Hallo Seeblick,
ich bemerke in Deinem Thread eigentlich schon von Anfang an folgendes "Problem": Du grenzt Dich nicht so richtig ab vom Alkohol. Ich habe den Eindruck, dass Du Alles so weiter machst, wie zuvor, nur eben kein Alkohol trinken. Ich meine das keineswegs vorwurfsvoll, denn ich kenne es sogar von mir selbst. Ganz am Anfang habe ich wirklich noch oft an Feierlichkeiten teilgenommen. Manchmal mache ich das auch jetzt nach vier Jahren noch, aber anders. Meine Lust auf viele Dinge ist von allein verschwunden, je länger ich nichts getrunken habe. Eine richtige Gefahr für mich habe ich auch am Anfang nicht gesehen, da wirklich JEDER Bescheid wusste. Ich habe es allen gesagt und somit hab ich mir dadurch einen gewissen Schutz verpasst. Trotzdem finde ich im Nachhinein betrachtet, wäre es mir sicherlich leichter gefallen, wenn ich mich solchen Situationen gar nicht so oft ausgesetzt hätte.
Du schreibst "keine Gefahr"... In dem Moment vielleicht nicht, weil Du sicher warst, nicht trinken zu wollen. Aber das Suchtgedächtnis springt automatisch an. Dagegen kannst Du überhaupt gar nichts tun. Du merkst ja selbst, dass Dich die Erinnerung daran beschäftigt.
Ich möchte Dir hier überhaupt nicht sagen "Du solltest dies oder Du solltest das und das solltest Du nicht" usw. Du musst natürlich ganz für Dich allein entscheiden. Aber was Du dann doch tun solltest (nun mach ich es doch
) ist, das nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Es wird nicht umsonst empfohlen, solchen Dingen gerade in der ersten Zeit fern zu bleiben. Es ist lediglich als Ratschlag gemeint. Ich würde mich zumindest mal gedanklich damit auseinander setzen. Es ist eben nämlich doch eine gewisse Gefahr dabei.
LG Cadda