Beiträge von Cadda

    Guten Morgen Tzwizzler,

    es liegt eine tolle Zeit vor Dir. Das Wetter ist schön, der Urlaub steht vor der Tür, "nur" die Stimmung ist schei..... =O

    Wie wäre es, den Tag heute mit einem richtig schönen Spaziergang zu starten, egal ob Du Lust hast oder nicht? Vielleicht hilft es ja ein bisschen :)

    Ich drücke Dir die Daumem, dass es Deiner Katze bald wieder besser geht und freue mich mit Dir, dass Du gestern alles mit kühlem Kopf regeln konntest!

    LG Carina

    Und natürlich gibt es auch Alkoholiker, die diesen Willen haben. Nicht alle haben sich bereits das Hirn komplett "wegrationalisiert".

    Die Alkoholkrankheit hat - wie Morgenrot auch schrieb - rein gar nichts mit einem starken Willen zu tun oder damit, dass sich die Alkoholiker, die abhängig geworden sind, ihr Hirn komplett wegrationalisiert haben. Es gibt nicht "ein bisschen Alkoholiker" und "ganz doll Alkoholiker ohne Hirn". Süchtig ist süchtig. Ist eine Grenze erst einmal überschritten, steckst Du mittendrin in der Sucht.

    Ob Deine genannten Beispiele, die nun ohne Alkohol leben, wirklich alle alkoholkrank waren oder lediglich Missbrauch betrieben haben oder gar nichts von beiden, das wissen nur die betreffenden Personen selbst. Ob sie vielleicht - ohne dass Du das weißt - im Hintergrund echte Trockenarbeit leisten, so wie wir hier in diesem Forum für uns selbst, das wissen auch nur die betroffenen Personen selbst.

    Was vor allem aber wichtig ist:

    Was ist mit der Co-Abhängigkeit, wenn denn das Happy-End durch den Alkoholiker herbeigeführt wird, weil er trocken geworden ist?

    Was ist mit dem Wesen der Co-Abhängigen, die dann einfach nur mal eben Glück gehabt hat, weil ihr Angebeteter aufgehört hat zu trinken?

    Richtig! Als Co-Abhängige bin ich nach wie vor Co-Abhängig und meine eigene "Krankheit" ist nur auf Eis gelegt durch das Zutun des Alkoholikers.

    An mir und meinem Wesen kann ich nur unabhängig vom Alkoholkranken arbeiten. Ich muss ansonsten doch immer nur weiter hoffen, hoffen und nochmals hoffen. Für den Rest meines Lebens.

    Erst hoffen, dass mein Partner aufhört zu saufen und dann hoffen, dass es dabei bleibt, ,damit ich nicht wieder co-abhängig werde? Nee. Das bleibe ich, solange ich nicht an mir arbeite.

    Der sogenannte "Wille" gesund zu handeln sollte doch also vor allen Dingen bei dem Co-Abhängigen selbst vorhanden sein und nicht auf den sogenannten Willen des Alkoholikers geschoben werden (der die Sucht wie oben beschrieben eh nicht durch den Willen allein in den Griff bekommt).

    Aber diejenigen, die es wirklich gemeinsam geschafft haben, tummeln sich in keinem Forum mehr weil sie es nicht mehr benötigen

    Das ist ein Irrglaube. Die meisten Alkoholiker müssen ein Leben lang am Ball bleiben, ob nun Selbsthilfegruppe oder therapeutische Begleitung oder was auch immer. Da gibt es nicht das klassische „So nun bin ich trocken, ich meld mich im Forum/in meiner realen Gruppe ab und schaffe es den Rest meines Lebens allein“.

    Und wenn, dann ist das ziemlich riskant.

    Da „draußen“ tummeln sich etliche Alkoholiker, die entweder gar nicht erst den Absprung schaffen oder wieder rückfällig werden.

    Die es dauerhaft schaffen, das ist ein sehr geringer Teil und ja, viele von denen suchen sich dann Gruppen, wie hier das Forum. Deshalb macht es gerade für Co-Abhängige oft den Anschein, dass viele es schaffen. Wie viele es dabei eben NICHT schaffen (auch hier im Forum verschwinden viele kurz nach dem Anmelden ganz sicher nicht, weil sie nun plötzlich trocken sind) gerät dabei aus dem Fokus.

    Ist ja auch angenehmer, die Happy-End-Storys zu lesen (die mit dem Aufhören auch nicht immer zum Happy-End werden).

    Was noch vergessen wird:

    Der Anmeldung einer Co-Abhängigen geht doch eine Geschichte voraus. Die eigene Krankheit. Und die ist doch nicht damit beendet, dass der Partner aufhört zu trinken.

    Meine eigene Krankheit und die Beendigung des Zustandes sollte doch daher in meiner eigenen Hand liegen und nicht in der des Alkoholikers.

    Dass also Du Smartie, Dich immer wieder einlullen lässt und Dir selbst dadurch nicht gut tust, ist Dein eigenes Verhaltensproblem, was Du ändern solltest. Und nicht der Alkoholiker in den Du verliebt bist, indem er aufhört zu trinken.

    Denn fängt er wieder an, ist Dein Problem zurück, ohne dass Du selbst Einfluss nimmst.

    LG Cadda

    Guten Morgen JayEm.

    aber mir war sowieso klar das er es kurz vorher noch mal ordentlich krachen lässt

    Meiner Meinung nach ein klares Anzeichen dafür, dass er nicht aufhören will.

    Wer den Punkt erreicht hat und aus tiefstem Herzen aus der Sucht aussteigen will, den widert es an, überhaupt noch moderat weiter trinken zu müssen, um keinen gefährlichen kalten Entzug zu machen.

    ich mache das für uns bla bla bla....

    Noch ein klares Anzeichen. Wer wirklich aufhören will, hat bereits verstanden, dass er es für sich tun will.

    Ich hab im Moment einfach das Gefühl das er nicht um mich weint ,den Hund und sein Zuhause usw sondern um seine Geliebte namens Alkohol...denn das bedeutet ja auch eine Trennung...und Trennungen tun weh...wie mein Therapeut sagte eine Beziehung mit Alkohol ist eine Dreiecksgeschichte....und ich sehe es halt auch so das seine Geliebte ihm wohl wichtiger ist als ich...

    Das sehe ich auch so und finde es richtig, dass Du die Realität vor Augen hast.

    Ich kann Dir nur den Rat geben, ihn sein Ding machen zu lassen.

    Beobachte es lieber aus der Ferne.

    LG Cadda

    Guten Morgen,

    freut mich total, dass es mit der Ernährungsumstellung zur Zeit gut klappt und Du dadurch zufriedener bist.

    "Du bist, was Du isst".

    Den Satz hab ich früher als Jugendliche immer falsch aufgefasst. Da habe ich das mal auf das Aussehen bezogen, was ja völlig am Thema vorbei ist. Es geht einfach um das Innere. Ernähre ich mich einigermaßen gesund und ausgewogen bin ich ein anderer Mensch innerlich, als wenn ich nur Schweinkram in mich reinstopfe. Das raubt mir meine Energie und dadurch macht man automatisch andere Dinge, nämlich nicht die Dinge, die einem zusätzlich noch mehr Energie geben würden.

    Von daher finde ich den Satz sehr treffend heut zu Tage (nachdem ich ihn richtig verstanden habe :mrgreen: )

    Nachdem was Du da berichtest, was Du alles im Suff schon gerissen hast, bin ich völlig platt, dass Du meinst, Du bräuchtest einen noch größeren Knall.

    Ich bin außerdem völlig baff, dass Du oder Deine Frau nach den Vorfällen überhaupt noch einen Zweifel hat, ob Du Alkoholiker bist.

    :shock:

    Sorry, dass ich das so formuliere, aber Du steckst schon richtig krass mittendrin….

    LG Cadda

    Ich fragte, ob sie mich denn wieder irgendwo besoffen sehen will. Sie meinte, nein, aber das hätte damit nichts zu tun

    Doch. Genau damit hat es zu tun. Weil ein Alkoholiker nicht die Kontrolle darüber hat, ob er gemütlich ein wenig mit seiner Frau trinkt oder irgendwo besoffen ist.

    Deshalb geht nur ganz oder gar nicht.

    Sie meinte man könne an jeder Ecke Alkohol bekommen, würde es nicht verstehen

    „An jeder Ecke“ ist aber nicht Dein Zuhause. Dein Rückzugsort. Deine sichere Umgebung, in der Du Dich wohl fühlen willst.

    LG Cadda

    Hallo Maddalena,

    ich finde es klasse, dass Du weiterhin nichts trinkst und dass Du Deinen Freunden Bescheid gesagt hast und Dich mit denen nur noch zum Kaffee oder Sport triffst, das ist wirklich ein toller Schritt. Wie Du selbst schreibst: Konsequent!

    Für Dich ist es klasse, dass Du nun auf dem richtigen Weg bist und für Deine Tochter natürlich auch. Wann zieht sie denn zu Euch?

    (Sorry, falls Du es schon irgendwo geschrieben hast und ich es überlesen haben sollte)

    LG Cadda

    Guten Morgen Maeron,

    dass Du von Dir selbst sagst, Alkoholiker zu zu sein, finde ich schon mal einen wichtigen und großen Schritt. Nachdem ich hier bei Dir die Dinge von Deiner Frau gelesen habe, könnte ich mir sogar vorstellen, dass sie einen großen Teil dazu beiträgt, dass Du es Dir bisher nicht eingestehen konntest. Wenn man von seiner engsten Vertrauten zu hören bekommt, man sei doch kein Alkoholiker und was die im Forum schreiben, ist alles Blödsinn (mal im übertragenen Sinne), dann ist es schon schwierig, bei sich selbst zu bleiben. Zumal man als Alkoholiker ja eh dazu neigt, sich die Dinge schön zu reden. Wenn dann auch noch jemand Anderes dabei behilflich ist und in Deinem Fall nicht nur irgendwelche Saufkumpels, sondern Deine eigene Frau, dann ist Deine Situation nicht einfach, sich das einzugestehen.

    Umso besser, dass Du es dennoch getan hast, Maeron!

    Es ist letztendlich aber nicht Deine Aufgabe, Deiner Frau zu beweisen oder zu erklären, dass Du Alkoholiker bist. Ich finde es traurig, dass sie Dir, damit IHR Leben lebenswerter ist, indem ihr auch mal gemütlich ein alkoholisches Getränk trinken könnt, Deine Situation gerade echt schwer macht.

    Alkoholiker können ihre Sucht nur stoppen, indem sie abstinent leben und zwar für immer. Das sagen übrigens auch nicht nur wir aus dem Forum ;)

    Wie gesagt sollte das aber nicht Deine Aufgabe sein, die Tatsache Deiner Frau glaubhaft zu machen. DU bist hier gelandet und das nicht ohne Grund. DU hast hier nun geschrieben, dass Du Dich als Alkoholiker siehst und das, obwohl Du zu Hause offensichtlich in eine andere Richtung "bearbeitet" wirst und das auch nicht ohne Grund.

    Also gehe Deinen Weg mal schön unbeirrt weiter, denn als Alkoholiker kann es nur hier lang gehen....

    Ansonsten schließe ich mich Linde an. Ein Arzt besucht wird Deine Ernsthaftigkeit unterstreichen, auch Dir selbst gegenüber wird es ein riesiger Schritt für Deine Psyche sein und davon mal ganz abgesehen ist es ja auch gut, sich einmal durchchecken zu lassen.

    LG Cadda

    Guten Morgen Smartie,

    beim Lesen Deiner Geschichte dachte ich ehrlich gesagt sofort, dass Du Dich komplett zurückziehen solltest. Es sieht nicht danach aus, als ob er es packt, denn bisher gingen seine Versuche ja ins Leere.

    Und was viel wichtiger ist: Du hast geschrieben, Du bist ja auch nicht umsonst dort. Du hast also auch eine psychische Krankheit. Beziehungen mit Alkoholikern lösen diese nicht, im Gegenteil. Selbst wenn Du als gesunder Mensch in eine Beziehung mit einem Alkoholiker gerätst wird Dir das psychische Probleme bereiten, vielleicht sogar auch Depressionen.

    Nun bist Du eh dort, um Deine Krankheit in den Griff zu bekommen und möchtest einen riesigen Stolperstein, der vor Dir im Weg liegt nicht übersteigen, sondern ihn mitschleppen, um selbst noch schwerer zu werden?

    Denk bitte dringend an Dich....

    Für den weiteren Austausch klicke bitte einmal auf den link, den Linde Dir gesendet hat, damit Du freigeschaltet werden kannst.

    LG Cadda

    Guten Morgen allein.

    Dass ich "allein" mit meiner Meinung bin, dass es doch möglich sein müsste, trotz Krankheit des einen Partners, gemeinsam zum Ziel (=trockener Alkoholiker) zu kommen.

    Ich frage Dich einfach mal ganz ehrlich: Bist Du hier, um Erfolgsgeschichten zu lesen, um Deine Hoffnung beizubehalten?

    Ich habe das Gefühl und kann Dir nur den Rat geben, das nicht zu tun. Denn hier ist ein Forum für Alkoholiker. Das bedeutet, dass hier wirklich alle aufeinander treffen, die es schaffen WOLLEN. Dass es hier die ein- oder andere Erfolgsgeschichte gibt, das ist klar, denn hier ist die Chance riesengroß, trockene Menschen zu treffen und somit auch "ein gutes Ende".

    Es gibt außerhalb des Forums aber so viele unzählige Beziehungsgeschichten mit einem Alkoholiker, die NICHT gut ausgegangen sind oder sich immer noch mitten im "Kampf" befinden, so dass unsere Geschichten hier im Forum nur ein tropfen auf dem heißen Stein sind.

    Es gibt soooo viele Alkoholiker, die nicht aufhören zu trinken und bei denen es niemals klickt, egal wie tief unten sie sind. Von daher kann ich Dir nur den Rat geben, umzudenken....

    Es ist einfach verschenkte Zeit, auf ein Wunder zu warten, so hart das auch klingt. Es ist wichtig, dass Du Dich um Dich selbst kümmerst und Dich nicht von Strohhalm zu Strohhalm hoffst, nur weil es hier und da mal eine Geschichte gibt, die gut ausgegangen ist. Das ist leider die Ausnahme.

    LG Cadda

    Guten Morgen Maibisjuni,

    Du darfst auch Folgendes nicht vergessen: Es wird hier als Angehöriger immer gesehen, dass es Menschen gibt, die trocken geworden sind hier im Forum. Da wirkt es auf die Co-Abhängigen so, als wären das echt viele. Doch Du bist hier ja auch quasi in der "Zentrale" gelandet, wo sich die tummeln, die es schaffen WOLLEN. Klar ist man da umgeben von trockenen Alkoholikern, weil wir das entsprechende Forum dafür sind.

    Was meinst Du, wie viele es da "draussen" gibt, die trocken werden wollen und es nicht schaffen?? Und vor allem:

    Was meinst Du, wie viele es da "draussen" gibt, die NICHT bemüht sind, trocken zu werden, weil sie es gar nicht genug wollen?

    Sich die Erfolgs-Geschichten hier (damit meine ich nicht nur Dich) anzusehen, um dann hoffnungsvoll weiter darauf zu warten, dass es ein Happyend gibt, ist so sinnlos, wie nur irgendwas. Denn da draussen gibt es viel, viel mehr Beziehungs-Geschichten, die eben nicht gut ausgehen.

    Es ist verschenkte Zeit, darauf zu warten, dass es auf einmal Klick macht. Es gibt soooooo viele Alkoholiker, bei denen es niemals Klick macht und die ihre Krankheit mit ins Grab nehmen. Die dann gar nicht mal vorrangig am Alkohol verrecken, sondern wegen irgendwas anderem (oder auch aus der Folge der Krankheit) ganz "normal" sterben und zwar als Alkoholiker.

    Es klingt hart, aber auf den Klick zu warten ist wie Lotto spielen. Und selbst da ist noch ein Unterschied. Denn wenn ich im Lotto gewinne, bekomme ich auch das Geld.

    Wenn es Klick macht, heißt das noch lange nicht, dass ich auch eine gute Beziehung bekomme....

    LG Cadda

    Hallo Peter,

    so wie Elly schrieb, kenne ich es auch. Situationen erinnern an früher: Stress vorbei, jetzt was trinken.

    Allerdings kenne ich es auch, ohne dass so eine Gewohnheit eingetreten ist.

    Einfach eine Situation, in der eigentlich alles schön ist und schwups.... Gedanke an Alkohol. Ob es mit dem Stress zu tun hat? Kann gut sein. Aber bitte schrecke Dich nicht, wenn solche Situationen kommen, auch wenn Du den Stress jetzt reduzierst. Sie kommen manchmal auch grundlos. Bzw. der Grund ist die Sucht als solches.

    Ich finde, Du kannst stolz sein, denn Du hast es gut gemeistert. Jetzt weißt Du, dass Du auch zukünftig solche Situationen überstehen kannst. Also keine Angst vor diesen Suchtgedanken. Sie vergehen wieder.

    LG Cadda

    Guten Morgen Ernst,

    ich habe Dein Thema wieder geöffnet und schließe mich Linde und Elly an. Bitte achte dringend mehr auf Deine eigene Anonymität und die Persönlichkeitsrechte Deiner Ex-Partnerin.

    Nun ein für uns wichtiges Details Deiner ganzen Beschreibungen:

    Hallo...nein sehe ich mich nicht...co-abhängigkeit...

    Dieses Forum richtet sich an Alkoholiker, die eine lebenslange Abstinenz anstreben und an Co-Abhängige.

    Du schreibst, dass Du Dich nicht als co-abhängig siehst.

    Deine Geschichte mag filmreif sein, aber letztendlich bist Du hier in einem Forum gelandet, um etwas für DICH zu tun.

    Was möchtest Du an Deiner Situation verändern, wenn Du Dich wirklich gar nicht als co-abhängig siehst?

    LG Cadda