Beiträge von Pott

    ...das ist nun aber kein Grund in Schuldgefühlen zu versinken, gelle?!

    Rede mit deinem Mann darüber, wenns dir Leid tut, dann sag ihm das und der Käse ist gegessen. Mit allen anderen Menschen kannst du ebenso verfahren. Es gibt keine Schuldfrage, deine "Schuld" ist mit dem Tag an dem du trocken wurdest abgegolten. Und lass dir keine Schuldgefühle einreden, auch nicht von deinen nächsten Verwandten.
    Sieh nach vorne und nicht zurück!

    Schönen Tag
    Heike

    Gott sei Dank!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Sag ihr allerliebste Grüße, falls sie denn mal wach ist.

    Einigermaßen entspanntes, stressfreies WE wünsch ich dir.
    Vielleicht tröstet dich der Gedanke (ich kenn ja dein mitfühlendes Wesen *zwinker*), dass mein Sohn am Montag ein Tunier hat und wir um 07:45 Uhr losfahren müssen - ich fass die Uhrzeit immer noch nicht und dachte, mein Mann wolle mich verschaukeln...hab dann gestern mit dem Trainer gesprochen und der hats bestätigt....am Liebsten hätte ich in über den mördergroßen Sportplatz gejagt *grmpf*

    knutschi

    :shock: Was ist denn das für eine Klinik?


    Morgen erstmal,

    Newby, ich kann verstehen, dass es dir schwer fällt deinem Umfeld zu sagen, dass du alkoholkrank bist.
    Mein Mann hatte es erst mir gesagt (ich wusste es schon lange), dann seinen Eltern, seinem Bruder und dann sämtlichen Menschen, die wir kennen. Ihm sind nur positive Reaktionen und noch viel mehr Hilfsangebote ins Haus geflattert.
    Weisste, die Sucht entwickelt sich schleichend, über Jahre. Wenn du länger nüchtern bist, wird dir auffallen, was du betrunken so alles angestellt hast und dir wird bewusst werden, dass es jeder, der mehr mit dir zu tun hatte, es wohl auch schon vorher gemerkt haben muss. Es ist ja nicht so, als würde es plopp machen und du bist Alkoholiker, also hat das Umfeld auch genug Zeit festzustellen, dass du Probleme hast. Sie sagen dir dazu nur nichts, weil sie nicht wissen, wie! Wenn du aber den Anfang machst, sind sie diese Sorge los und du wirst sehen, dass du verstanden wirst.
    Einige Spinner gibts immer, die dich als charakterschwach und "du bist wie dein Vater" hinstellen. Diese Menschen haben dir nichts positives zu geben und darauf kannste getrost verzichten!

    ZU der Klinik: wenn du zu deinem Arzt gehst und der dich einweist, müssen sie dich aufnehmen. Auf jeder Inneren gibt es 2 oder 3 Entgiftungsbetten. Ich finde dieses Klinikpersonal grob fahrlässig, denn bei einer stationären Entgiftung bekommst du mehr als 4 oder 5 Tage Medikamente, also kann das Argument dieser Frau nicht gelten.
    Wenn du es wirklich willst, dann findest du einen Weg!
    Ich kann nur sagen, dass ich echt erleichtert bin, dass dein Mann und einige PNs dich nun doch überzeugt zu haben scheinen - man macht sich ja doch Sorgen. Prima!

    Gruß
    Heike

    rennst aber trotzdem offenen Auges weiter, ne?!

    Hörmal, hier will dir niemand was böses. Jeder war in deiner Situation, jeder hat sich anfangs vor den läppischen 10 Tagen Klinik gesträubt.

    Dein, wenn ich krank bin, werde ich gefeuert ist Quatsch. Hier gibts Gesetze und meine Firma gehört auch nicht zu den arbeitnehmerfreundlichsten. Einen chronisch Kranken - und nichts anderes bist du - wird man nicht so einfach los! Was du hier verbreitest sind Ausreden und dein Rumgeeier hilft dir nicht weiter.
    Selbst wenn sie dich danach feuern sollten, du kannst mit der Bank reden.

    Solltest du nämlich einen Rückfall erleiden, biste auch nicht arbeitsfähig und dann siehts übler aus, als wenn du jetzt in die Klinik gehst.

    Bei solchen Aussagen wie von Charlotta rollen sich mir die Fußnägel hoch. Ihr habts immer noch nicht begriffen, oder?! Das ist kein Spiel, sondern tödlicher Ernst und da gibts keine Terminplanung!
    Meiner Meinung nach nur nasses Denken und Rumgeeier um sich evtl doch noch zu drücken und fröhlich weiter an der Flasche zu hängen!

    Gruß
    Heike

    Hallo Petra,

    ja kommt mir sehr bekannt vor. Diese entzündlichen Veränderungen, mit richtigen roten, eitrigen Herden sind ein Indiz für erhöhten Alkoholkonsum.

    Mein Mann hatte das auch. Es ist bei meinem Mann eine Rosacea, die in Schüben verläuft und auch sehr schmerzhaft sein kann.
    Jetzt, nach fast 6 Monaten alkoholfrei, ist die Haut viel besser geworden, die Herde klangen schon nach 2 - 3 Monaten ab.
    Mit 30 fing es bei ihm an und es wurde Altersakne diagnostiziert, die nätürlich nur mit Vitamin A Präparaten bekämpft wurde. Das lindert zwar kurzzeitig die Symptome, aber ändert nicht wirklich was an der Ursache. Vielleicht sollte er das und seine Trinkgewohnheiten seinem Hausarzt mal mitteilen, sonst geht die Diagnostik evtl in die falsche Richtung.

    Gruß
    Heike

    Uiui, das ist ja ne ganze Menge.....

    Ich kann dich voll und ganz verstehen, ich glaube, das ging den Meisten hier so und einigen ergeht es immer noch so wie dir.

    Fakt ist, du hast die Notbremse gezogen, Fakt ist, du kannst/konntest dich nie mit ihm darüber austauschen, das resultiert dann darin, dass du nicht richtig abschließen kannst, weil noch so vieles ungeklärt ist

    Wenn ich dir sage, dass sich dieses Gefühl mit den Jahren relativiert, wirst du mir kaum glauben können. Es ist aber so!
    Das Ganze ist ein Lernprozeß, indem Wut, Enttäuschung, Verletztheit, Rachgefühle und Hass immer mal weder aufgewirbelt werden. Da wirst du aber durchkommen und gestärkt aus der Situation hervorgehen.

    Für deine Tochter ist die Situation auch ziemlich schlimm, aber wenn du versuchst, mit ihr kindgerecht über deine Gefühle zu reden, dann hilfst du ihr. Jemand hat hier gesagt, dass du ihr die Krankheit ihres Vaters erklären solltest, damit sie sich nicht für die Schuldige hält. Ich finde diesen Ansatz sehr wichtig.
    Kinder verstehen sehr viel mehr als wir glauben. Sie beobachten und vergleichen und bilden sich so ihre Meinung. Versuche auf das Empfinden der Kleinen einzuwirken, damit sich ihre Gedanken in die richtige Richtung entwickeln können.

    Deine Wut kann ich sehr gut nachvollziehen!!!

    Gruß
    Heike

    Hallo Claudia,

    also ich finde nicht, das du dich schlecht verhalten hast. Ich finde das genau richtig!

    Weisste, er wird dir immer wieder einreden, dass du an seinem Alkoholkonsum schuld bist. Vergiss es - biste nicht!
    Du schlägst ihm ja nicht die Flasche in den Hals, die macht er ganz alleine auf. Ausserdem gibt es in jedem Leben Probleme, wenn jeder seine Probleme wegtrinken würde, wäre die Welt voller Betrunkener.

    Es stimmt auch, dass du ihm nicht helfen kannst. Er muss sich selbst helfen!

    Bleib weiter auf deinem konsequenten Weg - du kannst die Konsequenz auch ausbauen, indem du nicht mehr für ihn kochst. Lohnt sich ja nicht, weil er eh nichts isst.

    Schönen Abend und Gruß

    Heike

    Zitat

    es tut mir weh, dass es ihm gar so wenig ausmacht, sie zu verlieren.

    Aber wie Ayki schon sagte, DU kannst ihn nicht zwingen!!!!

    Aus eigener Erfahrung sage ich dir, dass Kinder sich schnell damit abfinden, wenn ein Elternteil keinen Kontakt wünscht.
    Das tut kurz weh, aber dann wenden sie sich anderen Dingen zu. Anders ist das, wenn die Mama ständig am Telefon hängt und die Kinder die Ablehnung immer wieder erfahren müssen. Im Interesse deiner Tochter: Lass es und wende dich eurem Leben zu.
    Dein Mann hat beschlossen, kein Teil im Leben deiner Tochter zu sein, also akzeptiere es. Ändern kannstes nicht, denn es besteht nur ein Recht keine Pflicht auf Umgang!
    Und versteck deine Kontaktaufnahme nicht hinter " aber die Kleine vermisst ihn so"

    Gruß
    Heike

    Allerdings!

    Obwohl ich zuerst grinsend an das Fettnäpfchen dachte....Im Prinzip hast du Recht, das so zu machen.
    Immerhin hast du nichts davon und die Kinder auch nicht, wenn sie nach jedem WE krank nach Hause kommen. Noch schlimmer, wenn er trinken sollte, während er die Kinder bei sich hat.

    Völlig OK und an wen sollte man sich sonst wenden, wenn der eigene Mann nicht kritikfähig ist?

    Grüße
    Heike

    Wir unterschätzen unsere Kinder sehr oft.
    Und in solchen Situationen kommen sie einem so erwachsen vor, dass man einerseits erleichtert ist, andererseits vor Schuldgefühlen umkommt.
    Um Kindern eine Trennung zu erzählen, ist immer der falsche Zeitpunkt. Das kann man auch vorher nicht absprechen, weil auf allen Seiten Emotionen hochkommen, wenn es laut ausgesprochen ist und die Situation damit unkontrollierbar ist.

    Auf jeden Fall war es richtig, dass ihr es nicht länger rausgezögert habt. Kinder sind nicht doof, alleine, wenn Mama und Papa nicht zusammen mitgehen und dann noch ein fremder Mann dabei ist, mit dem die Mama ser vertraut ist, da schrillen alle Alarmglocken beim Kind.

    Seid absolut ehrlich, sagt auch, wenn ihr nicht wisst, warum es so kam und seid beide für die Kinder da -dann wird alles gut!

    Mir hilft es immer sehr, wenn ich mir meinen Hund schnappe und mir ihr lange Spaziergänge mache - die Lebensfreude steckt einfach an und die Probleme erscheinen nicht mehr so unüberwindbar. Meine Kinder halte ich da weitesgehendst raus, weil ich nicht will, dass sie sich Sorgen machen. Manchmal hat man einfach einen Tiefpunkt und muss da auch alleine wieder raus. Kinder mit den eigenen Problemen zuzumüllen kann nicht der Weg sein.

    Schönen Sonntag

    Ayki hat all das gesagt, was ich dir letzte Woche schon sagte. Ich schließe mich ihr an!

    Herzchen, du musst nicht immer die Starke sein, du musst dich auch mal anlehnen können und ich denke, dass D. da nicht der geeignete ist.
    Er hatte 2 Monate Zeit um sich "einzugewöhnen", aber er ist nie zuhause bei euch angekommen.
    Überleg dir genau, wie du weitermachen willst.

    Noch 2 Wochen bis Pfingsten *knuddel*

    Zitat

    er dann als "Alphatierchen" seinen "Revieranspruch" quasi manifestieren musste.

    *pruuuuust*.....mir drängt sich da der Gedanke des Revier makierens auf.... :lol:

    Bleib ausdauernd, Sweety,....deligieren kann er in der Fa. - das muss er nun echt nicht zuhause ausleben :wink:

    nu ja.....keine gute Basis um eine Ehe zu führen....

    Irgendwie funktioniert das so nicht. Bist du sicher, dass ihr euch liebt oder isses nur so ne Art Zweckgemeinschaft?

    Wenn jemand außereheliche Beziehungen führt, dann kann die Beziehung nicht in Ordnung sein. Wäre sie es, hätte kein Dritter Platz!!
    Und daraus so ne Art " Ich hör auf, wenn du dafür " Deal auszuhandeln kann nur nach hinten los gehen.
    Eure Kinder tun mir echt Leid - kein Wunder, dass dein Sohn auf Durchzug schaltet. ICH hätte auch keine Lust auf so einen Kindergarten Hickhack.

    Du solltest versuchen etwas Klarheit in dein Leben zu bringen, wenn du das geschafft hast, kannst du immer noch versuchen die Probleme deines Mannes zu lösen. Obwohl das gar nicht deine Aufgabe ist!

    Gruß
    Heike

    ...das ist wohl das Suhlen im bekannten Elend um ja nichts ändern zu müssen!

    Klar gibts für Angehörige nicht so viele Hilfsangebote wie für direkt Betroffene. Das ist aber auch logisch, weil der Angehörige sich auch notfalls selbst aus der Schlinge ziehen kann - der Kranke kanns nicht!

    Ich finde es sehr bequem von deinem Mann,solch eine Entscheidung von nicht unbeträchtlicher Tragweite mit einem " Nun bin ich mal dran" abzutun. Ganz klar: mit dem Kauf hat er Mist gebaut, aber dir den schwarzen Peter zuzuschieben ist natürlich einfacher....
    Wieso ist ihm langweilig?
    Hat er keine Hobbies?
    Kann er nichts mit sich selbst anfangen?
    Vielleicht sollte er mal daran arbeiten, anstatt sich in Selbstmitleid zu suhlen und nicht mal in Erwägung zu ziehen, dass er selbst etwas an seiner Situation ändert. Jeder ist für sich selbst verantwortlich und der Satz " Trockene Alkoholiker denken nur an sich und die anderen sind ihnen völlig egal" finde ich sehr pauschal....immerhin ist dein Mann in der Lage selbstverantwortlich zu handeln und da kommt dann wieder:

    Es gibt immer 2 Beteiligte, einer , ders macht, WEIL der andere es mit sich machen lässt.....
    Lass dich nicht verunsichern, du machst das schon genau richtig!

    Gruß
    Heike

    Hallo,

    Hm ja, Gemeinsamkeiten gabs wirklich nicht mehr.

    Allerdings war ich heilfroh, dass ich wieder Verantwortung abgeben konnte und mein Mann bereit und in der Lage war, sie wieder anzunehmen.
    Ich käme nie auf die Idee, Dinge ohne Absprache zu kaufen, die den Wert von 70 EUR übersteigen.
    Ich muss dazu sagen, dass ich alleinverdienend bin und kaum zuhause. Dazu haben wir 4 Kinder und Hund und Katze.
    Die Zeiten, als ich das alles alleine regeln musste, waren ziemlich hart und aus dem Grund habe ich nach und nach Verantwortung abgegeben.
    Um die Kinder und die schulischen Belange kümmert er sich wieder, Haushalt so gut es geht auch (Frauen sehen das immer ein wenig anders als Männer, aber da kann man dann auch selbst den Lapen schwingen), Hund machen wir gemeinsam (2 x er, 2 x ich oder auch gemeinsam) und ich bin wirklich sehr stolz, dass ich keinen Ja-Sager mehr habe, sondern jemanden, der seine eigenen Meinung hat und argumentiert, mit dem ich diskutieren kann -ohne Schuldzuweisungen!

    Ich finde, du machst das genau richtig und lass dir nicht einreden, dass es besser war, als du trankst. Das war es vielleicht für deinen Mann, aber nicht für dich und zum Leben gehören nunmal unterschiedliche Sichtweisen - sonst wärs langweilig.

    Gruß
    Heike