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Nikotin Abhängigkeit - Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen
Alkoholkrank - die Abhängigkeit von der psychotropen Substanz Ethanol
Was war meine Nikotin Sucht? Nur eine psychische Verhaltensstörung? Warum konnte ich sie erfolgreich bekämpfen. Wieso war es so wahnsinnig schwer? Was ist der Unterschied zum Alk?
Als ich mit 29 Jahren beschloss endlich aufzuhören mit dem Rauchen war das ein richtig harter Kampf. Ich verschenkte von heute auf morgen alle (noch gerade frisch gekauften) Zigarettenstangen. Und fing an zu kämpfen.
Ich wollte unbedingt, wirklich unbedingt aufhören. Ich war körperlich nicht mehr in der Lage die Wäsche aus dem Keller zu holen, ohne 2x Pause zu machen. Der Entschluss stand, aber es war vom ersten Tag an verdammt schwer.
Die Zigarette nach dem Aufstehen bei einer Tasse Kaffee. Auf der Arbeit! Ganz krass die vielen Raucherpausen mit den Kollegen. Die Zigarette nach dem Essen. Die nach der Arbeit, die vielen Zigaretten aus Langweile oder zur Belohnung. Die mega vielen Zigaretten auf Party und zum Alkohol.
Ich hatte den Glimmstängel 24 Stunde im Kopf. Ich fühle mich schrecklich und unausstehlich, aber jeder Tag war ein Mini Schritt zur Freiheit.
Ich ging wochenlang nicht mehr auf Party oder raus. Ich ging um 20 Uhr ins Bett, weil ich es oft nicht mehr aushielt. Ich lass meine Heilige Fibel (Endlich Nichtrauer, Carr) hoch und runter. Ich legte mir das Buch unters Kopfkissen. (noch heute dieses Buch mir wichtig, obwohl ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr an Zigaretten denke) – Es ist mein Andenken, an etwas, woraus ich mächtig stolz bin.
Ich „rauchte“ aus Verzweiflung aus leeren Kugelschreiber Hüllen, oder schnitt mir von einer Zigarette die Filter ab um damit das Rauchen zu simulieren. Ich atmete bewusst frische Luft und zog mir es mir tief in die Lungen. Ich träume anfangs viel, das ich wieder rauche. (Noch heute kommt es durch.) es war KRASS!
Es war ein täglicher schwerer Kampf, aber ich hatte meinen Plan. Einen Zeitplan, wo drauf stand, das sich nach soundwoviele Tagen dies oder das Verbessert… Mein Ziel.. nach 10 Jahr ist die Lunge ähnlich die eines Nichtrauchers. Heute bin ich immer noch Nichtraucher, auch wenn es leider mal 2 kleine Phasen gab wo ich mal 2 – 3 Wochen rauchte, um dann festzustellen, Stopp.. es fängt wieder an. Denn auch ein kontrolliertes Rauchen kam für mich NIE in Frage. Das kann ich einfach nicht. Das ist mir zu anstrengend.
Ganz oder Gar nicht, das war mein Grundsatz an dem ich immer festhielt.
Genauso will ich es jetzt mit dem Alk aufnehmen. Weniger trinken kann ich einfach nicht!
ABER… dieser Alk verhält sich anders. Warum?
Mir geht es gut, ich bin seit 12 Tagen nüchtern und ich fühle mich sicher. Aber ich habe Angst, warte auf die Falle. Ich bin sicher, sie werden kommen.
Selbst gestern, (ein FREITAG!!) wo spontan Besuch kam und Wein verlangte. (Ich hatte ja noch Wein im Keller) saß ich ruhig daneben. Ich konnte mich nicht outen. Ich hatte mir ja zu Recht gelegt, das ich das mal 30 Tage mache wg. Gewichtsreduzierung. (Nachdem was ich sonst saufe glaubt mir das sowieso keiner..haha)
Es fiel mir relativ „leicht“. (Mein Wille ist noch stark und frisch) Unangenehmer waren mir eher die Aufforderungen mitzutrinken. Und ein Glas kannst du doch trinken.
WHAT… 1 Glas !!!! (Im Kopf macht es BÄNG) Und ich sage frei heraus, nee, dann sauf ich wieder die ganze Falsche leer. (was mächtig untertrieben ist)
Komischerweise war es leichter dieses 1 Glas nicht zu trinken, als der Gedanken weiter trinken zu müssen und die Angst nicht genug im Haus zu haben. Der Morgen danach, schlechter Schlaf, der Kater, meine wertvollen nüchterne Tage zu opfern, das Forum, meine Alk-App, meine Podcast Sessions… usw.
Ein Mauer, die ich schon mal angefangen habe zu bauen. Aber ich weiß, sie muss noch viel höher werden.
Danke für Lesen
Lieben Gruss
Roselia
edit Karsten