Vielen Dank für die Worte und Reaktionen auf Alex Beitrag ![]()
LG Cadda
Vielen Dank für die Worte und Reaktionen auf Alex Beitrag ![]()
LG Cadda
Hallo Caro,
magst Du beschreiben, warum Du solche Angst vor einem Rückfall hast? Du scheinst ja über all die Jahre sehr an Dir zu arbeiten und Dich mit der Krankheit zu beschäftigen, so dass Du doch immer ein wachsames Auge darauf hast. Warum vertraust Du Dir da nicht genügend, so dass die Angst verschwindet?
Schnelleres Gehen finde ich eine gute Alternative zum Joggen ![]()
LG Cadda
Huch... Das hab ich übersehen ![]()
Entschuldige Hanseat. Du warst also auf Zack ![]()
Cadda
Hallo Hanseat,
erstmal ist es toll, dass Du weiterhin nüchtern bist. Bleib am Ball, es lohnt sich!
Du schützt Dich allerdings langfristig, wenn Du Dich nicht von einer Ausrede zur nächsten Ausrede hangelst. Irgendwann kommen die Fragen, warum Du nicht trinkst usw. Wenn Du konsequent eine Ansage machst und dazu stehst, bleibt Dir das erspart. Heimlich trocken werden, das wird nichts, glaub mir.
Möchtest Du Dich hier regelmäßig austauschen? Linde hatte Dir schon den link gesendet, wo Du Dich für den offenen Bereich des Forums kurz bewerben könntest, damit Du freigeschaltet werden kannst dafür.
Hier ist ja "nur" der Vorstellungsbereich.
Ich wünsch Dir einen schönen Sonntag.
LG Cadda
Hallo Peter,
ich kann Deine Entscheidung sehr gut nachvollziehen. Du schützt Dich damit ja auch und es ist gut, dass Du auf Dich achtest. Mir tut es sehr leid, das wollte ich gern einmal loswerden. Ich finde es beruhigend zu lesen, dass auch in solchen schlimmen Situationen Alkohol keine Rolle spielt. So soll es sein!
LG Cadda
Hallo Sensual,
mir hat es geholfen, mir immer und immer wieder vor Augen zu führen, was schon alles passiert ist und ganz realistisch zu erkennen, dass es so bleiben wird bzw. noch viel schlimmer werden wird.
Außerdem ist es wirklich ein Fass ohne Boden, einem Alkoholiker zu erklären, was Recht und Unrecht ist. Ich weiß genau, wie Du Dich fühlst. Du möchtest so gern, dass er es versteht, aber es prallt alles ab und der Spieß wird leider noch umgedreht. Ich kann Dir aber Eines versichern:
Du kannst es noch so oft versuchen und selbst WENN er mal einsichtig ist. Spätestens, wenn er selbst merkt, dass er aus der Sucht doch nicht raus kommt, dann wird wieder die Schuld woanders gesucht, denn er braucht eine Begründung für sein Verhalten bzw. das Saufen.
Ich weiß wie gesagt, wie schwer das ist, sich nicht mehr erklären zu wollen. Ich bin auch ein Mensch, der eine Sache am liebsten "rund" hat. Aber glaub mir, Du kannst Dir die Energie sparen. Sie verpufft in der Luft, bevor es bei ihm angekommen ist.
Liebe Grüße
Cadda
Nein, damit kommt man nicht zurecht. Das Problem ist aber, dass sich die Situation nicht ändern wird, da er Alkoholiker ist und offensichtlich nichts ändern wird/will. Also kann man nur die Wahl treffen zwischen "Halte ich das weiter aus" oder "Verändere ich etwas an der Situation".
Wenn Du Dich für die zweite Variante entscheidest, also etwas zu verändern, dann kannst Du schauen, WAS Du tun kannst. Gibt es die Möglichkeit durchzusetzen, dass ER gehen muss oder gehst DU? Anders ist es ja im Grunde genommen nicht möglich, es sei denn, Du entscheidest Dich für die erste Variante, nämlich dass Du die Situation weiterhin aushalten wirst.
Mir tut es leid, Du steckst in einer schwierigen Lage. Ich weiß auch, dass es sich leichter sagt, als wenn man mitten in der Situation steckt. Aber von außen betrachtet, kann es nur so laufen, wie ich oben geschrieben habe.
LG Cadda
Hallo Sunny,
erstmal herzlich Willkommen hier. Die Situation ist natürlich nicht einfach, wenn man einen Partner bzw. einen Verwandten hat, der Alkoholiker ist.
Fakt ist, dass Du ihn nicht überzeugen können wirst, einen Entzug zu machen. Ob er nun aggressiv durch Alkohol ist oder eh eine aggressive Persönlichkeit hat (das geht nämlich auch, ohne dass man Alkoholiker ist und umgekehrt gibt es auch Alkoholiker, die absolut friedlich sind) ist hierbei völlig zweitrangig. Du kommst mit ihm nicht zurecht und das Einzige, was Du tun kannst, ist DICH zu ändern bzw. DEIN Verhalten zu ändern.
Wie kannst Du Dich also am besten von ihm abgrenzen?
LG Cadda
Guten Morgen Stern,
ich wollte neulich schon in Dein Tagebuch schreiben, aber nun bin ich in diesem Thema gelandet. Möchte trotzdem vorab einmal sagen, dass ich gern bei Dir lese. Ich finde, Du nimmst Dinge sehr gut an. Du befindest nicht alles für gut und richtig, aber Du machst Dir Gedanken und lässt Dinge sacken. Das finde ich gut ![]()
So und nun zu diesem Thema:
Es stimmt zwar, dass es die Kollegen am allerwenigsten etwas angeht. Aber ist es nicht so, dass es im Grunde NIEMANDEN etwas angeht, wenn es danach geht?
Wenn ich meine Kollegen bei Gelegenheit darüber informiere (nie einen Staatsakt draus machen, einfach nur locker berichten, denn je unkomplizierter ich das sage, umso unkomplizierter kommt es an), dann mache ich das doch nicht, weil ich denke, dass meine Kolleginnen ein Recht darauf haben, das zu erfahren und weil es sie etwas angeht! Das mache ich doch nicht für SIE, sondern für MICH! Weil ich mich damit schütze! Ich komme dadurch nicht immer wieder in die Situation, dass ich erzählen muss, warum ich z. B. auf einer Betriebsfeier keinen Alkohol trinke.
Außerdem mache ich das für MICH, weil ich hinterher stolz auf mich bin, dass ich mich eben NICHT klein und hässlich fühle vor lauter Scham, weil ich alkoholkrank bin. Ich wachse dann doch in meinem Entschluss. Ich stehe dann zu meinem Entschluss und das gibt mir doch dann Selbstbewusstsein.
Wie gesagt: Klar geht es niemanden was an. Darum geht es aber auch überhaupt nicht. Es geht um MICH und darum, dass ich mich selbst festige.
LG Cadda
Hallo Alex, mir gefällt Dein Beitrag sehr. Weil er einfach zum Thema total passend ist. Denn Du bist in dem Moment, wo Du hier davon berichtest, ja auch offen mit Deiner Krankheit umgegangen und das finde ich klasse. Danke für das Vertrauen, kann ich an der Stelle nur sagen.
Ich finde es auch absolut vergleichbar, denn es geht darum, dass Alkoholismus oder eine psychische Erkrankung Dinge sind, für die viele Menschen sich schämen. Es ist selten ein Problem für Menschen, wenn es um eine Krankheit wie z. B. Herzprobleme, Rheuma oder sonstiges geht. Sobald es aber um eine Sucht oder psychische Erkrankung geht, wird das von einigen halt noch als Schwäche gesehen. Meiner Meinung nach ist es aber gerade wichtig und hilfreich, aus dieser vermeintlichen Schwäche eine Stärke zu machen, indem man eben zu seiner Krankheit steht.
Ich weiß, dass viele das einfach nicht möchten und das muss man ja auch akzeptieren, gerade wenn zu befürchten ist, dass jobtechnisch Nachteile entstehen. Das muss man akzeptieren. Jeder muss das für sich selbst entscheiden. ICH persönlich habe allerdings noch zu keinem einzigen Zeitpunkt bereut, offen mit meiner Krankheit umzugehen. Es kommt eben immer darauf an, WIE man darüber berichtet. Je unspektakulärer ich es rüberbringe, umso unspektakulärer wird es von meinem Gegenüber aufgenommen.
LG Cadda
Hallo Aram,
ich finde es normal, dass Du unmotiviert bist. Dass es für Dich kein Zurück gibt, ist sehr viel wert, Du ersparst Dir dadurch eine Menge Leid. Manche Dinge richten einfach zu viel an.
Meiner Seele hilft immer ein Spaziergang, egal bei welchem Wetter. Probiere es mal aus ![]()
Cadda
Hallo Twingo,
er will Dich mit dem Argument locken, dass er trinkt weil er über die Fernbeziehung unglücklich ist. Du denkst vielleicht, wenn Du dann bei ihm wohnst, ihn unterstützt, dann wird es besser….
Wird es nicht!! Glaube mir!! Die Voraussetzungen sind katastrophal. Es wird schlimmer für Dich, je weniger Abstand zu hast. Seine Einstellung sagt doch alles….
Tu Dir das nicht an!
LG Cadda
Hallo Tellerrand,
das passiert manchmal, dass ein Gegenüber es gut meint und die Sucht verharmlost, weil Du Dich besser fühlen sollst (oder wie hier schon vermutet, dass ER sich besser fühlen will).
Mich macht das wütend. Gute Reaktion wäre:
„Stellst Du meine eigene Wahrnehmung in Frage??“
Schon ist der Spieß wieder umgedreht.
LG Cadda
Meine Freunde und Familie wissen Alle Bescheid und es hilft mir enorm. Am Anfang war es ein Schutz für mich, weil ich nicht einfach hätte wieder trinken können, ohne dass alles mitbekommen hätten, dass ich einen Rückfall erleide. Inzwischen ist es hilfreich für mich, weil ich einfach immer reden kann über meine Gefühle in Bezug auf das Trinken oder die Vergangenheit usw.
Ich habe bisher fast ausschließlich positive Reaktionen erlebt. Ich dramatisiere es aber auch überhaupt nicht. Am Anfang hatte ich immer das Gefühl, ich beichte gerade etwas. Heute habe ich nur noch das Gefühl, ich berichte etwas. Es ist für mich völlig unspektakulär. Genau so bringe ich es auch rüber, falls ich mit Jemanden auf das Thema komme.
Es verändert sich die Art und Weise des Darüber-Redens. Anfangs hatte ich das Gefühl, ich müsste erklären, weshalb ich nichts trinke. Das habe ich heute nicht mehr. Beispiel gestern bei einem Treffen nach der Arbeit mit den Kolleginnen. Nicht nur die engeren Kolleginnen (die wissen davon), sondern eben auch aus anderen Bereichen. Jemand fragte mich, ob ich auch mit dem Taxi nach Hause fragte. Früher hätte ich erklärt, dass ich nichts (mehr) trinke und grob gesagt warum (schon genug Alkohol im Leben getrunken oder was auch immer). Heute antworte ich lediglich: "Nein, ich fahre selbst, ich trinke keinen Alkohol". Fertig.
Das wird oft einfach so hingenommen, weil es für die Nicht-Abhängigen unter uns auch einfach nicht ungewöhnlich ist, nichts zu trinken. Wenn Jemand doch nachfragt, antworte ich je nach Person. Entweder sage ich, dass ich in meinem Leben mehr als genug getrunken habe, Alkohol nicht vertrage oder was auch immer. Oftmals, wenn ich die Person jedoch mag, dann sag ich einfach wie es ist. Es kommt immer auf die Situation an.
Je länger ich trocken bin, umso weniger wird es jedoch überhaupt irgendwo Thema.
Mir persönlich gefällt es jedenfalls, offen mit dem Thema umzugehen. Ich schäme mich nicht. Im Gegenteil. Ich bin stolz, dass ich es aus der Abhängigkeit geschafft habe.
LG Cadda
Hallo Aram,
im Grunde genommen ist es ganz einfach, wenn Jemand Dir sagt, dass Du ihm doch jetzt noch eine Chance geben müsstest usw.
Du brauchst doch lediglich sagen, dass es leider zu spät ist, dass ZU viel passiert und dadurch Deine Gefühle für weg sind. Aus Mitleid bleibt man nicht mit Jemanden zusammen. Und das Argument mit den Gefühlen, sie weg sind oder sich verändert haben ist ein Argument gegen das man eh nicht gegenan kommt.
Lass Dich auf Deinem Weg nicht aufhalten! Du hast Dich angefangen zu lösen und das ist Dein gutes Recht! Du bist ihm nichts schuldig, nur weil er jetzt trocken werden will…
LG Cadda
Bitte glaub mir, dass es richtig ist. Du kannst SO nicht glücklich werden. Und Deine Kinder erst Recht nicht. Versuche einen Plan zu machen. Es wird eine schwierige Zeit, aber glaub mir, wenn erstmal alles überstanden ist, wird es Dir besser gehen!
LG Cadda
Guten Morgen,
im Grunde genommen ist es wie in allen anderen Geschichten auch hier:
Er säuft, weil er süchtig ist und damit er diese Tatsache ertragen kann, bekommst Du die Schuld.
Er belügt und betrügt Dich und wenn Du ihn dann logischerweise kontrollierst, dreht er den Spieß um und Du bist Schuld. Dann geht es nur noch um Dein Fehlverhalten und das eigentliche Problem, nämlich, dass er Dich hintergeht, lügt und betrügt und für dumm verkauft, das verschwindet schön im Hintergrund.
Warum er das macht? Weil er es kann. Es funktioniert ja.
Es wird sich nichts ändern, solange Du in dieser kranken Beziehung bleibst und immer wieder auf ihn reinfällst, nur weil er mal lieb sein kann. Das kann JEDER Mensch auf dieser Welt.
Rette Dich, Du verschwendest Deine kostbare Zeit. Ganz ehrlich.
LG Cadda
Hallo MarMer,
leider täuscht man sich manchmal. Ich dachte auch mal, den Richtigen gefunden zu haben. Im Nachhinein betrachtet war er es nicht.
Wenn er der Richtige wäre, würdest Du nicht solche Sorgen haben. Mit dem Richtigen muss man kein Leid und Kummer ertragen.
Magst Du noch ein bisschen was erzählen? Wie geht es Dir gerade?
LG Cadda
Hallo Pepi,
ich finde es klasse, wie Du schreibst. Du bist ehrlich Dir selbst gegenüber und diese Selbstreflektierung wird Dir sehr helfen. Du hast es schon mal von Anfang an richtig gemacht. Du hast Dich Deinem Freund anvertraut und bist zum Arzt und hast Dich nun hier angemeldet. Du siehst es selbst kritisch, das mit Deiner Arbeit, auch wenn Du momentan einfach nun mal in dieser Lage steckst.
Mich erinnert Deine Geschichte sehr an meine Geschichte. Ich habe auch so lange Zeit getrunken, auch heimlich. Später nicht mehr, als ich einen Partner hatte, der ebenfalls trank. Aber dieses unkontrollierte Trinken, so dass man gemerkt hat, dass ich betrunken bin. Dann dieses Schämen über die Tatsache, dass Alle bemerkt haben, was los ist. Und diese Scham hält man nicht aus, so dass man wieder und wieder trinkt. Im Grunde genommen war das bei mir der Teufelskreis. Ich war auf Partys so betrunken, weil ich grundsätzlich abgestürzt bin. Das wiederum hat dazu geführt, dass mir das vor dem nächsten Weggehen so peinlich war, dass ich vorher schon was trinken musste, weil es dann alles nur noch halb so schlimm und halb so peinlich war. Dieses vorher trinken hat dann aber wiederum dazu geführt, dass ich auf dieser Feier wieder abgestürzt bin. Ein absolut beschi...... Teufelskreis.
Pepi, hier wirst Du vermutlich nicht zu hören bekommen, dass Deine Arbeit mit der Abstinenz zusammenpassen wird auf Dauer. Das hast Du aber ja schon selbst im Hinterkopf. Kümmere Dich nun erst einmal um die Schritte, die Du bereits eingeleitet hast und vielleicht bekommt Du es ja langfristig gesehen hin, Dich umzuorientieren? Wie gesagt, finde ich am Wichtigsten, dass Du Dir selbst bereits Gedanken zu all dem machst.
Bei mir war es übrigens auch ein ähnlicher Tiefpunkt, wie bei Dir. Alle haben es mitbekommen, mein Ex-Mann (Vater meiner Kinder) hat mir nach meinem letzten Absturz noch einmal so richtig die Meinung gegeigt und am nächsten Tag habe ich mich ausgenüchtert und seit dem keinen Tropfen mehr angerührt. Ich habe am nächsten Tag eine lange whats app Nachricht verfasst, in der ich meine Entscheidung, dass ich zukünftig nichts mehr trinken möchte, all meinen Lieben um mich herum mitgeteilt. Ich bin von da an offen damit umgegangen. Das hat mir persönlich sehr geholfen, es war ein Schutz für mich.
Ich habe mich unglaublich erleichtert gefühlt, weil ich wusste, das war es jetzt. Vielleicht geht es Dir auch so. Halte daran fest!
Das Gefühl, dass man verzichtet, verändert sich übrigens. Ich habe inzwischen überhaupt keinen Verzicht-Gedanken mehr. Ich bin einfach nur froh, dass ich frei bin. Die Festplatte wird neu bespielt. Es wird von Zeit zu Zeit immer normaler, dass man einfach nichts mehr trinkt. Hab keine Angst davor, es lohnt sich so sehr!
LG Cadda