Beiträge von Cadda

    Hallo alle zusammen,

    ich wollte mich hier im offenen Bereich auch einmal wieder melden. Es geht mir soweit gut. Ich habe ein paar Sorgen zur Zeit, aber wer hat die nicht. Was ich immer wieder feststelle: Egal in welchen Momenten... ob besonders gut gelaunt, besonders besorgt, besonders traurig oder besonders wütend: Alkohol trinken kommt mir dabei nicht in den Sinn. Also dieses "Jetzt wäre es aber kein Wunder, dass Du gern was trinken würdest", was früher zu Saufzeiten der Fall war, das habe ich nicht mehr. Im Gegenteil. Ich bin in jeder schwierigen Situation dankbar, dass ich nichts mehr trinken muss.

    Heute ist hier das absolute Mist-Wetter, weshalb ich auf meinem Sofa bin. Wir warten gerade darauf, dass unser Apfel-Crumble im Backofen fertig ist. Sehr lecker :)

    Die Woche ist um, was bedeutet, dass mein Urlaub zu Ende ist. Macht nichts. Meine Arbeit macht Spaß und außerdem habe ich demnächst noch eine Woche Urlaub. Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub quasi :)

    Einen schönen Sonntag für Euch Alle.


    LG Cadda

    Guten Morgen Mimose,

    Deine "Rücksicht" ist leider grenzenlos. Wobei ich das Wort ganz bewusst in Anführungszeichen setze. Denn ist es wirklich Rücksicht oder einfach die Hilflosigkeit, weil Dir eh nichts anderes übrig bleibt?

    Er gibt den Ton an und Du hast das so hinzunehmen, ohne dass Deine eigenen Gefühle dabei auch nur die geringste Rolle spielen. Das ist ein ganz mieses Verhalten und ich kann Dir als Alkoholikerin sagen, dass NIEMAND, der einem wichtig ist, so dermaßen auf der Strecke bleiben muss, nur weil man gerade den Weg in die Trockenheit beginnt. Suchtdruck hin oder her. Den bekämpfe ich nicht, in dem ich die Partnerin, die ich angeblich liebe, derartig am langem Arm verhungern lasse.

    Dass ich mich auf dem Weg in die Trockenheit auf mich selbst konzentriere und meinen Bedürfnissen als erstes nachgehe, das versteht sich von selbst. Wenn das Bedürfnis aber darin liegt, dass ich überhaupt kein Interesse habe, meine Partnerin mit einzubeziehen oder überhaupt noch zu treffen, dann hat das mit Liebe und Rücksicht leider nichts zu tun.

    Mir tut es fast leid, dass ich das so direkt und schonungslos schreibe, aber ich habe wirklich das Gefühl, dass Du ernsthaft denkst, es wäre normal, was da gerade passiert. Dem ist nicht so und ich sage Dir eines: Das hast Du unter keinen Umständen verdient, so dermaßen hängen gelassen zu werden!!!!

    Ich hoffe sehr, dass Du mir das nicht übel nimmst, dass ich das so offen gesagt habe. Aber mir geht es wie Morgenrot, mich macht das wirklich wütend und ich habe wirklich Mitleid. Zum Einen, weil er Dich so behandelt und zum Anderen, weil Du wirklich das Gefühl hast, das hätte was mit Rücksichtnahme zu tun.

    Ganz liebe Grüße und bitte versuche heute mal raus in die Natur zu gehen und wirklich mal über DICH nachzudenken. Was DU im Leben verdient hast und nicht ER.

    Cadda

    Hallo Lea,

    Deine Kinder haben ja gefragt, wann sie Oma und Opa mal wieder sehen. Ich könnte mir vorstellen, dass sie weniger Probleme mit der Art des Opas haben, also Du.

    Ich kann ein bisschen nachvollziehen, weshalb Dein Mann mit Versuchen, die Oma zu anderen Gewohnheiten zu überzeugen, ein Problem hat, wenn er erkannt hat, dass die Oma vielleicht gar nicht unzufrieden ist mit ihrer Situation und sie daher gar nicht verstehen wird, wo das Problem ist. Vielleicht findet Dein Mann das ihr gegenüber einfach übergriffig und möchte das deshalb nicht.

    Ich glaube, das Alles hat ganz viel mit Deiner eigenen Situation wegen Deiner eigenen Eltern zu tun. Verständlich!!!

    Wenn Du in Dich hineinhorchst:

    Wärst Du selbst nicht mit dem Thema Alkoholismus konfrontiert worden in Deiner Elternbeziehung… würdest Du dann auch soweit gehen, den Opa ausschließen zu wollen aufgrund seines nicht so liebevollen Charakters und schwierigen Persönlichkeit?

    Wäre dann für Dich auch Handlungsbedarf?

    Noch etwas ganz Anderes: Deine Beiträge auch in anderen Themen gefallen mir gut. Ich finde es klasse, wie Du Dich so austauscht :)

    LG Cadda

    Guten Morgen Mimose,

    ich finde es gut, dass Du mal wieder was von Dir hören lässt :)

    Wenn ich das von Dir lese, tut mir das total leid, Dir muss es ganz blöd gehen. Ich lese Deine Unsicherheit raus. Du hast Angst ihn zu verlieren, er will Dich nicht so oft treffen und nicht mehr über Nacht bleiben, warum eigentlich nicht??

    Und Du nimmst das kleine Bisschen, was er Dir gibt, nämlich ein Treffen und Einkaufen dankbar an, damit Du überhaupt etwas von ihm bekommst. Hast Du das verdient? Dass Du so am langen Arm verhungerst und Dich darüber vermutlich nicht mal beklagen magst, um nichts falsch zu machen (in seinen Augen)?

    Das Ziel sollte es sein, dass es DIR gut geht. Wie könntest Du das erreichen?

    Du hast geschrieben, dass damit, dass er eine Langzeittherapie besucht, Dein Ziel erstmal erreicht hast. Das da oben hatte ich Dich mal gefragt. Glaubst Du, dass Dein Ziel von ihm abhängen sollte?

    Ich kann Dir nur Eines sagen. Wenn Du Dein Glück von IHM abhängig machst, hat er Dich den Rest Deines Lebens in der Hand bzw. Dein Glück und Deine Zufriedenheit. Trinkt er nicht, bist Du zufrieden (und nicht mal dann, siehe oben) und trinkt er, bist Du unglücklich. Du hast keinen Einfluss darauf. Ist es das, was Du möchtest?

    Deshalb frage ich Dich nochmal (auch wenn es nervig ist):

    Das Ziel sollte sein, dass es DIR gut geht. Wie könntest Du das erreichen?

    LG Cadda

    Liebe Tippi,

    ich freue mich sehr, dass Du auf dem Weg bleibst :)

    Magst Du spazieren gehen? Ich hatte am Anfang auch so viele Momente, in denen ich plötzlich nichts mit mir anzufangen wusste, weil ich ansonsten gesessen- und getrunken hätte. Ich bin sehr schnell damit angefangen, spazieren zu gehen. Und wenn’s nur ne kleine Runde ist. Manchmal bin ich mehrmals am Tag einfach nur für 20

    Minuten losgegangen. Mir hat das geholfen, mich besser zu fühlen und kcal nebenbei auch zu verbrauchen.

    Allerdings habe ich auch mit dem Naschen sehr zu tun und bei mir empfinde ich es als Suchtverlagerung. Aber die Bewegung gleicht das zumindest wieder aus :S

    Guten Taaaag :)

    Vielleicht kommt es auf die Saufzeit an, ob es sinnvoll ist, den Gedanken zu Ende denken. Wenn ICH das macht, vergeht mir jeglicher Gedanke des Schön-Redens. Der Satz „So schlimm war’s doch nicht“ würde bei mir niemals auftreten können, denn es war definitiv schlimm und mir vergeht jegliche Lust auf ein Glas Irgendwas….

    Diese „Stop-Nein-Methode“ um mich einfach nur kurz wieder in die Realität zurückzuholen, setze ich inzwischen allerdings auch gern ein.

    Hanseat, vor allem diese Ehrlichkeit Dir selbst gegenüber ist gut und richtig.

    Immer am Ball bleiben.

    LG Cadda

    Guten Morgen Sunny,

    ich habe es ähnlich erlebt mit meinem damaligen Partner. Solche Aktionen geschahen sogar recht oft. Manchmal kam ich auch gar nicht erst rein, weil er sich im Suff irgendetwas zurecht gesponnen hatte und meinte, er müsse mich gar nicht reinlassen. Das fand ich eigentlich am schlimmsten. Ich hatte nicht mal die Wahl, ob ich zu Hause rein möchte oder nicht, ich kam schlichtweg gar nicht rein, weil er z. B. das Schloss ausgebaut hatte. Einmal kam ich wirklich nicht mehr rein abends mit meinen Kindern. Ich musste ohne Klamotten oder irgendwelche Sachen mit meinen Kindern zu meiner ehem. Schwimu und dort übernachten. Schrecklich. Rückblickend frage ich mich wirklich, wie krank ich im Kopf war, dass ich da nicht nächsten Tag sofort ausgezogen bin, egal wohin.

    Sunny, deshalb kann ich Dir nur sagen: Tu Dir das nicht weiter an. Er ist Dein Onkel, nicht mehr und nicht weniger. Das musst Du Dir überhaupt nicht bieten lassen. Man muss sich das im Grunde genommen von niemanden bieten lassen, so ist es nicht gemeint. Was ich aber damit sagen will: Es geht hier nicht um Liebeskummer oder den Willen, mit einem Menschen, den man mal geliebt hat, die Beziehung zu retten. Es geht hier "nur" (ich setze das bewusst in Tütelchen, weil es natürlich auch schwer ist) um die Wohnung. Ich frage Dich mal ganz ehrlich etwas: Fühlst Du Dich dort denn überhaupt noch zu Hause?

    Ich habe mich zum Schluss weder am Ende meiner Ehe in meinem eigenen, selbst gebauten Haus zu Hause gefühlt, noch am Ende meiner katastrophalen Beziehung in dem Haus, in dem ich mehrere Jahre mit den Kindern gelebt habe.

    Jetzt lebe ich in einer kleinen, aber gemütlichen Wohnung. Ich bin von einem riesigen Haus mit 3 Stockwerken voller Zimmer und riesigen, wundervollen Garten in eine 3-Zimmer-Wohnung gezogen und ich kann Dir sagen, ich habe mich noch niemals so zu Hause gefühlt wie hier (abgesehen von meinem Elternhaus). Also lass diese katastrophalen Zustände hinter Dir und sieh zu, dass Du da weg kommst. Das ist mein wirklich gut gemeinter Rat an Dich :)

    Du hast das nicht verdient, Dich in Deinem Zuhause so behandeln zu lassen. Niemand hat das verdient.

    LG Cadda

    Hallo Tippi,

    nur, weil Du vielleicht mal schlechte Laune hast und diese nicht mit Alkohol betäubst oder ändern kannst, bedeutet das nicht, dass es Dein eigentliches Ich ist, was jetzt für immer bleibt.

    Du machst eine große Veränderung durch. Dein Kopf ist jetzt klar. Da macht man sich schon mal über Vieles Gedanken, was einen auch mal runterziehen kann.

    Du bist auf einem guten Weg und kannst stolz auf Dich sein :)

    LG Cadda

    Hallo Mama,

    schön, dass Du da bist und Austausch suchst. Es ist genau so, wie hier schon geschrieben wurde. Du bist natürlich nicht Schuld daran, dass er trinkt. Das machen Alkoholiker immer sehr gern. Die Schuld bei den Anderen suchen, um ihr eigenes Trinkverhalten zu rechtfertigen.

    Hanseat: Ich habe tatsächlich in der Gruppe Alkoholiker kennengelernt, der auch Antidepressiva genommen hat/nehmen sollte/musste. Ob da nun richtig oder falsch ist, kann ich nicht sagen.

    Mama: Fakt ist aber natürlich, dass das Saufen oftmals Depressionen mit sich bringt. Gern behauptet dann aber natürlich der Alkoholiker, dass er säuft, WEIL er Depressionen hat. Was zuerst da war? Oftmals eine gute Frage. Fest steht jedoch, dass Depressionen sich wohl erst Recht nicht mit Alkohol bekämpfen lassen.

    Nun nützt Dir das Alles aber auch eh nicht viel, solange er nicht bereit ist, etwas zu ändern. Du solltest Dich daher fragen, wie Du DIR helfen könntest bzw. vor allen Dingen Eurer Tochter. Du solltest ihr das nicht antun, Kinder leiden mehr, als man denkt. Ich würde so manches Mal gern die Zeit zurückdrehen, wenn ich es könnte. Kein Kind möchte so aufwachsen, wo Alkohol an der Tagesordnung steht. Das fällt Dir als Erwachsene ja schon schwer.

    LG Cadda

    Das Wort "eigenartig" ist für mich persönlich übrigens nicht negativ behaftet. Wenn es Dir sympathischer erscheint, kannst Du das Wort "Eigenarten" aber auch gegen das Wort "Eigenschaft" austauschen. So war es eigentlich gemeint :)

    Hallo Löwenzahnkind,

    Linde hat natürlich Recht, das passt ebenfalls auch gut in den Thread "Merkmale für ein EK". Und hier möchte ich dann auch gleich mal kurz aufklären, warum ich überhaupt gefragt habe. Ich war zu blind (weil ich mit meinem Handy eingeloggt war), die Überschrift zu beachten, in welchem Thread wir uns befinden. Ich hab anhand der letzten beiden Beiträge vor Dir gedacht, dass wir uns im Tagebuch von Leyla befinden. Deshalb fand ich das etwas schade, dass wir nicht hier in Deinem Tagebuch sind :)

    Also sorry, da stand ich dermaßen auf dem Schlauch :saint:

    Zu Deinen Ausführungen möchte ich auch noch etwas sagen. Ich bin zwar kein EKA, aber ich kenne es, dass ich beispielsweise immer alles am liebsten ausdiskutieren möchte. Nicht, weil ich immer Recht haben möchte. Aber einfach um sicherzustellen, dass mich mein Gegenüber versteht und weiß, was ich meine. Dadurch wirkt man dann wiederum oft, als würde man es auf Streit anlegen wollen, was gar nicht so ist.

    Bei unangekündigten Besuchen geht es mir genau so. Das würde nie jemand bei mir vermuten, denn ich lasse mir das in dem Moment nicht anmerken. Es gibt auch wenige Leute, bei denen es mich nicht stört. Aber grundsätzlich macht das innerlich was mit mir, es schlägt sich auf meine Laune nieder. Meine Schwester ist im übrigen auch so, obwohl die vom Typ her nochmal ganz anders ist, als ich.

    Ich weiß nicht, ob das vielleicht tatsächlich ein Merkmal von Co.Abhängigen ist. Weil es einfach mit Kontrolle behalten zu tun hat.

    Ich mag es zum Beispiel auch nicht, überrascht zu werden. Ich mag weder die Aufmerksamkeit, noch das Gefühl, ich kann nicht mit bestimmen.

    Ansonsten kann ich leider nicht so viel zum eigentlichen Thema beitragen, weil ich nicht betroffen bin von den familiären Umständen. Aber ich wollte trotzdem mal loswerden, dass Du mit diesen Eigenarten nicht allein bist und ich finde sie auch ehrlich gesagt gar nicht verwerflich :)

    LG Cadda

    Das stimmt Löwenzahnkind, man tauscht sich dann im entsprechenden Thread aus. Es kann natürlich auch dort bleiben. Ich fand es nur so wahnsinnig vielsagend über Dich selbst. Also im positiven Sinne! Und es kamen ja auch Reaktionen zu Deinem wirklich interessanten Text, der Dich betraf. Also Austausch ist bei Dir bestimmt genügend vorhanden :)

    Ich schreibe später nochmal etwas zu Deinem Text. Bin aber jetzt am Handy, da wird mir das Tippen zu viel.

    Aber wie gesagt, in vielen Dingen erkenne ich mich wieder.

    LG Cadda

    Guten Morgen Löwenzahnkind.

    Du hast in einem anderen Bereich nun so viel über Dich geschrieben, was ich total wichtig finde und ich danke Dir auch schon mal, dass Du so viel erklärt hast über Dich. Ich finde mich da in vielem übrigens wieder.

    Aber ich finde, es gehört eigentlich eher bei Dir hier ins Tagebuch. Wäre es Dir Recht, das hier her zu verschieben?

    LG Cadda

    Also ich vergesse es auch nicht, selbst wenn es nicht auf meiner Liste steht :)

    Aber ich rufe es dann immer wieder ab, damit es auch so bleibt, dass ich es nicht vergesse. Es kreist also unbewusst in meinem Kopf.

    Wenn ich es aber aufschreibe, dann denke ich "steht ja auf dem Zettel, also erstmal egal" :D

    (aktuell auch auf dem Zettel "Fenster putzen")