Nee. Das geht nicht. Wenn Alkoholiker kontrolliert trinken könnten, wären sie keine Alkoholiker, denn dann würden sie den Konsum ja noch unter Kontrolle haben.
Ist erstmal eine Grenze überschritten, gibt es kein Zurück mehr.
Nee. Das geht nicht. Wenn Alkoholiker kontrolliert trinken könnten, wären sie keine Alkoholiker, denn dann würden sie den Konsum ja noch unter Kontrolle haben.
Ist erstmal eine Grenze überschritten, gibt es kein Zurück mehr.
Hallo Sommerregen,
Ich habe Dich freigeschaltet und Dein Thema direkt in den offenen Bereich verschoben.
Ich wünsche Dir einen guten Austausch.
Hier geht es nun direkt weiter….
LG Cadda
Hallo Lotta.
habe aber tatsächlich immer noch nicht die Hoffnung zu 100%aufgegeben, dass er es doch irgendwann begreift dass er was ändern muss.
Der springende Punkt ist:
Er muss überhaupt nichts ändern. Er darf Alkoholiker sein und trinken.
Lange Zeit, bevor ich aufhörte zu trinken, wusste ich bereits, dass ich Alkoholikerin bin. Eine Zeit lang dachte Ich mir „Ja, dann ist das halt so… gibt genügend Menschen mit Süchten“.
Ja, ich war irgendwann am Boden zerstört und hörte auf.
Doch ich kenne etliche Menschen, die sich mit ihrer Alkoholsucht arrangiert haben.
Es gibt nicht nur Alkoholiker, die aufhören wollen und es bloß nicht schaffen.
Es gibt sehr viele Alkoholiker, die gar nicht aufhören wollen, weil sie gern trinken und keine Veranlassung sehen, das zu ändern.
Dass sie lügen und abstreiten liegt wohl daran, dass sie es vor Anderen nicht zugeben wollen, weil es ihnen peinlich ist oder weil sie ihre Co. nicht verlieren wollen oder weil sie schlicht und ergreifend ihre Ruhe- und keine Diskussionen nach dem Motto „Du musst aufhören zu trinken“ wollen.
Denn wie ich meinen Text bereits begann:
Er braucht nicht erkennen, dass er aufhören muss (er wird eh wissen, dass er süchtig ist, sonst würde er nichts verstecken), denn das muss er nicht.
Hallo Pfiffig,
Ich habe Dich freigeschaltet und Dein Thema in den offenen Bereich verschoben.
Hier geht es nun weiter ![]()
LG Cadda
Hier sind etliche Alkoholiker gelandet, denen ein Arzt/Therapeut oder sonst wer mal gesagt hat, es wäre „gar nicht so extrem, nicht ungewöhnlich, nur eine Phase“ usw.
wobei die Therapeutin ja auch eine fachliche Einschätzung haben wird
Daher:
Nee. Kann sie nicht einschätzen, auch wenn sie es versucht. Sie ist Therapeutin und keine Hellseherin ![]()
Deshalb nochmal: Nur DU selbst kannst das einschätzen.
LG Cadda
Guten Morgen.
ich bin auch selbst letztens die entsprechenden ICD10 Kriterien durchgegangen und so gesehen besteht kein Zweifel. Ich selbst weiß es ja auch im innern, das ich Alkoholabhängig bin. Ich
Sich das hier, vor allem Dir selbst gegenüber einzugestehen, ist doch schon mal ein wichtiger Schritt!!
Das Wichtigste ist DEINE Erkenntnis. Wie Du dann letztendlich damit umgehst, auch Anderen gegenüber, ist Deine Entscheidung.
Doch hier im Forum ist es eben wichtig, dass Du zumindest für Dich sicher bist und das hast Du ja nun zum Ausdruck gebracht.
Ich kann Dir nur raten, nicht zu versuchen, Andere (Therapeut, Partnerin) etwas herausfinden zu lassen. Ob oder wie schlimm sie es sehen. Das interessiert NULL. Dein Wissen und Deine Erkenntnis zählt!
LG Cadda
Hallo Berta,
umso wichtiger, nüchtern zu bleiben. Damit nicht noch mehr schlimme Dinge durch Deine Alkoholkrankheit ausgelöst werden.
Du kannst die Vergangenheit nicht mehr beeinflussen, aber die Zukunft schon.
Und wer weiß wie sich alles entwickelt und ob Du dann nicht vielleicht doch irgendwann wenn Du länger trocken bist, eine Chance auf Kontakt bekommst.
Doch selbst wenn nicht: Du kannst Dein Leben so oder so nur nüchtern besser gestalten.
LG Cadda
aber mit der Zeit merken die Leute von selbst, wer spinnt.
Das ist auch noch ein guter Punkt, den ich in meinem Beitrag nicht erwähnt habe.
In meinem Bekanntenkreis wurde mir dann auch erzählt, was er über mich gesagt hat und es wurde oft dazu gesagt "Naja, wir wissen ja, dass der völlig durch ist mit der Schicht und er nur Mist erzählt".
Also das geht an den Leuten ja auch nicht vorbei.
Guten Morgen Coco,
ich kenne so eine Situation. Du wirst hier nun vermutlich unterschiedliche Ratschläge bekommen. Die Einen werden sagen "Wehre Dich, zeige ihn an", die Anderen sagen "Lass es auf sich beruhen, sonst findest Du nie Ruhe".
Ich gehöre tatsächlich, obwohl ich sonst ein Mensch bin, der sich nichts gefallen lässt, zu der zweiten Sorte. Jedenfalls habe ich es damals bei mir so gehandhabt.
Mein Ex hat mich noch sehr lange Zeit über whatsapp beleidigt und gedroht, "Dinge über mich auszupacken". Er hat auch damals meinem Vater Texte geschrieben, meiner Schwester und auch meinen Freundinnen. Es war einfach nur peinlich und mega beschämend, denn natürlich hat er nicht nur Dinge berichtet, die stimmen.
Da ich selbst getrunken habe, gab es jede Menge negativer Dinge über mich zu sagen, dabei blieb es aber nicht, sein Alkoholikerhirn hat die Geschichten teilweise komplett verdreht bzw. noch Sachen hinzugefügt, die absolut seiner Phantasie entsprungen sind.
Problem dabei: Er hat sie selbst so geglaubt, deshalb konnte ich ihn auch nicht dazu bringen, bei der Wahrheit zu bleiben.
Beispiel: Ich war mit meinen Kindern allein im Urlaub, ich habe ein Bild gesendet, bevor wir zu einem Abend mit Livemusik auf dem Campingplatz gegangen sind und anhand der Tatsache, dass ich eine neue Jeans getragen habe, hat er behauptet, ich würde ihn dort betrügen und ich wurde aufs Übelste beleidigt und er hat das dann in die Welt gesetzt. Er selbst hat das wirklich selbst geglaubt, das war deutlich zu merken und ich hatte an dem Abend auch nicht das Gefühl, dass er gerade besoffen ist. Was ich damit sagen will: Es wird sich die eigene "Wahrheit" gebastelt.
Es hieß, ich hätte ihn Jahre lang nur finanziell ausgenutzt, ihn betrogen, nur wegen mir müsse er saufen und so weiter. Ach noch sämtliche Geschichten, bei denen ich jetzt nicht näher ins Detail gehen möchte, aber nur so viel: Ich fand es unangenehm für mich und er hat mir auch gedroht, meinem Arbeitgeber mal eine schöne e-mail zu schreiben, um über mich "auszupacken".
Das war wirklich der Punkt, wo ich überlegt habe, ob ich gegen ihn vorgehen könne. Ich hatte ihn übrigens auf whatsapp schon lange gesperrt, auch die sms hatte ich gesperrt und per e-mail auch.
Er war dann so kreativ, mir über paypal einen Geldbetrag zu senden und seinen Text in das Überweisungsfeld zu tippen.
Ihm wäre zu Ohren gekommen, dass ich schlecht über ihn rede und dass er nun wie gesagt mal über mich auspacken würde.
Tja, was soll ich sagen. Ich habe mich entschieden, ihn kurz zu entblockieren und ihm sinngemäß zu schreiben, dass ihnm da falsche Sachen zu Ohren gekommen sind und ich kein Interesse habe, ihn schlecht zu machen. Dass ich einfach nur meine Ruhe möchte und hoffe, dass es ihm auch so geht.
Ähnlich, ich weiß es nicht mehr.
Das hätte auch nach hinten losgehen können, das weiß ich. Also so, dass ich ihn wieder mehr an den Hacken habe. Es hat jedoch geklappt, die Situation ein wenig zu entschärfen und es ging keine e-mail an meinen Arbeitgeber oder sonst wen heraus.
Logisch hab ich mich geärgert, dass ich mich nicht gewehrt habe, es hat schon an meinen Ego gekratzt, dass ich ihm trotz der ganzen Schei..... freundlich gegenüber getreten bin, aber letztendlich hat es mir noch viel, viel mehr Stress und Kummer erspart denke ich.
Du kannst so einen Alkoholiker, der so tickt wie Dein Ex oder mein Ex (nicht alle sind ja so, das ist auch charakterabhängig) nicht zur Vernunft bringen, auch nicht mit einer einstweiligen Verfügung vom Anwalt (das wäre ja der Schritt).
Jemand, der so realitätsfremd ist, der wird dann da nicht sitzen mit einem Schreiben vom Gericht und sich denken "Ok, nun lass ich sie mal lieber in Ruhe".
Nee, der Zug ist abgefahren.
Deshalb würde ich mir wie gesagt genau überlegen, ob Du dagegen vorgehst oder es lieber eine Weile aushältst, bis er auf andere Gedanken kommt und Du nicht mehr so eine Rolle in seinem Kopf spielst. Klar kann das dauern und manchmal hört es auch nie ganz auf (ich jedenfalls bekomme heute manchmal noch Nachrichten, allerdings keine bösen mehr), aber es rückt von Zeit zu Zeit mehr in den Hintergrund.
Die Energie, die Du verschwendest, wird in der Luft verpuffen, so denke ich das.
LG Cadda
Ich habe meine Freude am Essen wieder entdeckt ![]()
Nein…. Spazieren gehen. Das ist toll. Fand ich früher grässlich langweilig, inzwischen genieße ich das!
LG Cadda
Kein Therapeut der Welt wird Dir sagen können, ob Du alkoholabhängig bist oder nicht, da er nicht Deine Gedanken denkt und nicht Deine Gefühle fühlt.
Das kannst nur Du ganz allein.
Guten Morgen Tzwizzler,
es liegt eine tolle Zeit vor Dir. Das Wetter ist schön, der Urlaub steht vor der Tür, "nur" die Stimmung ist schei..... ![]()
Wie wäre es, den Tag heute mit einem richtig schönen Spaziergang zu starten, egal ob Du Lust hast oder nicht? Vielleicht hilft es ja ein bisschen ![]()
Ich drücke Dir die Daumem, dass es Deiner Katze bald wieder besser geht und freue mich mit Dir, dass Du gestern alles mit kühlem Kopf regeln konntest!
LG Carina
Ich finde es großartig, dass Du gehandelt hast!!
LG Cadda
Und natürlich gibt es auch Alkoholiker, die diesen Willen haben. Nicht alle haben sich bereits das Hirn komplett "wegrationalisiert".
Die Alkoholkrankheit hat - wie Morgenrot auch schrieb - rein gar nichts mit einem starken Willen zu tun oder damit, dass sich die Alkoholiker, die abhängig geworden sind, ihr Hirn komplett wegrationalisiert haben. Es gibt nicht "ein bisschen Alkoholiker" und "ganz doll Alkoholiker ohne Hirn". Süchtig ist süchtig. Ist eine Grenze erst einmal überschritten, steckst Du mittendrin in der Sucht.
Ob Deine genannten Beispiele, die nun ohne Alkohol leben, wirklich alle alkoholkrank waren oder lediglich Missbrauch betrieben haben oder gar nichts von beiden, das wissen nur die betreffenden Personen selbst. Ob sie vielleicht - ohne dass Du das weißt - im Hintergrund echte Trockenarbeit leisten, so wie wir hier in diesem Forum für uns selbst, das wissen auch nur die betroffenen Personen selbst.
Was vor allem aber wichtig ist:
Was ist mit der Co-Abhängigkeit, wenn denn das Happy-End durch den Alkoholiker herbeigeführt wird, weil er trocken geworden ist?
Was ist mit dem Wesen der Co-Abhängigen, die dann einfach nur mal eben Glück gehabt hat, weil ihr Angebeteter aufgehört hat zu trinken?
Richtig! Als Co-Abhängige bin ich nach wie vor Co-Abhängig und meine eigene "Krankheit" ist nur auf Eis gelegt durch das Zutun des Alkoholikers.
An mir und meinem Wesen kann ich nur unabhängig vom Alkoholkranken arbeiten. Ich muss ansonsten doch immer nur weiter hoffen, hoffen und nochmals hoffen. Für den Rest meines Lebens.
Erst hoffen, dass mein Partner aufhört zu saufen und dann hoffen, dass es dabei bleibt, ,damit ich nicht wieder co-abhängig werde? Nee. Das bleibe ich, solange ich nicht an mir arbeite.
Der sogenannte "Wille" gesund zu handeln sollte doch also vor allen Dingen bei dem Co-Abhängigen selbst vorhanden sein und nicht auf den sogenannten Willen des Alkoholikers geschoben werden (der die Sucht wie oben beschrieben eh nicht durch den Willen allein in den Griff bekommt).
Aber diejenigen, die es wirklich gemeinsam geschafft haben, tummeln sich in keinem Forum mehr weil sie es nicht mehr benötigen
Das ist ein Irrglaube. Die meisten Alkoholiker müssen ein Leben lang am Ball bleiben, ob nun Selbsthilfegruppe oder therapeutische Begleitung oder was auch immer. Da gibt es nicht das klassische „So nun bin ich trocken, ich meld mich im Forum/in meiner realen Gruppe ab und schaffe es den Rest meines Lebens allein“.
Und wenn, dann ist das ziemlich riskant.
Da „draußen“ tummeln sich etliche Alkoholiker, die entweder gar nicht erst den Absprung schaffen oder wieder rückfällig werden.
Die es dauerhaft schaffen, das ist ein sehr geringer Teil und ja, viele von denen suchen sich dann Gruppen, wie hier das Forum. Deshalb macht es gerade für Co-Abhängige oft den Anschein, dass viele es schaffen. Wie viele es dabei eben NICHT schaffen (auch hier im Forum verschwinden viele kurz nach dem Anmelden ganz sicher nicht, weil sie nun plötzlich trocken sind) gerät dabei aus dem Fokus.
Ist ja auch angenehmer, die Happy-End-Storys zu lesen (die mit dem Aufhören auch nicht immer zum Happy-End werden).
Was noch vergessen wird:
Der Anmeldung einer Co-Abhängigen geht doch eine Geschichte voraus. Die eigene Krankheit. Und die ist doch nicht damit beendet, dass der Partner aufhört zu trinken.
Meine eigene Krankheit und die Beendigung des Zustandes sollte doch daher in meiner eigenen Hand liegen und nicht in der des Alkoholikers.
Dass also Du Smartie, Dich immer wieder einlullen lässt und Dir selbst dadurch nicht gut tust, ist Dein eigenes Verhaltensproblem, was Du ändern solltest. Und nicht der Alkoholiker in den Du verliebt bist, indem er aufhört zu trinken.
Denn fängt er wieder an, ist Dein Problem zurück, ohne dass Du selbst Einfluss nimmst.
LG Cadda
Ja das würde ich auch machen. Einmal nachfragen kann sicher nicht schaden.
Mir geht es soweit gut. Habe mir viel vorgenommen um abgelenkt zu sein.
Hast Du das Gefühl Dich ablenken zu müssen?
Also fällt es Dir schwer, wenn Du zur Ruhe kommst?
Guten Morgen JayEm.
aber mir war sowieso klar das er es kurz vorher noch mal ordentlich krachen lässt
Meiner Meinung nach ein klares Anzeichen dafür, dass er nicht aufhören will.
Wer den Punkt erreicht hat und aus tiefstem Herzen aus der Sucht aussteigen will, den widert es an, überhaupt noch moderat weiter trinken zu müssen, um keinen gefährlichen kalten Entzug zu machen.
ich mache das für uns bla bla bla....
Noch ein klares Anzeichen. Wer wirklich aufhören will, hat bereits verstanden, dass er es für sich tun will.
Ich hab im Moment einfach das Gefühl das er nicht um mich weint ,den Hund und sein Zuhause usw sondern um seine Geliebte namens Alkohol...denn das bedeutet ja auch eine Trennung...und Trennungen tun weh...wie mein Therapeut sagte eine Beziehung mit Alkohol ist eine Dreiecksgeschichte....und ich sehe es halt auch so das seine Geliebte ihm wohl wichtiger ist als ich...
Das sehe ich auch so und finde es richtig, dass Du die Realität vor Augen hast.
Ich kann Dir nur den Rat geben, ihn sein Ding machen zu lassen.
Beobachte es lieber aus der Ferne.
LG Cadda
Guten Morgen,
freut mich total, dass es mit der Ernährungsumstellung zur Zeit gut klappt und Du dadurch zufriedener bist.
"Du bist, was Du isst".
Den Satz hab ich früher als Jugendliche immer falsch aufgefasst. Da habe ich das mal auf das Aussehen bezogen, was ja völlig am Thema vorbei ist. Es geht einfach um das Innere. Ernähre ich mich einigermaßen gesund und ausgewogen bin ich ein anderer Mensch innerlich, als wenn ich nur Schweinkram in mich reinstopfe. Das raubt mir meine Energie und dadurch macht man automatisch andere Dinge, nämlich nicht die Dinge, die einem zusätzlich noch mehr Energie geben würden.
Von daher finde ich den Satz sehr treffend heut zu Tage (nachdem ich ihn richtig verstanden habe
)
Guten Morgen,
wie waren Deine Pfingstferien? Ich hoffe, Du hattest so grandioses Wetter, wie wir hier bei uns im Norden.
Wie geht es Dir?
LG Cadda
Nachdem was Du da berichtest, was Du alles im Suff schon gerissen hast, bin ich völlig platt, dass Du meinst, Du bräuchtest einen noch größeren Knall.
Ich bin außerdem völlig baff, dass Du oder Deine Frau nach den Vorfällen überhaupt noch einen Zweifel hat, ob Du Alkoholiker bist.
![]()
Sorry, dass ich das so formuliere, aber Du steckst schon richtig krass mittendrin….
LG Cadda