Ich bin zwar wirklich jeden einzelnen Tag dankbar, dass ich nicht mehr trinken muss, aber gestern Abend ist mir mal wieder bewusst geworden, WIE unfassbar dankbar ich sein darf, dass ich nicht mehr trinken muss.
Meine vierjährige Katze hat morgens schon so komische Kopfbewegungen gemacht beim Fressen.
Da habe ich mir noch gar nicht so viel dabei gedacht. Ich bin ja dann auch erstmal drei Stunden unterwegs gewesen wg Zahnarzt etc.
Mittags wurde das mit dem Kopf dann häufiger und ich habe beim Tierarzt angerufen.
Ich konnte sogar gestern Abend noch hin. Um 20:30 war ich erst wieder zu Hause. Heute echt nicht auszudenken, wenn ich nachmittags schon betrunken gewesen wäre.....
Heute bin ich jedenfalls in einem richtigen Stimmungsloch. Da kommen diese depressiven Episoden wieder zum Vorschein.
Der Tag gestern hat mich einfach nur massiv überfordert.
Die Angst vorm Zahnarzt, die Panikattacken bei der Behandlung, die Sorge um die Katze, die drei Stunden die ich wg Tierarzt unterwegs war.
Viel zu spät im Bett gewesen und bei jedem kleinsten Geräusch wach geworden.
Und heute gehts mir nicht gut.
Ich bin traurig, müde, lustlos.
Und das ist ok. Denn auch solche Tage darf es geben.
Sie erinnern mich daran, dass ich dann milde mit mir sein darf und gut aufpassen darf, dass es mir wieder gut geht und ich zu alter Kraft zurück finde.
Also wird heute mal alles etwas zurück gefahren. Morgen starte ich dann wieder neu.
Es wird nur ein Drama, wenn ich eines daraus mache. Das habe ich heute gelesen und ich möchte keine Dramen mehr. Davon hatte ich zu Trinkerzeiten mehr als genug.
Ich gehe jetzt mal ins Vertrauen, dass es meiner Kleinen bald wieder besser geht und die Medis anschlagen.
So, tat mal gut, sich das von der Seele zu schreiben.
Auch trocken ist nicht immer alles Sonnenschein. Es gibt auch genug schlechte Tage. Das nennt sich "Leben".
Aber ich kann heute mit solchen Situationen umgehen und sie nüchtern (im doppelten Sinne) betrachten und in die Lösung gehen.
Dafür bin ich einfach nur unendlich dankbar.
Liebe Grüße
Twizzler