Beiträge von Cadda

    Guten Morgen,

    leider ist es so, wie Barthell es auch schon geschrieben hat. Wenn Deine Mutter nicht im Kopf soweit ist, es wirklich zu WOLLEN, wird so eine Therapie mit Sicherheit zu nichts führen, außer vielleicht, dass es eine kurze Zeit klappt. Langfristig gesehen muss es KLICK gemacht haben. Insofern kannst Du hier eigentlich keine Hilfe für Deine Mutter bekommen, aber Du kannst hier Hilfe für DICH bekommen. Wie Du am besten mit der Situation umgehen kannst, damit es DIR besser geht. Ich habe noch nicht nachgesehen, aber hast Du Deinen Beitrag mal im Co.-Bereich reingestellt? Dort sind ja auch viele Menschen, die einen Angehörigen haben, der trinkt. Ich kann mir vorstellen, dass Du da viele gute Ratschläge für DICH bekommen kannst.

    Liebe Grüße

    Guten Morgen Gabi,

    ich finde es toll, dass Du es jetzt so gewissenhaft angehst. Schön ist es auch, wenn es Dir gut tut, dass Du die Möglichkeit hast, jeden Tag in die Gruppe zu gehen. Ich bin auch in einer Gruppe, dort kann ich ein Mal die Woche hingehen. Da stelle ich mich dann darauf ein und freue mich drauf, aber ich kann mir vorstellen, dass es Vorteile hat, wenn man jeden Tag neu entscheiden kann, ob einem heute danach ist, sich auszutauschen. Ich würde das vermutlich auch öfter in Anspruch nehmen, allein schon, weil es mir Spaß macht, zu hören, was die Anderen so zu berichten haben. Man nimmt ja immer mal das Ein- oder Andere für sich mit.

    Guten Morgen Frank,

    21 Jahre! Hut ab! Das ist wirklich klasse. Was meinst Du, wo genau die Gefahren lagen, wenn man sich nicht in der Heimat aufhält? Ist es die Einsamkeit bzw. Sehnsucht nach zu Hause oder was meinst Du genau?

    Getrunken habe ich am Anfang, weil ich es wollte, später, weil ich es musste und am Ende, weil ich mich und mein Leben deshalb nicht mehr ertragen habe. Mehr Erklärung bedarf es nicht.

    Guten Morgen ein zweites Mal :D
    Aber ich sehe den Eintrag nun hier nochmal im offenen Bereich und würde gerade hier draußen nochmal gern sagen, dass ich den obigen Absatz großartig auf den Punkt gebracht finde. Vielleicht findet sich ja ein stiller Mitleser in dieser Beschreibung wieder und möchte ebenfalls aus dieser Gefangenschaft ausbrechen. „Gefangenschaft“, ein hartes Wort, aber so sehe ich es im Nachhinein.

    Ich wünsch Dir weiterhin alles Gute in Freiheit!

    Liebe Feldmaus,

    dass Du zu der Familie fährst, wo moderat getrunken wird, kann ich nachvollziehen, wenn Du Dich wirklich gut fühlst und Dir vorher genügend Gedanken gemacht hast und auch bereit bist, notfalls wieder zu gehen. Ich habe es auch so gemacht.

    Aber Dein Denken, was einen eventuellen Rückfall angeht, dass man dann halt wieder auf Null setzt, weil man ja jetzt weiß, wie aufhören geht... da bin ich ehrlich, dieses Denken finde ich auch gefährlich und zumindest gedanklich nicht wirklich trocken.

    Durch solch eine Einstellung sind schon viele andere rückfällig geworden. Weil sie meinten, dass sie ja jetzt wissen, wie man aufhört und es immer wieder können. Dadurch wurden es bei vielen einfach immer nur wieder Trinkpausen, mehr nicht. Wir haben gerade das Thema in der SHG ausgiebig gehabt. Dieses Denken ist das Suchtgedächtnis, das einem vorgaukelt, dass es ja nicht so schlimm wäre, wenn man wieder was trinkt. Und wenn das klappt??? Dann ist es erst recht gefährlich. Denn dann sagt Dir Dein Hirn „Prima! Ich kann also nun ab und zu an besonderen Anlässen trinken und danach höre ich wieder ein paar Wochen auf. Ich weiß ja, wie es geht.“
    Dann werden die Abstände wieder kürzer und schwups... ist man wieder drin im Teufelskreis.

    Vielleicht machst Du Dir nochmal Gedanken dazu. Ich meine es nur gut, das sollte keine Predigt werden :)

    Auch bei Dir nochmal „Hallo“ 😄

    Ich freue mich, dass bei Dir alles ok ist. Da fällt einem ein großer Stein vom Herzen!

    Und eine Leidenschaft ist Dir auch eingefallen :lol:

    Ich hab gar nicht so recht eine Leidenschaft, glaub ich. Es gibt viele Dinge, die ich gern mache. Aber leidenschaftlich gerne? Mmmmh....

    Da mein PC mir schon voraussagt, dass der Akku gleich leer ist, habe ich vorsorglich mal abgeschickt :)
    Nun ja, ich bin eh etwas abgewichen und bevor ich mich verzettele, mache ich es mal etwas kürzer: Der große Liebeskummer über meine gescheiterte Beziehung ist ganz gut verarbeitet. Mein voreiliger Versuch mit einer neuen Partnerschaft ist gescheitert und ich war froh, als ich das klärende Gespräch hinter mir hatte und nun hat das zur Folge, dass ich mein Single-Leben in vollen Zügen genießen kann. Wie gesagt, vom Liebeskummer befreit und nochmal schnell hinterher erlebt, auf welchen Stress ich definitiv KEIN Bock habe und somit weiß ich nun gut zu schätzen, wie schön es doch sein kann, wenn man alles genau so machen kann, wie man es selbst will, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben oder irgendwie zu denken "ich müsste jetzt mal das oder das". Nö! Ich mach einfach nur noch das, was ICH will bzw. was meinen beiden Jungs gut tut. Zu schön!

    Sicherlich wird es auch wieder andere Zeiten geben, ich will ja nicht bis an mein Lebensende allein leben, aber erst einmal werde ich diese Zeit so was von genießen, da macht ihr Euch gar kein Bild von.... 8)

    Guten Morgen zusammen :)


    Erst einmal vorweg: Vielen Dank, Feldmaus, für Deinen Eintrag. Ich ärgere mich gerade, dass ich darauf gar nicht direkt reagiert habe.


    Mir geht es sehr gut. Es läuft im Moment ein bisschen besser, was meine schnelle Wut angeht. Ich habe tatsächlich auch schon mal über eine Erziehungsberatung nachgedacht. Wobei ich vor ein paar Jährchen schon einmal dort war und auch in meiner ambulanten Therapie geht es nicht nur um das Thema Alkohol, sondern auch alles drum herum, also auch das. Im Grunde genommen stelle ich immer wieder fest, dass ich in der Theorie eigentlich weiß, wie ich reagieren SOLLTE und so, wie ich es handhaben MÖCHTE, wird mir bestätigt, dass es richtig ist. Es hapert lediglich an der Umsetzung, wenn ich völlig genervt bin. Ich kann einfach schlecht mit solchen Situationen umgehen, wo sich meine beiden z. B. wegen jeder Kleinigkeit streiten oder der Große auf die normalsten Ansagen völlig genervt und somit respektlos reagiert. Ich weiß, dass das zum Teil normal ist und kann mich trotzdem schwer beherrschen. Ich möchte ja auch gar nicht immer nur die Ruhe in Person sein, das wäre nicht ich. Es ist nun einmal so, dass ich temperamentvoll bin und meine Meinung sofort raushaue, wenn mir was nicht gefällt. So kennen sie mich und das ist auch ok. Aber es gibt so Momente, da werde ich innerlich so aggressiv, dass ich wirklich alles auseinander nehmen könnte. Naja, wie gesagt. Ich arbeite daran. Meine Therapeutin meinte auch, das geht eben nicht von heute auf morgen. Ich habe das Verständnis, wie es laufen sollte und kann die Umsetzung nicht von heute auf morgen von mir selbst erwarten.

    Die Arbeit macht mir immer noch Spaß, ich bin total froh, dass ich diesen Schritt gegangen bin. Es ist zwar zeitintensiver und es ist mehr Verantwortung, als vorher, aber das ist ok so. Es gelingt mir ganz gut. Ansonsten genieße ich momentan in vollen Zügen da Alleinsein. Also nicht direkt allein, ich hab ja meine Kinder, meine Familie und Freunde, aber speziell das Single-Leben :D
    Ich hatte mich ja nach meiner gescheiterten, langjährigen Beziehung mit dem Schritt ins trockene Leben nach und nach gelöst und wollte dann erstmal meine Ruhe, aber ich hatte mich dann für ein halbes Jahr mit jemanden getroffen und wir waren auch die Zeit über zusammen, aber das ist mir alles zu anstrengend gewesen, wenn ich ehrlich bin. Es hat mir irgendwie noch mehr Stress bereitet, obwohl ich ja ohnehin so schnell auf 180 bin. Ich möchte hier jetzt nicht näher drauf eingehen, das möchte ich dann doch lieber im geschlossenen Bereich, aber kurz gesagt: Ich hätte abdrehen können über manche Dinge, wie dieser Mann mit so manchen alltäglichen Dingen umgegangen ist. War gar nicht meins und letztendlich war ich froh, als sich das ganze dann wieder erledigt hatte :lol:

    Ich sehe es trotzdem nicht als sinnlos an. Vielleicht ist es etwas gemein, aber dadurch, dass ich ein paar Monate ziemlich verschossen in ihn war, konnte ich mich etwas besser von meinem Ex-Partner abnabeln. Das war ja im Grunde genommen nie mein Wunsch, ich hatte ja schon im Co-Bereich darüber berichtet (bin jetzt nicht sicher, ob im offenen oder geschlossenen Bereich), dass ich eigentlich gern an dieser Beziehung festgehalten hätte. Aber mit meinem Schritt ins trockene Leben blieb mir nichts anderes übrig, als diese Beziehung hinter mir zu lassen, denn er trinkt nach wie vor und zwar mindestens genau so viel, wie ich damals. Also blieb nur die Möglichkeit, dass er entweder meinen Weg mit geht oder sich unsere Wege trennen....

    Hallo Mario,

    ich möchte Dir mal erzählen, wie ich den letzten Herbst/Winter empfunden habe: Völlig anders, als zu Saufzeiten!
    Ich merke gerade, wie bescheuert sich das anhört, da es ja logisch ist, dass es nüchtern anders ist, als ständig betrunken :D Aber ich meine dieses generelle Gefühl, was man sonst in dieser Jahreszeit eher mal hat. Das sentimentale Gefühl um die Weihnachtszeit und mit dem Jahreswechsel, es ist früher immer eher mit Traurigkeit verbunden gewesen. Letztes Jahr war es eher Optimismus und Zuversicht, dass jetzt endlich alles wieder schöner ist, durch die Abstinenz. Ich wäre nicht auf die Idee gekommen, zu Saufzeiten im kalten Herbst spazieren zu gehen, es sei denn, ich musste von irgendwo besoffen nach Hause und es war kein Fahrer mehr da :wink:

    Jetzt geht es mir gerade ganz anders als Dir, denn ich freue mich sogar auf die Kälte und dunkle Jahreszeit. Ich hab den langen Sommer genossen, ich liebe Sonne und Wärme, keine Frage. Aber die dunkle Jahreszeit hat nüchtern auch Vorteile. Betrunken ist der Sommer toll. Im Garten sitzen, Grillen, Wein trinken. Da verlagert sich im Winter alles nach drinnen. Im Wohnzimmer sitzen, essen, Wein trinken. Da gibt es nichts, was nach draußen zieht. Man geht ja selten betrunken spazieren, joggen oder walken. Jedenfalls nicht freiwillig, wie gesagt ;)

    Aber nüchtern, in einem Leben ohne Alkohol?? Da hat die dunkle Jahreszeit so viele schöne Seiten. Abends draußen durchs Dorf (oder meinetwegen auch durch die Stadt) schlendern, Weihnachtsbeleuchtung sehen. Spazieren gehen oder joggen bei FRISCHER, KLARER Luft... viel schöner, als im Sommer. Im Sommer fand ich das so blöd, dass ich es pauschal gelassen habe :D

    Und drinnen, wenn es draußen dunkel ist, kann man endlich wieder Kerzen anzünden, ohne Angst zu haben, dass man besoffen vergisst, sie rechtzeitig auszupusten, bevor man einpennt :roll:

    Weißt Du... und wenn ich Dich nun nicht überzeugt haben sollte und Du nicht voller Vorfreude auf den Winter in die Hände klatscht, dann mach Dir nichts draus: Wir haben schon fast Weihnachten. Dann noch ein kleines bisschen warten und dann steht im Februar auch schon wieder der Frühling quasi fast vor der Tür :mrgreen:

    Kurz möchte ich noch erwähnen, dass einige „Zurechtweisungen“ durchaus angebracht waren. Aber man hatte im Laufe der Zeit auch gemerkt, dass Du Dir zumindest Gedanken darüber gemacht- und dann für Dich selbst einen Weg gefunden hast. Jedenfalls klingt im Laufe des Threads alles irgendwie klarer und Deine Gedanken geordnet. Ich mag es jedenfalls, wenn jemand direkt austeilt, aber gleichzeitig auch nicht beleidigt ist, wenn andere Meinungen ebenfalls direkt „ins Haus flattern“ :D

    Hallo Rattenschwanz,

    ich bin eben im Co.Bereich über Deine Beiträge gestolpert und war mir nicht sicher, ob wenigstens Ich diese richtig verstanden/eingeordnet habe. Ich habe gehofft, dass dies der Fall ist und interessehalber mal kurz in Dein Tagebuch reinlesen wollen, um zu sehen, was für ein Typ Du bist. Sofort hatte ich meine Antwort :)

    Aus dem „kurz reinlesen“ wurde „das ganze Tagebuch lesen“ und ich muss sagen, dass mir Deine Art gefällt. Dich haben Zurechtweisungen nicht schockiert, Du gehst den für Dich richtigen Weg und das gelingt Dir ja nun schon eine ganze Weile. Du hast ja eine längere Schreibpause hingelegt... schön, dass Du nun wieder hier schreibst. Bleib doch einfach mal hier :D Würde mich freuen.

    Das mit dem Lokal kann ich mir vorstellen. Ich habe Ähnliches bei Schulfesten oder Kindergartenveranstaltungen erlebt. Vor einigen Jahren wurde Kaffee und Kuchen günstig verkauft. Inzwischen hat es sich eingebürgert, dass ein Großes Spenden-Sparschwein aufgestellt wird und die Leute Kaffee und Kuchen für den Betrag ihrer Wahl in Form einer Spende erwerben. Hat sich wohl mehr gelohnt.... :)

    Oder wäre es eine Möglichkeit, dass man hier weiterhin umsonst lesen kann im offenen Bereich, damit man überhaupt als stiller Mitleser aufmerksam wird und Interesse geweckt wird, aber sobald man sich beteiligen und anmelden möchte, einen Betrag zahlen muss? Der Betrag muss ja nicht so hoch sein, für den offenen Bereich, aber dennoch ist es irgendwie vielleicht möglich, da eine Lösung zu finden?

    Fakt ist ja nun einmal, dass neue Mitglieder wichtig sind, damit mehr Austausch stattfindet. Die Leute, die lang hier sind, haben nicht mehr so viele Fragen und Austausch findet über alltägliche Dinge statt. Was ich im übrigen auch schön und interessant finde :)

    Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, eine kürzere Zeit freizuschalten im geschlossenen Bereich? Ich persönlich finde den Betrag zwar nicht hoch, aber dann meldet man sich vielleicht eher an, wenn die Verpflichtung ein halbes Jahr beträgt und somit der Betrag noch übersichtlicher?

    Hallo Karsten,

    naja, eröffnet wurde das Thema indirekt aber schon durch Dich und zwar dadurch, dass Vorwürfe oder Spitzen in vielen Beiträgen zu lesen waren.

    So schlecht finde ich die Frage auch gar nicht, was denn nun konkret geschehen sollte.

    Nur lesen dürfen, wenn man sich auch schriftlich beteiligt? Schwebt Dir überhaupt konkret etwas vor?

    Hallo Mira,

    erst einmal finde ich es toll, dass Dein Mann es angeht und er eine Therapie macht. Ich würde ihm eine Chance geben. Es gibt genügend Menschen, für die man leider auf immer und ewig ein Säufer bleibt, der Wahrnehmungsstörungen hat, ob trocken oder nicht. Zum Glück denken nicht alle so, sondern wissen, dass es genügend Alkoholiker gibt, die es schaffen, ein trockenes Leben zu führen. Dass Dein Mann sich mit einem eventuellen Rückfall auseinander setzt, ist sogar sehr positiv. Wenn er es nicht tun würde, wäre die Gefahr viel größer, dass ihm ein Rückfall passiert. Es ist wichtig, die Gefahren zu erkennen und entsprechend gegenzusteuern. Damit setzt sich Dein Mann auseinander und das ist auch gut so. Es KANN ein Rückfall passieren. Aber MUSS ja nicht sein. Ich würde mir auch nicht vorher Gedanken darüber machen, was wäre WENN und wie oft Du so etwas durchgehen lassen würdest. Das sind ungelegte Eier über die Du Dir da Gedankek machst. WENN es passieren sollte, kannst Du ganz nach der Situation und vor allem nach DEINEM Gefühl entscheiden, was Du tust.

    Ich kann verstehen, dass das Rückfall-Thema unangenehm auf Dich wirkt. Aber es ist wirklich absolut positiv, dass er das nicht verdrängt und sich mit den Gefahren auseinander setzt.

    Dass Du alles allein stemmen musst, ist sicherlich ein anderes Thema. Da würde ich unabhängig von der Alkoholsituation mehr Hilfe erbitten. Dass er zur Zeit sehr mit sich beschäftigt ist, finde ich gut. Aber allein gelassen solltest Du Dich dabei nicht fühlen.

    Jedenfalls freut es mich, dass Dein Mann es konsequent angegangen ist und die Beziehung offensichtlich gern erhalten möchte. Warte einfach die Zeit ab. Dein Gefühl wird Dir schon sagen, wohin der Weg Dich führt.

    LG Cadda