Hallo Nforce,
schön, dass Du hergefunden hast. Den Zustand, den Du beschreibst, kann man ja sicherlich nur schwer aushalten.
Eines, was mir besonders aufgefallen ist: Du betonst wirklich sehr oft, wie gut ihr EIGENTLICH zusammenpasst. Aber das ist nicht der Fall, denn sie trinkt und Dich stört das und deshalb passt ihr nicht gut zusammen. Die Alkoholkrankheit gehört zu ihr genau so sehr dazu, wie die guten Dinge. Die Sachen, wo ihr zusammenpasst gleichen das Trinken Deiner Partnerin nicht aus.
Ich habe hier im Forum schon oft gelesen: Es ist ALLES so schön, wir passen perfekt zusammen, wenn nur das Saufen nicht wäre. Ich habe mal genau so über meinen trinkenden Ex gedacht, aber das ist doch im Grunde genommen ein Widerspruch in sich, in dem Moment, wo man hinter eine vermeintlich perfekte Beziehung ein wenn und aber hinzufügen muss.
Bitte entschuldige meinen plumpen Vergleich, aber das ist, als wenn ich sagen würde:
"Dieser Mensch ist so unfassbar schön. Er sieht aus, wie ein Top-Model, wenn er nur nicht diesen Buckel hätte und die 2 Nasen im Gesicht".
In dem Moment, wo diese (in dem Fall optischen) Makel da sind, sieht die Person eben nicht mehr so wunderschön aus, wie ein Top-Model.
Deshalb kann man auch nicht sagen "Die Frau/der Mann/die Beziehung ist soooo toll, wenn nur das saufen nicht wäre".
In dem Moment wo die Person halt säuft, ist die Beziehung eben gar nicht mehr toll.
Ich merke selbst, dass ich viel zu weit aushole, aber ich lese das im Forum in letzter Zeit so oft und es stimmt einfach nicht. Man macht sich selbst etwas vor, wenn man immer die Situation schön redet, die eigentlich gar nicht schön ist, denn es geht doch nicht um einzelne Eigenschaften, die vielleicht auch mal gut sein können, sondern um das große Ganze.
Ich jedenfalls hab für mich erkannt, dass mein Partner, den ich "bis auf das Saufen" immer als Traumpartner angesehen habe, alles andere ist, als ein Traummann, weil er nämlich säuft wie ein Loch, sich dann absolut nicht benehmen kann und das macht ihn zu alles möglichem, aber ganz sicher nicht zu seinem Traummann oder einem Menschen, mit dem man gern zusammen sein möchte.
Deine Bedenken, dass Deine Partnerin ansonsten niemanden mehr hat und noch mehr säuft, kann ich nachvollziehen, aber letztendlich ist es ihre Entscheidung. Wer weiß, vielleicht bringt ja genau das sie endlich zum Erkennen, dass es so nicht weiter geht. Solange Du jedenfalls in der Co-Rolle gefangen bleibst, wird es vermutlich ewig so weitergehen, denn es läuft ja für sie, denn sie hat ja den Halt.
LG Cadda