Beiträge von Cadda

    Einen früheren Freund von mir hat diese „Taktik“ gar nichts gebracht. Seine Saufkumpels waren geduldig und haben sich gut daran erinnert, wann die nüchterne Zeit um ist. Das offene Hintertürchen hat ihm das Genick gebrochen. Er säuft wieder.

    Mag ja sein, dass es bei Dir anders ist. Die Wege gleichen sich ja nicht 1:1. Dennoch wollte ich mit auf den Weg geben, zu bedenken, dass Du -je nachdem in was für einem Umfeld zu lebst/ damit schwer zur Ruhe kommst.

    LG Cadda

    Hallo Neira.

    Ich habe den Eindruck, dass Du Dich so extrem in der Opferrolle befindest, dass es völlig egal ist, was Dir geschrieben wird, Du fasst es negativ auf, der Sender der Nachricht hat quasi schon verloren, bevor er anfängt zu schreiben.

    Ich erinnere mich jeden Tag daran, dass ich abstinent lebe und habe noch nach vielen Jahren viel Freude daran, weil es schön ist!

    Und glaub mir, ich habe genügend Dinge, die mir wichtig sind. Familie, Arbeit, Freunde, Haus, Garten… trotzdem läuft das Wissen um meine Sucht immer mit. Wenn nicht bewusst, dann unbewusst und das ist auch gut so und wie gesagt sehr positiv!

    Schlaf am besten ne Nacht drüber und vielleicht kannst Du morgen mit einer anderen Sicht auf die Beiträge schauen.

    Gute Nacht


    Cadda

    Hallo Petra,

    ich finde es klasse, wie konsequent Du es angehst!

    Ich hatte am Anfang zwar nicht das Gefühl, mich ablenken zu müssen, aber ich sag Dir trotzdem, was ich die erste Zeit sehr, sehr oft und viel gemacht habe:

    Spazieren gehen! Egal welches Wetter. Einfach frische Luft und Bewegung. Das hat sich nach meiner Entscheidung sooo anders und toll angefühlt. Einfach wie Freiheit!

    Liebe Grüße

    Cadda

    Weißt Du Api, versuche mal Deinen Wahrnehmungen zu trauen. Und auch wenn er jetzt wenig oder nichts trinkt, beweist das weder ihm, noch Anderen gar nichts.

    Ich kenne viele, die sich (und Anderen?) jeden „alkoholfreien Januar“ beweisen wollten, dass sie keine Alkoholiker sind. Um danach weiter zu saufen. Mach dem Motto „Guck! Wenn ich WILL, kann ich es lassen“. Schwachsinn…. Auf Dauer….

    Versuche, Dich dadurch nicht verunsichern zu lassen.

    LG Cadda

    Ich denke diese Erkenntnisse könnten Dich weiterbringen.

    Aufhören zu trinken bedeutet ja nicht automatisch „glücklich und zufrieden“ sein.

    Mit der Abstinenz werden die Weichen hierfür gestellt, dass es möglich ist. Meiner Meinung nach sozusagen mehr als die halbe Miete :)

    Aber es gehören noch mehr Dinge dazu, unter Umständen auch Veränderungen, um mehr Zufriedenheit zu erlangen.

    Vielleicht könntest Du darüber nachdenken, was Dich traurig macht und wie Du das ändern könntest. So langfristig gesehen gemeint.

    Aber erstmal am wichtigsten, wie ich finde: Was machst Du konkret in der Situation, wenn Suchtgedanken sich melden? Was hilft Dir da akut in der Situation?


    LG Cadda

    Dann fühlt es sich für Dich vermutlich demütigend an, wenn Dein Chef Dir auch noch Deinen Fehler vorhält?

    Es ist schade, dass Du es nicht gelernt hast, Dich nicht fertig zu machen, wenn Du mal einen Fehler machst.

    Ich wünsche Dir, dass Du das trotzdem für Dich versuchen kannst, zu verinnerlichen.

    Denn eigentlich weißt Du das ja schon, dass es in Ordnung ist, auch mal einen Fehler zu machen. Das gilt nicht nur für Andere, sondern auch für Dich :)

    Guten Morgen Schmidtty,

    kannst Du sagen, wovor genau Du Angst hast? Ich meine, die Situation scheint ja klar zu sein. Du sagst selbst, es wird ein Gespräch (Ärger) geben, weil Du einen Fehler gemacht hast. Was soll da groß passieren? Es gibt keine Diskussionsfläche, da Du ja selbst einsiehst, einen Fehler gemacht zu haben. Wenn Du also sagst "Ja. Ich weiß. Ich hab einen Fehler gemacht, tut mir leid." Was soll dann noch groß passieren?

    Ansonsten habe ich vor unangenehmen Dingen auch schon mal den Tip von Thalia beherzigt (den ich von ihr auch schon einmal gelesen habe), mir vorzustellen, wie es mir NACH der Situation geht.

    Gut find ich auch, dass Du das hier gelassen hast. Ich hoffe, dass Dir das schon ein wenig geholfen hat.

    LG Cadda

    Vielleicht gibt's hier einen Ernährungsberater/in oder eine/n Ökotrophologen/ij? Wer weiß das schon! :lol:

    Nee, also damit kann ich nicht dienen, aber was es hier gibt, ist eine trockene Alkoholikerin, die mal eine Traubensaftschorle getrunken hat (definitiv ohne Alkohol) und dennoch das Gefühl hatte, sie würde an einem Rotwein schlürfen, weil sowohl die Farbe, der Geruch und auch der Geschmack deutlich daran erinnert haben.

    Also für MICH ist Traubensaft daher komplett raus :)

    Ich hänge gerade studienbedingt über der ICD und denke gefühlt alle 30 Sekunden darüber nach, wer da wirklich 100%ige Diagnosen stellen soll/kann :S

    Jump und Jana: Beide Ausführungen unabhängig voneinander aber total interessant :thumbup:

    Hallo Neira,

    mal unabhängig davon was „Wir“ Dir empfehlen…

    Ich empfehle jetzt mal gar nichts, außer einfach sehr gut auf Dich und Dein Gefühl zu achten. Bei allem, was Du tust.

    Ich denke jedenfalls keinesfalls, dass Du es eh nicht schaffst, weil Du alles falsch machst. Absolut nicht.

    LG Cadda

    Hm … „alles“ tun … wie kann das jemand von außen messen.

    Stromer hatte geschrieben:

    Ich bin der Meinung, das es dafür nur einen Grund gibt: er hat zu wenig getan. Warum, das weiss ich nicht. Möglichkeiten hat er genug in Deutschland.


    Ich wollte mit dem Wort „Alles“ einfach noch eine Steigerung zu „zu wenig getan“ Beispiel nehmen und damit verdeutlichen, dass ein Alkoholiker sämtliche Berge in Bewegung setzen kann…. Bringt alles nichts, wenn es noch nicht geklickt hat.

    Ich bin der Meinung, das es dafür nur einen Grund gibt: er hat zu wenig getan. Warum, das weiss ich nicht. Möglichkeiten hat er genug in Deutschland. Hier wird jedem geholfen. Nur muss man dafür auch aus seiner Komfortzone rauskommen und selber aktiv werden.

    Ich denke nicht, dass es immer daran liegt. Es gibt schließlich sehr viele Alkoholiker, die schon alles getan haben und trotzdem trinken sie schnell wieder. Keine Maßnahme der Welt hilft, wenn es nicht (wirklich!!) geklickt hat.

    Und genau DAS gelingt am besten, wenn man vor der Wand steht und feststellt, das es nicht mehr weiter geht. Wenn die Welt sich für einen aufgehört hat zu drehen. Wenn der Tiefpunkt erreicht ist.

    Und genau das passiert eben bei manchen Alkoholikern niemals. Egal wie weit die unten sind, erreichen manche ihren Tiefpunkt leider niemals.

    Hier im Forum wirkt es anders, weil sich hier die trockenen Alkoholiker austauschen.

    Die Realität da „draussen“ sieht leider so aus, dass bis zum Ende des Lebens getrunken wird.

    LG Cadda

    Hallo zusammen,

    total interessantes Thema :)

    Irgendwann bin ich nachts aufgewacht zitternd und mit einem Ruhepuls von über 130. Ab da bin ich nachts auch noch an den Kühlschrank gegangen um weiter zu schlafen. Und zum Schluss wollte mein Körper auch tagsüber Alkohol

    … und war das für Deine Frau nicht unangenehm, dass Du oft eine Fahne hattest oder hat sie sich nicht Sorgen um Dich gemacht und Dich deshalb gebeten, mit dem Trinken aufzuhören oder es zumindest gehofft?

    Ich frage das, weil ich mir gar nicht vorstellen kann, dass es eine nicht alkoholabhängige Partnerin nicht belastet, wenn ihr Mann trinkt?

    „Verletzt sein“ wird glaube ich hier unterschiedlich interpretiert. Das ist glaube ich in diesem Austausch etwas schwierig.

    Trotzdem wie gesagt total interessant!

    LG Cadda

    Hallo Iwona,

    ich kenne Ovivia nicht (noch nicht… werde gleich mal googeln), aber was auch immer es ist: Wenn es Dir hilft und Dir gut tut, ist das klasse!

    Tragödien passieren immer, leider. Dennoch darfst Du Dich auf Deinen Urlaub freuen! Ich gönne ihn Dir sehr!

    LG Carina

    Hallo Erna,

    schön, dass Du bei uns gelandet bist :)

    Es wird sich bestimmt bald ein Moderator zurück melden.

    Mir ist direkt etwas in Deinem Beitrag aufgefallen:

    Sein Interessen liegen nur nicht bei mir und unserem Sohn. Er redet nicht viel, ist oft aggressiv und verletzend.
    Nun hat er sich eine Affäre angelacht und behauptet es war nichts ernstes, aber jedes Mal wenn er betrunken ist, leidet er. Er meint da war nicht mehr als flirten...

    Was fühlen Alkoholiker wirklich? Was geht in ihm vor? …..

    Dein letzter Satz lässt mich vermuten, dass Du sein Verhalten darauf zurückführst, dass er Alkoholiker ist.

    Warum pauschalierst Du hier? Alkoholiker sind doch keine Personengruppe, die alle gleich fühlen und sich verhalten.

    Sei Dir sicher: Dass er fremdgeht (Affäre angelacht… das hört sich sehr abgemildert an), Dich hintergeht, kein Interesse an Dir und seinem Kind hat, plus aggressiv ist… das hat nichts damit zu tun, dass er Alkoholiker ist.

    Auch wenn Alkohol bis zu einem gewissen Grad das Wesen verändert, sei Dir sicher, dass es etliche Alkoholiker gibt, die sich niemals so schäbig verhalten würden.

    Es wäre gut, wenn Du negatives Verhalten nicht mit der Tatsache entschuldigst, dass er Alkoholiker ist.

    LG Cadda

    Guten Morgen Reike.

    Am Mittwoch haben wir ein erstes Gespräch miteinander mit den Leiter der Gruppe, da werde ich sehen, ob er es wirklich ernst meint

    Ich denke, das wirst Du auch dann nicht sehen. Wenn er nur mit geht, um bei seiner Aussage zu bleiben, bestätigt das gar nichts leider.

    Mal ganz davon abgesehen denke ich bei Deiner Geschichte auch:

    Was wäre denn wenn er aufhört zu trinken? Dann ist er doch trotzdem noch ein Mann der ganz hässliche Sachen gesagt hat zu Dir.

    Es gibt etliche Alkoholiker die nicht so sind, dass sie ihren Frauen das Gefühl geben; sie würden nichts können bzw. sein.

    Seinen Charakter wird er also nicht ändern, nur weil er mit zu einem Gruppengespräch geht…

    Es hilft manchmal, sich sein eigenes Buch nochmal durchzulesen, wie schon öfter geschrieben wurde im Forum.

    Hast Du das mal gemacht?

    LG Cadda

    Hallo Tanja,

    Zwangsversteigerung wäre natürlich schlechter als Verkauf, das verstehe ich total. Ich wollte damit nur ausdrücken, dass es ja eigentlich keine Alternative gibt, wenn er nicht verkauft bzw. ihr nicht mehr zahlt.

    Die Alternative kann ja nicht sein, dass Du bleiben musst und weiterhin unglücklich bist, um die Wohnung zu halten.

    Ich drücke Dir die Daumen, dass er mit einem Verkauf einverstanden ist. Natürlich muss er dafür erstmal wissen, was Du möchtest.

    Eines nach dem Anderen.

    Ich wünsch Dir für das Gespräch jedenfalls alles Gute!

    Hallo Tanja,

    ein Anwalt sieht das Alles natürlich total neutral, rechtlich vorteilhaft und pragmatisch. Dieser hat vom Bürotisch aus natürlich gut Reden.

    Verstehe mich nicht falsch, nichts gegen den Anwalt, der macht halt seinen Job und sieht vor allem das Finanzielle und Rechtliche.

    Wie Du aber richtig erkannt hast, wirst Du einen Alkoholiker vermutlich nicht vom Sinnvollen diesbezüglich überzeugen können.

    Wenn Dein Mann nicht verkaufen will, wäre die Alternative doch eh die Zwangsversteigerung oder nicht? So dass es ja letztendlich auch zum Verkauf kommt. Ihm wird ja nichts anderes übrig bleiben.

    LG Cadda

    Mein Mann trinkt wieder und hat Frust wegen dem CT Mittwoch und ich bekomme den Frust ab

    Ich hoffe mein Mann bekommt dann immer noch künstliche Ernährung, dann ist er morgens 4 Stunden weg und ich habe ein wenig Ruhe.

    Ist das erste Zitat nicht Grund genug, selbst endgültig zu gehen, um Ruhe zu haben?

    Also länger als 4 Stunden?
    Für den Rest Deines Lebens zum Beispiel?

    Du hast Dich doch hier angemeldet, um etwas zu verändern.

    Du bist wegen der Krankheit geblieben, aber er trinkt trotz Krankheit weiter/wieder.

    Das ist doch verkehrte Welt.

    LG Cadda