Beiträge von Sensual

    Hallo Lea,

    Ich kann die Erfahrungen mit einem nassen Alkoholiker, die hier bereits geschildert und sich erschreckend ähneln, wenn nicht sogar die gleichen sind, leider nur bestätigen. Ich habe anfangs ähnlich gedacht wie Du und auch viele andere…mehr gehofft, als wirklich gedacht. Es wird von Konsum zu Konsum schlimmer und immer mehr Psycho! Es werden Streits provoziert, Beziehungsprobleme erfunden, damit er endlich in Ruhe saufen kann…völlig aus dem Off. Dann wird man mit Ignoranz bestraft, weil der Selbsthass ja so groß ist. Es ist ein Netz aus Lügen, die er selber strickt, damit er bei sich nicht hinschauen muss, weil er es nicht will! Darauf folgt das tiefe Selbstmitleid und die Erklärung, er sei ja kein schlechter Mensch, aber ob du nicht siehst, wie schlimm und schlecht es ihm geht. Ich bin da immer wieder drauf reingefallen, weil er ja schließlich einsichtig war und mehrfach versucht hat, da raus zu kommen…musste feststellen, dass er trotz seines schlechten Zustandes, der ihm ja so Kraft raubt, die Muße und Energie hatte, Bilder von anderen Frauen mit Herzen und Komplimenten zu kommentieren und sicherlich auch mit der ein oder anderen geschrieben hat, wenn nicht sogar mehr. Ich will es heute gar nicht mehr wissen.

    Erspare Dir diesen zusätzlichen Schmerz, diese zusätzliche Kränkung, Liebes.

    Du hast etwas Echtes, mit Größe, Respekt und Wertschätzung verdient!

    Die Hoffnung stirbt immer zuletzt…ich musste schmerzhaft erkennen, in meinem Fall war diese Perlen vor die Säue…

    Liebe Sensual!

    Ganz profan, sei froh daß du ihn los bist dein Leiden hätte sich nur verlängert wenn du bei ihm geblieben wärst. Mit der Zeit wird es dir besser gehen und du wirst froh und erleichtert sein wie es gekommen ist. Du wirst mit der Zeit auch realisieren wie schräg und einseitig eure Beziehung war.

    Eine Beziehung mit einem Trinker kann einfach nicht gut gehen oder gar harmonisch sein auch wenn es schonmal bessere Zeiten mit ihm gibt. Das ewige Hin und Her macht nur die Seele krank.

    Du hast recht wenn du dieses Loch mit schönen Dingen füllen willst nur so kann es dir besser gehen. Blockiere ihn total er wird bestimmt wieder versuchen dich um den Finger zu wickeln, auch das ist typisch. Als ich gegangen bin meinte mein Mann:"Du wirst schon sehen was du davon hast mich zu verlassen, das wird dir noch leid tun". Ja ich wurde sehend und es kamen nach einer gewissen Zeit nur positive Empffindungen. Es war schön das Leben so zu gestalten wie ich es wollte.

    LG Marie

    Ich arbeite bereits Professionell daran, warum ich bis hier hin mitgegangen bin, warum ich mich derart hab behandeln lassen. Und dennoch ist irgendwas in mir, was mich noch hoffen lassen möchte. Ich habe in der Vergangenheit all seine Demütigungen, Kränkungen, Verletzungen mit der Krankheit entschuldigt. Mir eingeredet, es ist nicht er, der dir das antut, es ist die Krankheit. Die kann gewisse psychische Probleme und Persönlichkeitsstörungen mit sich bringen…da er nüchtern immer so ganz anders war.

    Schlimm ist, ich erwische mich in Momenten in denen ich dich tatsächlich kurz mich selbst anzweifle ob er wirklich wieder getrunken hat. Im nächsten Moment bin ich mir zu 100% sicher, denn alles entspricht dem Muster, welches ich von ihm kenne..ständig meinte er, ich hätte getrunken, als ich ihn damit konfrontierte.

    Jetzt werde ich nicht mehr beachtet. Auch das war jedes Mal so danach… was zur Hölle geht da in dem Kopf vor? Es gab überhaupt keinen Grund zum Streit, dachte wirklich, ich spinne?! Warum geht er so mit mir um?? Fragen über Fragen, deren Antwort im Grunde eh nichts ändert.

    Ich verstehe die Welt gerade einfach wirklich nicht. Es fühlt sich alles so unwirklich an…

    Liebe Petra,

    Ich versuche das Gefühl gerade nicht zuzulassen, keine Tränen hochkommen zu lassen. Spüre jedoch welche Lawine langsam aber sicher auf mich zu rollt. Es führt kein Weg daran vorbei! Das waren Monate der emotionalen Hölle. Ständiges Rumgezerre an Gefühlen, Demütigungen und derart niveauloses Verhalten…ich möchte das nie nie nie wieder! Hatte ich auch noch nie! Warum ich da kleben geblieben bin…das werde ich für mich bearbeiten, damit ich heilen kann und künftig vor einem solchen Menschen verschont bleibe und direkt das Weite suche. All meine Kraft, meine Energie, meine Liebe…ausgesaugt hat er mich, um reinzutreten wenn ich eh schon am Boden liege! Ich bin kein Opfer! Ich habe mich selbst zu einem gemacht, weil ich geblieben bin.

    „Du bist zu weit gegangen…“ sprachlos!!! Einfach sprachlos, fassungslos!!!

    Hallo Leute….

    es musste wohl so kommen, wie es gekommen ist.

    Der Herr ist erneut im Rückfall, gibt es zwar nicht zu, aber im Laufe der Zeit erkennt man die andere Stimmfarbe, die andere Redensart und auch dieses Switschen von euphorisch bis plötzlich aggressiv unter Alkoholeinfluss…natürlich ohne Eingeständnis…völliges Wirrwarr im Gespräch, welcher Film lief hier bitte ab?!

    …da ich nur nicht mehr den Mund halte um des Friedenswillen und ihm sehr deutlich sein manipulatives und narzisstisches Verhalten vor Augen gehalten habe, wurde ich beschuldigt getrunken zu haben 😅 wäre es nicht so unsagbar traurig, würde ich aus dem Lachen nicht mehr raus kommen.

    ICH bin die Schlechte, ICH bin der Psycho.

    Der Klassiker tritt ein, Strafen mit Ignoranz, mit Trennung, mit Du bist zu weit gegangen etc…

    Was ich feststellen konnte im Laufe der Zeit, jeder Suff hat ihn zu mehr Psycho gemacht….

    Ich habe es ihm so gewünscht, dass er es dieses Mal schafft…so sehr. Mir habe ich das auch gewünscht.

    Dieses Verdrehen der Tatsachen, er habe nichts gemacht, er hätte mich nie verletzt, aber ich…ich bin so schlimm…ich attackiere nur. Er hat mich aus dem Off gemaßregelt, mich dann wieder bewusst versucht zu verletzen, mich klein machen wollen, er wusste, Freitag stand eine wichtige Prüfung für mich an. Die ich trotz allem mit Bravour gemeistert habe! Ich habe die Nächte nicht durchgeweint, fühle mich nicht klein…lediglich komplett verarscht! Aber ich hab nicht alle Tassen im Schrank…verkehrte Welt.

    Er hat sich nun erneut für diesen Weg entschieden, keine Demut, keine Reue, keine Einsicht, keine Entschuldigung, stattdessen mir die Schuld geben, so tun als hätte er nicht getrunken…Hollywoodreif!

    Ich gehe ab hier meinen Weg! Zurück in mein Leben, in meine Zukunft.

    Es schmerzt, es hinterlässt innerlich ein Loch. Aber dieses Loch wird sich wieder füllen. Mit guten Dingen!

    Ich kann das Alles noch gar nicht wirklich glauben, der emotionale Einbruch wird mich sicher noch heimsuchen. Dieser gehört jedoch auch sicher zu meiner Heilung.

    Unsagbar traurig, verletzt und enttäuscht. Ich hätte es wissen müssen…

    Habt alle einen schöne Woche!

    hallo zusammen,

    Er ist nun schon eine Weile nüchtern, hat entgiftet und ist in Therapie. Wäre dies nicht der Fall, wäre ich nicht mehr da…da ich nicht mit in die Abwärtsspirale steige.

    Würde er mir sagen, er liebt mich nicht mehr oder weiß es nicht, wäre ich ebenfalls nicht mehr da, gleiches gilt würde ich mir nicht mehr sicher sein bzw. sicher sein ihn nicht mehr zu lieben…das dazu.

    Wie seine Chancen für die Zukunft stehen, steht in den Sternen. Wie unsere Chancen stehen, ebenfalls. Das habe ich begriffen.

    Es ist nun auch nicht so, das ich bis zum bitteren Ende, sprich, wenn ich nicht mehr kann, ausharre. Mir tut der Abstand derzeit auch gewissermaßen gut, da ich keine Launen etc ertragen muss. Ich habe meine Kraft für mich wieder allein und das ist für MICH momentan sehr wichtig.

    Ich weiß nicht, ob da was wahres dran ist „aus den Augen, aus dem Sinn“…was mir die letzten Tage aber klar geworden ist, es macht auch eine Menge mit mir. Und wenn jemand etwas verliert, dann er!

    Ich fühle mich die letzten Tage wieder mehr bei mir und stärker…und schaue für mich nun auch genau, ist er weiterhin der Mann an meiner Seite…die letzten Monate waren vernebelt und dieser Mensch zwischenzeitlich ein ganz ekelhafter. So wird er mit mir künftig nicht mehr umgehen können (ob es nur am Suff lag wird sich zeigen), so einen Mann will ich nicht.

    Er soll jedoch die Chance bekommen, wenn er sie denn dann will. Bewegt sich in den nächsten Wochen nicht wenigstens etwas in meine Richtung, werde ich für mich einen Cut ziehen…da draußen warten ein Leben!

    Wenn bei Frau Herz und Verstand uneinig sind, wird Frau letztlich ihrem Herz folgen - ein Naturgesetz :)

    Erst wenn dein Herz ihn nicht mehr mag, mag es nicht mehr deinen Verstand ignorieren …

    Ste…da ist so viel Wahres dran…

    Kann es denn richtig sein, eine Verbindung, eine Beziehung aufzugeben, weil der andere derzeit irgendwo anders herum schwebt, sich nicht fühlt, sich nicht findet? Weil er sich einem Gift hingeben musste, keinen anderen Ausweg fand?!

    Ein jeder von uns trägt sein Päckchen, der eine mehr, der andere weniger…wer mag das schon bewerten und beurteilen.

    Wäre keine Einsicht da, würde er sich keine Hilfe suchen…hätte ich aufgeben müssen. Aber genau in der jetzigen Lage würde ich mir wünschen, einen Partner zu haben, der mich nicht aufgibt. Vielleicht ist es Irrsinn, vielleicht erwecke ich den Eindruck mich selbst aufzugeben…aber ich glaube an diesen Menschen, ich glaube an die Liebe und die Loyalität. Für mich wünsche ich mir, nicht eines Besseren belehrt zu werden. Ich möchte glauben können, dass alles eines Tages gut wird und ein Bemühen und Kämpfen um einen Menschen sich lohnt…was ist denn das Leben sonst?!…

    Hallo Morgenrot und alle lieben anderen,

    Vielen lieben Dank für Eure Antworten, Erfahrungen und Sichtweisen.

    Wir sind knapp 1 Jahr zusammen. Er war in den letzten Jahren mehrmals im Entzug und hat eine LZT hinter sich.

    Er hat in unserer Zeit immer wieder Rückfälle gehabt, dazwischen abstinente Phasen. Und in denen war er auch voll da.

    Er hat die Entscheidung getroffen in die Klinik zu gehen. Ich bin stolz auf ihn, dass er das alles aus eigener Kraft angegangen ist. Er geht nun

    wieder in die Psychotherapie, ambulant.

    Ich glaube an ihn. Vllt ist es bekloppt, aber ich glaube auch weiterhin an diese Beziehung. Ich möchte einen Weg finden an dieser Stelle noch nicht aufgeben zu müssen. Ich möchte an die Hoffnung und das Gute glauben. Auch das hat er verdient, ebenso wie ich.

    Ich setze ihn weder unter Druck, noch belagere ich ihn mit meinen Emotionen. Er soll die Zeit haben, die er braucht. Unabhängig davon trennt er sich auch nicht. Nur irgendwo muss und möchte ich mit meinen Gefühlen, mit meinen Wahrnehmungen hin. Und hier fühlt es sich richtig an.

    Mein Fokus liegt auf mich, denn egal wie, es muss weitergehen. Dennoch überkommen mich Gefühle und Schmerz, da es einfach so unglaublich traurig ist für alle und jeden. Ich bin immer wieder fassungslos, was dieses Gift anrichtet, zerstört, nimmt…

    Hallo Manu,

    Lieben Dank für deine Erfahrung…. Ich kann das sehr gut nachempfinden…mir geht es nicht anders. Mich macht das aktuell völlig fertig. Natürlich habe ich nicht geglaubt, er geht erneut in die Klinik, dann in Therapie und dann ist alles tutti! Ich hab so oder so nicht gewusst oder geahnt, was da auf mich zu rollt.

    Aber ich liebe diesen Menschen…sofern es diesen noch irgendwo gibt..

    Hallo Hartmut,

    Klassische Partnerschaftsprobleme gab es hier nicht. Problem war/ist das Krankheitsbild. Jedoch gab es in den abstinenten Phasen vor dem Klinikaufenthalt immer ein Wir, es gab diese Beziehung, es gab die Liebe.

    Diese ist auch noch immer da, jedoch versuche ich zu verstehen und zu verarbeiten, was er gerade durchlebt, ob das trotz der Sucht alles „echt“ war/ist.

    Aufgrund der Depressionen fällt es ihm schwer mir wirklich sagen zu können, was in ihm vorgeht.

    Er wird mir immer fremder. Selbst Redensarten und gewisse Verhaltensweisen kenne ich so rücksichtslos von ihm nicht. Er war nicht mal in der nassen Zeit so. Ich möchte nur verstehen, ob es wirklich so ist, wie man liest, dass von dem Menschen „nichts“ mehr überbleibt, bzw. er zu sich zurückfindet…

    Hallo ihr Lieben,

    Ich stecke erneut im emotionalen Karussell… erleichtert, da der Entzug durch ist und die Anschlusstherapie läuft. Erleichtert für ihn, erleichtert für mich.

    Dennoch….er ist mir dermaßen fremd. Wo ist der Mann hin in den ich mich so verliebt habe?

    Da ist aktuell nur noch so wenig Emotion seinerseits. Der Umgang zwischen uns wie Bekannte. Wir sehen uns wenig bis gar nicht. Haben zwar täglich Kontakt…in der einen Woche nähern wir uns, in der nächsten sind wir meilenweit voneinander entfernt. Er fühlt sich leer, sagt selbst, er ist momentan nicht er.

    Ich weiß nicht was richtig und was falsch ist/wäre.

    Kennt das jemand von euch? Was passiert mit ihm gerade? Hat jemand Ähnliches erlebt und kann mir sagen, an der Hoffnung festzuhalten, dass er zu sich zurück findet und wir uns wieder finden (neu), macht Sinn?!

    Mein Kopf, meine Seele und mein Herz sprechen derzeit zwei unterschiedliche Sprachen. Er war mir noch nie so fremd. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, er verhält sich absichtlich „so“, damit ich gehe…

    Vllt hat ein Betroffener Ähnliches erlebt und kann mir mal einen kleinen Einblick geben, was aktuell in ihm vorgehen mag? Ich möchte verstehen, was gerade passiert.

    Dennoch bin ich unglaublich stolz, dass er seinen Weg geht und das bisher „trocken“.

    Medikamente wie AD verweigert er scheinbar strikt, obwohl er mitten in der Depression ist.

    Fragen über Fragen…es tut alles so unfassbar weh. Stelle mir selbst die Frage, ob ich mir selbst etwas vorgemacht habe…aber dann

    Lese ich alte Briefe und Nachrichten…es herrschte so viel Vertrauen, so viel Liebe…davon ist aktuell nichts mehr vorhanden. Zwischendrin mal wieder…und dann wieder futsch. Ich will es verstehen….