Beiträge von Cadda

    Hallo John,

    schön, dass Du hier hergefunden hast!

    Wie Seeblick schon schrieb, wäre es richtig, zum Arzt zu gehen, da ein kalter Entzug gefährlich ist.

    Hast Du denn schon aufgehört zu trinken bzw. wann hast Du das letzte Mal etwas getrunken?

    LG Cadda

    Liebe Sarala,

    Du verlierst nicht gegen eine blöde, wertlose Flasche. Du verlierst gegen eine Krankheit, die Alkoholsucht.

    Dich trägt da keine Schuld, es geht nicht darum, dass Du nicht gut genug bist.

    Leider steckt Dein Partner schon sehr tief drin in der Sucht. Das Problem ist, dass Du ihm nicht helfen kannst. Nur er selbst kann etwas tun.

    Möchtest Du Dich hier gern austauschen? Hier wirst Du sehr viele Geschichten lesen können, die Deiner extrem ähnlich sind.

    Ich schicke Dir mal den Bewerbungslink. Falls Du Dich austauschen möchtest, könntest Du diesen kurz ausfüllen.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    LG Cadda

    Aber dieses bodenlose ist nur am Anfang. Du kannst Dir einen neuen, stabileren Boden schaffen.

    Dein jetziges Leben neben einem Alkoholiker ist ja letztendlich auch nicht bodenständig.

    Wenn ich daran denke, wie bodenlos ich mich zunächst fühlte und nun? Bodenständiger und beständiger, zufriedener und trotzdem freier als je zuvor.

    Mit ein wenig mehr Antrieb kannst Du das schaffen.

    Guten Morgen Andrea,

    Ich habe mir vorgenommen nichts mehr zu sagen, nicht unnötig zu streiten - aber nichts sagen heißt ja nicht, dass man mir meine Stimmung (desillusioniert trifft es gerade wohl am besten) nicht anmerkt… Das ist das größte Problem für mich: MEINE emotionale Reaktion, das es MICH fertig macht….

    :( :huh: ?(

    Das kennen wohl die Meisten hier. Schön still halten, um Streit zu vermeiden.

    Verbessern tut man damit nichts, im Gegenteil, denn die negativen Gefühle bleiben dadurch in einem drin, so dass es sich meist noch schlechter anfühlt.

    Dass Du innerlich schon einmal etwas mehr Klarheit für Dich geschaffen hast, finde ich gut. Planlos steht man ja einfach nur da und lässt alles über sich ergehen. Wer schon mal Pläne macht, sich gedanklich vorbereitet und erkundigt, wie man was regeln könnte, schafft es besser, sich abzugrenzen.

    Hab keine Angst vor einem Schritt, bei dem Du nicht weißt, ob er Dir wirklich so gut gefällt (Ortswechsel oder ähnliches).

    Eines ist klar: Es wird in jedem Fall besser werden, wenn auch nicht ideal.

    Denn mit einem Alkoholiker an der Seite wirst Du nicht glücklich.

    LG Cadda

    Und jetzt sag nicht, dass er das nur getan hat, um Diskussionen zu vermeiden. Das ist so eine lächerliche Ausrede, dass ich nicht aufhören kann, den Kopf zu schütteln.

    Niemals würde ein Mann OHNE Alkoholproblem seine Flaschen mit Wasser füllen, weil er „Angst“ vor Diskussion mit der Frau hat.

    Ein Mann OHNE Alkoholproblem, der wirklich „Angst“ vor Diskussionen mit seiner Frau hat und dermaßen unterm Wind steht, würd das Bier einfach nicht trinken.

    Als ich anfing, meine Sektflaschen mit Wasser nachzufüllen, weil ich mich vor Anderen geschämt habe, da saß ich schon ganz schön tief in der Abhängigkeit.

    Weißt Du… wenn Du damit leben kannst, ist es doch ok. Akzeptanz der Situation soll es auch geben. Aber schön reden bringt Dir auf Dauer nichts.

    LG Cadda

    Hallo Gisa,

    ich befürchte, es wird so weitergehen, wie bisher. Es ist als Co.Abhängige ja schon schwer, eine Trennung vom gewalttätigen Alkoholiker-Partner durchzuziehen, wenn die Entscheidung getroffen ist.

    Aber an dem Punkt bist Du ja sogar nach zwei erforderlichen Polizeieinsätzen noch nicht einmal angekommen.

    Dass es Deinem Sohn psychisch schlecht geht, wird sicherlich auch zusätzlich damit zu tun haben, dass er diesem Familiendrama immer und immer wieder ausgesetzt wird.

    Ich hoffe für Dich, dass Du irgendwann an einen Punkt gelangst, aus diesem schrecklichen Teufelskreis auszubrechen, bevor noch schlimmeres passiert.

    Ob Du jung oder bereits in Rente bist, schwierig ist so eine Situation immer. Es gibt jedoch keinen einzigen Grund (auch nicht die Krankheit des Sohnes) in einer Beziehung zu bleiben, in der es körperliche oder psychische Gewalt gibt.

    Bitte versuche Dir vor Ort auch Hilfe zu holen. Ich wünsch Dir, dass Du das schaffst.

    LG Cadda

    Ich dachte dasselbe, wie Hera. Sie werden den Vater noch kritischer beobachten zwangsläufig, was dazu führen könnte, dass sie nach einer gewissen Zeit des Sacken-lassen’s wieder milder gestimmt sind Euch gegenüber.

    Das Wichtigste ist aber, dass ihr Eure Kinder schützt, indem ihr sagt, was Sache ist. Das habt ihr getan. Wie die unterschiedlichen Reaktionen sind ist erstmal zweitrangig.

    LG Cadda

    Guten Morgen Traumgeplatzt,

    den Podcast konkret zu nennen ist leider nicht erlaubt, aber durch Deinen Bericht dürfte es ja recht einfach sein, über Google was passendes zu finden, wenn Interesse daran besteht.


    Guten Morgen Orange-blau.

    Wer seine Alkoholflaschen mit Wasser befüllt, ist definitiv sowas von süchtig!! Das macht man erst ab dem Zeitpunkt, wo man die getrunkene Menge nicht mehr rechtfertigen kann.

    Den Spieß umzudrehen und die Schuld der „ansonsten nörgelnden Partnerin“ zu geben ist typisch für Alkoholiker und klappt oft zunächst ganz gut, wie man hier sieht.

    Ob es Bier, Schnaps oder Wein (bzw. zwangsläufig durch das Auffüllen von Wasser WeinSCHORLE) ist, spielt keine Rolle. Auch wenn der Alkoholiker sich damit auch unfassbar gern rausredet „Ist ja NUR Bier“.

    Es gibt unterschiedliche Alkoholikertypen. Manche werden nicht volltrunken. Das ändert leider nichts an der Tatsache.

    Manche Schwangere nehmen NICHT 20 kg zu und sind trotzdem schwanger…

    Bitte lass Dir nicht die Schuld geben. Wie gesagt, dass der Spieß umgedreht wird, liest Du hier fast immer. DU bist nicht Schuld, dass ER trinkt!!!

    LG Cadda

    Guten Morgen Erna,

    ich finde es interessant, dass bei manchen Menschen offensichtlich drin steckt, dass sie nicht mit Alkohol umgehen können und saufen bis zum Umfallen.

    Bei mir war es exakt auch so. Ich habe das erste Mal mit 14 mit Freunden Alkohol getrunken und war so sternhagelvoll, dass ich nur noch auf dem Sofa geschlafen habe und von dem Abend nichts mehr weiß.

    Widerlich.

    Andere Drogen waren bei mir nie Thema, wäre es aber so gewesen, wäre für mich klar, dass alles sozusagen eins ist.

    Ich finde es gut, dass Du Deiner Mutter gegenüber mit offenen Karten gespielt hast.

    Willst Du noch ein Check up machen? Falls ja, würde ich beim Arzt auch offen sein. Glaub mir, dass ist auch für die Psyche nochmal ein großer Schritt.

    LG Cadda

    Gemeint ist glaube ich nur, dass man ans böse Ende denkt wenn das Suchthirn mal wieder um dich herumscharwenzelt

    Vollkommen richtig erkannt. So war es gemeint.


    Dass Du bereits ein alkoholfreies Zuhause hast, finde ich klasse. Ich finde, dass man deutlich erkennen kann, dass Du Dich mit dem Thema auseinander setzt und bereit bist, etwas dafür zu tun, dass Du auf dem richtigen Weg bleibst.

    Ich hab das bewusst getan. Ich hab diese Vorgehensweise gehört und ab dann „einfach“ so gehandhabt.

    Vielleicht gelingt es Dir ab jetzt ja auch.

    Lust auf Alkohol:

    Gedanken zuerst zu Ende denken.

    Es gibt auch Leute, die damit nichts anfangen können und für die das nicht passend ist. Dann weg damit :)

    Für mich war das die Methode schlechthin, gerade am Anfang.

    Inzwischen kommt es selten vor, dass ich mich erwische, an das Euphorie-Gefühl vor dem ersten Glas zu denken und Bock drauf zu haben. Da genügt nun ein klaren „Stop-Nein“ aus Richtung Verstand in Richtung erbärmliches Suchthirn und das war’s dann. Das sind Sekunden.

    Wenn’s wirklich mal länger als Sekunden dauert, krame ich wieder mein

    „Gedanken zu Ende denken“ hervor.

    Das klappt so gut, dass ich allein durch die peinlichen Erinnerungen sogar nüchtern vor meine Haustür kotzen könnte :mrgreen:

    LG Cadda

    Guten Morgen Bolle,

    manchmal ging es mir auch so, dass ich mich zu viel mit etwas Geschriebenen hier beschäftigt habe, weil mir etwas in den Fingern juckte und ich aber gerade nicht die Energie hatte, meinen Senf abzulassen.

    Inzwischen weiß ich auch: Egal, es wird ein Anderer so sehen wie ich, der mehr Energie hat, darauf einzugehen. Durch das Wissen kann ich den Quersitzer in den Gedanken wieder gehen lassen.

    Manchmal bin ich dann auch selbst Diejenige, die genügend Energie hat, zu reagieren und helfe damit vielleicht Anderen, die das dann dankend lesen :)

    und das Schöne ist: Man sortiert sich automatisch selbst. Sowohl beim Lesen, als auch erst Recht beim Schreiben.

    Du hast ja schon ein paar Jahre auf dem Buckel (was das Nüchtern-Sein angeht). Um immer am Ball zu bleiben, war die Entscheidung, Dich hier anzumelden, extrem richtig find ich!

    LG Cadda

    Die paar Minuten „Freude“ vor dem ersten Glas bzw. während der ersten zwei Gläser sind ein minimaler Teil des Ganzen. Danach folgt doch nur noch Kummer.

    Wenn Du Bock auf ein Glas hast, ersticke dieses Euphorie-Gefühl, indem Du den Gedanken an das erste Glas zu Ende denkst. Schritt für Schritt… Etappe für Etappe… bis Du kotzend vor der Tür stehst oder mit einem Kater und vor lauter Peinlichkeit am liebsten sterbend im Bett liegst.

    Da vergeht Dir ganz schnell die Lust auf das erste Glas ;)

    LG Cadda

    Guten Morgen Erna,

    lass Dich nicht austricksen vom „kleinen erbärmlichen Suchthirn“, das Alkohol mit Freude verbindet.

    Lies Dir Deinen Vorstellungstext durch. Dein „normales Hirn“ bzw. Dein Verstand verbindet mit Alkohol keine Freude, sonderlich extremes Leid.

    LG Cadda