Beiträge von Cadda

    Du schaffst das. Du hast schon mal ganz viel richtig gemacht, indem Du das Gefühl und das Risiko erkannt hast und Dich entschieden hast, zu handeln.

    Dein Handeln war, Dich hier zu melden.

    Sieh diesen Suchtdruck „einfach“ nur als Gefühl. So wie es kommt, wird es auch wieder gehen!

    Hallo, es ist gut, dass Du Dich meldest.

    Warte mal, kennst Du den Artikel schon?

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Guten Morgen Violet,

    Und hoffe, dass meine Kinder damit fertig werden.

    Wenn Du bleibst, wirst Du Dir - wenn Deine Kinder erwachsen sind und selbst Beziehungen führen - irgendwann die Frage stellen können, ob Deine Kinder damit fertig geworden sind, dass Du geblieben sind und sie so aufgewachsen sind.

    Für Kinder ist es oftmals erst ein Schock und sie sind traurig. Aber das ist dann einmal "kurz" und dann kann es aufwärts gehen. Es finden sich Wege und Lösungen mit getrennten Eltern.

    Meine Kinder sind zufrieden, im Nachhinein, dass wir Eltern getrennt sind. Das haben sie mir selbst gesagt und in dem Moment fühlte sich das zunächst nicht so an.

    LG Cadda

    Aber er schafft es ja kaum, weniger zu trinken. Vor allem nicht langfristig.

    Das ist eben das typische Merkmal der Alkoholsucht: Der Kontrollverlust.

    Das Alleinsein macht mir tatsächlich keine Angst. Ich denke oft, es ist über kurz oder lang auch für die Kinder besser. Ich wollte sicher nicht alleinerziehend werden, aber besser als so viel Ärger und schlechte Stimmungen. Zudem merke ich, wenn er mal zwei Tage geschäftlich weg ist, dass es mir besser geht, weil ich innerlich ruhiger bin!

    Ich kenne das. Nachdem der Liebeskummer vorüber war, ging es mir allein viel besser.

    Alleinerziehend bin ich im Grunde schon immer. Habe mich sehr früh vom Vater meiner Jungs getrennt. Ich regele alles allein. Das ist manchmal anstrengend, doch es gibt mir auch viel Entscheidungsfreiheit.

    LG Cadda

    Aber ich weiß, dass es ihm den Boden unter den Füssen wegzieht und er es mir schwer machen würde.

    Es zieht ihm anscheinend aber noch mehr den Füßen unter dem Boden weg, wenn er aufhören müsste zu trinken. Denn er weiß doch sicherlich, dass das Dein Wunsch wäre?! Er hat doch die Wahl.

    Dein Handeln wäre ja nur eine Konsequenz aus seinem Handeln.

    Zum zweiten Halbsatz:

    Schwer macht er es Dir jetzt doch auch.

    Ich habe keine Angst, alleine zu sein.

    DAS ist SEHR gut!!

    Ernsthaft, dieser Satz ist wirklich toll. Das wird Dir langfristig gesehen noch helfen können.

    LG Cadda

    Hallo Sun,

    ich finde Deine Einstellung dazu sehr gut.

    Ich hab übrigens die Erfahrung gemacht, dass es solche und solche Campingplätze gibt.

    Aber wenn Du nicht sicher bist, ist es vollkommen vernünftig, kein unnötiges Risiko einzugehen.

    LG Cadda

    Diese Schlussfolgerung verstehe ich nicht (vielleicht wegen blindem Fleck?). Kannst Du sie mir bitte näher erläutern?

    Du berichtest von Deinen ganzen Erfahrungen und Ausbildungen und wirkst so, als wüsstest Du schon alles und wärst eine -wenn überhaupt- ganz besondere Alkoholikerin.

    Diese ganzen Erfahrungen und Ausbildungen haben Dich jedoch ganz offensichtlich nicht davor bewahrt, in die Sucht zu schlittern.

    Ich dachte, dass ich hier vielleicht Unterstützung dabei bekomme, es herauszufinden.

    Tatsächlich ist das der Fall, indem Du hier etliche Threads lesen kannst.

    Der Austausch und die Freischaltung findet jedoch nach der Erkenntnis statt, Alkoholiker zu sein und eine lebenslange Abstinenz anstreben zu wollen.

    Erstaunlich, dass Dich fehlender Suchtdruck sofort ins Straucheln bringt, ob Du vielleicht doch nicht abhängig bist.

    Dein Suchtgedächtnis versucht es eben mit einem anderen, typischen Merkmal:

    Dem Schönreden/Kleinreden der Sucht.

    Dann dauert es oft nicht lange bis zu dem

    Gedanken: „Ach Ich bin wohl doch nicht abhängig und kann wohl jederzeit aufhören. Dann kann ich ja doch ab und zu mal was trinken“.

    Die insgesamt ca. 10 Jahre Psychotherapie, die ich gemacht habe, sowie 6 verschiedene Ausbildungen innerhalb des psychosozialen Bereichs, haben mich recht gut gelehrt, mich selbst zu reflektieren und mit meinen Emotionen umzugehen (blinde Flecken sind aber natürlich - genauso wie bei jedem anderen - immer noch vorhanden ;) ).

    Der blinde Fleck scheint aber ziemlich groß zu sein, denn sonst hättest Du Dich wohl kaum in diesem Forum wegen Deines Alkoholproblems anmelden „müssen“.

    All das juckt mich NULL. #

    Ist doch eigentlich merkwürdig und ungewöhnlich für eine/n Abhängigen, oder?

    Nö, das ist überhaupt nicht merkwürdig, weil Du da nicht die Einzige bist, der es trotz starker Alkoholabhängig so geht.

    Außerdem bist Du doch noch ganz am Anfang Deines Weges. Kann alles noch kommen. Vielleicht auch nicht, wie gesagt, da wärst Du nicht die Einzige.

    Deshalb auch die sich mir mittlerweile stellende Frage, ob ich tatsächlich abhängig bin :/

    Dann melde Dich bitte mit Deinem Ergebnis zurück.

    Dieses Forum richtet sich nämlich an bekennende Alkoholiker, also Abhängige.

    LG Cadda

    Ich verstehe die Logic nur nicht, Liesel.

    Du bist doch hier wegen seines Verhaltens, also weil er trinkt hier gelandet und nicht wegen seiner Blutwerte.

    Und Ja, es kann sehr gut sein, dass die Werte nicht schlecht sind.

    Man kann auch zum Arzt gehen und sich mit einem Blutbild durchchecken lassen ohne zu erwähnen, dass man trinkt. Und einfach drauf hoffen, dass die Werte vorzeigbar sind. Meine waren übrigens auch nicht so schlimm und glaub mir, ich hab gesoffen wie ein Loch und war sowas von alkoholkrank.

    Was bringt Dir das Vorzeigen? Wenn er Dir quasi beweisen will, kein Alkoholiker zu sein? Vertraue doch bitte Deinen eigenen Wahrnehmungen.

    Du benötigst doch auch keinen Blick in Deinen Führerschein, um erkennen zu können ob Du Auto fahren kannst oder nicht.

    LG Cadda

    Das nennt sich Suchtverlagerung. Dein Suchthirn versucht seinen Rausch anders zu bekommen und selbstverständlich kannst Du von einer Sucht dadurch in die Nächste schlittern.

    Ganz am Anfang meiner Abstinenz hab ich ganz viel Energie oder Kaffee getrunken, als Ersatz. Das Euphoriegefühl sollte sich einstellen. Meiner Meinung nach auch der Grund, weshalb Du alkoholfreies Bier getrunken hast, weil es eben ähnlich aussieht und schmeckt.

    Dein Suchthirn möchte einen ähnlichen Zustand / ähnliche Empfindungen erreichen.

    Hier gilt es, andere Wege zu finden, Zufriedenheit ohne Rausch zu erlangen.

    Spaziergänge ohne Ende waren mein Mittel. Inzwischen ist es normal geworden ohne dieses Gefühl, welches sich früher am Anfang des Trinkens einstellte und das sollte auch Dein Ziel sein.

    LG Cadda

    Ich spiele in vielen Lebensbereichen sehr gerne das alte " was passiert dann-Spiel" aus der Sesamstrasse. Was passiert dann, wenn ich mir eine Flasche kaufe oder ein Bier bestelle? Was passiert dann , wenn ich den ersten Schluck nehme?

    So habe ich es sehr lange Zeit immer gemacht. Mir persönlich hat es am meisten geholfen, den Gedanken zu Ende zu denken.

    Inzwischen hat sich das eingebrannt in meinen Kopf.

    Nach längerer Abstinenz einen explosionsartigen Rückfall hab ich so noch nicht erlebt.

    Ich auch nicht, aber doch öfter mal davon gehört. In einer Gruppe nach 15 Jahren und er meinte, er war wie ferngesteuert.

    Ich glaube auch daran, dass irgendwas schon vorher gewesen sein muss. Aber eben -wie Dagmar schreibt- nicht wahrgenommen wurde und vielleicht auch hinterher für die Person (noch) nicht erklärbar.

    Hallo Lana,

    Du kannst stolz sein. Und dass die Gefühle hinterher hängen, das nenne ich auch.

    Lange nach der Trennung bekam ich Herzrasen, wenn er mir begegnete. Also mein Ex, nicht Deiner :lol:

    Manchmal hab ich das heute nach Jahren noch. Nicht mehr, weil ich ihn vermisse, sondern weil ich an aufwühlende Zeiten erinnert werde, das macht was mit einem und das finde ich normal.

    Es wird besser!

    Übrigens gefallen mir Deine Beiträge, die Du hier schreibst bei Anderen, immer sehr sehr gut!!! Das wollte ich neulich schon mal loswerden, bin davon abgekommen und nun passt es gerade :)

    LG Cadda

    Das hast Du gut gemacht!!!

    Du kommst ins Handeln. Das ist richtig so! Schütze Dich. Auch wenn er nüchtern wieder anders drauf ist.

    Das geht so nicht weiter.

    Du kannst stolz sein auf Dich. Dass Du gegangen bist mit den Hunden, das war ein ganz, ganz mutiger Schritt. Beim Lesen dachte ich „Großartig, ihr reicht es wirklich“ und nun noch das Wehren gegen diese krasse Drohung!