Beiträge von Cadda

    Also Ronin,

    klar würde ich mir da auch Sorgen machen. Ich finde es verständlich, dass Du ihr deutlich Deine Meinung gesagt hast. Denn dass sie sich darüber beschwert, dass sie auf einem Sonntag nun kein Whisky Likör trinken kann, zeigt ja auch deutlich, wie selbstverständlich sie das alles sieht, dass sie so ein Trinkverhalten hat, denn ihr ist es ihrem Vater, also Dir gegenüber ja nicht einmal unangenehm. Ich glaube, ich hätte mich damals geschämt und versucht, vor meinen Eltern zu verheimlichen, dass ich gern auf einem Sonntag was trinken möchte, wenn ich zuvor gerade gefeiert habe. Deshalb finde ich es gut, dass Du sie aufmerksam darauf gemacht hast, dass das eben NICHT normal ist.

    Ich kann verstehen, dass Du Dir Sorgen machst und das auch kontrollierst was da los ist. Aber es macht Dich natürlich auch verrückt, das ist klar... Ich bin gespannt, ob sie sich das, was Du ihr gesagt hast, zu Herzen nimmt und nochmal auf Dich zugeht zum Reden.

    Wenn Du Dich hier gern regelmäßig austauschen möchtest, dann bewirb Dich bitte einmal kurz, damit wir Dich für den offenen Bereich freischalten können.

    LG Cadda

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Guten Morgen Ronin,

    ich glaube, dass man gar nicht so genau beurteilen kann, ob das einfach nur eine Phase Deiner Tochter ist oder ob sie bereits falsch abgebogen ist. Meine Kinder sind auch noch nicht in einem Alter, wo ich mit mit so etwas auseinander setzen muss. Wobei... das sind sie zum Teil schon, sie sind jetzt 13 und 15 und viele Kumpels und Klassenkameraden saufen in dem Alter schon was das Zeug hält, aber meine Beiden haben daran zum Glück noch kein Interesse. Das mag an der Vorgeschichte liegen, dass ich viel mit ihnen über das Thema rede bzw. sie damals auch viel mitbekommen haben, denn ich bin trockene Alkoholikerin.

    Ich bin jetzt 43, kann mich aber noch ganz genau daran erinnern, als ich in dem Alter Deiner Tochter war, dass es bei mir exakt genau so ablief. Ich habe auch eine Party nach der Anderen mitgenommen und konnte auch ganz hervorragend bereits am nächsten Tag Mittags dort weitermachen, wo ich am Abend zuvor aufgehört habe, wenn ich denn mit den "richtigen" Leuten unterwegs war. Ich weiß, dass meine Mutter sich irgendwann einmal solche großen Sorgen gemacht hat, dass sie mich angesprochen hat, ob das nicht zu viel Alkohol wäre, ihr wäre aufgefallen, dass ich wirklich ständig feiern würde. Ich habe das total abgebügelt und damals hab ich das glaub ich auch noch wirklich so empfunden, dass es normal wäre. Ich wusste, dass es viel und oft ist, aber ich hab ja um mich herum Leute gehabt, die genau so viel und oft, sogar noch mehr und öfter gefeiert haben. Also hab ich mich rausgeredet und vermutlich hat meine Mutter dann zunächst auch gedacht, dass es dann wohl so ist. Genau weiß ich das nicht, denn es war dann die nächsten Jahre nicht mehr so sehr Thema, was dann aber wohl auch daran lag, dass ich irgendwann meine eigene Wohnung hatte und sie es gar nicht mehr so mitbekommen haben, wie viel und oft es dann wirklich geblieben ist.

    Ich kann nur von mir reden, aber ich bin definitiv abgerutscht. Erst habe ich von einer Feier zur nächsten Feier gelebt und irgendwann später kam der Alkohol in meinen Alltag hinzu. Da wurde dann mal hier und da eine Flasche Wein zum Kochen benötigt und irgendwann abends zum Entspannen zu Hause. Die restlichen Jahre, bevor ich vor 4 Jahren aufhörte, waren gruselig, ich habe wirklich gesoffen, so richtig gesoffen... anders kann man das nicht nennen. Im Nachhinein betrachtet fing es schon damals an. Bei mir jedenfalls.

    Aber meine beste Freundin z. B., die hat damals genau so mitgemacht und ist heute nicht Alkoholikerin. Bei ihr wurde es dann - wie bei vielen anderen Leuten eben auch - mit der Zeit ruhiger und es ist bei den Partys geblieben, der Einzug des Alkohols in den Alltag hat nicht so stattgefunden wie bei mir. ABER ich habe eben auch Leute um mich herum von früher, die ebenfalls Alkoholiker wurden und heute noch trinken. NIcht jeder würde sie als Alkoholiker bezeichnen, weil sie immer noch in Gesellschaft trinken und von saufenden Leuten umgeben sind, aber wenn man sich mit dem Thema befasst, dann erkennt man es...

    Wie es letztendlich bei Deiner Tochter weitergeht, kann ich Dir natürlich nicht sagen. Aber ich fände es richtig, wenn Du Deine Bedenken äußerst. Du siehst ja, dass es hängenbleiben kann. Wie gesagt bin ich jetzt 43 und ich kann mich noch genau daran erinnern, dass meine Mutter mich in der Jugend ins Gespräch nahm. Geholfen hat es (zumindest in dem Moment) trotzdem nicht, aber vielleicht im Nachhinein betrachtet auch doch, weil ich mich dann eben auch immer wieder daran erinnert habe, als ich mich selbst hinterfragt habe. Deshalb würde ich an Deiner Stelle meine Bedenken auch äußern.

    LG Cadda

    Hallo JuSe,

    Ob das ok für einen Alkoholiker ist, kann ich natürlich jetzt schlecht pauschalieren. Ich habe in der Gruppe mal jemanden kennengelernt, der Jahre lang schon keinen Alkohol getrunken hat, alkoholfreies Bier aber schon. Für ihn war es offensichtlich ok. Aber ich muss Dir auch ehrlich sagen, dass er der Einzige ist, den ich kenne. Für alle Anderen (so habe ich das Gefühl) ist es nur ein Ersatz für das richtige Bier. Eben weil das Verlangen so groß ist und weil es eben dem Gefühl ähnelt, ein richtiges Bier zu trinken. Deshalb ist es für mich (und so wie ich es hier im Forum gelesen habe auch für viele, viele Andere) eben nicht ok, dass er sich nun das alkoholfreie Bier reinzieht.

    Hier gibt es einen Thread indem des darum geht, dass Therapeuten auch raten, dass alles was so aussieht, schmeckt oder riecht wie Alkohol vermieden werden sollte, weil es eben extrem triggert und das Suchthirn anspringen lässt.

    LG Cadda

    Guten Morgen Ladybird,

    schön dass Du hier bist, herzlich Willkommen bei uns :)

    Deine Bewerbung und Vorstellung sind eingegangen, ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und auch Deinen Thread direkt an die richtige Stelle verschoben. Wenn das nicht ok sein sollte, melde Dich dazu noch einmal kurz zurück.

    Nun zu Deinem Problem:

    Es tut mir total leid, in welcher Situation Du Dich gerade befindest. Da hilft es Dir vermutlich auch nicht, wenn ich Dich frage, ob Du das nicht vor der Planung des Babys gemerkt hast, wie schlimm es um ihn steht? Nun ist die Situation wie sie ist und Du solltest das Beste daraus machen. Das möchtest Du offensichtlich auch, denn sonst hättest Du Dich hier ja nicht angemeldet und Dein Herz ausgeschüttet.

    Du fragst, ob es wirklich so schlimm ist. Wenn ich Deine Geschichte lese, dann kann ich Dir ganz direkt sagen: Ja, es ist schlimm.

    Du solltest solch ein Leben nicht mitmachen müssen und Dein Baby schon gar nicht!!! Hier sind einige EKA (erwachsene Kinder von Alkoholikern). Wenn Du Dich ein wenig umschaust und liest, dann wirst Du feststellen, dass es ganz viel mit Kindern macht, wenn ein Elternteil trinkt. Da hat man dann meistens leider sein ganzes Leben lang etwas von. Ich selbst kann da nicht mitreden, aber wie gesagt, es gibt hier viele Geschichten dazu.

    Du wirst vermutlich hoffen, dass Dein Partner sich ändert. Das Problem ist allerdings, dass Du ihm einfach nicht helfen kannst. Du kannst aber etwas für DICH tun und für Dein Baby.

    Du schreibst, dass Du Angst vor ihm hast. Ich möchte Dir deshalb einen Artikel senden. Bitte warte nicht zu lange, wenn Du Sorgen um Dich und Dein Baby hast. Gibt es eine Möglichkeit, wo Du erstmal unterkommen könntest, bis sich die Situation geklärt hat?

    Das Forenteam
    2. November 2021 um 16:19

    Guten Morgen Tom,

    es freut mich richtig, dass Du noch dabei bist und dass es Dir so richtig gut geht, wie Du schreibst :)

    Deine Bewerbung ist eingegangen, ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Deinen Thread direkt in den richtigen Bereich verschoben. Wenn das nicht ok sein sollte, meld Dich bitte noch einmal hierzu.

    Ich wünsch Dir einen guten Austausch und schon mal ein schönes Wochenende.

    LG Cadda

    Guten Morgen,

    ich finde den Hinweis sehr gut, denn es ist ja gerade in der Vorweihnachtszeit so, dass diese online-Betrügereien auf Hochtouren laufen. Mein Chef hat mir gerade letzte Woche auch von einer Abbuchung erzählt, auf die er aufmerksam wurde. Es war ein Betrag von knapp über 30 Euro. Ihm ist es aufgefallen, es war tatsächlich ein Fehler, er hat diese Bestellung und Zahlung nie angeleitet.

    Das Problem ist tatsächlich, dass ganz viele Menschen (ich auch) alles über Karte zahlen und die Kontoauszüge eben nicht checken (ich schon). Da wird so ein Betrag von etwas über 30 Euro schon mal bei ganz vielen Leuten übersehen und für die Betrüget macht es dann die Menge.

    Ich gebe zu, dass ich so gut wie alles über Karte zahle. Aber ich checke wirklich jeden Morgen online mein Konto und schaue mir die Abbuchungen genau an. Das kann auch auch jedem nur raten und ich finde es gut, dass das Thema nochmal aufkommt, um manche Leute dafür mehr zu sensibilisieren. Weil es wie gesagt gerade in der Weihnachtszeit einfach schnell mal untergeht, wenn man eh viele Einkäufe tätigt und online oder mit Karte zahlt.

    LG Cadda

    Lieber Petter,

    der Norden ist soooo schön... Ich bin sicher, dass Du Dich wohl fühlen willst. Ich finde Deinen Schritt mutig! Alles Gute für Dich!! und halte uns weiter auf dem Laufenden, aber das machst Du bestimmt :)

    LG Cadda

    Klasse Fee, es freut mich zu lesen, dass es Dir - den Umständen entsprechend - gut geht. Lass mal ein wenig Zeit vergehen, dann ist der Liebeskummer komplett weg und es lebt sich noch einmal ein Stück freier, als es jetzt eh schon der Fall ist.

    Du hast das Richtige getan.


    Und das mit dem Rauchen ist natürlich auch richtig klasse :)

    LG Cadda

    Dann hätte er anstatt nach Südeuropa doch in eine Entzugsklinik gehen können....

    Oder er hätte sich eine Ferienwohnung genommen....

    Oder er hätte von Dir aus einfach direkte eine Therapie angetreten, dann wäre es gar nicht zum Rauswurf gekommen.

    Es tut mir wirklich leid, das sagen zu müssen, aber ich bleibe dabei: Wer will findet Wege.

    Oder was denkst Du, wie Obdachlose es geschafft haben??

    LG Cadda

    Ja gut, da hast Du natürlich Recht :)

    Manchmal ist es fürs eigene Gefühl einfach irgendwie kompletter. Aber Fabinenne hat sich ja auch schon entschieden, dass sie es nicht macht. Hauptsache das Zeichen des Auszuges wird auch wirklich gesetzt :)

    Dafür sind alle Daume für Freitag gedrückt.

    Liebe Caralina,

    es ist völlig egal, wo er sich befindet... ob er eine Wohnung hat oder nicht. Wenn er Hilfe WILL, kann er dafür sorgen, dass er welche bekommt. Es haben schon Menschen auf der Straße als Obdachlose gelebt und haben sich Hilfe holen können. Gab es sogar hier im Forum.

    Du hast Dir doch als Co-Abhängige auch Hilfe holen können z. B. hier im Forum. Es gibt zig Angebote auch für Alkoholiker. Er könnte sich z. B. für die Weihnachtstage einen Termin bei der Suchtberatung oder einer Hilfeeinrichtung holen, anstatt einen Termin bei Deinen Eltern zum Weihnachtsessen.

    Ich weiß, das hört sich hart an, aber es ist so. Es gibt hier einen wunderbaren Satz im Forum, der gerade zu der Situation passt:

    Wer will, findet Wege. (Wer nicht will, findet Gründe.)

    LG Cadda

    Guten Morgen Sporty,

    auch wenn das Ganze nun echt anstrengend für Euch ist, möchte ich einmal das Positive aus der Situation herausziehen:

    Ihr habt offensichtlich ein wirklich gutes Verhältnis zu Euren Kindern, denn ich finde es ganz klasse, dass Euer Sohn sich traut, Euch seine Meinung und Bedenken zu sagen und das auch noch so gut auszudrücken. Dass ihr wiederum ihm dann erklären konntet, was Eure Beweggründe sind bzw. dass nicht immer alles so rosig ist in manchen Situationen, finde ich auch gut.

    Klar ist das einfach seine Sicht der Dinge und aus seiner Sicht mag das ja auch so sein. Wichtig ist dann eben, ihm zu erklären, dass es nichts mit Einmischung zu tun hat, sondern damit, dass ihr Euch schützen wollt, weil es eben das Leben beeinträchtigt, wenn man sich ständig Sorgen machen muss und dass Abstand eben keine Trennung bedeutet.

    Co-Abhängigkeit hat ja auch ganz viel mit Mitleid für den Anderen zu tun. Da fängt es im Grunde genommen ja oftmals mit an. Dein Sohn wird Mitleid mit seiner Oma haben. Klar, sie wollte ja auch nicht, dass ihr geht. Ich finde sein Empfinden ziemlich normal aus seiner Sicht. Wie gesagt ist es dann eben wichtig, ihm die Gründe zu erklären und eben auch klarzustellen, dass es nichts damit zu tun hat, dass er seine Oma nicht weiterhin lieb haben darf oder besuchen darf. Ich wiederhole mich, aber den Fokus würde ich darauf legen, ihm zu erklären, dass Abstand nicht Trennung bedeutet.

    LG Cadda

    Hallo Raini,

    ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und direkt an die richtige Stelle im offenen Bereich verschoben, wenn das ok ist. Ansonsten sag bitte kurz Bescheid.

    HIER gehts nun weiter :)

    Hallo Raini,

    wenn Du Dich gern regelmäßig hier austauschen möchtest, dann bewirb Dich bitte einmal kurz für den offenen Bereich, damit Du freigeschaltet werden kannst.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Ansonsten kann ich mich Hanseat nur anschließen. Wenn sich das Gefühl erstmal umgekehrt hat, also wenn Du es nicht mehr als Verzicht, sondern als Gewinn siehst, dass Du keinen Alkohol mehr trinken musst, dann ist das ganz viel wert. Auf dem Weg dahin wird Dich das Forum sicherlich unterstützen.

    LG Cadda

    Hallo Minni,

    ich habe Dich freigeschaltet und direkt an die richtige Stelle im offenen Bereich verschoben, ich gehe davon aus, dass das ok ist. Ansonsten melde Dich noch einmal deshalb zurück.

    Es freut mich, dass Du beim Arzt warst und weiter nach vorne schaust. Der Austausch hier wird Dir bestimmt gut tun :)

    Der Anfang ist gemacht :)

    LG Cadda