Beiträge von Twizzler

    Familie lebt nicht in seiner Stadt und wollen auch nicht einsteigen in das Drama. Da gibt es jedoch eine Vorgeschichte innerhalb der Familie.

    Die familie macht es genau richtig. Sie distanziert sich und gerät so auch nicht in den strudel der co-abhängigkeit.

    Zu deinem Plan von mir ein ganz klares:Nein!

    Du bist nicht für sein Leben und sein Wohlergehen zuständig. Das ist seine Aufgabe.

    Hast du das nur ins Auge gefasst um dein schlechtes Gewissen zu beruhigen? Wie geht's weiter wenn du fahren würdest und er liegt besoffen in der Ecke? Hilfst du ihm dann, kümmerst dich? Dann steckst du wieder mittendrin.

    Jetzt hast du die Chance aus diesem kranken Konstrukt auszusteigen. So gut hast du die letzten Tage durchgehalten. Auch wenn es schwer ist. Wenn er sich dafür entschieden hat zugrunde zu gehen, dann lass ihn diesen weg alleine gehen und gehe nicht mit kaputt.

    Ich finde nicht, dass Alkohol überhaupt einen Glücksfaktor hat. Nicht bei uns Alkoholikern.

    Alkohol beseitigt die Entzugserscheinungen

    👍

    Und genau das ist es, was mir damals ein Glücksgefühl vorgegaukelt hat. Das Beseitigen der Entzugserscheinungen. Bei mir waren es vor allem die psychischen.

    Beim Rauchen habe ich das ganz ähnlich erlebt.

    Ja, das mag sein. Das hatten viele von uns. Es gibt uns trotzdem nicht das Recht alle Menschen um uns herum zu manipulieren. Aber dafür braucht es auch zwei. Einen der manipuliert und einen der sich manipulieren lässt.

    Du suchst nach gründen und Entschuldigungen für sein Verhalten. Das wird dich aber auf deinem Weg nicht nach vorne bringen. So lange du das noch machst, hat er dich und dein Verhalten weiterhin fest in seiner Hand und kann dich steuern wie er es braucht.

    Ich schreibe dir das nicht, weil ich dich verletzen möchte. Es ist aber eine sehr ungesunde Beziehung in der du da steckst. Er hat eine unberechenbare Art und das finde ich persönlich sehr gefährlich für eure weitere, besonders aber für deine Entwicklung.

    Die Vorstellung am Tod eines Menschen ursächlich beteiligt zu sein ist für mich kaum zu ertragen.

    Das ist auch absolut nicht der fall. Du bist nicht die ursache. Auch nicht anteilig.

    Das versucht er nur dir einzureden weil er nicht die verantwortung für sein leben übernehmen möchte. Und das leider auch ziemlich erfolgreich.

    Indem du dich nicht auf diese emotionale Erpressung einlässt.

    Auch wenn das jetzt hart klingt: wenn er gegen einen Baum fahren will, ist das seine Entscheidung. Wenn er sich zu Tode saufen möchte, ist das seine Entscheidung.

    Du bist nicht für sein Wohlergehen verantwortlich.

    Nur für dein eigenes.

    Bei dem Thema emotionale Erpressung werde ich auch ziemlich wütend, weil es so ziemlich das mieseste Mittel ist, jemandem eine Verantwortung aufzudrängen, die nicht in seinem oder ihren Bereich gehört.

    Lass dich nicht so manipulieren. Er weiss genau, wie er dich in dieser Beziehung halten kann und wird das auch immer wieder gegen dich verwenden.

    Willst du so wirklich weiterleben? Zu allem ja zu sagen, bloß damit er keine Dummheiten macht? Wie weit soll das Spiel denn gehen? Wo soll das irgendwann mal hinführen?

    Kann er irgendwann alles von dir verlangen mit der Drohung sich sonst umzubringen?

    Er ist im höchsten Maße manipulativ und braucht Hilfe. Die kannst du ihm aber nicht geben. Und es ist auch nicht deine Aufgabe ihm diese Hilfe zu besorgen.

    Du wirst eher daran zerbrechen und mit ihm untergehen.

    lass dir gesagt sein: sehr viele alkoholiker lügen. Gerade dann, wenn sie wieder heimlich trinken und dies vertuschen wollen.

    Dann will er aber auch nicht aufhören. Sonst würde er dazu stehen und es angehen. Stattdessen wird gelogen und irgendwann wird dem co eingeredet, dass er/sie an Wahnvorstellungen leidet.

    Das kannst du dutzendfach hier nachlesen.

    Hallo Sun, herzlich willkommen hier.

    Wie lange trinkst du denn jetzt wieder? Seit zwei Wochen?

    Wenn du wirklich aufhören möchtest, sollte morgen dein erster Gang der zum Arzt sein um mit ihm den entzug zu besprechen.

    Für mich ist es lebensnotwendig, mich weiterhin mit meiner Krankheit zu beschäftigen, auch wenn ich schon ein paar Tage trocken bin. Vielleicht hast du das schleifen lassen? Komm erstmal in Ruhe hier an und schau dich etwas im forum um. Wenn du heute bereits getrunken hast, ist es eh besser, morgen mit klarem Kopf weiter zu schreiben.

    Wichtig ist für dich vor allem erst einmal der arzttermin, damit dein entzug begleitet wird.

    Kommt dein tiefpunkt vielleicht daher, dass du jetzt erkennst was es wirklich ist? Dass du die Augen vor der Wahrheit nicht mehr verschließen kannst und das mit großer Angst verbunden ist, auch in Aktion gehen zu müssen?

    Mein tiefpunkt damals war meine Rettung. Erst da konnte ich etwas an meinem Leben ändern.

    Ich traue mir und meiner Wahrnehmung manchmal selbst nicht. Dinge wie "mache ich zuviel Wind und da ist ja eigentlich gar nichts so Schlimmes" oder "heute waren es nur drei Bier - übertreibe ich etwa"?

    Die Fragen sollten anders sein.

    "Kann ICH damit leben?"

    "Bin ICH glücklich mit der aktuellen Situation?"

    "Sehe ICH mich in zehn jahren in der gleichen situation wie jetzt?"

    Was er macht, wieviel er trinkt ist total egal. Nicht egal ist, wie du dich damit fühlst.

    Wenn du damit nicht leben kannst, übertreibst du nicht.

    Ich als trockene Alkoholikerin könnte nicht mal damit leben, wenn ein Partner nur ein Bier am Abend in meinem Beisein trinken würde/müsste. Selbst wenn er dabei der liebste Mensch auf Erden wäre.

    Es geht um deine Gefühle. Das ist das wichtigste.

    Ich habe das früher auch häufiger probiert. Es endete jedes mal im Rückfall.

    Ich hatte das Gefühl von Alkohol beim Öffnen der Flasche, ich hatte den Geruch und Geschmack vom Alkohol. Nur der Effekt blieb aus. Und irgendwann reichte mir das nicht mehr.

    Ich habe mein suchtgedächtnis massiv getriggert und es wollte plötzlich wieder mehr.

    Ende vom lied: ich hing wieder an der Flasche.

    Sie wächst mit einem gestörten Männerbild auf und vor allem spielst du mit ihrem Glück und Leben. Kinder, die mit einem trinkenden Elternteil aufwachsen, haben ein extremes Risiko selbst abhängig zu werden oder sich einen abhängigen Partner zu suchen.

    Genauso. Das finde ich so wichtig.

    Problem bei vielen menschen: das liegt noch weit in der zukunft. Genau wie beim alkoholiker, der noch keine körperlichen Schäden davon getragen hat. Solange kann "man" ja noch weiter saufen. Es passiert ja nur den anderen und es ist noch lange nicht soweit.

    Und in ein paar jahren ist dieser punkt dann erreicht und man fragt sich "warum habe ich nicht früher gehandelt?"

    Aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen, dass mich weder eine dreijährige Therapie noch medikamente von meinem Psychiater, die ich 12 Jahre lang genommen habe, vom trinken abgehalten haben. Trotz dieser Dinge habe ich noch jahrelang gebraucht, um mir wirklich Hilfe zu suchen, um mit dem saufen aufzuhören.

    ich wäre ja Schuld an seiner Situation, ich würde in meiner schönen Wohnung sitzen und das ich ihn ja in die Obdachlosigkeit getrieben habe.

    Oh, das kenne ich auch noch zu gut.

    Mit meinem ex ist es seit ca. 5 Jahren vorbei. Allerdings säuft er immer noch und muss alle zwei Jahre umziehen, weil er sich mit jedem Vermieter anlegt bzw jede Wohnung quasi in Schutt und Asche legt.

    Aber genau das gleiche wurde mir damals auch vorgeworfen.

    Mir hat es damals geholfen den Kontakt komplett abzubrechen. Wäre das nicht eine Option für dich?

    Dann wird er eine andere Möglichkeit finden.

    Du bist nicht seine Mutter. Möglichkeiten hat er. Aber dann würdest du dir ja keine Gedanken mehr um ihn machen und er könnte die mitleids- und opferschiene nicht mehr fahren.

    Er ist erwachsen und für sein Leben selber verantwortlich. Halte dir das immer wieder vor Augen. Bleib stark.