Guten Morgen,
ich weiß gar nicht so genau, was ich schreiben soll. Ich fühle mich gut, bin sehr zufrieden. Nächste Woche bin ich nun seit 3 Jahren trocken und wenn ich an die Zeit davor zurückdenke, dann stelle ich fest, dass man die beiden geführten Leben vorher/nachher schwer vergleichen kann. Es ist einfach komplett anders. Nicht die Dinge, die um mich herum passieren, aber mein Inneres, mein Empfinden, mein Gefühl zum Leben.
Ich bin immer noch unendlich dankbar, den Schritt gemacht zu haben. Wenn ich darüber nachdenke, dass ich schon so lange wusste, dass ich abhängig bin und irgendwann aufhören werde und „nur“ ein einziger Grund mich davon abgehalten hat, nämlich, weil ich mich nicht damit anfreunden konnte, dass ich „nie wieder Alkohol trinken darf/kann“, dann finde ich das inzwischen verrückt, denn das ist inzwischen zu dem Gedanken geworden, den ich so klasse und beruhigend finde. „Ich muss nie wieder Alkohol trinken“.
Damals habe ich es als Last empfunden. Als Druck, als Last, als Verzicht. Wenn ich hier gelesen habe, dass sich die Gedanken und Gefühle dazu verändern, dann konnte ich mir das einfach nicht vorstellen. Es ging einfach nicht. Und nun ist es tatsächlich so. Es ist so eine Bereicherung nie wieder trinken zu müssen. Die Gefühle und die Sichtweise verändert sich einfach automatisch, wenn man sich wirklich von ganzem Herzen auf dieses neue, veränderte Leben einlässt. Ja, man muss sich komplett darauf einlassen. Dann funktioniert es. Dann funktioniert es nicht auf Krampf, sondern zufrieden.
Ich kann nur Jedem raten, den Schritt in ein nüchternes Leben zu gehen. Es lohnt sich so sehr!
Ganz liebe und zufriedene Grüße 
Cadda