Beiträge von Cadda

    Guten Morgen,

    so, wie Du die Sache beschreibst, trifft bei Dir der hier oft genannte Satz „Nur nichts trinken reicht nicht“ zu. Du beschreibst, dass etwas, was Du tun „musstest“ dazu geführt hat, dass Du zum Glas gegriffen hast. Ich denke, Du solltest Lösungen finden, erwas zu verändern, damit Du nicht mehr in diese Situationen gerätst.

    Dass es sich „nur“ um ein Glas gehandelt hat, finde ich nicht weniger gefährlich. Denn gerade DAS kann einen ja schnell mal glauben lassen, dass ab und zu dieses eine Glas ja nicht schlimm sein kann. Und dann steigert sich das und man ist wieder mittendrin.

    Gut, dass Du Dich hier mitgeteilt hast!!!

    Wie kannst Du solche Situationen, wo Du das Glas trinken „musst“, vermeiden?
    Änderungen müssen her.

    Hallo Feldmaus,

    tut mir leid, dass Du so eine traurige Zeit durch den Tod Deines Onkels erwischt hast :(

    Das mit der beruflichen Situation oder Lebenszielen. Ich denke auch viel mehr über solche Dinge nach, als zu Saufzeiten. Man ist jetzt insgesamt mehr mit der eigenen Zufriedenheit beschäftigt. Das ist auch gut so!

    Hallo Lunki,

    eine schwierige Situation. Ich kenne das. Als ich aufgehört habe zu trinken, war ich zwar schon in meine eigene Wohnung gezogen, aber ich war noch mit meinem Ex-Lebensgefährten zusammen, der Alkoholiker ist und heute noch trinkt. Natürlich wirst Du hier weder von einem Langzeittrocknen, noch von jemand anderes hören, dass das gut gehen kann. Aber ich denke, der Grund, weshalb hier nicht direkt jeder aufschreit ist, dass Du erstmal alles sacken lassen musst. Keiner kann verlangen, dass Du sofort handelst und z.B. eine Trennung herbeiführst. Da würdest Du ja direkt entmutigt werden und es wäre Dir alles zu viel auf einmal. Vielleicht geht er ja auch Deinen Weg mit, wer weiß das schon.

    Erst einmal ist es wichtig, dass Du selbst erkennst, dass diese Situation für Dich gefährlich ist. Das ist schon einmal viel wert. Nun schau Schritt für Schritt, wie es weitergeht. Ich kann Dir aber eines langfristig gesehen mit auf den Weg geben:
    Ich habe meinen Ex-Partner sehr geliebt und mir war er sehr wichtig. MEIN Leben war mir jedoch wichtiger.

    Missnoalk: Es passte einfach so schön zu Deiner Date-Geschichte neulich. Aber geschickt ignoriert und umgeleitet :lol::lol:

    Ernest: Lustig hier bei Dir im Thread. Wenn das bei Dir zu Hause auch so läuft, wird’s ja eine nette Rentner-WG :D

    Missnoalk :lol::lol::lol:
    Ich bezog das „Einquartieren und gemeinsame Bäume fällen“ auch eher auf ein .... sozusagen Langzeitdate :mrgreen:
    Daher der Ratschlag mit den Bachblütentropfen. Aber Du hast schon recht, die Tropfen sollen ja bei ALLEM helfen. Schlechte Laune, Angst, Nervosität, schlechtem
    Wetter.... :lol: Warum mich mal an den Baum schmieren?! :D

    Ernest: Ich finde diese Rentner-WG-Sache gar nicht schlecht, ganz ehrlich :)
    Meine Eltern haben sich früher auch immer ausgemalt, dass sie sich mit 2 befreundeten Paaren rechtzeitig im Seniorenheim einmieten (ich glaub, zu dem Zeitpunkt waren sie gerade mal um die 50 :D ). Warum nicht auch zu Hause, so lange es geht?

    Übrigens zur Trinksituation (er wusste von nichts). Er hat sich ein Alster bestellt und ich ne Cola. Beim zweiten Getränk fragte er glaub ich irgendwas in Richtung alkoholisches Getränk und ich antwortete, dass ich keinen Alkohol trinke. Er fragte dann, ob es daran liegt, dass ich mit dem Auto da bin und ich sagte dann, dass ich grundsätzlich keinen Alkohol mehr trinke, weil ich das Trinken einfach absolut nicht vertrage und auch ER darüber froh sein kann, weil er mich ansonsten nicht aushalten könnte :lol:
    Kurzer Lacher und dann sagte ich ernst, dass es wirklich so ist, dass ich keinen Alkohol mehr trinken werde, auch nicht zukünftig und dass ich auch sehr zufrieden mit meinem Entschluss bin. Fertig, das war’s zu dem Thema.

    Irgendwann, als wir dann schon zusammen gekommen waren, kam das Thema ab und zu mal auf den Tisch. Da hab ich dann zwischenzeitlich auch in Gesprächen erzählt, wie schlimm das alles schon war und er hat nach und nach auch den Ernst der Lage total gecheckt und war beeindruckt und hat das völlig akzeptiert.

    Aber das braucht Zeit. Für den Moment geht es ja nur ums Kennenlernen und da muss man nicht immer das Bild von einer „Alkoholiker-Beichte“ im Kopf haben. Ein ganz lockeres „Nee, lass mal. Ich trinke keinen Alkohol“ reicht vorerst vollkommen aus.

    So, nochmal zu Dir und der Sache mit dem Date, das Du nicht hattest :D

    Ich kann mich totaaaaal in Deine Lage versetzen. Ich hatte letztes Jahr im September aufgehört zu trinken und habe dann zum Ende des Jahres jemanden kennengelernt, der damals in meinen Augen ein absoluter Glücksgriff zu sein schien. War zwar letztendlich nicht der Fall, aber das ist ne andere Geschichte :mrgreen:

    Wir hatten also ein Date und ich bin vorher fast die Wände hochgegangen. Liebend gern hätte ich mich mit Sekt zugeschüttet, um locker zu werden. Das Ende vom Lied war, dass ich aus der Apotheke Bachblütentropfen Rescue Tropfen geholt habe, in der Hoffnung, dass irgendeine Wirkung eintritt. Ich hab fast die ganze Flasche geleert und habe folgende Veränderung festgestellt: Gar keine.

    Ich bin also zu meinem Date, hätte kotzen können und zwar bis zu dem Moment, wo wir am Tisch saßen und anfingen, uns zu unterhalten. Es war total klasse und völlig locker und das Schönste: Ich hab mich nicht durch das Trinken von Alkohol zum Affen gemacht.

    Liebe Feldmaus, das tut mir leid. Stell Dir mal vor, Du hättest gestern den Wein getrunken, um Dich für den Moment zu beruhigen. Was meinst Du wie beschissen es Dir jetzt erst recht gehen würde. Zusätzlich zu Deiner Trauer würde es Dir noch schlecht gehen, weil Du Alkohol getrunken hättest.

    Ach und ich bin eigentlich keine Nachteule. Mich beschäftigen zur Zeit nur leider einige Dinge und daher konnte ich nicht mehr schlafen, als ich nachts wach wurde.

    Generell schlafe ich aber gut. Ich gehe immer sehr früh schlafen sonst (heute nicht, ok), manchmal penne ich schon um neun. Ich genieße es, morgens fit zu sein, seit dem ich nicht mehr saufe.

    Hallo Missnoalk,

    ich lese sehr gern bei Dir. Ich finde, Du schreibst so schön natürlich. Mit der Grundstimmung können wir uns heute die Hand reichen. Vor einiger Zeit hätte man sich vielleicht am liebsten genervt und gefrustet zugeprostet. Als ob das etwas besser gemacht hätte....
    Heute lieber Schreiben, Baden, Hühnersuppe essen oder

    ....einfach schlafen gehen. Gute Nacht :D

    Auch hier im offenen Bereich nochmal ein Hallo,

    ich schreibe sonst sehr oft lieber hier im offenen Bereich, aber heute wollte ich mich lieber im geschlossenen Bereich auskotzen, weil ich mich beim Schreiben doch etwas in private Sachen verzettelt habe.

    Ich möchte trotzdem -auch hier- berichten, was ich aus dem heutigen (für mich beknackten) Tag mitnehmen konnte. Ich bin heute wegen einer privaten Geschichte traurig gewesen oder bin es noch. Wegen einer Person auf der Arbeit bin ich total wütend gewesen oder bin es noch. Ich bin traurig, wütend und durcheinander. Es gab Leute, die hätte ich heute gern zum Mond geschossen, über andere Dinge war ich traurig und enttäuscht und ich sitze hier total doof auf meinem Sofa rum und hätte Bock zu weinen, zu fluchen usw. Aber auf eines hätte ich trotz Allem keinen Bock: Auf Saufen.

    Und das wiederum freut mich und mit diesem Gedanken versuche ich den Tag nun demnächst friedlich abzuschließen.

    Guten Morgen,

    „Voraussetzung dafür ist, dass man trocken sein WILL....“.
    Genau das meinte ich, als ich schrieb, dass ich mich trocken fühle, weil ich nichts trinke und das GERNE.

    Den Begriff „vertrocknet“ finde ich auch klasse :mrgreen:

    Ich hoffe, es wird verstanden, wie ich das meine.

    Ich bin glücklich darüber, keinen Alkohol mehr zu trinken. Ich ärgere mich nicht, dass ich keinen Alkohol mehr trinken kann. Ich wünsche mir auch nicht, dass ich „normal“ trinken kann. Alkohol habe ich nämlich nie aus Genuss getrunken, sondern wegen des Rausches und den möchte ich nicht mehr haben, weil ich es genieße, die Kontrolle zu behalten.

    Es gibt trotzdem Momente, wo das Suchtgedächtnis sich meldet. Das empfinde ich aber nicht als nasses Denken, weil ich in der Lage bin, meine Gedanken zu sortieren.

    Ich bin manchmal auf Veranstaltungen, wo Alkohol getrunken wird. Ich beneide die Menschen dann nicht. Es stört mich nicht, dass sie trinken und ich aufgrund meiner Krankheit nicht trinke.

    Wie gesagt, trocken ist für mich: Keinen Alkohol trinken.
    Trockene Gedanken, wenn ich das auch noch gern mache.