Beiträge von Cadda

    Hallo Thomas,

    wie geht es Dir? Hast Du inzwischen eine andere Gruppe gefunden? Also das ist kein Muss, so sollte das nicht rüberkommen, das hier ist ja auch eine Gruppe. Aber offensichtlich wolltest Du das gern und hast dort nur festgestellt, dass es nicht die richtige Gruppe ist (was ich übrigens auch finde, geht gar nicht, da betrunkene Leute antanzen zu lassen). Los, erzähl mal, wie läuft es bei Dir? :)

    Guten Morgen Tobi,

    gut, dass Du hier her gefunden hast. Noch besser, dass Du aufgehört hast, zu trinken :)

    Wie Peter allerdings schon schrieb, wäre es wichtig gewesen, zu einem Arzt zu gehen, da ein kalter Entzug wirklich sehr gefährlich sein kann.

    Du schreibst, dass es Dir schwer fällt, teilweise. Man wird ja wirklich oft mit Alkohol konfrontiert. Um Dir Unterstützung zu holen, hast Du Dich ja nun hier angemeldet. Das wird Dir helfen.

    Kummer haben wohl fast alle hier den Menschen um sich herum bereitet. Das wird einem auch nochmal ganz deutlich, wenn man auch die Berichte der Co.-Abhängigen liest.

    Wie soll es weitergehen? Möchtest Du dauerhaft abstinent leben und Dich hier austauschen?

    LG Cadda

    Hallo Eismann, das liest sich sehr gut, wie ich finde. Mir geht es auch so, dass ich froh bin, auch traurige Dinge bewusster zu durchleben. Dieses Verdrängen, was man zu Saufzeiten gern macht, das ist einfach langfristig gesehen, total schädlich für einen selbst.

    Richtig, je selbstverständlicher die Aussage, dass kein Alkohol getrunken wird, umso selbstverständlicher wird es aufgefasst. Weiter so :)

    Hallo Lavinia,

    Du bist hier genau richtig und es betrifft Dich auch direkt, wenn Deine Mutter Alkoholikerin ist. Ich selbst bin trockene Alkoholikerin und weiß nicht, wie es ist, wenn ein Elternteil trinkt, aber es gibt hier auch welche, denen es genau so geht, wie Dir. Schön also, dass Du da bist und Du wirst hier mit Sicherheit einen guten Austausch finden.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Hier könntest Du Dich kurz bewerben, damit Du für den offenen Bereich freigeschaltet werden- und Dich austauschen kannst.

    Deine Situation stelle ich mir übrigens wirklich total schwer vor. Es ist nicht leicht, wenn man sich Sorgen um die eigenen Eltern machen muss.

    LG Cadda

    Hallo alle zusammen,

    ich wollte mich hier im offenen Bereich auch einmal wieder melden. Es geht mir soweit gut. Ich habe ein paar Sorgen zur Zeit, aber wer hat die nicht. Was ich immer wieder feststelle: Egal in welchen Momenten... ob besonders gut gelaunt, besonders besorgt, besonders traurig oder besonders wütend: Alkohol trinken kommt mir dabei nicht in den Sinn. Also dieses "Jetzt wäre es aber kein Wunder, dass Du gern was trinken würdest", was früher zu Saufzeiten der Fall war, das habe ich nicht mehr. Im Gegenteil. Ich bin in jeder schwierigen Situation dankbar, dass ich nichts mehr trinken muss.

    Heute ist hier das absolute Mist-Wetter, weshalb ich auf meinem Sofa bin. Wir warten gerade darauf, dass unser Apfel-Crumble im Backofen fertig ist. Sehr lecker :)

    Die Woche ist um, was bedeutet, dass mein Urlaub zu Ende ist. Macht nichts. Meine Arbeit macht Spaß und außerdem habe ich demnächst noch eine Woche Urlaub. Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub quasi :)

    Einen schönen Sonntag für Euch Alle.


    LG Cadda

    Guten Morgen Mimose,

    Deine "Rücksicht" ist leider grenzenlos. Wobei ich das Wort ganz bewusst in Anführungszeichen setze. Denn ist es wirklich Rücksicht oder einfach die Hilflosigkeit, weil Dir eh nichts anderes übrig bleibt?

    Er gibt den Ton an und Du hast das so hinzunehmen, ohne dass Deine eigenen Gefühle dabei auch nur die geringste Rolle spielen. Das ist ein ganz mieses Verhalten und ich kann Dir als Alkoholikerin sagen, dass NIEMAND, der einem wichtig ist, so dermaßen auf der Strecke bleiben muss, nur weil man gerade den Weg in die Trockenheit beginnt. Suchtdruck hin oder her. Den bekämpfe ich nicht, in dem ich die Partnerin, die ich angeblich liebe, derartig am langem Arm verhungern lasse.

    Dass ich mich auf dem Weg in die Trockenheit auf mich selbst konzentriere und meinen Bedürfnissen als erstes nachgehe, das versteht sich von selbst. Wenn das Bedürfnis aber darin liegt, dass ich überhaupt kein Interesse habe, meine Partnerin mit einzubeziehen oder überhaupt noch zu treffen, dann hat das mit Liebe und Rücksicht leider nichts zu tun.

    Mir tut es fast leid, dass ich das so direkt und schonungslos schreibe, aber ich habe wirklich das Gefühl, dass Du ernsthaft denkst, es wäre normal, was da gerade passiert. Dem ist nicht so und ich sage Dir eines: Das hast Du unter keinen Umständen verdient, so dermaßen hängen gelassen zu werden!!!!

    Ich hoffe sehr, dass Du mir das nicht übel nimmst, dass ich das so offen gesagt habe. Aber mir geht es wie Morgenrot, mich macht das wirklich wütend und ich habe wirklich Mitleid. Zum Einen, weil er Dich so behandelt und zum Anderen, weil Du wirklich das Gefühl hast, das hätte was mit Rücksichtnahme zu tun.

    Ganz liebe Grüße und bitte versuche heute mal raus in die Natur zu gehen und wirklich mal über DICH nachzudenken. Was DU im Leben verdient hast und nicht ER.

    Cadda

    Hallo Lea,

    Deine Kinder haben ja gefragt, wann sie Oma und Opa mal wieder sehen. Ich könnte mir vorstellen, dass sie weniger Probleme mit der Art des Opas haben, also Du.

    Ich kann ein bisschen nachvollziehen, weshalb Dein Mann mit Versuchen, die Oma zu anderen Gewohnheiten zu überzeugen, ein Problem hat, wenn er erkannt hat, dass die Oma vielleicht gar nicht unzufrieden ist mit ihrer Situation und sie daher gar nicht verstehen wird, wo das Problem ist. Vielleicht findet Dein Mann das ihr gegenüber einfach übergriffig und möchte das deshalb nicht.

    Ich glaube, das Alles hat ganz viel mit Deiner eigenen Situation wegen Deiner eigenen Eltern zu tun. Verständlich!!!

    Wenn Du in Dich hineinhorchst:

    Wärst Du selbst nicht mit dem Thema Alkoholismus konfrontiert worden in Deiner Elternbeziehung… würdest Du dann auch soweit gehen, den Opa ausschließen zu wollen aufgrund seines nicht so liebevollen Charakters und schwierigen Persönlichkeit?

    Wäre dann für Dich auch Handlungsbedarf?

    Noch etwas ganz Anderes: Deine Beiträge auch in anderen Themen gefallen mir gut. Ich finde es klasse, wie Du Dich so austauscht :)

    LG Cadda

    Guten Morgen Mimose,

    ich finde es gut, dass Du mal wieder was von Dir hören lässt :)

    Wenn ich das von Dir lese, tut mir das total leid, Dir muss es ganz blöd gehen. Ich lese Deine Unsicherheit raus. Du hast Angst ihn zu verlieren, er will Dich nicht so oft treffen und nicht mehr über Nacht bleiben, warum eigentlich nicht??

    Und Du nimmst das kleine Bisschen, was er Dir gibt, nämlich ein Treffen und Einkaufen dankbar an, damit Du überhaupt etwas von ihm bekommst. Hast Du das verdient? Dass Du so am langen Arm verhungerst und Dich darüber vermutlich nicht mal beklagen magst, um nichts falsch zu machen (in seinen Augen)?

    Das Ziel sollte es sein, dass es DIR gut geht. Wie könntest Du das erreichen?

    Du hast geschrieben, dass damit, dass er eine Langzeittherapie besucht, Dein Ziel erstmal erreicht hast. Das da oben hatte ich Dich mal gefragt. Glaubst Du, dass Dein Ziel von ihm abhängen sollte?

    Ich kann Dir nur Eines sagen. Wenn Du Dein Glück von IHM abhängig machst, hat er Dich den Rest Deines Lebens in der Hand bzw. Dein Glück und Deine Zufriedenheit. Trinkt er nicht, bist Du zufrieden (und nicht mal dann, siehe oben) und trinkt er, bist Du unglücklich. Du hast keinen Einfluss darauf. Ist es das, was Du möchtest?

    Deshalb frage ich Dich nochmal (auch wenn es nervig ist):

    Das Ziel sollte sein, dass es DIR gut geht. Wie könntest Du das erreichen?

    LG Cadda

    Liebe Tippi,

    ich freue mich sehr, dass Du auf dem Weg bleibst :)

    Magst Du spazieren gehen? Ich hatte am Anfang auch so viele Momente, in denen ich plötzlich nichts mit mir anzufangen wusste, weil ich ansonsten gesessen- und getrunken hätte. Ich bin sehr schnell damit angefangen, spazieren zu gehen. Und wenn’s nur ne kleine Runde ist. Manchmal bin ich mehrmals am Tag einfach nur für 20

    Minuten losgegangen. Mir hat das geholfen, mich besser zu fühlen und kcal nebenbei auch zu verbrauchen.

    Allerdings habe ich auch mit dem Naschen sehr zu tun und bei mir empfinde ich es als Suchtverlagerung. Aber die Bewegung gleicht das zumindest wieder aus :S

    Guten Taaaag :)

    Vielleicht kommt es auf die Saufzeit an, ob es sinnvoll ist, den Gedanken zu Ende denken. Wenn ICH das macht, vergeht mir jeglicher Gedanke des Schön-Redens. Der Satz „So schlimm war’s doch nicht“ würde bei mir niemals auftreten können, denn es war definitiv schlimm und mir vergeht jegliche Lust auf ein Glas Irgendwas….

    Diese „Stop-Nein-Methode“ um mich einfach nur kurz wieder in die Realität zurückzuholen, setze ich inzwischen allerdings auch gern ein.

    Hanseat, vor allem diese Ehrlichkeit Dir selbst gegenüber ist gut und richtig.

    Immer am Ball bleiben.

    LG Cadda

    Guten Morgen Sunny,

    ich habe es ähnlich erlebt mit meinem damaligen Partner. Solche Aktionen geschahen sogar recht oft. Manchmal kam ich auch gar nicht erst rein, weil er sich im Suff irgendetwas zurecht gesponnen hatte und meinte, er müsse mich gar nicht reinlassen. Das fand ich eigentlich am schlimmsten. Ich hatte nicht mal die Wahl, ob ich zu Hause rein möchte oder nicht, ich kam schlichtweg gar nicht rein, weil er z. B. das Schloss ausgebaut hatte. Einmal kam ich wirklich nicht mehr rein abends mit meinen Kindern. Ich musste ohne Klamotten oder irgendwelche Sachen mit meinen Kindern zu meiner ehem. Schwimu und dort übernachten. Schrecklich. Rückblickend frage ich mich wirklich, wie krank ich im Kopf war, dass ich da nicht nächsten Tag sofort ausgezogen bin, egal wohin.

    Sunny, deshalb kann ich Dir nur sagen: Tu Dir das nicht weiter an. Er ist Dein Onkel, nicht mehr und nicht weniger. Das musst Du Dir überhaupt nicht bieten lassen. Man muss sich das im Grunde genommen von niemanden bieten lassen, so ist es nicht gemeint. Was ich aber damit sagen will: Es geht hier nicht um Liebeskummer oder den Willen, mit einem Menschen, den man mal geliebt hat, die Beziehung zu retten. Es geht hier "nur" (ich setze das bewusst in Tütelchen, weil es natürlich auch schwer ist) um die Wohnung. Ich frage Dich mal ganz ehrlich etwas: Fühlst Du Dich dort denn überhaupt noch zu Hause?

    Ich habe mich zum Schluss weder am Ende meiner Ehe in meinem eigenen, selbst gebauten Haus zu Hause gefühlt, noch am Ende meiner katastrophalen Beziehung in dem Haus, in dem ich mehrere Jahre mit den Kindern gelebt habe.

    Jetzt lebe ich in einer kleinen, aber gemütlichen Wohnung. Ich bin von einem riesigen Haus mit 3 Stockwerken voller Zimmer und riesigen, wundervollen Garten in eine 3-Zimmer-Wohnung gezogen und ich kann Dir sagen, ich habe mich noch niemals so zu Hause gefühlt wie hier (abgesehen von meinem Elternhaus). Also lass diese katastrophalen Zustände hinter Dir und sieh zu, dass Du da weg kommst. Das ist mein wirklich gut gemeinter Rat an Dich :)

    Du hast das nicht verdient, Dich in Deinem Zuhause so behandeln zu lassen. Niemand hat das verdient.

    LG Cadda