Beiträge von Cadda

    Hallo Sun,

    ich finde Deine Einstellung dazu sehr gut.

    Ich hab übrigens die Erfahrung gemacht, dass es solche und solche Campingplätze gibt.

    Aber wenn Du nicht sicher bist, ist es vollkommen vernünftig, kein unnötiges Risiko einzugehen.

    LG Cadda

    Diese Schlussfolgerung verstehe ich nicht (vielleicht wegen blindem Fleck?). Kannst Du sie mir bitte näher erläutern?

    Du berichtest von Deinen ganzen Erfahrungen und Ausbildungen und wirkst so, als wüsstest Du schon alles und wärst eine -wenn überhaupt- ganz besondere Alkoholikerin.

    Diese ganzen Erfahrungen und Ausbildungen haben Dich jedoch ganz offensichtlich nicht davor bewahrt, in die Sucht zu schlittern.

    Ich dachte, dass ich hier vielleicht Unterstützung dabei bekomme, es herauszufinden.

    Tatsächlich ist das der Fall, indem Du hier etliche Threads lesen kannst.

    Der Austausch und die Freischaltung findet jedoch nach der Erkenntnis statt, Alkoholiker zu sein und eine lebenslange Abstinenz anstreben zu wollen.

    Erstaunlich, dass Dich fehlender Suchtdruck sofort ins Straucheln bringt, ob Du vielleicht doch nicht abhängig bist.

    Dein Suchtgedächtnis versucht es eben mit einem anderen, typischen Merkmal:

    Dem Schönreden/Kleinreden der Sucht.

    Dann dauert es oft nicht lange bis zu dem

    Gedanken: „Ach Ich bin wohl doch nicht abhängig und kann wohl jederzeit aufhören. Dann kann ich ja doch ab und zu mal was trinken“.

    Die insgesamt ca. 10 Jahre Psychotherapie, die ich gemacht habe, sowie 6 verschiedene Ausbildungen innerhalb des psychosozialen Bereichs, haben mich recht gut gelehrt, mich selbst zu reflektieren und mit meinen Emotionen umzugehen (blinde Flecken sind aber natürlich - genauso wie bei jedem anderen - immer noch vorhanden ;) ).

    Der blinde Fleck scheint aber ziemlich groß zu sein, denn sonst hättest Du Dich wohl kaum in diesem Forum wegen Deines Alkoholproblems anmelden „müssen“.

    All das juckt mich NULL. #

    Ist doch eigentlich merkwürdig und ungewöhnlich für eine/n Abhängigen, oder?

    Nö, das ist überhaupt nicht merkwürdig, weil Du da nicht die Einzige bist, der es trotz starker Alkoholabhängig so geht.

    Außerdem bist Du doch noch ganz am Anfang Deines Weges. Kann alles noch kommen. Vielleicht auch nicht, wie gesagt, da wärst Du nicht die Einzige.

    Deshalb auch die sich mir mittlerweile stellende Frage, ob ich tatsächlich abhängig bin :/

    Dann melde Dich bitte mit Deinem Ergebnis zurück.

    Dieses Forum richtet sich nämlich an bekennende Alkoholiker, also Abhängige.

    LG Cadda

    Ich verstehe die Logic nur nicht, Liesel.

    Du bist doch hier wegen seines Verhaltens, also weil er trinkt hier gelandet und nicht wegen seiner Blutwerte.

    Und Ja, es kann sehr gut sein, dass die Werte nicht schlecht sind.

    Man kann auch zum Arzt gehen und sich mit einem Blutbild durchchecken lassen ohne zu erwähnen, dass man trinkt. Und einfach drauf hoffen, dass die Werte vorzeigbar sind. Meine waren übrigens auch nicht so schlimm und glaub mir, ich hab gesoffen wie ein Loch und war sowas von alkoholkrank.

    Was bringt Dir das Vorzeigen? Wenn er Dir quasi beweisen will, kein Alkoholiker zu sein? Vertraue doch bitte Deinen eigenen Wahrnehmungen.

    Du benötigst doch auch keinen Blick in Deinen Führerschein, um erkennen zu können ob Du Auto fahren kannst oder nicht.

    LG Cadda

    Das nennt sich Suchtverlagerung. Dein Suchthirn versucht seinen Rausch anders zu bekommen und selbstverständlich kannst Du von einer Sucht dadurch in die Nächste schlittern.

    Ganz am Anfang meiner Abstinenz hab ich ganz viel Energie oder Kaffee getrunken, als Ersatz. Das Euphoriegefühl sollte sich einstellen. Meiner Meinung nach auch der Grund, weshalb Du alkoholfreies Bier getrunken hast, weil es eben ähnlich aussieht und schmeckt.

    Dein Suchthirn möchte einen ähnlichen Zustand / ähnliche Empfindungen erreichen.

    Hier gilt es, andere Wege zu finden, Zufriedenheit ohne Rausch zu erlangen.

    Spaziergänge ohne Ende waren mein Mittel. Inzwischen ist es normal geworden ohne dieses Gefühl, welches sich früher am Anfang des Trinkens einstellte und das sollte auch Dein Ziel sein.

    LG Cadda

    Ich spiele in vielen Lebensbereichen sehr gerne das alte " was passiert dann-Spiel" aus der Sesamstrasse. Was passiert dann, wenn ich mir eine Flasche kaufe oder ein Bier bestelle? Was passiert dann , wenn ich den ersten Schluck nehme?

    So habe ich es sehr lange Zeit immer gemacht. Mir persönlich hat es am meisten geholfen, den Gedanken zu Ende zu denken.

    Inzwischen hat sich das eingebrannt in meinen Kopf.

    Nach längerer Abstinenz einen explosionsartigen Rückfall hab ich so noch nicht erlebt.

    Ich auch nicht, aber doch öfter mal davon gehört. In einer Gruppe nach 15 Jahren und er meinte, er war wie ferngesteuert.

    Ich glaube auch daran, dass irgendwas schon vorher gewesen sein muss. Aber eben -wie Dagmar schreibt- nicht wahrgenommen wurde und vielleicht auch hinterher für die Person (noch) nicht erklärbar.

    Hallo Lana,

    Du kannst stolz sein. Und dass die Gefühle hinterher hängen, das nenne ich auch.

    Lange nach der Trennung bekam ich Herzrasen, wenn er mir begegnete. Also mein Ex, nicht Deiner :lol:

    Manchmal hab ich das heute nach Jahren noch. Nicht mehr, weil ich ihn vermisse, sondern weil ich an aufwühlende Zeiten erinnert werde, das macht was mit einem und das finde ich normal.

    Es wird besser!

    Übrigens gefallen mir Deine Beiträge, die Du hier schreibst bei Anderen, immer sehr sehr gut!!! Das wollte ich neulich schon mal loswerden, bin davon abgekommen und nun passt es gerade :)

    LG Cadda

    Das hast Du gut gemacht!!!

    Du kommst ins Handeln. Das ist richtig so! Schütze Dich. Auch wenn er nüchtern wieder anders drauf ist.

    Das geht so nicht weiter.

    Du kannst stolz sein auf Dich. Dass Du gegangen bist mit den Hunden, das war ein ganz, ganz mutiger Schritt. Beim Lesen dachte ich „Großartig, ihr reicht es wirklich“ und nun noch das Wehren gegen diese krasse Drohung!

    Klasse ESMI,

    ich finde, das ist richtig toll gelaufen!

    Du musst Dich für Deine Gefühle nicht schämen und Du siehst ja, dass diese Transparenz etwas bewirkt hat. Auch bei Deinem Mann und zwar sehr positiv, wie ich finde!

    LG Cadda

    Ich war halt nur irritiert, dass ich beim Aufwachen tatsächlich ein Katergefühl habe.

    Als ich neulich auf einer Veranstaltung war, wo Einige gefeiert haben und ich selbst viel getanzt habe und wenig Schlaf hatte ging es mir so, als hätte ich getrunken. Ich hatte ebenfalls ein Katergefühl und fand das sehr unangenehm.

    Da dachte ich noch daran, dass gerade am Anfang solche Sachen nicht umsonst vermieden werden sollten.

    Wenn Du davon geträumt hast und dadurch sicherlich auch unruhig geschlafen hast, kann ich mir gut vorstellen, dass das ebenfalls ein Katergefühl gemacht hat.

    Die Psyche ist eben nicht zu unterschätzen.

    LG Cadda

    Raus an die frische Luft, Bewegung, andere Gedanken, viel Selter…

    Das fällt mir als Erstes ein.

    Kennst Du diesen Artikel hier schon?


    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    ähm, du bist nicht zufällig meine Frau?

    Dann wären zumindest nun alle Dinge offen angesprochen ;)

    Also ich denke aber, dass es nicht so ganz vergleichbar ist, denn so wie ich ESMI verstanden habe, sind ihre Gefühle und Zweifel, ob die Beziehung noch zu retten, unabhängig davon, ob ihr Partner es nun schafft mit dem Trinken aufzuhören oder nicht.

    Oftmals ist in Beziehungen ja auch im Vorwege schon so viel kaputt gegangen, dass die Gefühle und somit die Beziehung so sehr darunter gelitten hat, dass es leider zu spät ist oder auch aus noch anderen Gründen nicht mehr zu retten.

    Manchmal ist es sogar so, dass Co-Abhängige diese "Aufgabe" zu retten benötigen und dann - wenn der Partner trocken wird - selbst eine Leere fühlen. Klingt merkwürdig, aber auch das gibt es.

    Was nicht heißen soll, dass das hier der Fall ist. Manchmal ist es einfach auch "nur" das, was alles im Vorwege passiert ist.

    LG Cadda

    Ich höre zu wenn er von seiner LZT erzählt, ich hinterfrage und ermutige und ab und zu sage ich, dass er in erster Linie ALLES für SICH-nicht für UNS machen muss....

    Aber genau so ist es ja auch.


    Alles Andere wird die Zeit dann zeigen. Gefühle verändern sich durch Umstände. Ich finde es verständlich aus Deiner Sicht gesehen.

    Meine Freundin trinkt keinen Alkohol, da ich auch nichts trinke. Wir haben das Thema Sucht auch nicht groß besprochen. Sie weiß, das ich süchtig bin. Da bedarf es keiner langen Erklärungen.

    Tut gut.

    Das finde ich klasse, dass sie auch nichts trinkt.

    LG Cadda