Beiträge von °Avalon°

    Salü Hartmut. Das Selbstmitleid..ja... das kenn ich aus meiner Saufzeit, jedoch hat mich dies in meinen letzten beinahe zwei Wochen, in welchen ich jetzt abstinent bin, dann und wann auch eingeholt. Hat mich nicht weiter gebracht. Und aus meinem Saufdruck kam ich nur raus indem ich genau dieses Selbstmitleid beiseite legte, mich bei der Hand nahm und etwas getan habe.. also irgendwas... da reichte schon "Kochen" oder "Aufräumen"...

    Ich hoffe dass dieses "Kerlchen Selbstmitleid" bald mal verschwindet...

    (ja, ich weiss, ich bin jämmerlich...manchmal zumindest..)

    Ich hatte vor einem halben Jahr aufgehört zu rauchen... hielt das ne ganze Woche durch, ebenso liess ich den Alkohol weg. (na, weil ich krank war... )

    Dann, am Wochenende... nachdem ich ein paar Gläser Wein getrunken hatte, hielt ich es nimmer aus, ich MUSSTE einfach rauchen... ist krass.. umgekehrt ist das nämlich nicht so. Ich kann rauchen, verspüre aber keinen Saufdruck.

    Das Rauchen werde ich jedoch auch aufgeben müssen. Behelfe mir derzeit mit diesem Tabak-Erhitz-Zeugs, da ist wenigstens kein/kaum Teer drinne... nur das äusserst effiziente Nervengift Nikotin.

    Vielleicht krieg ich das ja bald mal hin.. morgen oder so.. *chchch*...

    A Propos "morgen"... es gibt da von den EAV dieses Lied... "ja morgen, ja morgen...fang i a neus Lebn an... und wenn ned morgen.. dann übermorgen... oder vielleicht erst irgendwann... "
    Da gehts um nen Säufer... und es gab so viele "Morgen"'s für mich, ich kann das gar nicht zählen...

    Zitat

    Ob verlogen, als Alibi oder was auch immer, aber Trinkpausen sind wohl ein Zeichen dafür, dass man irgendwo noch ein Fünkchen Kontrolle und Reflexion hat...

    Ja, ein Fünk'chen... leider fragt sich bloss für wie lange.. also bei mir zumindest wurden die Pausen immer kürzer, und meine Ausreden, warum ich die Pausen frühzeitig abbrach, immer fadenscheiniger.

    Ich bin froh, diesen Weg jetzt zu gehen... auch wenn's manchmal juckt. Das hat es vorher eigentlich viel öfters, auch saufen hat das nicht wirklich gestillt. Ich bekam währenddem ich soff Lust auf saufen, so sehr war/bin ich dem Zeug verfallen...

    Man soll aufhören wenn's weh tut. *g*

    Lieber Vollwaise

    Weisst Du was? Mich stört diese leicht angriffige Schreibe von Dir. Es ist und bleibt hier ein Angebot, welches ich wahrnehmen kann oder es sein lassen kann. Ich komme nicht hierher um den Leuten zu erklären warum sie irgendwas falsch machen. Ich komme auch nicht hierher um zu zeigen: guck, ich mach das alles richtig, ohne Hilfe. Ich komme auch nicht hierher und unterstelle den Leuten irgendwelches Zeug, und schon gar nicht warum sie hier sind.

    Wenn Du Dich zu denjenigen zählst, der möglicherweise bis an sein Lebensende trocken bleiben wird, ohne 19€ pro Monat, dann ist's doch gut so. Bleib im offenen Bereich, oder lasse es sein. Ist Deine Entscheidung.

    Du bist jetzt wie lange schon trocken? Schau... ein LZT ist zwar kein "priesterähnliches" Individuum für mich, jedoch anerkenne ich die Leistung, welche dahinter steckt.

    Und die LZT hier haben es sich zur Aufgabe gemacht, ehrenamtlich denjenigen auf die Sprünge zu helfen, die dieses Angebot wahrnehmen WOLLEN. Auf IHRE Weise. Ich weiss gar nicht warum Du hierher kommst, irgendwas von "Kindergarten" faselst.. wem willst Du da etwas beweisen, und wieso überhaupt?

    Dir schmecken die Regeln hier nicht? Dann lass es doch einfach sein, statt beleidigend zu werden.

    Ich habe Dein Initial-Post gelesen. Viel Text. "Uff", dachte ich, habe mich jedoch durch Deine Geschichte gelesen.. scheinst ein Kerl mit Grips zu sein. Kleine Bemerkung am Rande: Verwende den um konstruktive Kommentare abzugeben. Was ich da von Dir lese scheint von Destruktivität nur so zu triefen, und das bringt Unruhe. Eine Unruhe, welche den einen oder anderen von hier vertreiben könnte...

    Es gibt sicher Leute hier, denen das Forum eine grosse Stütze ist. Welche darauf angewiesen sind, da sie auf Grund der sozialen Deprivation, welche mit jahrelangem Vollsuff in der Birne einher gehen könnte. Für die kann ein Aussteigen (weil sie's hier nimmer aushalten) lebensgefährlich sein.

    Also.... wenn Du schon so ein intelligentes Kerlchen bist, dann sei bitte gleichzeitig auch verantwortungsvoll. Wenn Du schon so viel begriffen haben möchtest, dann teile Dein Wissen auf annehmbarere Weise. Denn es ist eine Selbsthilfe-Plattform, und die lebt von den Inhalten, welche wir hier alle reinstellen.

    Kritik ist okay. Aber irgendwohin zu kommen um dann (ohne sich erst mal einen wirklichen Einblick in die Leistung, die dahinter steckt, zu verschaffen) drauflos zu stänkern, empfinde ich als etwas fragwürdig.

    Ich tät' Dich und Deinen wachen Geist gerne schätzen lernen - jedoch machst Du mir das grad sau schwer.

    Lieber Gruss

    Flo

    wenn er das tatsächlich meint, dann hat er es noch nicht begriffen, d.h. irgendwann gehts von vorne los.... ich kenne keinen einzigen alkoholiker welcher es schafft, dauerhaft nur noch in massen und wenig zu trinken.

    ganz ehrlich: du hast jetzt abstand, behalte diesen. egal wer was sagt. und noch was : "scheisse" verblasst schnell. man erinnert sich dann allzugerne an das schöne, das gewesen ist... und vergisst wie man gelitten hatte...

    sei auf der hut!

    Lol...also das mit dem "lustig sein" hab ich bereits kennengelernt... ich bin VIEL lustiger ohne das Zeug. Und vor allem ECHT lustig... nicht diese draufgesetzte, dumpf-brummige, künstlich erzeugte Ausgelassenheit..

    Hatte diese Woche eigentlich viel mehr gute Momente wie vorher...

    Diese Trigger legen sich mit der Zeit? Gut so.. freut mich, das zu lesen.. :)

    Zitat von Hull

    Was spricht denn gegen nüchterne Karaoke?

    Nichts. Bloss triggert mich das Karaoke, weil wir es stets ziemlich dicht durchführten. Aber es wird die Zeit kommen, da werden wir das mit Freude ohne Alk machen.. hoff ich zumindest. :)

    ... aber es triggert mich ja noch so verdammt viel, ist richtig zum k*****...

    Nun, ich wollte das auch erst ohne Therapie und ohne IRL-SHG durchziehen. Da ich dies jedoch während meinen selbstauferlegten Trinkpausen gemacht habe, und es stets zu einem verfrühten Abbruch der Pause geführt hat, sehe ich darin wenig Wert oder Sicherheit. Klar, besser als zu trinken und so weiter zu machen wie vorher ist es auf jeden Fall.
    Aber gerade als labiler Mensch - und das bin ich - sollte ich mir möglichst viele "Anker" zulegen.
    Für mich ist es völlig ausser Frage dass ich...

    .... in eine SHG vor Ort gehen muss. Habe eine gefunden, sie scheint nett zu sein. Und ehrlich.

    .... bei einer Fachstelle für Suchtproblematik regelmässig ein Einzelgespräch führe. Habe ich vorgestern gemacht, und es war gut/aufschlussreich.

    .... eine Psychotherapie aufnehme. Es gibt nämlich gute Gründe, warum man ein "Suchtmensch" ist. Und diese sind nicht nur durch "Veranlagung" zu erklären. Ich denke dass es wichtig ist, seine eigenen Abgründe nebst demjenigen der Suchtproblematik zu kennen, und zu verarbeiten.

    ..... das Leben zu verändern. Da bin ich noch nicht so gut unterwegs/aufgestellt, aber das wird schon noch. Bin ja erst bei Tag 5. "Es reicht nicht, nicht zu trinken" eben... (der beste Satz den ich seit langem gelesen habe)

    Insofern.. ich kann Therapien / Gesprächsrunden nur wärmstens empfehlen. Sie geben ein bisschen mehr Stütze, Sicherheit... (wobei man ja eigentlich NIE wirklich in Sicherheit zu sein scheint)

    Also ich weiss nicht, wie nahe ich am Tod vorbeigeschrammt bin, oder an bleibenden Schäden, welche mir das tägliche Leben schwer machen... aber bei etwa 2 Flaschen Weisswein pro Tag war ich wohl nicht weit davon entfernt... (hab aber keine Ahnung wieviel es verträgt)
    Gestern, als ich das Bier im Keller weggeschüttet habe, weil ich ein alkoholfreies zu Hause haben möchte, dachte ich erst: warum bringst das nicht in die Bandprobe, die sollen das dann mitnehmen... aber irgendwie...naja... ich entschied dann für mich: Eigentlich frevelhaft, andere Leute absichtlich zu vergiften. Wenn ich schon diese Einstellung haben möchte, und ich verinnerliche mir diese jetzt täglich, dann muss ich das auch zu Ende denken... die sollen machen was sie wollen, aber ich tu's weder unterstützen noch schönreden.. denn es IST ein Nervengift, und es macht die ganze Gesellschaft irgendwie krank (und gleichgültig / gefügig). Diese beinahe "militante" Haltung von trockenen Alki's ist sicher Selbstschutz, bei mir jedenfalls (auch). Heute ist zwar erst Tag 5 angebrochen, aber der Weg wird immer klarer...

    Naja... ich glaube nicht, dass man sich dafür schämen muss, Alkoholiker zu sein. Wohl eher dafür dass man es ist, und nichts dagegen tut. Und am meisten muss man sich vor sich selbst schämen, denn an sich selber vergeht man den Verrat, welcher irgendwann zum Tod führt. Wie die hier so schön sagen: "Selbstmord in Raten". Stimmt für mich zumindest. Den gesellschaftlichen Mehrwert eines bekennenden Alkoholikers finde ich auch bemerkenswert. Vielleicht ist das darin begründet dass im Prinzip die ganze Welt mehr oder weniger Alkohol konsumiert. Hatte man doch als Kind schon gelernt dass Alkohol schädlich sei - und nun machen wir das selber... Wenn jetzt also einer daherkommt, und auf Alkohol verzichtet, dann ist er entweder voll der Sonderling und Exzentriker, oder aber er ist ein trockener Alkoholiker. Und dieser Spielverderber hält mir dann den Spiegel vor, denn ich hinterfrage da automatisch meinen Konsum, und diese Selbstrechtfertigungsaktion ist dann eigentlich voll die Spassbremse...

    Es mag ja vielleicht sogar hinkommen dass man ein Exzentriker, Sonderling oder trockener Alkoholiker ist.. jedoch wird da irgendwie ignoriert dass Alkohol schlicht und einfach schädlich ist, und KEINEM Menschen auf Anhieb geschmeckt hat, als man es zum ersten Mal ausprobierte. Nöö...sowas musste unter Qualen antrainiert werden. (wie dämlich) Und den ersten Suff erzählt man dann schon beinahe "stolz"... (hurraa, ich bin erwachsen? :lol: )

    Ich bin erst bei Tag vier, jedoch merke ich, dass ich bereit bin, den Blick oder die Kommentare derer, die weiter saufen, zu "ertragen". Es ist mir zwar nicht wurst, aber meine Gesundheit, mein Leben, das ist mir noch viel weniger wurst.

    Ah... ihr ordnet also nicht thematisch sondern pro Nutzer...gut zu wissen, bin das anders gewöhnt...

    Dann sind aber sämtliche meine Titel voll danebengegriffen... d.h. wiederum dass ich einen (letzten) Thread mit allgemein gefasstem Titel eröffnen möchte... hihi.. so à la "Flo's Gedanken und Fragen" oder so ähnlich... sonst hat man ja immer das Gefühl ich schreibe über Beziehungsprobleme ... oder stell mich immer noch vor... hihi..

    Du hast mir da ne tolle, ausführliche Antwort geschrieben.. ich ess jetzt erst mal mit den Kids, danach werde ich sehr gerne darauf eingehen.

    Lieber Gruss

    Flo

    Naja... Stellenwert... ich schätze meine Partnerin so ein dass sie mich voll unterstützen wird. Das wäre nicht mal das Problem. Ich hab sie auch schon informiert, dass ich trocken werden möchte...

    Nein... ich habe vor etwas ganz anderem Schiss... es liegt im Bereich des Möglichen dass wir unsere Beziehungsprobleme mit Alkohol überspielt haben. Bin mir fast sicher, dass dem so ist. Meinerseits trifft es nämlich schon mal zu. Muss hier mit ihr das Gespräch suchen...
    Und wir werden hart an uns arbeiten müssen, um neue gemeinsame Aktivitäten zu finden, ansonsten sehe ich für unsere Beziehung eher schwarz.

    Aber das bringt mich nicht in's Zweifeln, denn sonst würde ich (weiterhin) eine Lüge leben, sondern das macht mir schlicht und einfach nur Angst. Wahrheit kann weh tun...

    Vielleicht kommt's aber ganz anders, und wir werden glücklicher wie je zuvor.. on verra, sagt der Franzose, und ich guck mal mit.. *g*..

    Zitat

    Mach die Bude alkoholfrei und spreche mir Ihr , das es auch kein gemeinsames Saufen mehr gibt. Dann siehst du welchen Stellenwert die Beziehung hatte oder noch hat.

    So sei es... Danke für Deine Antwort. Ich schätze Dich als sehr geradlinig ein, und kann mir gut vorstellen dass man das in meiner Situation ebenfalls sein muss, sonst klappts nicht.

    Ach ja...ihr seht vielleicht dass ich da einen Thread um den anderen eröffne..

    Möchte betonen dass ich zwar durchaus jemand mit einer grossen Klappe bin, jedoch tu' ich das nicht, weil ich hier den Max raushängen möchte, sondern weil ich viele Fragezeichen habe, Ängste habe. Und ich hatte noch nie in meinem Leben die Gelegenheit, so offen darüber zu sprechen, mal abgesehen vom Therapeuten.

    Hoffe ihr versteht das...

    Gerne nahmen wir "ein Gläs'chen", oder mehr... manchmal haben wir beide ziemlich besoffen noch Karaoke gesungen, und ganz ehrlich: Das fand ich toll. Ich werde es vermissen. Und ohne Alk wird es nicht dasselbe sein.

    Ich frage mich indessen auch was bei uns denn die Rolle des Alkohols in der Beziehung war..

    Meine Partnerin pflegt zwar hie und da auch den Missbrauch, jedoch kann sie ohne mit der Wimper zu zucken darauf verzichten. Sie säuft auch nicht so viel wie ich gesoffen habe, und das ist nicht nur auf ihre eher zierliche Statur zurückzuführen.

    Ich habe Angst dass sich da Abgründe auftun werden. Denn da und dort haben wir sicherlich die Beziehung interessant gebechert. Mein zukünftig neues Leben wird die Beziehung verändern. Oder es wird sie kaputt machen. Wobei... was ist daran noch intakt, wenn man ohne Alk keine führen kann?...

    Was habt ihr da so für Erlebnisse / Erfahrungen gemacht?

    Weiss auch nicht, warum ich da jetzt n Mitteilungsbedürfnis entwickel...*kopfkratz*... komisch, komisch.

    Aber ich sag's jetzt trotzdem. Mein erster Tag vom Rest meines Lebens verlief ganz anständig. Sogar etwas, was sich wie Motivation anfühlt, kam auch auf. Gegen das Aufflackern von Euphorie wehre ich mich - scheint ja ned wirklich ne gute Sache zu sein, so wie sich das bei Euch Erfahrenen anliest... der Fall danach ist sicher schwierig zu ertragen...

    Trotzdem. Ich bin zufrieden mit mir.

    Na, ich wünsche eine gute Nacht. Bis morgen...

    Zitat von Calida78

    IOft habe ich mir morgens vorgenommen: Ich trinke nie wieder - und nach Feierabend bin ich dann doch in den Supermarkt und habe mich bedient. Ich habe mir einfach nicht zugetraut, einen Abend mit allem Familienchaos - wie es nunmal ist - "durchzustehen" einfach so, nüchtern.

    Oh ja...das kenne ich... auf dem Weg nach Hause... die Vorstellung, sich jetzt mit seiner Familie abgeben zu müssen. Und das obwohl ich alle lieb habe... irgendwie traurig...

    Und auch das hier...

    Zitat von Calida78

    Und selbst am allerersten Tag hatte ich schon Freude. Freude, dass ich nüchtern war und meinen Kindern etwas vorgelesen habe und nicht schon nach dem nächsten Schluck gegiert habe, während ich las.

    ... heute hat's mich seit Längerem wieder WIRKLICH interessiert was sie beim Abendbrot erzählen.. ich musste nicht nur so tun, und durfte ganz entspannt das Abendessen geniessen... es wartete ja keine Flasche Wein auf mich. Irgendwie ist das äusserst befreiend. Jetzt schon. Frag mich zwar wie lange das anhält.... aber es fühlt sich überraschend gut an.