Hallo liebe Lara,
Alkohol kann viele Dinge anrichten - aber nochmals.... ich bin kein Mediziner und ich kann und möchte das nicht beurteilen!!!
Was mich irritiert ist, dass er mit deiner Schwester über die weite Entfernung "darüber" sprechen kann und möchte, aber mit dir nicht!!! Auch wenn er "Annäherungsversuche" startet.
Ich kann deinen Frust und Ärger durchaus verstehen..... jeder, der einen Angehörigen hat, der Alkoholiker ist, hat das durchgemacht/macht es durch! Es ist einfach immer eine Achterbahn der Gefühle. Mal wünscht man demjenigen "die Pest" an den Hals, dann denkt man sich wieder: Ach, Menno, er ist ja krank!!!!
Es hat lange gedauert, bis ich mich von meinem Vater abgegrenzt habe. Mittlerweile bin ich soweit, dass ich die organisatorischen Dinge in die Hand nehme, aber bzgl. meines Vaters als Person recht abgehärtet bin! Er trinkt---- er hat es in der Hand----- ich habe ihm, für den Fall, dass....---jegliche Hilfe zugesichert. Mehr kann ich nicht tun!
Was sagt denn deine Mutti zu all den Vorfällen? Was sagt er dazu, wenn du ihn damit konfrontierst, dass er dir vor alllen Leuten an die Kehle gegangen ist? Mit: ich weiß schon was ich tue...! ist es ja hier nicht mit getan?
Kleines, ich wünsch mir für dich, dass er die Einsicht bekommt, dass er Hilfe braucht, aber ignorier ihn nicht einfach, sondern konfrontiere ihn mit allen Vorfällen (in klaren Momenten). Nutze diese klaren Momente, solange sie noch da sind!
In Bezug auf die körperlichen Beschwerden kann ich dir nur sagen, dass es sicherlich bei jedem Menschen anders ist. Meinem Vater hast du ewig nichts angesehen, aber jetzt..... mit einem Mal (in den letzten paar Jahren) kommt es unaufhörlich..... eins zum anderen... Korsakow-Syndrom, Leber geschädigt, Lungenfunktion nur noch 31%, die Nervenleitgeschwindigkeit in Beinen lässt nach - er wackelt nur noch rum!!!! Also, daran solltest du den Gesundheitszustand deines Vaters nicht festmachen.
Halt uns auf dem Laufenden und alles Liebe
Aileen