Beiträge von Twizzler

    45 Tage.
    Ich zähle nicht mehr jeden Tag mit, muss mich immer wieder an den Sonntagen orientieren. Die zähle ich.

    Und diese Zahl macht mich stolz.
    Wenn ich bedenke, wie langsam die Zeit in den ersten zwei Wochen verging.

    Die ersten drei bis vier Wochen war der Alkohol auch allgegenwärtig. Jedes Bier im Supermarkt, jede Reklame über dieses Thema....alles fiel mir sofort ins Auge.

    Im Moment ist es nicht mehr so extrem. Die Tage vergehen nicht mehr so langsam. Es bekommt alles wieder einen geregelten Ablauf.

    Ich habe endlich den Sport für mich entdeckt und freue mich über erste Erfolge beim Abnehmen.

    Abends kommt zwischendurch noch eine Art Leere. Die ich früher mit PC und Alk gefüllt habe. Aber sie verschwindet zum Glück auch nach ein paar Minuten wieder.

    Im Grunde gehts mir zur Zeit gut. Ich habe keinen Grund mich zu beschweren.

    Ich bin sehr froh, dass ich meinen Vater habe, mit dem ich über dieses Thema gut reden kann. Er war es, der mir immer wieder einen Tritt gegeben hat. Ihn frage ich, wenn ich mir unsicher bin, wenn ich Angst habe.

    Auf die Papiere für den Klinikaufenthalt warte ich immer noch. Es ist jetzt mindestens 7 1/2 Wochen her, dass sie abgeschickt wurden. Wie lange soll das denn noch dauern?

    Aufgeschrieben habe ich es einige Zeit sogar. Ich weiss gar nicht warum ich dass dann habe sein lassen.
    Sollte ich wohl wieder aufnehmen.

    Gerade habe ich ein intensives Sport-Programm hinter mir und freue mich jetzt einfach nur auf etwas Ruhe vor dem Fernseher. Schön so ausgepowert zu sein und dabei zu wissen, dass man etwas für sich getan hat.

    Ich wünsche allen einen schönen Abend.

    Noch ein paar Gedanken:

    Natürlich frage ich mich seit einiger Zeit, warum ich den Alkohol so missbraucht habe.
    Im Moment sehe ich ja, dass es auch ohne geht.

    Dazu sei nochmal gesagt, körperlich bin ich wohl nicht abhängig. Es findet bei mir alles im Kopf statt.

    Natürlich frage ich mich, was waren das für Situationen in denen ich getrunken
    habe.

    Irgendwie gab es kein einheitliches Muster, denke ich jedenfalls. Bestimmt irre ich mich ohne es zu wissen.

    Einsamkeit ist wohl ein großes Thema. Ich fühle mich alleine oft verloren und traurig. Kann die ruhigen Momente nicht richtig genießen obwohl ich eigentlich viel arbeite und um diese Momente glücklich sein sollte.

    Selbstwertgefühl ist eine andere Sache.
    Das war bei mir noch nie so recht vorhanden. Gerade in den letzten 12 Monaten habe ich 15 Kilo an Gewicht zugelegt, mich teilweise durch die starke Depressionen auch sehr stark gehen lassen. Ich habe gar nicht mehr auf mich geachtet.
    Mein Selbstwertgefühl war auch immer wieder Thema meiner 3-jähren Therapie die ich vor zwei Jahren beendet habe.

    Zu meiner Therapeutin werde ich bald wieder gehen. Erst möchte ich allerdings die LZT beenden da ich nicht glaube, dass ich beides vereinen kann.
    Aber die Therapeutin ist bereits informiert und ich stehe auf der Warteliste.

    Jetzt habe ich zwar wieder angefangen auf mich selber zu achten, das Selbstwertgefühl ist allerdings immer noch stark angekratzt.

    Ich merke aber gerade, dass all das auch ohne Alkohol geht. Die Gedanken, die Trauer, die Wut, die Leere, die Freude.
    All das geht, ohne zu trinken.

    Und ehrlich gesagt, mir macht das Angst!
    Angst rückfällig zu werden weil ich es irgendwann vielleicht doch nicht mehr aushalte.
    Angst weil es mir manchmal einfach zu leicht erscheint.

    Ich möchte nicht mehr so sein wie ich war, als ich betrunken war. Ich bin ein wirklich schlimmer MEnsch wenn ich betrunken bin. Dieses andere Ich macht mir genauso Angst.
    Nüchtern bin ich aber kontrolliert. Betrunken nicht.

    Die letzten Wochen/Monate liefen so, dass ich keine 3 Tage ohne Alkohol aushalten konnte. Dann bin ich die Wände hoch gegangen und habe mich abgeschossen. Rauschtrinker eben.

    Ich bin gerade verwirrt, ängstlich, vorsichtig.
    Viele Gefühle jedenfalls.
    Auch Stolz.
    Himmelhochjauzend zu Tode betrübt.

    Irgendwie schreibe ich wirr. DAs merke ich selber gerade.
    Vielleicht mache ich mir auch zuviele Gedanken.

    Eine verwirrte Trauerweide

    So, inzwischen habe ich schon sechs erfolgreiche Wochen hinter mir.

    Der Antrag ist bestimmt schon seit 7 oder 8 Wochen unterwegs. Bisher habe ich noch keine Antwort erhalten.
    Jeden Tag gilt mein Blick als erstes meinem Briefkasten wenn ich von der Arbeit komme. Und wenn ein Brief darin liegt, werde ich erstmal ganz aufgeregt bis ich dann sehe, dass es wieder nicht der erwartete ist.

    Naja, ich habe Geduld. Und solange ich dabei trocken bleibe ist es ja ok.
    An den Wochenenden kommt der Gedanke zwischendurch an Alkohol schon mal wieder auf.
    Unter der Woche habe ich eigentlich kaum Zeit daran zu denken.

    Ich habe ja schon vor einiger Zeit angefangen, mich wieder mehr um mich zu kümmern.

    Jetzt ist die Figur dran. Ich möchte gerne wieder etwas abnehmen.
    Also ist meine Woche mit Sport, Wohnung putzen, Einkäuft erledigen etc. ganz gut ausgefüllt.

    Im Großen und GAnzen bin ich sehr zufrieden.

    Gestern war ich beim Kiosk um mir ein paar Zeitschriften für den Sonntag-Nachmittag zu besorgen und habe dabei mitbekommen, wie sich zwei weitere Besucher über das Thema Entzug, Alkohol etc unterhalten haben.
    Einer von ihnen war seit 3 Jahren trocken.
    Ein wenig habe ich mich dann in dieses Gespräch eingeklingt. War ganz interessant.

    Guten Morgen,

    meinen 30. Tag habe ich gestern ein wenig "gefeiert".
    Ich habe mir mal wieder Zeit für Dinge genommen, zu denen ich in der letzten Zeit kaum noch kam.
    Sport, Entspannung, lecker Kochen etc.
    Dafür habe ich mir auch einen halben Tag frei genommen.
    Und ich habe diesen Tag wirklich sehr genossen.

    Abends habe ich mir dann ein Räucherstäbchen angezündet und mir einen Entspannungstee gemacht. Der Duft der Stäbchen entspannt mich und macht mich auch leicht schläfrig.
    Naja, jedenfalls kam es mir nach einer Weile im Wohnzimmer so vor, als rieche es nach Bier. Ich bin überall rumgelaufen und habe versucht rauszufinden wo dieser Geruch herkommt.
    Er hat zwar keinen Saufdruck bei mir ausgelöst, war aber trotzdem unangenehm.
    Naja, letztendlich bin ich dahinter gekommen, dass es das Räucherstäbchen war.

    Jürgen, natürlich werde ich die LZT durchziehen.
    Jeden Tag schaue ich als erstes in den Briefkasten wenn ich von der Arbeit nach Hause komme.
    Am Freitag ist es genau 5 Wochen her, dass der Antrag abgeschickt wurde. Ich bin froh, wenn es endlich los geht.

    Ich bin trotzdem für jeden Tag unendlich dankbar, an dem es mir nicht schwer fällt auf Alkohol zu verzichten.

    Hallo zusammen,

    der Weg bei mir ist ganz schön lang. Puh, wenn ich bedenke, wie lange ich mich mit diesem Thema schon rumschlage.....

    Jetzt sieht es so aus, dass ich heute meinen 30. trockenen Tag habe.
    Ich bin sehr stolz darauf.
    Denn ich habe es ohne Klinik, ohne Therapie bis hierhin geschafft.

    Zur Zeit erwarte ich jeden Tag einen Brief in dem mir mitgeteilt wird, wann meine Langzeittherapie startet.
    Die Unterlagen habe ich mit Hilfe der Diakonie und meiner Hausärztin vor knapp 5 Wochen abgeschickt.
    Ich weiss, dass die Bearbeitung 4 - 6 Wochen (oder vielleicht sogar länger) in Anspruch nimmt.

    Die ersten paar Tage ist es mir schon arg schwer gefallen nichts zu trinken. Keine 3 Tage habe ich vorher ohne ausgehalten.
    Jetzt ist es gut erträglich.
    Ich gestalte meine Abende anders, gehe sehr früh ins Bett, kann auch wieder sehr früh anfangen zu arbeiten.
    Das war die ganzen Monate davor gar nicht möglich.

    Die Therapie brauche ich aber.
    Bei mir hängt Spielsucht und Alkoholsucht sehr eng beieinander. Darum habe ich mein Laptop auch vor vier Wochen "in Pflege" gegeben. Ich wusste, dass ich es nicht schaffen kann vom ALkohol wegzubleiben wenn ich dieses Ding noch im Haus habe.
    Mit meinem Vater habe ich auch ein Abkommen. Ich möchte meinen Laptop erst wieder haben, wenn ich mindesetens einen Monat lang in der Klinik war. Je nachdem wie ich mich dann fühle.

    Jetzt ist es aber so, dass ich mich seit einer Woche extrem müde und abgeschlagen fühle. Ich bin zwar morgens pünktlich bei der Arbeit. Aber da hänge ich irgendwie total durch und nachmittags nach der Arbeit ist es auch nicht besser. Ich könnte nur noch schlafen.
    Es ist nicht so, dass ich nachts zu wenig schlafe.
    ich gehe kurz nach neun ins Bett und mein Wecker geht um viertel vor fünf.

    Jetzt habe ich gestern etwas gelesen über Post-Entzugs-Depression.
    Gibt es sowas? Hat einer von euch ähnliche Erfahrung nach einer gewissen Zeit der Abstinenz gemacht?

    Über Antworten freue ich mich.
    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    pünktlich zum letzten Wochenende wurde mal wieder dieser Schalter in meinem Kopf umgelegt.
    Einen Moment hatte wirklich und wahrhaftig überlegt, zur Tanke zu fahren und mir noch was zu holen.
    Zum Glück wurde ich von guten Freunden abgelenkt und war dann auch erst spät zu Hause. Dann ging es auch relativ schnell ins Bett.

    Am nächsten Morgen bin ich dann früh aufgewacht und joggen gegangen. Es war ein sehr schönes Gefühl ohne Kater aufzuwachen und so früh schon so fit zu sein.
    Der Samstagabend und der Sonntagmorgen liefen ähnlich ab.
    Samstag Probleme und Gedanken an Alkohol und Sonntag morgen früh aufgewacht und zum Training ins Fitness Studio gefahen.

    Ich bin froh,dass ich jetzt nicht mehr krank geschrieben bin und darum auch wieder nach herzenslust sporteln kann.

    Außerdem bin ich gerade dabei mir ein neues Hobby zuzulegen.
    Ich weiss noch nicht genau ob es was für mich ist. Ich habe erst einmal reingeschnuppert, aber wenn es was für mich sein sollte möchte ich gerne bald ehrenamtlich im Rettungsdienst tätig werden.
    Übrigens auch ein sehr schöner Ausgleich zu meinem ab und an recht langweiligen Bürojob.

    Es sind gerade mal 2 1/2 Wochen. Es kommt mir irgendwie länger vor.
    Ich werde weiterhin sehr wachsam sein.

    Euch allen einen schönen Abend.

    Hallo alle miteinander,

    vielen Dank für die ganzen Rückmeldungen.
    Ihr habt sicherlich Recht, es war riskant.
    Meine beste Freundin hat sich zum gestern auch sehr stark bedeckt gehalten was den Alkohol anging. Sie hat ein Glas getrunken.
    Ob sie das jetzt getan hat, weil sie gerade Antibiotika nimmt oder um mich zu unterstützen kann ich nicht so genau sagen.

    Die Enttäuschung von gestern hat sich über den ganzen heutigen Tag gezogen.
    Ich war traurig, wütend und verzweifelt weil es nicht so ganz sicher war, wie die Sache mit meinem Freund weiter geht.

    Bisher habe ich in solchen Situationen immer getrunken. Mir war überhaupt nicht mehr bewusst, wie sich richtige Trauer ohne Alkohol anfühlt.
    Und es war auch wirklich nicht leicht. Heute Mittag hatte ich ein starkes Tief und der Gedanke an Alkohol war leider auch mit von der Partie. Zum Glück ist es bei dem Gedanken geblieben.

    Ich habe noch mit einer Freundin telefoniert und mich dort ausgeheult und mich dann in die Sonne gesetzt und gelernt da ich nebenbei gerne noch im medizinischen Bereich tätig werden möchte. Noch nicht sofort, aber frühzeitiges Lernen kann ja nicht verkehrt sein. :D

    Die Krise hat sich inzwischen zum Teil etwas gelegt (auch wenn ich immer noch sauer und enttäuscht bin) und ich bin froh, das alles ohne Alkohol geschafft zu haben.

    Ich bleibe weiterhin wachsam.
    Und ich will dieses Leben, das ich jetzt habe weiterleben!

    Es fühlt sich besser an.

    Hallo ihr zwei,

    vielen Dank für eure Antworten.

    Ich weiss genau was ihr meint. Es war bestimmt riskant.

    Zu Beginn des Abends ging es mir sehr gut. Erst später, kam die große Enttäuschung.
    In diesem Moment musste ich aber etwas abwägen. Wäre ich alleine nach Hause gefahren, wäre die Gefahr zu trinken definitiv größer gewesen.
    Meine Freunde wissen von dem Problem und sie bestärken mich. Auf ihre Art und Weise. Auf Alkohol verzichten können sie nicht.

    Geschlafen habe ich total schlecht. Ich habe hier bis vier Uhr gesessen und versucht müde zu werden.
    Aber ich war nüchtern nicht müde und das ist die hauptsache.

    Vor allem ist es für mich ein ganz ganz tolles Gefühl, vom Kopf her handeln zu können. So sauer ich auf meinen Freund auch bin, diesmal gab es keine Kurzschlussreaktion weilich unter Alkoholeinfluss stand.

    Hallo zusammen.

    Es ist schon ziemlich spät, darum möchte ich mich für den Anfang mal nicht zuu lang fassen.

    Ich stehe noch total am Anfang. Seit sechs oder besser gesagt sieben Tagen habe ich nichts mehr getrunken.
    Die Woche über hat das sehr gut funktioniert. Aber gestern Abend wurde so ein Schalter umgelegt.
    Wochenende = saufen.

    Mir ging es nicht sonderlich gut. Ich war dann noch in der Nacht spazieren und danach noch etwas hier im Forum unterwegs. Dadurch ging es mir um einiges besser.
    Aber dieser Gedanke: Jetzt ist doch alles in Ordnung, was machst du, wenn du wirklich mal in eine Stresssituation gerätst??


    Heute hatte ich gleich zwei Herausforderungen auf einmal.
    Zum einen war ich bei einer sehr guten Freundin mit ein paar Leuten zum Grillen eingeladen. Dort wurde natürlich auch Bier getrunken.
    Ich muss sagen, es hat mir zu 95% nichts ausgemacht. Ab und an meldete sich eine kleine Stimme die meinte, du würdest auch ganz gerne. Aber sie hielt sich zum Glück sehr stark bedeckt.

    Die zweite Herausforderung war weitaus größer.
    Ich bin heute sehr sehr von meinem Freund enttäuscht worden. Mal wieder. Und ich denke, der Grund dafür war der Alkohol den er konsumiert hatte. Das ist aber lediglich eine Vermutung.
    Der erste Gedanke nach dieser Enttäuschung kam sehr automatisch.
    "Los hol dir ein paar Flaschen Bier, setz dich zu Hause hin und sauf dir einen."
    Böser Teufel auf der rechten Schulter.
    Ich habe dann wieder bei meinen Freunden angerufen und die meinten sofort, ich solle doch wieder vorbei kommen.
    Das habe ich auch befolgt. Der Abend danach war zwar nicht mehr sehr lang, aber ich habe mich soweit wieder abgeregt, dass ich dort weggehen konnte mit dem Gedanken "nein, du willst absolut nicht trinken, schon gar nicht deswegen!"

    Ich bin im Moment sehr stolz auf mich. Morgen werde ich sehr wütend aufwachen, aber ohne Kater und ohne das schlechte Gewissen gescheitert zu sein.

    Ich werde weiterhin wachsam sein. Enttäuschungen, Wut und Herausforderungen lauern überall.
    Aber ich weiss eben für mich, dass ich das diesmal wirklich schaffen möchte.

    Soviel erstmal dazu. Über alles Weitere wird hier im Laufe der Zeit bestimmt auch noch diskutiert. Aber es war mir einfach erstmal ein Bedürfnis, die heutigen Erlebnisse loszuwerden.
    Bei Menschen die das verstehen können.

    @ meriamun
    solche medikamente wollte sie mir nicht verschreiben. das ist nur ein leichtes beruhigungsmittel. aber ich möchte ja nicht mehr trinken und heute fällt mir das zum glück sehr leicht.

    @ karsten
    ja das hast du leider richtig erkannt. naja fast richtig. ich habe einfach angst vor einem leben ohne alkohol weil es mir aus meiner depression rausgeholfen hat. jedenfalls oberflächlich. ich weiss das es mich eigentlich nur tiefer reingerissen hat. aber die angst ist eben da. auch wenn ich glücklich bin dass ich heute einen sehr guten abend habe und das beruhigungsmittel nicht benötige.

    Bei mir war es so dass ich extrem getrunken habe als ich noch Raucherin war. Dann habe ich abends nie ein Ende gefunden. Mehrere Flaschen Bier jeden Tag getrunken und bis nachts auf der couch gehangen.

    Früher war es so dass ich dann wenn ich es eine zeitlang ohne Zigaretten geschafft habe, auch ohne Alkohol (oder zumindest mit weniger) auskam.
    Jetzt bin ich wieder seit drei Monaten rauchfrei nur hat sich diesmal der Alkoholkonsum nicht wieder stabilisiert und ich habe eben angefangen mir Gedanken zu machen warum ich den Alkohol die letzten Monate so verstärkt brauche.

    Ich merke schon dass jetzt der Drang zu rauchen wiederkommt. Ich denke dass kann auch schlimmer werden wenn ich erst mal ein paar Tage ohne Alkohol bin. Aber das möchte ich trotzdem durchhalten.
    Die Zigaretten haben mich damals fast pleite gemacht, das Bier hatte ich umsonst im Keller stehen. von daher darf ich damit nicht mehr anfangen.

    Aber es stand bei mir immer sehr eng miteinandern in Verbindung.

    ...um den Alkohol. Dabei habe ich gestern gerade mal den ersten Tag hinter mich gebracht.

    Motiviert das Ganze durchzustehen bin ich trotzdem noch aber es ist schon eine Qual.
    Ich möchte mich am liebsten ins Bett legen und heulen.

    Gleich werde ich meine Hausärztin aufsuchen und sie mal um Rat bitten was am besten ist.
    Nachdem ich hier die Beiträge über einen kalten Entzug gelesen habe ist es mir doch zu unheimlich das Ganze alleine zu versuchen.

    Das wollte ich auch einfach nur mal loswerden. Ich lese viel hier bei euch und es tut echt gut.

    Ich hoffe dass meine Gedanken sich bald mit anderen Themen befassen können.

    Hallo zusammen,

    ich bin noch relativ neu hier und möchte mich morgen mit meinem Hausarzt über die Möglichkeiten eines stationären Alkoholentzugs unterhalten.

    Vorab hätte ich hier aber schon mal die Frage wie genau so ein Entzug aussieht?

    Wie lange muss ich in etwa warten bis ich einen Platz bekomme?
    Wie lange muss ich diesen Entzug machen?
    Ist danach eine stationäre Therapie notwendig oder kann man das auch ausserhalb der klinik machen?
    Wie lange wäre ich in einer Klinik?

    Ich hoffe ihr könnt mir ein paar meiner Fragen beantworten. Ich habe mich hier im forum schon etwas reingelesen aber bisher keinen entsprechenden Beitrag gefunden.

    Danke im voraus.

    hallo isadora,

    ja ich habe deinen beitrag eben auch gelesen und fand ihn schon recht bewegend.
    ich denke wir können uns hier gegenseitig die beste kraft geben durchzuhalten. gerade menschen die direkt oder indirekt davon betroffen sind können es am besten verstehen.

    im gegensatz zu dir bin ich noch nicht weg von der flasche. heute abend möchte ich sozusagen meinen abschied vom alkohol "feiern".
    morgen werde ich dann mal meine hausärztin aufsuchen und nachfragen wie es mit mir weitergehen soll und kann. ob ich das alleine schaffe oder doch lieber in einer klinik weiss ich nicht. aber ich habe angst vor dem gedanken längere zeit nicht zu hause zu sein. verschanze mich gerne in meinen eigenen vier wänden.

    ich wünsche dir viel kraft weiter durchzuhalten.

    Hallo,

    vor ca. sechs Jahren habe ich mit dem Trinken angefangen. Ich habe es aber nie alsk Problem gesehen. Zeitweise trank ich regelmäßig aber es war dann auch ok für mich es mal ein paar Tage zu lassen.

    Vor einem Jahr kam dann meine Depression richtig zum Vorschein und ich nutzte den Alkohol um zu vergessen und mir mein Leben "schön zu trinken". Seitdem trinke ich regelmäßig jeden Abend. Nicht immer viel aber eben regelmäßig. Manchmal finde ich leider kein Ende mit der Trinkerei (bei Feiern) und es kam sogar schon zu einem Filmriss. Ich muss euch nicht erzählen wie peinlich so was sein kann.

    In der letzten Zeit (seit etwa 4 Wochen) merke ich wie ich auch am Tag anfange den Alkohol zu vermissen. Ich sitze dann im Büro und wünschte nur nach Hause fahren und ein Bier trinken zu können.

    Inzwischen bin ich (seit sehr kurzer Zeit) in Therapie um die Depressionen zu bekämpfen. Ich hoffe dann auch mein Alkoholproblem in den Griff zu bekommen.

    So, das war kurz was zu mir. Ich finde es klasse dass es so ein Forum gibt. Ich hoffe wir lesen uns.

    Gruß

    Trauerweide