Guten Morgen,
glaub mir, es benötigt keinen Beratungstermin, um mit dem Trinken aufzuhören. Ein Arztbesuch täte es auch.
Du meinst, es arbeitet in ihm. Ja. In meinem Ex-Partner arbeitet es auch schon seit etlichen Jahren. Saufen tut er immer noch und da kenne ich noch zahlreiche andere Beispiele....
Ich weiß, dass ich mich jetzt zu hart anhöre, aber ich finde es immer so wahnsinnig schade, dass Angehörige warten und warten und warten, während der Alkoholiker ihnen vermittelt, es würde sich etwas tun.
Dabei arbeitet nichts in ihnen, was damit zu tun hat, mit dem Trinken aufhören zu wollen. Meistens wollen sie nur daraufhin arbeiten, weniger zu trinken, was auf Dauer eh nicht funktioniert. Oft merken Alkoholiker aber, dass es in den Angehörigen arbeitet und um diese nicht zu verlieren, arbeiten sie selbst gegenan, indem sie sich ja plötzlich zugänglicher zeigen (Selbsthilfegruppe, Beratungstermin.... ach was gibt es nicht alles, um den Eindruck zu vermitteln, man würde etwas ändern wollen...).
Ich kann Dir nur sagen, dass Du das Beobachten, was Du jetzt machst, weil Du das Gefühl hast, es "arbeitet in ihm" auch nach einer Trennung machen könntest. Dann hätte er wenigstens nicht mehr die Chance, Dich hinzuhalten und Du würdest ganz schnell sehen, ob es WIRKLICH in ihm arbeitet oder er Dich nur "bei der Stange halten" wollte, weil er merkt, dass sich in Dir was tut und Du langsam die Hoffnung verlierst.
Das Karrussel dreht sich und dreht sich und keiner steigt aus. So laufen dann die Jahre weiter....
LG Cadda