Beiträge von Cadda

    Guten Morgen.

    Eine Diskussion über kontrolliertes Trinken ist im Grunde genommen völlig sinnlos.

    Kontrolliertes Trinken… die Fälle, wo beispielsweise im betreuten Wohnen hilflosen Menschen jeden Tag „ihr Bierchen“ zugeteilt wird? Ja, das mag funktionieren, weil diese Menschen auch nicht mehr selbstständig an alles rankommen und mehr trinken können (wollen sicher schon)

    Ja ein gruseliges Beispiel. Entspringt aber nicht meiner Fantasie, sondern ist Realität.

    Grundsätzlich gilt:

    Alkoholiker können nicht kontrolliert trinken, sonst würden sie es ja tun. Ist doch logisch.
    Wenn sie es könnten, wären sie keine Alkoholiker….

    LG Cadda

    Für mich heißt das, dass er sich einen Therapeuten sucht, einen Termin vereinbart und diesen Termin auch wahrnimmt. Ich erwarte, dass er die probatorischen Sitzungen und mindestens eine Kurzzeittherapie über 12 Sitzungen zuverlässig macht, um zu begreifen, welche Auswirkungen sein Alkoholkonsum auf ihn, auf mich, auf unser Kind hat; und um zu lernen, wie er abstinent leben kann. Aber das setzt natürlich voraus, dass er abstinent sein WILL.

    Der Wille entsteht aber leider nicht durch Therapie. Der muss vorher da sein. Eine Therapie ist keine Gehirnwäsche und wird keinen Alkoholiker „trocken legen“.

    Da er diese Therapie nur unter Druck beginnt, weil Du ihm ein Ultimatum gesetzt hast, kann er sich die Sitzungen eigentlich sparen und Du Dir Deine wertvolle, weitere Zeit (und die Deines Kindes).

    Dennoch steht mein Entschluss fest und ich fühle mich ein Stück weit schon jetzt erleichtert, wenn mein "Konkurrenzkampf" mit dem Alkohol endlich aufgehört haben wird.

    Es ist auch erleichternd, glaub mir!!


    Der allerwichtigste Satz, den Du Dir jeden Tag vor Augen führen solltest, ist dieser hier:

    Ich will meinem Kind ein sicheres und zuverlässiges Zuhause bieten und das ist nicht möglich mit einem alkoholkranken nassen Vater

    Ne. Silvester war für mich immer ein Sauf- Highlight

    Ich könnte mir vorstellen, dass ganz „einfach“ genau DAS der Grund war.

    Völlig unabhängig davon, wer - was - wann - wo - wie lange jemand getrunken hat.


    Denn Fakt ist ja, dass DU Silvester immer als Sauf-Highlight empfunden hast und die Tatsache allein ist doch schon ausreichend genug. Das wird Dein Suchthirn nicht so schnell vergessen. Ich finde das ziemlich logisch erklärbar.

    Wichtig war deshalb, genau zu schauen, wie Du damit umgehst. Ob Du weggehst, unter welchen Umständen, ob Du zu Hause bleibst, Deinen Notfallkoffer benutzt, hier im Forum davon schreibst (sehr gut!)… einen Weg finden, wie Du mit Suchtgedanken umgehen kannst, um das erste Glas stehen zu lassen, wie es so schön heißt.

    Das hast Du getan!

    Schönes neues Jahr!

    Cadda

    Er ist noch nicht tot

    Du willst das also bis zu seinem Lebensende so durchziehen und nicht raus aus der Co-Abhängigkeit? (Dieser Zustand ist eine Co.Abhängigkeit. Auch wenn Du nicht das Gefühl hast, von einer Person abhängig zu sein. Du bist abhängig, weil Du das Gefühl/Bedürfnis hast, Dich nicht aus der Situation lösen zu können/wollen).

    Du hast also wie oben erwähnt beschlossen, weiterzumachen.

    Was genau erhoffst Du nun aber hier in der Selbsthilfegruppe für Dich?

    Wer als Alkoholiker Hilfe möchte und aufhören will, bekommt diese auch. Aber er muss halt auch aufhören! Für „Begleitetes zu Tode saufen“ ist niemand zuständig.

    Übrigens auch Du nicht. Denn das tust Du. Indem Du ihm ein Dach über den Kopf mit zahlst, ihm Lebensmittel bringst.

    Ja, Alkoholsucht ist eine Krankheit. Dennoch nicht zu vergleichen mit Krankheiten, gegen die man nichts unternehmen kann.

    Eine Alkoholsucht kann gestoppt werden.

    Dazu muss aber der Erkrankte mit machen.

    Er hat sich noch nie entschuldigt oder wenigstens beteuert, dass er mit dem Trinken aufhört. Im Gegenteil, er sagt, dass er das immer getan hat und weiter tun wird.

    Das ist eine so klare Ansage, dass ich mich frage, wie Du auf die Idee kommst, dass es einmal anders sein würde.

    Und ich finde das ehrlich gesagt sogar sehr fair von ihm, das so klar zu sagen! Im Gegensatz zu vielen anderen Alkoholikern macht er Dir nichts vor, Dich bei der Stange zu halten.

    Ich weiß, es ist schwer zu glauben, aber es gibt durchaus Alkoholiker, denen bewusst ist, dass sie Alkoholiker sind und trotzdem wollen sie nicht aufhören. Ich kenne welche, denen ich das auch komplett abnehme! Einer von ihnen sagte mal zu mir „Ich weiß, dass es ne Sucht ist, aber ich trink gerne und gehe feiern. Andere rauchen, ich saufe halt“.

    Ja und so ist es eben. Seine Entscheidung. Genau wie bei Deinem Freund.

    Er hat mich offenen Karten gespielt. Nun liegt die Entscheidung bei Dir, ob Du zu den Bedingungen mit spielst.

    Ich wünsche Dir, dass Du aussteigst. Versuchen reicht da nicht. Du musst es wirklich wollen. Hier gibt es genügend Menschen zum austauschen.

    Und Du bist es wert, glücklich zu sein! Das solltest Du Dir verinnerlichen!

    LG Cadda

    Dann musst Du wohl in dieser Endlosschleife verharren, denn Du schreibst ja über Dich selbst, „Ich schaffe das nicht“.
    Damit begibst Du Dich in die Opferrolle, eine Handlung ist nicht möglich.

    Ich wünsche Dir, dass Du bald an einen Punkt kommst, wo Du Dir selbst sagst: „Ich will es schaffen. Ich werde es schaffen“.
    Denn dann (und erst dann!!) wird es funktionieren.

    LG Cadda

    Jetzt ist er also weg und ich hoffe dieses Mal durchzuhalten.

    (Da er ja evtl mitliest) weiß ich , das ich dieses Mal durchhalte!

    Merkst Du was?

    Dieses Forum macht für Dich doch gar keinen Sinn mehr. Weil Du beim Schreiben dran denkst, dass er es lesen könnte.

    Im Grunde genommen, kannst Du doch nur noch versuchen ihn durch das Schreiben zu manipulieren (was bei einer Sucht eh vergebene Mühe ist), aber DIR selbst helfen? Fehlanzeige.

    Meine Gedanken passen zu einem früheren Thread von mir, der hier mal angepinnt wurde, ich aber gerade nicht finde.

    Es geht darum, dass ein Alkoholiker Therapien, Selbsthilfegruppen, Suchtberatung usw alles machen kann… nichts davon wird ihn trocken machen, wenn’s nicht „geklickt“ hat.

    Das Gleiche gilt fürs Lesen hier im Forum.

    Schade, dass Du Dich um Deine eigene Selbsthilfe gebracht hast, weil er Dir wichtiger war in dem Moment, als Du selbst.

    Mich wundert es nicht, dass Du Dich im Kreis drehst. Du redest Dir ja auch mit fast jedem Beitrag selbst ein, dass Du so abhängig bist, dass Du handlungsunfähig bist.

    Wenn ich mir immer wieder sage, dass ich da eh nicht raus komme, dann komme ich da auch nicht raus. Ich bekomme bald das Gefühl, dass Du es Dir selbst einreden WILLST, um nicht handeln zu müssen.

    Wie wäre es mit "Ich komme da raus, obwohl ich abhängig bin".

    Selbstmitleid ist nicht angebracht, denn es hilft Dir nicht weiter, sondern bringt Dich in Gefahr.

    Du bist nicht die einzige co-abähgige auf dieser Welt. Wenn Du willst, kommst Du da raus. Du musst es aber wollen und nur dann kannst Du hier auch Hilfe erfahren.

    Hallo Leonie,

    es wäre schön, wenn Du Dich nicht erst nach einer Weile zurück meldest, sondern hier weiter berichtest. Ich finde es toll, dass Du Dich direkt gemeldet hast. Ich verstehe, dass es Dir schlecht geht und Du traurig bist. Aber ich denke, dass es ganz wichtig ist, Dich jetzt nicht zurückzuziehen.

    LG Cadda

    Guten Morgen,

    glaub mir, es benötigt keinen Beratungstermin, um mit dem Trinken aufzuhören. Ein Arztbesuch täte es auch.

    Du meinst, es arbeitet in ihm. Ja. In meinem Ex-Partner arbeitet es auch schon seit etlichen Jahren. Saufen tut er immer noch und da kenne ich noch zahlreiche andere Beispiele....

    Ich weiß, dass ich mich jetzt zu hart anhöre, aber ich finde es immer so wahnsinnig schade, dass Angehörige warten und warten und warten, während der Alkoholiker ihnen vermittelt, es würde sich etwas tun.

    Dabei arbeitet nichts in ihnen, was damit zu tun hat, mit dem Trinken aufhören zu wollen. Meistens wollen sie nur daraufhin arbeiten, weniger zu trinken, was auf Dauer eh nicht funktioniert. Oft merken Alkoholiker aber, dass es in den Angehörigen arbeitet und um diese nicht zu verlieren, arbeiten sie selbst gegenan, indem sie sich ja plötzlich zugänglicher zeigen (Selbsthilfegruppe, Beratungstermin.... ach was gibt es nicht alles, um den Eindruck zu vermitteln, man würde etwas ändern wollen...).

    Ich kann Dir nur sagen, dass Du das Beobachten, was Du jetzt machst, weil Du das Gefühl hast, es "arbeitet in ihm" auch nach einer Trennung machen könntest. Dann hätte er wenigstens nicht mehr die Chance, Dich hinzuhalten und Du würdest ganz schnell sehen, ob es WIRKLICH in ihm arbeitet oder er Dich nur "bei der Stange halten" wollte, weil er merkt, dass sich in Dir was tut und Du langsam die Hoffnung verlierst.

    Das Karrussel dreht sich und dreht sich und keiner steigt aus. So laufen dann die Jahre weiter....

    LG Cadda

    Noch immer bin ich da, lese jeden Tag hier, aber schreibe nicht

    Jetzt hast Du geschrieben und das find ich gut :)

    Gab es besondere Gedanken, eine Situation oder Veränderung, dass Du das Bedürfnis hattest, doch mal zu schreiben?
    Oder einfach nur so?
    Wenn was ist, immer raus damit :)

    Einen schönen Sonntag wünsch ich Dir noch, mit ebenfalls viel Lebensfreude.

    LG Cadda

    Er macht was kann ich ohn da alleine lassen und solche Gedanken..

    Alles was er macht ist im Prinzip nichts wert, solange er trinkt (unabhängig von der Menge).

    Aber letztendlich ist es natürlich Deine Entscheidung, wenn Du bleiben möchtest.
    Da spielt der Wohnungsmarkt dann ja aber eh keine Rolle.

    Es tut mir leid, dass Du das Gefühl hast, ihn nicht allein lassen zu können.

    LG Cadda

    Hallo Kurswechsel,

    ich finde Deine Gedanken komplett nachvollziehbar. Ich bin jetzt seit 7 Jahren trocken und habe am Anfang auch vieles durchdacht. Manchmal mache ich das auch heute noch. Weil ich es spannend und interessant finde. Nicht jeder hat das Bedürfnis zu analysieren oder auf einer Sache länger herum zu denken. Das ist für mich typabhängig und hat nichts mit richtig oder falsch zu tun.

    Auch im Nachhinein betrachtet, war das von mir kein nasses Denken. Denn für mich steht von Tag 1 an fest, dass ich bis an mein Lebensende keinen Alkohol mehr trinken will und werde.

    Deine Gedanken sind völlig in Ordnung und gehören hier auch hin.

    Ich lese Dich übrigens sehr gern (und fand Deine Gedanken wie gesagt nachvollziehbar).

    LG Cadda

    Danke liebe Sare!

    Es ist eine sehr tiefe Narbe die eine Mutter hinterlässt, die ihren süchtigen Mann über das Wohlergehen ihres eigenen Kind stellt…

    Ich hoffe, dass sehr viele co.abhängige Mütter sich das bewusst machen.

    Und ich finde es toll, dass Du so offen alles aufgeschrieben hast.

    LG Cadda