Beiträge von Cadda

    Danke für die Erklärungen zum Thema RTW rufen. Ich dachte, wenn sein Zustand lebensbedrohlich ist, würden sie ihn auch gegen seinen Willen mitnehmen.


    wieweiter: Um in so einen Konflikt gar nicht mehr zu geraten wäre es wichtig dafür zu sorgen, dass Du ihn gar nicht mehr siehst. Wo wir wieder beim Hauptthema wären: Die Wohnsituation (er in Deiner Wohnung).
    Wenn es so bleibt wirst Du wohl noch eine Weile am Leid beteiligt sein :-|

    Ich war spritzig, ich war lustig, ich stand im Mittelpunkt, so lange es noch nicht so kaputt war. Und dann habe ich dran festgehalten und diese Erfahrungen wiederholen wollen. Das Problem war, ich habe nicht aufgehört, wenn es am Schönsten war, sondern ich wollte dann immer mehr.

    Das ging mir ganz genau so. Ich habe lange Zeit viel Spaß am Feiern gehabt. Obwohl ich noch nie mit Alkohol umgehen konnte und schon immer Filmrisse davon bekam.

    Wie vielleicht erkennbar, habe ich damit meinen Frieden gemacht.

    Das ist definitiv erkennbar!! :)

    Hallo Fee,

    ich finde es toll, auch mal nach längerer Zeit ein Rückblick zu lesen von Co.Abhängigen, die sich aus der Situation befreit haben.

    Lebe heute ein glückliches Leben in Ruhe und meine Kinder sind ausgeglichen und haben eine unbeschwerte Kindheit.

    Das ist einfach nur schön.

    Das wünsche ich mir für noch sehr viele andere Frauen und vor allem Kinder, die auf die Handlung des nicht süchtigen Elternteils angewiesen sind.

    LG Cadda

    Hallo Lebenskünstler,

    ich danke Dir für Deine Geschichte. Ich fand es unglaublich interessant zu lesen, was in Dir vor ging und wie Du Deinen Weg gegangen bist.

    Du wirkst auf mich total zufrieden, innerlich aufgeräumt.

    Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass Du akzeptiert hast, wie es gelaufen ist, auch das Negative und Du Dich nicht damit auf hältst, bereuend zurück zu schauen.

    Ich fand es erschreckend, wie früh und selbstverständlich Dein Weg durch Dein Elternhaus quasi vorprogrammiert war. Hast Du im Nachhinein betrachtet das Gefühl, dass Du überhaupt eine „andere Wahl“ hattest?

    Interessant finde ich auch, dass Du, obwohl Du so lange und stark getrunken hattest, nach Deinem Entschluss keinen Suchtdruck hattest. Das zeigt, dass die Vergangenheit gar nicht so entscheidend ist, ob einem die Abstinenz anfangs schwerer fällt oder nicht.

    24 Jahre… eine echt lange Zeit! Klasse!


    LG Cadda

    Ach und was die „Schwere der Sucht“ angeht:

    Sucht ist Sucht. Es gibt nicht leichte Sucht oder komplizierte Sucht. Sie unterscheidet sich im Ausmaß doch lediglich dadurch, wie weit der Alkoholiker in der Abwärtsspirale schon nach unten gestrudelt ist.

    Ist eine Grenze erstmal überschritten und die Sucht da, gibts kein Zurück mehr. „Normales/kontrolliertes“ Trinken ist dann nicht mehr möglich. Auch nicht nach etlichen Jahren. Kenne ich inzwischen viele Beispiele, die dachten, nach z.B. 10 Jahren Trocken-sein, müsste das Hirn doch bei Null wieder anfangen können. Nö. Das dauerte nicht lange, dann hatten sie ihren Standart von damals.

    Die Alkoholkrankheit kann nicht geheilt werden, nur gestoppt durch lebenslange Abstinenz.

    Gedanken, ob es nicht vielleicht doch anders ist, sind „Schön-Rederei“ und „Hoffnungs-Macher“, die komplett sinnlos und unnütz sind.

    Reine Zeitverschwendung.

    LG Cadda

    Guten Morgen.

    Eine Diskussion über kontrolliertes Trinken ist im Grunde genommen völlig sinnlos.

    Kontrolliertes Trinken… die Fälle, wo beispielsweise im betreuten Wohnen hilflosen Menschen jeden Tag „ihr Bierchen“ zugeteilt wird? Ja, das mag funktionieren, weil diese Menschen auch nicht mehr selbstständig an alles rankommen und mehr trinken können (wollen sicher schon)

    Ja ein gruseliges Beispiel. Entspringt aber nicht meiner Fantasie, sondern ist Realität.

    Grundsätzlich gilt:

    Alkoholiker können nicht kontrolliert trinken, sonst würden sie es ja tun. Ist doch logisch.
    Wenn sie es könnten, wären sie keine Alkoholiker….

    LG Cadda

    Für mich heißt das, dass er sich einen Therapeuten sucht, einen Termin vereinbart und diesen Termin auch wahrnimmt. Ich erwarte, dass er die probatorischen Sitzungen und mindestens eine Kurzzeittherapie über 12 Sitzungen zuverlässig macht, um zu begreifen, welche Auswirkungen sein Alkoholkonsum auf ihn, auf mich, auf unser Kind hat; und um zu lernen, wie er abstinent leben kann. Aber das setzt natürlich voraus, dass er abstinent sein WILL.

    Der Wille entsteht aber leider nicht durch Therapie. Der muss vorher da sein. Eine Therapie ist keine Gehirnwäsche und wird keinen Alkoholiker „trocken legen“.

    Da er diese Therapie nur unter Druck beginnt, weil Du ihm ein Ultimatum gesetzt hast, kann er sich die Sitzungen eigentlich sparen und Du Dir Deine wertvolle, weitere Zeit (und die Deines Kindes).

    Dennoch steht mein Entschluss fest und ich fühle mich ein Stück weit schon jetzt erleichtert, wenn mein "Konkurrenzkampf" mit dem Alkohol endlich aufgehört haben wird.

    Es ist auch erleichternd, glaub mir!!


    Der allerwichtigste Satz, den Du Dir jeden Tag vor Augen führen solltest, ist dieser hier:

    Ich will meinem Kind ein sicheres und zuverlässiges Zuhause bieten und das ist nicht möglich mit einem alkoholkranken nassen Vater

    Ne. Silvester war für mich immer ein Sauf- Highlight

    Ich könnte mir vorstellen, dass ganz „einfach“ genau DAS der Grund war.

    Völlig unabhängig davon, wer - was - wann - wo - wie lange jemand getrunken hat.


    Denn Fakt ist ja, dass DU Silvester immer als Sauf-Highlight empfunden hast und die Tatsache allein ist doch schon ausreichend genug. Das wird Dein Suchthirn nicht so schnell vergessen. Ich finde das ziemlich logisch erklärbar.

    Wichtig war deshalb, genau zu schauen, wie Du damit umgehst. Ob Du weggehst, unter welchen Umständen, ob Du zu Hause bleibst, Deinen Notfallkoffer benutzt, hier im Forum davon schreibst (sehr gut!)… einen Weg finden, wie Du mit Suchtgedanken umgehen kannst, um das erste Glas stehen zu lassen, wie es so schön heißt.

    Das hast Du getan!

    Schönes neues Jahr!

    Cadda

    Er ist noch nicht tot

    Du willst das also bis zu seinem Lebensende so durchziehen und nicht raus aus der Co-Abhängigkeit? (Dieser Zustand ist eine Co.Abhängigkeit. Auch wenn Du nicht das Gefühl hast, von einer Person abhängig zu sein. Du bist abhängig, weil Du das Gefühl/Bedürfnis hast, Dich nicht aus der Situation lösen zu können/wollen).

    Du hast also wie oben erwähnt beschlossen, weiterzumachen.

    Was genau erhoffst Du nun aber hier in der Selbsthilfegruppe für Dich?

    Wer als Alkoholiker Hilfe möchte und aufhören will, bekommt diese auch. Aber er muss halt auch aufhören! Für „Begleitetes zu Tode saufen“ ist niemand zuständig.

    Übrigens auch Du nicht. Denn das tust Du. Indem Du ihm ein Dach über den Kopf mit zahlst, ihm Lebensmittel bringst.

    Ja, Alkoholsucht ist eine Krankheit. Dennoch nicht zu vergleichen mit Krankheiten, gegen die man nichts unternehmen kann.

    Eine Alkoholsucht kann gestoppt werden.

    Dazu muss aber der Erkrankte mit machen.

    Er hat sich noch nie entschuldigt oder wenigstens beteuert, dass er mit dem Trinken aufhört. Im Gegenteil, er sagt, dass er das immer getan hat und weiter tun wird.

    Das ist eine so klare Ansage, dass ich mich frage, wie Du auf die Idee kommst, dass es einmal anders sein würde.

    Und ich finde das ehrlich gesagt sogar sehr fair von ihm, das so klar zu sagen! Im Gegensatz zu vielen anderen Alkoholikern macht er Dir nichts vor, Dich bei der Stange zu halten.

    Ich weiß, es ist schwer zu glauben, aber es gibt durchaus Alkoholiker, denen bewusst ist, dass sie Alkoholiker sind und trotzdem wollen sie nicht aufhören. Ich kenne welche, denen ich das auch komplett abnehme! Einer von ihnen sagte mal zu mir „Ich weiß, dass es ne Sucht ist, aber ich trink gerne und gehe feiern. Andere rauchen, ich saufe halt“.

    Ja und so ist es eben. Seine Entscheidung. Genau wie bei Deinem Freund.

    Er hat mich offenen Karten gespielt. Nun liegt die Entscheidung bei Dir, ob Du zu den Bedingungen mit spielst.

    Ich wünsche Dir, dass Du aussteigst. Versuchen reicht da nicht. Du musst es wirklich wollen. Hier gibt es genügend Menschen zum austauschen.

    Und Du bist es wert, glücklich zu sein! Das solltest Du Dir verinnerlichen!

    LG Cadda

    Dann musst Du wohl in dieser Endlosschleife verharren, denn Du schreibst ja über Dich selbst, „Ich schaffe das nicht“.
    Damit begibst Du Dich in die Opferrolle, eine Handlung ist nicht möglich.

    Ich wünsche Dir, dass Du bald an einen Punkt kommst, wo Du Dir selbst sagst: „Ich will es schaffen. Ich werde es schaffen“.
    Denn dann (und erst dann!!) wird es funktionieren.

    LG Cadda

    Jetzt ist er also weg und ich hoffe dieses Mal durchzuhalten.

    (Da er ja evtl mitliest) weiß ich , das ich dieses Mal durchhalte!

    Merkst Du was?

    Dieses Forum macht für Dich doch gar keinen Sinn mehr. Weil Du beim Schreiben dran denkst, dass er es lesen könnte.

    Im Grunde genommen, kannst Du doch nur noch versuchen ihn durch das Schreiben zu manipulieren (was bei einer Sucht eh vergebene Mühe ist), aber DIR selbst helfen? Fehlanzeige.

    Meine Gedanken passen zu einem früheren Thread von mir, der hier mal angepinnt wurde, ich aber gerade nicht finde.

    Es geht darum, dass ein Alkoholiker Therapien, Selbsthilfegruppen, Suchtberatung usw alles machen kann… nichts davon wird ihn trocken machen, wenn’s nicht „geklickt“ hat.

    Das Gleiche gilt fürs Lesen hier im Forum.

    Schade, dass Du Dich um Deine eigene Selbsthilfe gebracht hast, weil er Dir wichtiger war in dem Moment, als Du selbst.

    Mich wundert es nicht, dass Du Dich im Kreis drehst. Du redest Dir ja auch mit fast jedem Beitrag selbst ein, dass Du so abhängig bist, dass Du handlungsunfähig bist.

    Wenn ich mir immer wieder sage, dass ich da eh nicht raus komme, dann komme ich da auch nicht raus. Ich bekomme bald das Gefühl, dass Du es Dir selbst einreden WILLST, um nicht handeln zu müssen.

    Wie wäre es mit "Ich komme da raus, obwohl ich abhängig bin".

    Selbstmitleid ist nicht angebracht, denn es hilft Dir nicht weiter, sondern bringt Dich in Gefahr.

    Du bist nicht die einzige co-abähgige auf dieser Welt. Wenn Du willst, kommst Du da raus. Du musst es aber wollen und nur dann kannst Du hier auch Hilfe erfahren.

    Hallo Leonie,

    es wäre schön, wenn Du Dich nicht erst nach einer Weile zurück meldest, sondern hier weiter berichtest. Ich finde es toll, dass Du Dich direkt gemeldet hast. Ich verstehe, dass es Dir schlecht geht und Du traurig bist. Aber ich denke, dass es ganz wichtig ist, Dich jetzt nicht zurückzuziehen.

    LG Cadda

    Guten Morgen,

    glaub mir, es benötigt keinen Beratungstermin, um mit dem Trinken aufzuhören. Ein Arztbesuch täte es auch.

    Du meinst, es arbeitet in ihm. Ja. In meinem Ex-Partner arbeitet es auch schon seit etlichen Jahren. Saufen tut er immer noch und da kenne ich noch zahlreiche andere Beispiele....

    Ich weiß, dass ich mich jetzt zu hart anhöre, aber ich finde es immer so wahnsinnig schade, dass Angehörige warten und warten und warten, während der Alkoholiker ihnen vermittelt, es würde sich etwas tun.

    Dabei arbeitet nichts in ihnen, was damit zu tun hat, mit dem Trinken aufhören zu wollen. Meistens wollen sie nur daraufhin arbeiten, weniger zu trinken, was auf Dauer eh nicht funktioniert. Oft merken Alkoholiker aber, dass es in den Angehörigen arbeitet und um diese nicht zu verlieren, arbeiten sie selbst gegenan, indem sie sich ja plötzlich zugänglicher zeigen (Selbsthilfegruppe, Beratungstermin.... ach was gibt es nicht alles, um den Eindruck zu vermitteln, man würde etwas ändern wollen...).

    Ich kann Dir nur sagen, dass Du das Beobachten, was Du jetzt machst, weil Du das Gefühl hast, es "arbeitet in ihm" auch nach einer Trennung machen könntest. Dann hätte er wenigstens nicht mehr die Chance, Dich hinzuhalten und Du würdest ganz schnell sehen, ob es WIRKLICH in ihm arbeitet oder er Dich nur "bei der Stange halten" wollte, weil er merkt, dass sich in Dir was tut und Du langsam die Hoffnung verlierst.

    Das Karrussel dreht sich und dreht sich und keiner steigt aus. So laufen dann die Jahre weiter....

    LG Cadda