Beiträge von Cadda

    Hallo Hope,

    das ist nicht nur bei Dir so. Alkoholiker können grundsätzlich nicht kontrolliert trinken, sonst wären sie keine Alkoholiker.

    Dann hab ich Dich im Beitrag davor -zum Glück- falsch verstanden und Dir ist bewusst, dass es nur die Abstinenz als Lösung gibt. Sehr gut.

    Und machen wir uns nichts vor, das ist auch so. Das ist in der Tat ein „Preis“, den man „zahlt“. <- mir fällt da leider kein Satz ein um das irgendwie positiv zu benennen.

    Und da ist schon eine gewissen Wehmut hinter zumal ich merke hier, dass mein sozialer Kreis enger wird. Eng im Sinn von weniger

    Das empfinde ich glücklicherweise anders. Ich bin nicht wehmütig, ich bin einfach froh, nicht mehr saufen zu müssen und am nächsten Tag mit einem klaren Kopf aufzuwachen.

    Ich möchte auch nicht mehr in die sozialen Saufkreise gehören. Mein Freundeskreis bzw. Bekanntenkreis ist ganz extrem geschrumpft und ich empfinde das sogar als befreiend. Nette Leute, aber teilweise hat uns nur das Saufen verbunden.

    Wenn ich nun mal auf eine Feier gehe, wie der Hochzeit meiner Freundin, dann bin ich dort, weil mich mehr mit den Menschen verbindet, als das Saufen. Da geht es dann auch nicht vorrangig um das Feiern.

    Vielleicht denkst Du da mit der Zeit auch um und empfindest das auch positiv, nicht mehr mittrinken zu WOLLEN. Ja, denn es ist nicht so, dass ich nicht mehr trinken darf. Ich will es nicht mehr und deshalb bin ich auch nicht wehmütig.

    Wehmütig bin ich nur, wenn ich daran denke, dass ich so viel durchs Saufen an schönen Dingen verpasst habe.

    Bei solchen Gedanken würde ich lieber noch nicht auf solche Feiern gehen.

    LG Cadda

    Hallo Seeblick,

    ich finde Deinen Bericht sehr hilfreich!!

    Das ganze Drum Herum macht definitiv etwas mit dem Unterbewusstsein.

    Ich bin nun knapp 6 Jahre trocken. Wenn ich mich mal entscheide an einer Feier teilzunehmen geht es mir gut damit, ABER:

    Wenn ich am nächsten Morgen wach werde, wie neulich nach der Hochzeit meiner Freundin, habe ich manchmal ein leichtes Katergefühl.

    Was ja eigentlich Quatsch ist. Ich habe Selter getrunken, ich rauche nicht und es wurde auch grundsätzlich nicht drinnen geraucht. Allzu spät im Bett war ich auch nicht. Und trotzdem!!! Das Unterbewusstsein muss was mitschneiden, ich habe mir das kotterige Gefühl am nächsten Tag nicht eingebildet und es war auch kein Zufall, das habe ich in den Jahren ab und an mal erlebt.

    Selten, weil es eben ganz ausgewählte Abende sind, aber definitiv besteht ein Zusammenhang.

    LG Cadda

    Nein, natürlich hat sich nichts geändert, aber ich bin immer noch dabei diese Krankheit etwas kennenzulernen.

    Du musst diese Krankheit nicht kennenlernen. Es ändert nichts an Deiner Situation wenn Du sie verstehst.

    Du solltest Dich mit Deiner Co-Abhängigkeit auseinandersetzen und diese kennenlernen. Das kann etwas an DEINER Situation ändern.

    LG Cadda

    Aber ich denke nach fast 3 Jahren kann mir niemand vorwerfen ich hätte gleich aufgegeben satt zu versuchen das hinzukriegen.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mir im Nachhinein vorgeworfen habe, umsonst zu viel Zeit verplempert zu haben, in der ich unglücklich war, denn die gibt einem niemand wieder zurück.

    Dadurch hab ich etwas Distanz gewonnen und kann anders damit umgehen, als es noch der Fall war bevor ich hier Hilfe gefunden habe.

    Ich wünsche Dir, dass Du dadurch wirklich ins Handeln kommst.

    LG Cadda

    Guten Morgen Steffi,

    Es war auf jeden Fall gut das ganze hier los zu werden und heute sehe ich die Situation auch wieder in einem anderen Licht.

    ich hoffe nicht, dass Du die Situation heute in einem anderen Licht siehst, denn Deine Gedanken waren goldrichtig! Du musst kein schlechtes Gewissen haben, dass Du beschlossen hast, auf Abstand zu gehen. Es ist richtig, sich zu schützen.

    LG Cadda

    Der einzige Leberwert, der hinsichtlich chronischem Alkoholabusus aussagekräftig ist, ist der cdt-Wert.

    Danach könntest du gucken.

    Aber was würde es an der Situation ändern, wenn der Wert gut ist?

    Dann ist er kein Alkoholiker lt. Blutwerten, Liesel Du könntest Dich dann hier wieder abmelden und Dein Leben genießen, weil die Welt wieder in Ordnung ist??

    Es tut mir leid, aber ich schnalle das Thema rund um die Werte genau mit folgendem „Verständniswert“, nämlich 0,00

    Apropos Geld:

    Mein Freund hat gestern einen ganzen Stapel Bücher gekauft. Mit dem Kommentar: „Wir sparen ja jetzt mindestens 300 Euro im Monat.“

    8| 8| 8| 300!!! haben wir jeden Monat mindestens für Alkohol ausgegeben!!!

    Deshalb hocke ich gerade auf Mallorca :mrgreen: (nein, nicht Ballermann ;))

    Der Urlaub ist im Grunde genommen überteuert in den Ferien mit meinen Jungs bei dem Wetter in Deutschland, wo alle weg wollen.

    Eine Kollegin hat mir neulich mitgeteilt, dass das aber zu viel Geld ist, was ich für die kurze Zeit ausgebe.

    Sie raucht eine Schachtel Zigaretten am Tag. Ähm ja…. Danke für den Tip ;)

    LG Cadda

    fühle mich wie ein Verräter und Versager

    Das bist Du nicht. Du stehst zu Dir selbst. Es ist kein Verrat, sondern nur eine Konsequenz aus seinem Verhalten. Du reagierst lediglich, weil Du es musst, wenn Du Dir was wert bist.

    Ich bin eher eine Kämpfernatur,

    Genau. Und den Kampf für DICH beginnst Du jetzt!

    Das Kämpfen um ihn ist ein aussichtsloser Kampf, denn jeder kann nur für sich selbst kämpfen und gewinnen.

    Ich weiß, wie Du Dich fühlst und wie schwer das ist. Manchmal gilt der Satz „In Liebe loslassen“, um seine eigene Zufriedenheit und Freiheit wieder erlangen zu können.

    LG Cadda

    Guten Morgen Liliane,

    eine Woche ist ein guter Anfang und beim Arzt warst Du auch. Das ist konsequent und ein wirklich guter Start!

    Dass die Werte gut sind, das sind doch tolle Neuigkeiten! Die wird es sicherlich von Zeit zu Zeit besser gehen. Gib Deinem Körper etwas Zeit!

    Bis der Feierabend ohne Wein nicht mehr schwer fällt, das dauert sicher lange?

    Das Suchthirn wird umprogrammiert. Momentan ist es noch daran gewöhnt, Alkohol zu bekommen. Das ist quasi der „Normalzustand“.

    Bald wird es normal für Dich sein, nichts mehr zu trinken. Das ist dann ein Gefühl von Freiheit. So empfinde ich es jedenfalls.

    LG Cadda

    Hallo Herbs,

    so wie Du Deinen Mann beschreibst hat er sämtliche Grenzen überschritten was den Alkohol angeht. Das wird nicht das letzte Erlebnis bleiben, wenn ihr zusammen bleibt.

    Du schreibst zusätzlich noch von Dingen außerhalb des Alkohols, die eine Trennung rechtfertigen würden. Lügen, hintergehen usw. Ich finde es richtig, die Notbremse zu ziehen.

    Hat sich denn schon etwas getan was die Wohnungssuche angeht?

    LG Cadda

    Hallo Liesel,

    Du hast Deiner Tochter gesagt, dass ihr Pspa krank ist und zum Arzt müsste, schreibst Du woanders. Ich hole es mal zu Dir rüber. Du schreibst, dass Deine Tochter so reagiert hat:

    Daraufhin sagte sie: weiß (wer?!)weiss, was die dann mit ihm machen…

    Hat mich irritiert und habe erst mal nix geantwortet.

    Du könntest ihr sagen, dass sie ihm dort helfen würden, seine Krankheit in den Griff zu bekommen, aber dass er das wollen muss.

    Du könntest ihr sagen, dass er zu viel trinkt und davon abhängig geworden ist, dass er nicht mehr aufhören kann damit.

    Dass deshalb das Leben für Euch alle schwer ist und Du deshalb schauen musst, wie es weitergeht, wenn der Papa nicht zum Arzt gehen mag.

    Ist Deine Tochter noch klein oder im Teenager-Alter?

    LG Cadda