Beiträge von Cadda

    Hallo GenX,

    ich freue mich immer, wenn hier Menschen aufschlagen, die schon so ewig lange trocken sind und etwas darüber erzählen, wie sie ihren Weg gegangen sind.

    Ich bin noch weit von so einer langen Zeit entfernt, 7 Jahre sind es „erst“, aber eines weiß ich: Selbsthilfegruppe online funktioniert sehr gut :)

    Von all den Dingen, die ich als Unterstützung unternommen habe, hat der Austausch im Forum mir am meisten geholfen.

    Nicht weil mir hier Anderes vermittelt wurde, als bei der Suchtberatung oder ambulanter Therapie, sondern einfach durch die vielen Erfahrungsberichte und die eigenen Gedanken, die dadurch ausgelöst werden.

    LG Cadda

    Danke für Deine Erzählungen. Nur weil „man“ (noch) funktioniert bedeutet das eben nicht, kein Alkoholiker zu sein.

    Dein Arzt ist klasse, es wäre toll wenn es ganz viele von dieser Sorte gäbe!

    Glückwunsch zu zwei Jahren in Freiheit.

    LG Cadda

    Ich wünsche Dir, dass Du Trost findest, dass Du nach vorne schauen kannst und ich danke Dir, dass Du hier alles so geteilt hast, wie Du es gefühlt hast, egal ob das immer nachvollzogen werden konnte oder nicht.

    Es wäre schön, wenn Du weiterhin hier mal Deine Gedanken lässt.

    LG Cadda

    Ich finde Deinen Beitrag sehr hilfreich. Wie Du alles rückblickend in Bezug auf Dein Kind siehst.
    Ich hoffe, dass viele Mütter ihn lesen, die sich jetzt in der Situation befinden, in der sie eher ihren Partner anstatt ihr Kind sehen können.

    LG Cadda

    Du machst Dir nun Gedanken, dass ihr nicht erwünscht seid? Was die Nachbarn machen? Dass das Jugendamt nun Bescheid weiß?

    Warum machst Du Dir nicht Gedanken darüber, dass es furchtbar ist, dass das Eingreifen der Nachbar überhaupt passieren muss??

    Darum geht es doch: Um Dein Kind, das es zu schützen gilt.

    Und wenn man das nicht macht, dann kümmern sich halt manchmal (zu Recht) die Nachbarn.

    Ich würde den Fokus nicht darauf setzen, dass sowas von den Nachbarn kam, sondern WARUM es soweit kam.

    Hallo Laura.

    Mein Freund ( wohnt 60km entfernt) hat sich heute schon wieder so voll laufen lassen das er einen Streit angefangen hat. Dabei kam mein Sohn aus dem Zimmer und er hat „Hurensohn“ zu ihm gesagt 😡


    Es wurde in den letzten 4 Wochen so schlimm, er ist jeden Tag ab 16 Uhr stock besoffen. Wir streiten dann er wird verletzend und am nächsten Morgen beteuert er wie sehr er mich liebt und er Hilfe bräuchte

    Dein Sohn ist derjenige, der Hilfe benötigt.. und Schutz vor so einem Umgang.

    Versuche Dich vielleicht genau darauf zu konzentrieren.

    LG Cadda

    Ihre Wohnung, sie zahlt….

    Davon mal ganz abgesehen, wäre es mir unter diesen Umständen herzerfrischend egal, ich würde den Zugang blockieren.

    Er kann dann ja sein „Bleibe-Recht“ einklagen….

    Aber damit könnten sich ja dann auch Anwälte befassen. Was ja gar nicht passieren wird, da sich das Karussell in diesem Falle wohl noch etliche Runden drehen wird.

    Meine Meinung: Hilfe hier durch das Forum im Grunde genommen nicht mehr möglich, solange am Zustand festgehalten wird.

    Deshalb ziehe ich mich hier auch zurück.

    Trotzdem wünsche ich ganz ehrlich alles Gute wieweiter und dass Du irgendwann den Schritt in ein Leben in Freiheit gehen kannst, indem Dein Maß voll ist und Deine (Wohnungs)-Tür geschlossen bleibt.

    LG Cadda

    Ich finde es klasse, von jemanden etwas zu lesen, der schon längere Zeit trocken ist und auch die Beschreibung über den Weg in die Sucht.

    Es gibt ja einige hier, die seltener etwas schreiben, im offenen Bereich.

    Vielleicht magst Du ja mal irgendwo oder bei Dir selbst Deinen Senf dazu geben. Eine Adresse hast Du dafür ja jetzt :)


    LG Cadda

    Jetzt darf ich mal wieder saubermachen.

    Das wirst Du wohl noch öfter „dürfen“.

    Weil er ja auch immer wieder in Deine Wohnung darf…

    Hier ist alles geschrieben worden.

    Und falls Du es Dich fragst:

    Ja! Unter den Umständen würde ich in Kauf nehmen, dass er auf der Straße landet!

    Es wird sich dann schon eine Lösung finden, für die ER sorgen muss.

    Du DARFST dann für Dich sorgen.

    Hallo Myla.

    Es gibt etliche Alkoholiker, die ohne Caritas, ohne Suchtberatung und ohne Therapie aufgehört haben zu trinken!

    Ein Besuch beim Arzt mit den Worten „Ich bin Alkoholiker, ich will aufhören zu trinken“ reicht vollkommen aus!

    Ist nicht geschehen, folglich hat die Dame recht: Er ist noch nicht tief genug unten.

    Was mich aber schockiert ist die Tatsache, dass es für Dich überhaupt noch eine Rolle spielt, ob er säuft, wenig säuft, viel säuft, aufhören will oder nicht!
    Unabhängig davon, ob er nasser oder trockener Alkoholiker ist, ist er gewalttätig!! Das ist der Grund vorrangig, sich sofort damit zu befassen, welche Hilfe DU bekommen kannst, damit Du es schaffst, Dich von so einem abartigen Menschen zu trennen!

    Nicht abartig, weil er Alkoholiker ist!!
    Sondern weil er Dich misshandelt hat!!

    Das ist wie gesagt völlig unabhängig davon, ob er trinkt!

    Alkoholiker bedeutet nicht = gewalttätig!!!

    Hol DIR Hilfe und lauf, so schnell Du kannst!

    Unfassbar, dass Du über SEINE Hilfe nachdenkst, anstatt über DEINE!

    LG Cadda

    Danke für die Erklärungen zum Thema RTW rufen. Ich dachte, wenn sein Zustand lebensbedrohlich ist, würden sie ihn auch gegen seinen Willen mitnehmen.


    wieweiter: Um in so einen Konflikt gar nicht mehr zu geraten wäre es wichtig dafür zu sorgen, dass Du ihn gar nicht mehr siehst. Wo wir wieder beim Hauptthema wären: Die Wohnsituation (er in Deiner Wohnung).
    Wenn es so bleibt wirst Du wohl noch eine Weile am Leid beteiligt sein :-|

    Ich war spritzig, ich war lustig, ich stand im Mittelpunkt, so lange es noch nicht so kaputt war. Und dann habe ich dran festgehalten und diese Erfahrungen wiederholen wollen. Das Problem war, ich habe nicht aufgehört, wenn es am Schönsten war, sondern ich wollte dann immer mehr.

    Das ging mir ganz genau so. Ich habe lange Zeit viel Spaß am Feiern gehabt. Obwohl ich noch nie mit Alkohol umgehen konnte und schon immer Filmrisse davon bekam.

    Wie vielleicht erkennbar, habe ich damit meinen Frieden gemacht.

    Das ist definitiv erkennbar!! :)

    Hallo Fee,

    ich finde es toll, auch mal nach längerer Zeit ein Rückblick zu lesen von Co.Abhängigen, die sich aus der Situation befreit haben.

    Lebe heute ein glückliches Leben in Ruhe und meine Kinder sind ausgeglichen und haben eine unbeschwerte Kindheit.

    Das ist einfach nur schön.

    Das wünsche ich mir für noch sehr viele andere Frauen und vor allem Kinder, die auf die Handlung des nicht süchtigen Elternteils angewiesen sind.

    LG Cadda

    Hallo Lebenskünstler,

    ich danke Dir für Deine Geschichte. Ich fand es unglaublich interessant zu lesen, was in Dir vor ging und wie Du Deinen Weg gegangen bist.

    Du wirkst auf mich total zufrieden, innerlich aufgeräumt.

    Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass Du akzeptiert hast, wie es gelaufen ist, auch das Negative und Du Dich nicht damit auf hältst, bereuend zurück zu schauen.

    Ich fand es erschreckend, wie früh und selbstverständlich Dein Weg durch Dein Elternhaus quasi vorprogrammiert war. Hast Du im Nachhinein betrachtet das Gefühl, dass Du überhaupt eine „andere Wahl“ hattest?

    Interessant finde ich auch, dass Du, obwohl Du so lange und stark getrunken hattest, nach Deinem Entschluss keinen Suchtdruck hattest. Das zeigt, dass die Vergangenheit gar nicht so entscheidend ist, ob einem die Abstinenz anfangs schwerer fällt oder nicht.

    24 Jahre… eine echt lange Zeit! Klasse!


    LG Cadda

    Ach und was die „Schwere der Sucht“ angeht:

    Sucht ist Sucht. Es gibt nicht leichte Sucht oder komplizierte Sucht. Sie unterscheidet sich im Ausmaß doch lediglich dadurch, wie weit der Alkoholiker in der Abwärtsspirale schon nach unten gestrudelt ist.

    Ist eine Grenze erstmal überschritten und die Sucht da, gibts kein Zurück mehr. „Normales/kontrolliertes“ Trinken ist dann nicht mehr möglich. Auch nicht nach etlichen Jahren. Kenne ich inzwischen viele Beispiele, die dachten, nach z.B. 10 Jahren Trocken-sein, müsste das Hirn doch bei Null wieder anfangen können. Nö. Das dauerte nicht lange, dann hatten sie ihren Standart von damals.

    Die Alkoholkrankheit kann nicht geheilt werden, nur gestoppt durch lebenslange Abstinenz.

    Gedanken, ob es nicht vielleicht doch anders ist, sind „Schön-Rederei“ und „Hoffnungs-Macher“, die komplett sinnlos und unnütz sind.

    Reine Zeitverschwendung.

    LG Cadda