Beiträge von Cadda

    Guten Morgen,

    herzlich Willkommen hier und schön, dass Du Dich austauschen möchtest :)

    Hier sind sehr viele Co.-Abhängige oder ehemals Co.-Abhängige und auch trockene Alkoholiker. Du wirst hier Einiges lesen können, was Beziehungen mit Alkoholikern betrifft. Bis auf ganz wenige Ausnahmen wirst Du aber vermutlich keine positiven Berichte lesen. Wenn Du hier bist, um Geschichten zu lesen, dass eine Sache positiv ausgehen kann, dann wird es hier schwierig. Es gibt sie wie gesagt, die Ausnahmen, aber überwiegend wirst Du bei den Geschichten erkennen, dass Du versuchen solltest, Dein Leben für Dich selbst in die Hand zu nehmen, ohne dabei zu hoffen, dass Dein Partner zur Einsicht gelangt bzw. die Einsicht, die er bereits hat, in die Tat umsetzt. Damit verschwendest Du unglaublich viel Zeit und Energie. Es ist nämlich leider nicht so, dass die Liebe stärker ist, als die Sucht.

    Dein letzter Absatz klingt ein wenig so, als ob Du keine Rat möchtest, weil Du eh nichts verändern möchtest und Dich hier nur ein wenig austauschen möchtest über die Schwierigkeiten in einer Beziehung mit einem Alkoholiker. Das würde Dich zwar für den Moment erleichtern, führt aber total am Ziel vorbei. Das Ziel sollte es sein, dass es DIR gut geht. Wie könntest Du das erreichen?

    LG Cadda

    Hallo Suoergoof,

    es ist gut, dass Du Dich für DICH nach Hilfe umsiehst. Wichtig ist, dass es Dir auf Dauer gut geht, unabhängig davon, ob er die Therapie durchzieht oder nicht.

    Du hast Dich ja bereits für den offenen Bereich beworben, um Dich auszutauschen und wirst sicherlich demnächst freigeschaltet.

    LG Cadda

    Hallo Selene,

    es reicht eben nicht aus, wenn man in einem klaren Moment zur Vernunft kommt. Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie viele Jahre lang ich klare Momente hatte, in denen mir mein Verstand gesagt hat, dass ich aufhören sollte zu saufen. Ich habe es trotzdem erst etliche Jahre später gemacht. Allerdings nicht, weil mich mein Partner unter Druck gesetzt- und mir ins Gewissen geredet hat. Der Wille muss ganz von einem selbst kommen. Nichts anderes kann Einen zur Vernunft bringen, außer man sich selbst.

    Die Einsicht allein würde außerdem auch nichts bringen. Da muss man schon sehr an sich arbeiten, um aus einer Sucht heraus zu kommen. Ich kann nur immer wieder erzählen, dass mein Ex-Partner bereits einsichtig war und von ganzem Herzen gern meinen trockenen Weg mitgehen wollte. Er hat es nicht geschafft und das, obwohl ich nicht daran gezweifelt habe, dass er mich wirklich liebt. Die Sucht war stärker. Er trinkt heute noch, Jahre später. Inzwischen hab ich mitbekommen, dass er auch gar nicht mehr aufhören will. Er hat das einfach so akzeptiert und fertig. Auch gut. Manche sind ja auch zufrieden mit einem Leben als Alkoholiker. Auch daran kann man nichts ändern.

    Ich würde wirklich nicht weiterhin auf klare Momente von ihm hoffen, dass er zur Vernunft kommt. Sondern auf Deine eigenen klaren Momente setzen, in denen DEINE Vernunft siegt. Hier ist es ja im Grunde genommen dasselbe. Du hoffst, dass er vom Alkohol loskommt und er schafft es nicht. Außenstehende (wie wir) hoffen wiederum, dass Du von Deinem Alkoholiker loskommst und schaffst es hoffentlich bald!

    LG Cadda

    Guten Morgen,

    er ist ja nicht trocken oder hab ich das falsch verstanden?

    Es gibt leider etliche Menschen, die in ihrer Sucht gefangen bleiben oder die auch gar nicht aufhören wollen.

    Mein Ex hatte bereits die Krankheitseinsicht. Durfte genau dabei zusehen, wie es geht, als ich trocken wurde. Er hat es trotzdem nicht geschafft. Und ich hab ewig gehofft, dass wir irgendwann als Paar aus der Nummer herauskommen, trocken.

    Konsequenz rate ich Dir nun aber nicht, weil ich es so erlebt habe. Sondern, weil es tausende Geschichten gibt, die so sind, wie meine.

    Dass es funktioniert bei Manchen, das mag sein. Aber das bleiben wohl Ausnahmen und darauf würde ich nicht hoffen. Denn solange Du auf ihn hoffst, gehst Du kaputt dabei.

    LG Cadda

    Selene,

    Du schreibst, dass Deine Tochter ein Problem damit hat, dass Mama einen Freund hat. Aber sei doch bitte mal ganz ehrlich zu Dir selbst: Welche Tochter würde sich über so einen „Freund“ denn freuen?

    Du beschreibst doch selbst, wie er ist. Du bist total fertig und traurig. Das Schlimmste: Er säuft, benimmt sich Dir gegenüber schlecht und ER ist aber derjenige, der die Regeln aufstellt?? Verkehrte Welt würde ich mal sagen!

    Bitte führe Dir immer wieder realistisch vor Augen, dass Du mit diesem Menschen nicht glücklich sein kannst! Tu Dir das nicht an und lebe Deinen Kindern so etwas nicht vor! Glaub mir, Du wirst irgendwann bereuen, nicht früher die Trennung durchgezogen zu haben.

    LG Cadda

    Liebe Sarah,

    Liebeskummer ist fürchterlich. Aber aus dem Liebeskummer heraus wieder Kontakt aufzunehmen, führt nur zu einer einzigen Sache:

    Noch MEHR Liebeskummer.

    Tu Dir das bitte nicht an. Ob er in die Gruppe geht oder nicht, das hat doch nun wirklich nichts zu bedeuten. Du hast doch schon so oft Enttäuschung erfahren müssen. Ich kann Dir aus eigener Erfahrung nur empfehlen, in dieser Sache nicht auf Dein Herz, sondern auf Deinen Verstand zu hören. Sonst wird Dein Herz niemals glücklich.

    LG Cadda

    Hallo Jasmin,

    es gibt leider Menschen, die ihren persönlichen Tiefpunkt nie erreichen. Selbst wenn sie alles verloren haben, reden sie sich noch ein, dass sie keine Schuld haben oder aber sie denken „jetzt ist es eh egal“. Das ist die Sucht. Ich würde nicht darauf hoffen, dass die Einsicht irgendwann kommt. Das ist verschwendete Zeit, weil diese Hoffnung sich wie gesagt bei vielen, vielen Co-Abhängigen niemals erfüllt.

    Das ist traurig, aber leider die Realität :(

    LG Cadda

    Ich habe übrigens gesehen, dass Du seit über einem Jahr trocken bist. Das ist auch wirklich toll und zeigt, dass Du es wirklich durchziehen willst. Aber ich denke, vielleicht benötigt man einfach noch ein bisschen mehr Festigkeit auch gedanklich. Damit man eben nicht hinterher noch beschäftigt wird. Wie könnte es nächstes Mal aussehen? Könntest Du vielleicht selbst fahren und einfach abhauen, wenn Du merkst, dass es Dir zu viel wird? Oder einfach noch etwas mehr Zeit verstreichen lassen, bevor man diese Dinge wieder unternimmt?

    LG Cadda

    Hallo Seeblick,

    ich bemerke in Deinem Thread eigentlich schon von Anfang an folgendes "Problem": Du grenzt Dich nicht so richtig ab vom Alkohol. Ich habe den Eindruck, dass Du Alles so weiter machst, wie zuvor, nur eben kein Alkohol trinken. Ich meine das keineswegs vorwurfsvoll, denn ich kenne es sogar von mir selbst. Ganz am Anfang habe ich wirklich noch oft an Feierlichkeiten teilgenommen. Manchmal mache ich das auch jetzt nach vier Jahren noch, aber anders. Meine Lust auf viele Dinge ist von allein verschwunden, je länger ich nichts getrunken habe. Eine richtige Gefahr für mich habe ich auch am Anfang nicht gesehen, da wirklich JEDER Bescheid wusste. Ich habe es allen gesagt und somit hab ich mir dadurch einen gewissen Schutz verpasst. Trotzdem finde ich im Nachhinein betrachtet, wäre es mir sicherlich leichter gefallen, wenn ich mich solchen Situationen gar nicht so oft ausgesetzt hätte.

    Du schreibst "keine Gefahr"... In dem Moment vielleicht nicht, weil Du sicher warst, nicht trinken zu wollen. Aber das Suchtgedächtnis springt automatisch an. Dagegen kannst Du überhaupt gar nichts tun. Du merkst ja selbst, dass Dich die Erinnerung daran beschäftigt.

    Ich möchte Dir hier überhaupt nicht sagen "Du solltest dies oder Du solltest das und das solltest Du nicht" usw. Du musst natürlich ganz für Dich allein entscheiden. Aber was Du dann doch tun solltest (nun mach ich es doch :D ) ist, das nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Es wird nicht umsonst empfohlen, solchen Dingen gerade in der ersten Zeit fern zu bleiben. Es ist lediglich als Ratschlag gemeint. Ich würde mich zumindest mal gedanklich damit auseinander setzen. Es ist eben nämlich doch eine gewisse Gefahr dabei.

    LG Cadda

    Hallo Leo,

    Deine Situation tut mir sehr leid. Es muss unglaublich schwer sein, seiner Schwester dabei zuzusehen, wie sie in der Sucht drin steckt und dann auch noch schwanger. Ich finde es vollkommen richtig, dass Hausarzt und Frauenarzt informiert sind. Mehr kannst Du vermutlich nicht tun. Ich kann total verstehen, dass es schwer ist, sich abzugrenzen von so einer Situation. Das Problem ist aber, dass Du ohne Krankheitseinsicht nichts machen kannst. Du kannst ihr Deine Hilfe anbieten, mehr leider nicht.

    Was könntest Du tun, damit es DIR besser geht? Es ist ja für Dich auch total belastend.

    LG Cadda

    Hallo Tellerrand,

    es ist gut, dass Du den Wein weggeschüttet hast und Dich wieder darauf konzentriert hast, weiter zu machen/nüchtern zu sein. Es kann natürlich hilfreich sein, eine Gruppe aufzusuchen. Es wäre allerdings auch schon hilfreich, wenn Du vielleicht im Vorwege Deine Sorgen oder Deine Gedanken hier äußerst. Ein Rückfall kündigt sich meistens gedanklich an. Das regelmäßige Lesen und Schreiben hier, das kann Dir auf jeden Fall helfen, VORHER zu handeln.

    LG Cadda

    Dann bist Du doch schon einen großen Schritt weiter, Lilith.

    Wenn Du schon die Trennung ausgesprochen hast, dann ist das wirklich schon viel wert. Außerdem ist es gut, dass Du erkannt hast, dass Du eben NICHT die Schuld hast am Saufen. Das ist hier wirklich immer so. Der Alkoholiker trinkt und will sich rechtfertigen bzw. sucht die Gründe woanders. Da ist es eben einfach zu sagen "Ich MUSS ja saufen, weil meine Ehe so schlecht läuft". Und wenn Du nicht da wärst, dann hätte der Nachbar Schuld, weil er nervt oder eben das Wetter, weil es so schlecht ist oder der Arbeitgeber, weil er so ungerecht ist. Es ist IMMER irgendwas.

    Dass man am Anfang noch hofft, das ist auch verständlich. Man muss die Krankheit ja auch erst einmal verstehen und man muss erstmal die Erkenntnis haben, dass man an der Situation des Mannes nichts ändern kann. Eben nur an der eigenen Situation.

    LG Cadda

    Hallo Lilith,

    es ist gut, dass Du den Schritt gemacht hast, Dich hier anzumelden. Du hast gemerkt, dass Du etwas ändern solltest und das ist schon einmal gut.

    So, wie Du es beschreibst, steckt Dein Mann ja schon ganz schön tief drin und es sieht auch überhaupt nicht danach aus, als wolle er das ändern. Du selbst kannst ihn nicht dazu drängen, Du kannst nichts an seiner Situation verändern, nur an Deiner Situation.

    Ich selbst bin trockene Alkoholikerin und war auch co.-abhängig. Ich habe von meinem Ex-Partner auch grundsätzlich die Schuld bekommen, dass er gesoffen hat. Das hört man überall. Streit vorschieben, um saufen zu können.

    Wenn ich Dir eines versichern kann, dann ist es, dass ich traurig und wütend auf mich selbst bin, dass ich das meinen Kindern solange zugemutet habe. Du hast selbst zwei Kinder, die das tagtäglich miterleben. Allein schon deshalb solltest Du schleunigst etwas verändern. Für Dich und für die Kinder. So etwas hinterlässt Spuren und deshalb ist es gut, dass Du schon mal die Erkenntnis hast, dass es so nicht weitergehen kann.

    Falls Du Dich regelmäßig austauschen möchtest, könntest Du Dich für den offenen Forenbereich bewerben.

    LG Cadda

    Hallo Aram,

    wenn es so oder so schwierig wird mit der Wohnung, unabhängig davon, ob er auszieht oder nicht.... ist es dann nicht vielleicht langfristig gesehen besser, sich mit dem Gedanken anzufreunden, sich etwas Neues zu suchen?

    Ich weiß, Du hängst an der Wohnung, hattest Du geschrieben. Aber glaub mir, es kann auch befreiend sein, nochmal woanders neu anzufangen. Es muss ja gar nicht unbedingt in einer anderen Gegend sein. Ich meine einfach nur das Zuhause.

    Ich bin damals von einem großen Haus in eine 3-Zimmer-Wohnung gezogen und wenn ich keine Kinder haben würde, wäre es vermutlich noch kleiner geworden. Und es ist so ein schönes Gefühl gewesen, neu zu starten. Allein, in Freiheit und zufrieden. Es neu und schön einzurichten und sich einfach nur wohl zu fühlen. Neue Rituale schaffen usw. Vielleicht ist genau DAS einfacher für Dich. Dass DU diejenige bist, die geht.

    Du musst ja nicht sofort entscheiden. Aber Du könntest die positiven Punkte sehen und Dich eventuell damit anfreunden.

    LG Cadda

    Hallo nochmal Aram,

    ich habe jetzt noch einmal bei Dir reingelesen und möchte Dir noch etwas schreiben. Es ist wichtig, dass DU einen Schritt machst, um weitere Hilfe zu bekommen. Genau so, wie es wichtig ist, dass der Alkoholiker einen Schritt macht, um Hilfe zu bekommen, muss es auch der oder die Co.-Abhängige tun. Du weißt im Grunde genommen ja auch, dass es so ist, sonst hättest Du Dich hier nicht angemeldet. Das Forum ist ja auch eine Hilfe und es ist gut, dass Du den Schritt schon mal gegangen bist. Wenn Du allerdings merkst, dass es Dir immer noch schlecht geht bzw. sogar noch schlechter und Du weitere Hilfe benötigst, dann solltest Du Dich darum kümmern. Du schreibst, dass niemand erkennt, dass es DIR schlecht geht. Vielleicht wird es doch erkannt, aber was sollen Andere machen? Du wolltest schon einmal zum Arzt gehen, habe ich hier gelesen. Warst Du inzwischen denn schon einmal dort?

    Lykka hatte Dich gefragt, wie es denn rechtlich mit Eurer gemeinsamen Wohnung aussieht und ob ihr Beide im Mietvertrag steht. Das hat sie Dich ja gefragt, weil man in den Beiträgen zuvor gemerkt hat, wie sehr Dich das Thema beschäftigt. Du wirst mit Deinen Sorgen also gesehen, Aram! Aber Du hast die Frage gar nicht beantwortet, so dass man den Eindruck hat, Du möchtest Dich mit dem Thema Wohnung im Moment doch gar nicht weiter auseinandersetzen. Was ich damit sagen will: Es wird oft gesehen, was einen bedrückt. Aber handeln muss man dann selbst, um etwas zu bewegen.

    Wie ist denn jetzt der Stand mit Deinem Mann? Bist Du dabei geblieben, dass es kein Zurück mehr gibt, weil die Verletzungen zu groß sind auf Deiner Seite?

    Hat sich etwas ergeben wegen der Wohnung?

    Diese beiden Fragen betreffen belastende Situationen. Da ist es kein Wunder, dass es einem schlecht geht und man Hilfe benötigt, sich damit auseinander zu setzen. Such Dir die Hilfe. Entweder durch weitere Hilfe, indem Du zum Arzt gehst oder Dich wie von Elly beschrieben an die Diakonie wendest. Oder eben, indem Du Dich hier tiefergehend mit den Fragen wie Trennung bzw. Wohnsituation austauscht und damit vielleicht mehr Steine ins Rollen bringst.

    Liebe Grüße

    Cadda

    Guten Morgen Aram,

    das mit der Telefonseelsorge der Diakonie ist ein guter Tip.

    Du könntest auch allgemein bei der Diakonie anrufen und um einen Termin bitten. Das ist dann zwar keine Therapie, aber man kann ein paar Stunden Gespräche führen gegen Spenden. So kenne ich es zumindest aus meiner Gegend.

    Wie wäre es, wenn Du zu Deinem Hausarzt gehst und ihn um Hilfe bittest?

    LG Cadda

    Hallo MiLa,

    ich habe ein Gefällt-Mir-Klick von Dir gesehen und da dachte ich „frag doch mal, wie es so geht“ und das mache ich hiermit :)

    Läuft es noch gut mit Deiner Mutter? Es freut mich, dass der Alkohol auch in Problemsituationen weit weg von Dir ist.

    Es wird halt alles normaler ohne Alkohol. Ich passe trotzdem auch immer noch sehr auf mich und meine Gedanken auf.

    LG Cadda