Guten Morgen,
eine Sache beschäftigt mich etwas. Es kommt folgendermaßen rüber:
"Der Co-Abhängige muss einen geliebten Menschen stehen lassen, der Alkoholiker "nur" die Flasche". So wurde es nicht geschrieben, aber so kommt es rüber und da muss ich als ehemals Co-Abhängige und trockene Alkoholikerin sagen, dass man das NULL, aber auch wirklich NULL miteinander vergleichen kann.
Hier steht nicht Alkohol vs. Mensch im Vordergrund.
Ich muss als Alkoholiker zwar theoretisch "nur" den Alkohol stehen lassen, aber dahinter verbirgt sich doch ganz viel Anderes. Alkohol ist ein Stoff, der das Wesen verändert. Hemmungen werden abgelegt, Euphorie/Belohnungsgefühl tritt ein und noch vieles, vieles anderes. Es geht also hier auch um ein GEFÜHL, nicht nur um ein einfaches Getränk, was ich mal eben durch Wasser austauschen kann und fertig. Da steckt schon etwas mehr dahinter.
Jean:
Ja, meine Kinder haben einige Dinge miterlebt und ich verschweige oder beschönige auch nichts.
Sie haben auf Konfirmationen etwas mitgetrunken, wir haben vorher drüber gesprochen und ich war mir sicher, dass sie sich da vorsichtig rantasten, zumal sie immer so genervt über die in ihrem Alter sind, die sich schon so richtig einen reinsaufen.
Davon, dass sie offensichtlich wirklich vorsichtig waren, mit dem was sie probieren und mit der Menge, konnte ich mich selbst überzeugen, denn ich habe sie von der Feier abgeholt 
Es ist erstaunlich, dass viele Klassenkameraden es offensichtlich als normal ansehen, sich jedes Wochenende zu besaufen und wiederum andere Teenager/Jugendliche eher das Interesse am zocken haben, wozu meine gehören. Auch nicht schön, kann auch süchtig machen, dennoch ist es mir lieber, sie hier mit ein paar Kumpels am PC zu sehen, als auf einer Partys volltrunken zu wissen.
Momentan habe ich das Gefühl, es hält sich noch im Rahmen, denn dadurch, dass sie intensiv Fußball spielen, füllen sie ihre Freizeit ja auch mit anderen Aktivitäten.
LG Cadda