merkwürdig. Bisher habe ich beim Abendessen meistens 2 Viertel Wein getrunken und danach noch als Absacker 2 Aperol Sprizz. Tagsüber habe ich im Urlaub nie getrunken. Wird interessant den Abend ohne Alkohol zu verbringen, aber ich schaff das!!!

    Was hat sich geändert: Zum einen schaffe ich es wieder, mich um den Haushalt zu kümmern. In kleinen Schritten zwar, aber gestern habe ich bei schönstem Wetter den Balkon entrümpelt, geputz, einfach schön. Danach war ich mit meinem Mann in einem Outlet und abends habe ich gekocht. Heute werden wir wandern gehen und ich freue mich.

    Mein Mann freut sich glaube ich auch. Wir haben gestern ganz kurz über mein Trinken gesprochen, aber er traut dem ganzen noch nicht. Ich kann das auch verstehen, ich habe es ja schon öfter versucht. Was ist diesmal anders? Es fühlt sich einfach anders an. Und ich hatte jetzt auch zum ersten Mal den Eindruck, dass meine Trinkerei irgendwann tödlich enden kann.

    Noch dazu wo ich das beste Beispiel in der Familie habe. Meine Mutter ist vor einiger Zeit mit Mitte sechzig sehr elend gestorben (Leberzirrhose, Bauchspeicheldrüsenkrebs).

    Ich will leben!!!

    So, nachdem ich nun Tage lang hier gelesen habe, werde ich meine Geschichte erzählen.

    Süchtig bin ich schon seit meiner Jugend. Angefangen hat es damit, dass ich ein übergewichtiger Teenager war und ich mit 14 sehr schnell, sehr viel abgenommen habe. Am Scheideweg zur Magersucht und Bulimie habe ich mich für die Bulimie entschieden. Appetitzügler, Abführmittel und Schlaftabletten haben mich fast umgebracht, d.h. ich habe mich fast damit umgebracht.

    Alkohol war auch damals schon ein Thema. Ich habe auch damals manchmal schon zuviel getrunken, aber mit Pausen. Mit 19 hatte ich einen schweren Unfall und war über Wochen im Krankenhaus ans Bett gefesselt. Das hat mir wahrscheinlich das Leben gerettet. Bis auf ein paar Rückfälle war das Thema Bulimie dann nicht mehr präsent, allerdings habe ich seitdem extreme Gewichtsschwankungen gehabt. Mal dick, mal schlank, typisch Jojo halt.

    Getrunken habe ich bis auf meine Schwangerschaft und die Jahre danach eigentlich immer. Am liebsten Wein. Rotwein, Weisswein und in letzter Zeit Rose.

    Ich habe eigentlich fast immer zuhause getrunken, auswärts hatte ich es immer ganz gut unter Kontrolle.

    Die letzten 3-4 Jahre ging es dann aber soweit, dass ich täglich 2 Flaschen Wein getrunken habe, am wochenende auch mehr. Ich habe immer gewusst, dass ich mich selbst zerstöre, aber ich konnte die Sauferei nicht aufhalten. Dann habe ich es wieder für ein paar Wochen geschafft, nichts zu trinken und dann ging es wieder los. Mein Mann hat sehr lange immer wieder versucht mahnend einzugreifen. Ich habe zuhause auch immer heimlich getrunken, d.h. Flasche in der Küche gebunkert und immer wieder zum Nachtanken dort hingegangen. Natürlich hat mein Mann auch das gewusst, die leeren Flaschen waren ja nicht zu übersehen. Richtig schwachsinnig, heimlich trinken, aber die Flaschen an allen möglichen Stellen stehen gelassen. Die Story liesse sich noch strundenlang so weiterschreiben.

    Das letzte Jahr hat es sich allerdings verändert. Nach einer neuerlichen Abnahme im letzten Jahr und einer damit verbundenen Trinkpause ging es nach ca. 3 Monaten Abstinenz wieder richtig los. diesmal habe ich auch ofts nachts nachgetankt und zum ersten Mal auch ab und zu Schnaps getrunken. Abgeschossen habe ich mich aber immer mit Wein und das jeden Tag und jedes Wochenende. Da habe ich dann auch schon morgens angefangen. Angetrunken habe ich gegen meine Angstzustände, die aber durch das Saufen immer schlimmer wurden. Logisch.

    Auch morgens vor der Arbeit habe vich mir oft noch einen Schluck Wein genehmigt und bin dann losgefahren, ein Wahnsinn und unverzeihlich. In der Arbeit habe ich oft bis mittags gebraucht, bis ich mich wieder klar gefühlt habe. Ob es in der Arbeit jemand gemerkt hat weiß ich nicht, keine Ahnung, gesagt hat keiner etwas.

    Aufhören will ich schon lange. Mir ging es körperlich und seelisch am Schluss einfach nur noch schlecht. Mein Mann hatte wohl aufgegebn, gesagt hat er jedenfalls nicht mehr, selbst wenn er mich mit der Flasche am Mund erwischt hat. Und ich habe mich nur noch geschämt.

    Schlüsselerlebnisse waren dann, dass ich an meinem letzten Geburtstag bereits morgens eine Flasche Rotwein gekippt habe und erst am frühen Nachmittag wieder aufgewacht bin. Selbst das Telefon habe ich nicht gehört. Mein Mann war arbeiten und ich war zuhause, weil Samstag war. Das auswärtige Abendessen habe ich gerade mal so überstanden.

    Eine Woche später bin ich nachts aufgewacht, wollte auf Toilette und habe im Dunkeln die Schlafzimmertür erst im allerletzten Moment gefunden. Ich hätte beinahe in die Hose gemacht. Das hat mich zutiefst erschüttert, mehr als alles andere vorher. Ich wollte und konnte so nicht weitermachen und jetzt ist mein 12. Tag ohne Alkohol. Ich habe den körperlichen Entzug selbst gemacht, leichtsinnig ich weiss, aber es ging fast ohne körperliche Entzugserscheinungen.

    Körperlich geht es mir bereits um Längen besser, die Psyche ist natürlich was anderes, obwohl die Angstzustände wesentlich besser geworden sind.

    Ich will einfach nicht mehr so weitermachen, mich selbst zerstören, mich langsam aber sicher umbringen. Ich will Lebensqualität, mich freune können, das Leben geniessen.

    Was mich im Augenblick noch sehr unsicher macht, ist das Wissen, nie wieder ein Glas Wein trinken zu dürfen, nie wieder. Wie ging es euch damit?

    Ich werde jetzt hier erst einmal für heute abschließen und freue mich auf eiinen Austausch mit euch.