Beiträge von Blume52

    Danke Charly

    Ich wollte mich eigentlich nicht mehr äußern, aber aufgrund deines Beitrages werde ich das nun doch tun.

    Ich habe mich hier wieder gemeldet, weil ich gedacht habe, ich bekomme hier Unterstützung und Rückenstärkung. Was ich bekommen habe waren aber gestern weitestgehend nur noch Schläge drauf. Mir geht es durch die gestrigen Beiträge noch schlechter, als es mir schon ging. Ich habe gestern hauptsächlich deswegen geweint und mich hilflos gefühlt. Denn alles was geschrieben wurde ist so abgrundtief falsch. Und das sage ich nicht, weil ich eine abhängige co bin, die ja doch nur alles abtut, weil sie lieber in der Situation verbleiben will. Nein, das ist so, weil ich es weiß. Ich kenne mich, ich habe mich in insgesamt 20 Jahren Therapie sehr gut kennen gelernt. Die letzten 3 Jahre meiner Therapie haben so viel bewirkt, wie noch nie. Daher ist es für mich immer noch eine unangemessene Interpretation, dass ich „etwas übergeschminkt“ habe. Ich finde das mittlerweile sogar eine Frechheit, so etwas zu unterstellen.
    Ich habe gestern endlich das getan, dazu die Kraft gefunden, was meine Therapeutin seit Jahren predigt. Ich habe das gestern das erste mal umgesetzt. Nämlich mir selber zu genügen, mir selber auch Freude zu bereiten, und damit auch dem Kind. Nicht in der Situation zu Hause zu verbleiben und in der Warteschleife trauernd da zu sitzen. Ich habe mich selber aus der Schlucht hinaus gezogen, habe mir gesagt, so, du bist eine hübsche Frau, du bist nicht die wertlose dicke Blume. Ich habe mich geschminkt und mich daran erfreut, wie hübsch ich mich im Spiegel gefunden habe. Dann habe ich meine schönste Hose und das schönste Oberteil raus gesucht und war so stolz auf mich. Denn eigentlich schminke ich mich nicht, bisher. Seit einigen Wochen schon habe ich weitere positive Meilensteine geschaffen. Ich gehe seit Februar zum Sport, habe dort Anschluss gefunden. Ich fang seitdem auch an mich mit meinem äußeren auseinander zu setzen.vor zwei Wochen habe ich mir Schminke gekauft und rum experimentiert.

    Und dann gestern der Schlag ins Gesicht! Es war ein aufrichten meiner selbst, ein beginnen mich selber zu mögen und das auch nach außen zeigen zu wollen. Und dann hier…. Übergeschminkt. Dem Kind was vorgaukeln, Probleme unter den Tisch kehren, das wird daraus gemacht?!

    Und dann noch die latente Unterstellung, ich wüsste nicht, das Kinder feine Antennen haben und ich würde gar nicht merken was mein Kind für einen Schaden bekommt. Das ist sowas von heftig. Ich, die vor drei Jahren genau das meinem Mann gesagt hat. Wenn er wieder trinkt, und das dauerhaft, dann werde ich mich trennen. Denn ich möchte diesen Zustand dem Kind nicht zumuten. Ich habe es selbst erlebt, ich bin mein Leben lang gezeichnet durch meine alkoholikerfamilie. Ich habe die feinsten Antennen die es gibt. Ich bin sogar ein Frühwarnsystem für meinen Mann, das hat seine Therapeutin sogar als Hilfestellung mitgegeben. Ich erkenne Tage vorher, was bei ihm los ist und dass das saufen bald wieder los geht (damit meine ich in der nassen Zeit).
    Das war und ist immer mein Grundtenor, der kleine bekommt alles mit, die Stimmung, das was nicht stimmt. Natürlich!!!! Wer sich vor solchen Äußerungen einmal die Mühe gemacht hätte, entweder in früheren Beiträgen zu lesen oder nachzufragen, würde das erkennen können.
    Aber was ist denn das bitte für eine stereotype Herangehensweise: Handel, sofort, sonst bekommt dein Kind einen dauerhaften Schaden. Das mag auf die meisten hier zutreffen, die hier aufschlagen und in einer nassen Beziehung stecken.
    Aber hier muss man auch mal auf den Einzelfall schauen und nicht nur Phrasen raus hauen, die zwar meistens stimmen, aber es gibt nicht immer nur die eine einzige Linie!!!

    Es geht hier um drei Jahre Trockenheit! Ich finde das keinen Pappenstiel, ich finde das im Prinzip eine Leistung, die man auch mal positiv bewerten kann. Also ich als Frau.
    Und dann kommt das, was viele wieder ereilt. Und was ich auch oft befürchtet habe. Trotzdem trifft es einem aus heiterem Himmel. Da kann doch nicht einfach lapidar gesagt werden, Handel sofort sonst hat das Kind einen dauerhaften Schaden.
    Wenn ich sofort Handel, z. B. Meinen Mann mit Polizei Einsatz oder was auch immer hier raus transportieren lasse, ist der aktuelle Schaden mindestens genauso groß.
    In diesem speziellen Fall, dem Fall eines Rückfalls, muss man doch erstmal Ruhe bewahren. Die Woche die es vermutlich dauern wird, bestmöglich für das Kind gestalten. Das wäre meines Erachtens gewesen, er geht ins Hotel, weg hier. Das habe ich bereits am ersten Tag geäußert. Aber er hat es nicht getan. Nun musste und muss ich schauen, diese Zeit zu überbrücken. Und dann wird es einiges zu regeln, vielleicht besprechen, geben.
    Aber nochmal, gleich mir den Stempel als schlechte Mutter aufzudrücken, weil das Kind durch diese aktuell wenigen Tage einen Schaden fürs Leben bekommt, finde ich sehr unangemessen. Wenn ich das nun dauerhaft so toleriere, ja, dann wird das irgendwann so sein. Zusätzlich ist es mir einfach auch nicht möglich, für eine Woche zu verschwinden. Das mag für viele vielleicht gar nicht vorstellbar sein, weil sie die Masse an Verantwortung gar nicht haben, die ich habe. Aber es ist nun mal so, dass es auch Situationen gibt, in denen es nicht geht. Ich habe hier im Haushalt meinen pflegebedürftigen Großvater leben, ich bin seine Pflegeperson. Zusätzlich habe ich einen 14 Jahre alten hund. Der ist fast blind, taub, und muss nachts dreimal in den Garten.
    Und ich habe genau diese Woche drei unaufschiebbare Termine. Und damit meine ich unaufschiebbar! Ansonsten drohen mir Kosten aufgrund von Schadensersatz, wenn ich da nicht erscheine. Und ein Termin bringt mir endlich wieder warmes Wasser ins Haus. Seit vier Wochen warte ich auf die Tankfirma, die die Tanks repariert, weil da etwas kaputt ist. Sage ich den Termin ab, müssen wir weiter vier Wochen auf warmes Wasser warten. Also bitte, verreisen ist ein guter tip, wenn er denn umsetzbar ist. Wenn aber nicht, dann möchte zumindest ich nicht so hingestellt werden, als würde ich alles abtun und doch nur in der Situation verbleiben und meinem Kind schaden. Ich weiß es zumindest für mich selber, das ich in Bezug auf mein Kind, das beste gebe! Und wenig ist das nicht. Es ist nicht perfekt, es ist grade nicht so, wie es sein soll, aber in wenigen Tagen beginnt es sich zu klären.

    Und zu guter letzt: zu behaupten, „das wurde mir ja schon damals alles prophezeit, und ich hätte immer nur alles abgetan“ ist, sorry, eine Unverschämtheit. Erstens weiß ich überhaupt nicht, wo mir prophezeit wurde, dass er wieder rückfällig wird. Ich bitte um Nachweis, ich kann mich zumindest nicht daran erinnern. Aber wenn dem so war, ok, ist ja auch im Rahmen des möglichen. Aber das ich das abgetan habe? Niemals! Ich habe sogar mal jemanden geantwortet, der auf meinen Beitrag geschrieben hat, dass meine Beiträge Hoffnung machen, dass ich keine Hoffnung machen möchte. Denn es ist ja gar nicht sicher, dass es so bleibt. Ich habe es ihm und uns gewünscht, aber ich war immer realistisch, dass es ein schwerer Weg ist, und ein Rückfall leider eine hohe Wahrscheinlichkeit hat. Aber ich kann auch nicht ständig meinen Mann damit demotivieren, dass es ja so schwer ist und er es vermutlich nicht schaffen wird. Das habe ich damals auch geschrieben.
    Blume

    Die Tränen liefen heute das erste mal. Und nun hab ich mich etwas gefangen. Ich habe mich grade in Schale geworfen und geschminkt (das tue ich erst seit einigen Tagen) und fahre jetzt mit dem kleinen an den See und heute Mittag dinieren wir vornehm bei McDonald’s 😅

    Ich hoffe, ich habe weiterhin die Kraft michnimmer wieder selbst am Kragen hoch zu ziehen

    Bis heute Abend,

    Ja, das habe ich Freitag geschrieben. Und ihm auch gesagt. Er tut es aber nicht. Da das alles ja nun ziemlich plötzlich kam und man sich nach drei Jahren Trockenheit nicht so darauf einstellt, das man gleich sofort einen Plan bereit hat, den man umsetzen kann, ist die Situation für mich grade so belastend, weil ich darin grade gefangen bin. Wenn die Phase vorbei ist, wird es ja definitiv ein Gespräch geben. Was sagt er dazu, was will er tun oder eben nicht. Daraus folgen dann die Konsequenzen. Aber heute ist dem nicht so. Ich habe keine Verwandten, ich bin ganz alleine. Durch meine angststörung ist es leider auch so, dass ich nicht der Typ bin, der die Koffer packt und mal so alleine verreist. Ich fühle Mich in meinem Haus wohl und sicher. Daher soll er gehen. Ich finde es für das Kind auch schon heftig, warum wir gehen sollen. Das ist sein zu Hause, hier ist sein Bett, sein Spielzeug, sein Garten usw.
    Aktuell heute aber wie gesagt ist grad keine Änderung möglich und ich muss irgendwie klar kommen

    Guten Morgen,

    Der Tag gestern war noch weitestgehend machbar für mich. Es ging mir noch einigermaßen gut. Heute habe ich einen Einbruch, ich bin antriebslos und depressiv und weiß noch nicht so recht, wie ich den Tag mit dem Kind überstehen soll. Ich brauche eigentlich grad mal Zeit für mich, habe keine Kraft, möchte mich einfach nur hinlegen und heulen. Und kann es nicht. Weil ich, wie immer in meinem verkorksten Leben, die starke sein muss, die alles abfängt und die Verantwortung übernimmt. Ich bin grundsätzlich mittlerweile auch stolz auf mich, dass ich anscheinend schon recht stark bin. Aber es fühlt sich in solchen Momenten gar nicht so an. Ich bekomme diese Situation nicht so hin, wie es gesunde Menschen, Menschen aus stabilen Verhältnissen, schaffen würden.

    Ich bin überfordert von dem ständigen Nachfragen des Kindes, wo denn der Papa ist. Wie ich ihn aufhalten muss, die Treppe nach oben zu gehen, weil er Papa doch hört. „Mama, Papa ist doch da…!? Ich höre ihn doch“. Oder er sieht ihn, wie er grade zum Versteck schleicht.
    Ich bin geschlaucht von meinen andauernden Grübeleien/ Gedanken, über das warum. Warum braucht es noch Verstecke außerhalb seiner Wohnung, wo er doch weiß, dass ich weiß, dass er säuft. Ich habe ihn damit ja konfrontiert, dass ich gesehen habe, dass er es vom Auto und die Shorts gesteckt hat. Anstatt sich den Stoff dann einfach in seine Höhle zu holen, läuft er im Stundentakt runter und raus um es zu holen. Das Auto hat er nun nicht mehr auf dem Hof geparkt sondern im wendekreis, weil ich das dann nicht mehr mitbekomme? Davor ist er im Stundentakt spazieren gegangen. Ich vermute zu einem Versteck irgendwo in einem Gebüsch. Warum? Diese ständige Dynamik hört man ja, und das führt einem ständig vor Augen, was grad abgeht. warum geht er nicht einfach ins Hotel, wie ich ihn gebeten habe. Oder warum holt er sich den Stoff dann nicht in sein saufreich. Ich verstehe es nicht …

    Und dazu meine absolute Fassungslosigkeit, nach drei so schönen Jahren. Und die Wut auf dieses scheiss Gift und die Lobby, die ihm gegeben wird.

    Mir Rinnen grade die Tränen in Bächen die Wangen runter. Und es könnte oder möchte noch weiter aus mir raus sprudeln. Aber neben mir sitzt der kleine und baut Lego, und möchte nun, dass ich wieder mit meiner Aufmerksamkeit bei ihm bin

    Ich grüße euch alle

    Hallo Elly,


    Ferienwohnung oder sowas gibt es nicht. Ich bin aber heute Abend, nachdem mein Gefühl sich bestätigt hatte und ich ihn beobachtet habe, wie er eine Dose aus dem Auto in seine Hose steckte, nach kurzem überlegen (ob es sich lohnt, er wird es ja doch nicht mehr begreifen) trotzdem nach oben gegangen und habe ihm gesagt, entweder stoppt er das saufen sofort und holt sich Hilfe oder er soll morgen in ein Hotelzimmer gehen.

    Ob er das noch verstanden hat, weiß ich nicht, aber ich wollte diese Grenze heute bereits deutlich machen. Säuft er morgen immer noch, werde ich die Aufforderung wiederholen. Macht er das nicht, ja, dann muss ich schauen Wie ich den kleinen fernhalte, aber das wird mir schon gelingen. Zumindest für diese trinkperiode. Auf Dauer geht das nicht. Aber das muss sich dann die nächsten zwei Wochen finden. Erstmal gehe ich davon aus, dass er wieder eine Woche saufen wird und sich morgen keine Hilfe holen wird.

    Hallo lea,

    Schön dich hier immer noch zu lesen.

    Ich weiß halt grad gar nicht, wie es nun weiter geht. Aber das muss ich auch nicht heute entscheiden.

    Mir tut der kleine nur so leid. Der hängt so sehr an seinem Vater. Drei Jahre war er immer für ihn da und nun muss er die Erfahrung machen, dass das nicht mehr so ist.

    Und ich frage mich den ganzen Abend, was ich dem Kind sagen soll oder kann. Oder muss. Totschweigen geht erstens gar nicht, weil er ja immer nach pap fragt und zweitens wäre das eh keine Lösung, weil Kind sowieso merkt, dass was nicht stimmt.

    Aber was sag ich ihm bloß, wenn er fragt wo Papa ist. Ich kann ihm weder sagen, Papa ist nicht da, denn er hört ja das Gepolter und manchmal sieht man meinen Mann ja auch ums Haus zum Auto schleichen. Noch kann ich ihm sagen, du, der Papa säuft, alk ist ihm wichtiger als du. Und sagen, dass Papa krank im Bett liegt möchte ich auch nicht. Denn erstens möchte er dann zu ihm hoch und gucken und sieht dann das Elend. Zweitens möchte ich auf keinen Fall, dass er in die Rolle rein kommt, Papa ist krank, ich muss für ihn da sein/ ihm helfen. Und drittens das gelogen.

    Was mach ich dann da nun 😞

    Viele Grüße an euch alle

    Irgendwie sind wir hier doch alle Profis 😅 die Lebenserfahrung lehrt uns einige Dinge.

    Aber nein, ich bin kein Profi, allerdings der Medizin und Psychologie sehr zugewandt und setze mich mit vielen Dingen auseinander.

    Das sagt für mich aber schon alles, Mitpatientin…

    Ich weiß, es ist leichter gesagt als getan, aber steh dadrüber. Sowas geht nie gut! (Zumindest zu 99% nicht) Du bist gut so wie du bist und hast es nun zum Schluss richtig gemacht.

    Annelui, was serendipity da von sich gibt bitte nicht ernst nehmen!

    Wer bist du überhaupt serendipity? Ich habe bisher keinen eigenen Thread von dir gefunden, wenn es den gibt, gerne verlinken.

    Annelui, wenn du die Wohnung kündigen konntest, alleine, kann davon ausgegangen werden, dass sie dir auch alleine gehörte, oder? Es gibt keinen Anspruch darauf, sich bei jemandem häuslich nieder zu lassen, zu saufen, alle Vorteile zu nutzen und das bis zum Lebensende… er ist volljährig und kann sich um eine

    eigene Wohnung kümmern.

    Ansonsten, bleib bei deiner Linie, es könnte auch sein, dass er merkt, dass du nicht mehr so funktionierst, wie es für ihn bequem

    Ist und sich daher jemanden sucht, der das bedient. Da kommt ne 20jährige, die vielleicht selbst in der Klinik ist?, gerade richtig.

    Kopf hoch und weiter gehen

    Hallo Hartmut und alle anderen,

    Meine Meinung dazu ist, dass es ein co abhängiger vielleicht rückblickend nicht kann oder konnte, aber in dem Moment, wo er z.b. hier ankommt (oder woanders) und Hilfe sucht, muss er sich dieser Frage einfach stellen. Man kann und sollte das wohl der Kinder zukünftig nicht mehr ausblenden und sich damit auseinandersetzen. Klar ist das schmerzhaft, werden einem doch die Fehler der Vergangenheit bewusst (da muss *achtung* „man“ dann lernen, sich selbst zu vergeben). Das geht vielleicht auch nicht gleich in dem Moment, wo man hier einen Beitrag zu sich liest, der sowas enthält. Aber ich finde es elementar wichtig, sich diese Frage zu stellen, genau hinzuschauen und ehrlich zu sich und vor allem den Kindern zu sein. Denn diese Ehrlichkeit haben die Kinder verdient.

    Also ja, 👍 ich denke es muss ausgesprochen werden!

    Oh mein Gott, mich hauts hier grad so aus den Socken, dass ich nicht mehr an mir halten kann. Ich werde nun auch mal meine Meinung, resultierend aus vielen Erfahrungen!!!, kundtun. Auch wenn sie dir nicht gefallen wird Pamela...

    Ich lese von Anfang an Deinen Thread (so wie alle anderen auch), schreibe aber meist selten etwas, meistens aus Zeitgründen, manchmal aber auch, weil ich davon ausgehe, dass das was ich beizutragen habe an Lebenserfahrung sowieso nicht ankommen wird (das erkennt man recht schnell aus dem Geschriebenen des jeweiligen Users). und von Anfang an war ich mäßig genervt von Deinen sich immer wiederholenden Beiträgen, immer das gleiche, immer nur Geschreibe, wie oder was oder wann oder warum oder mit wem oder oder oder der gute Mann getrunken hat oder betrunken war. Ok, ja, muss man eingangs natürlich erstmal loswerden. Dann fingst du aber immer damit an dich mit folgender Aussage zu rechtfertigen "es tut mir gut, darüber zu reden". Ja, soweit so gut, es tut dir gut. Und dann? Ich habe mich in dem Momenten sehr damit auseinandergesetzt, denn ich kenne dieses Gefühl, ich habe das auch oft gesagt in meiner Therapie, es tut mir gut über meine Ursprungsfamilie, über das Lebens als Kind in einer Alkoholikerfamilie zu reden. ABER, ich habe erkannt, und das auch erst in den letzten Monaten, dass es mich nicht weiter bringt. was tut denn da gut? Kann ich dir genau sagen: in dem jeweiligen Moment tut es gut, schafft es Erleichterung. Es hilft, sich nicht mehr so schlecht zu fühlen, weil man die Schuld anderen geben kann (welche unbestritten bei mir und bei dir sogar bei dem anderen liegt) aber es hilft ebenso dabei, in der Opferrolle zu verbleiben! Meine Kindheit war echt prägend, negativ prägend, darüber mag ich mich auch gerne auslassen. Aber, ich habe erkannt, dass ich an diesem Gefühl der Traurigkeit nur etwas ändern kann, wenn ich selber losgehe, selber an mir arbeite, was macht mich glücklich. ich muss das zwangsläufig irgendwie hinter mir lassen, denn sonst verharre ich in der Situation und es wird nichts besser!
    Und du kommst immer auf das Zeitthema, du bist ja erst vier Wochen hier. So schnell geht das ja alles nicht. Sage es dir mal andersherum, du bist SCHON vier Wochen hier und es ist immer das gleiche Thema. Schlimmer sogar, du verharmlost mehr und mehr. Bei dem geschriebenen im zusammenhang mit deiner Tochter hat sich bei mir alles, jedes einzelne Härchen hochgesträubt und ich bin hier grade fast vor Wut geplatzt, sorry.... aber das muss ich einfach sagen.

    Und ich tue meinem Kind auch nichts schlimmes an……weil sie ihren Vater besoffen erlebt……sie hat auch schon alleine gelebt und auch selbständig…….das sie jetzt wieder im Haus und eigener Wohnung wohnt war ihre Entscheidung……..meine Tochter ist so klar und erwachsen mit dieser Situation- das hat hier auch nichts mit meiner Hilflosigkeit zu tun……….🤔

    Wenn du das wirklich so denkst, dann kann ich nicht umhin mich zu fragen, was geht da ab? Ich werde es nie wirklich verstehen können, warum Elternteile glauben, es ist nicht schlimm, wenn ein Kind seinen einen Elternteil besoffen erlebt. Wie wenig muss man sich da mit seinem Kind, mit der Entwicklung von Kindern auseinandersetzen. Ich sage dir mal was: es ist extrem schlimm, seinen Vater so zu sehen!!!!!! Und dafür muss er nicht mal aggressiv sein. Es reicht vollkommen, diesen Zustand zu sehen. Er macht dich als Kind so hilflos, du willst deinem Vater helfen, du möchtest dass er aufhört etc. Und ich sag dir noch was: mit 24 ist man immer noch das Kind eines alkoholkranken Elternteils. Und mit 45 auch noch. Das bin nämlich ich, 45 Jahre alt. und erst im letzen Jahr dazu fähig, überhaupt zu erkennen, in was für einer Familie ich aufgewachsen bin, was es mit mir gemacht hat, was es mir genommen hat, warum ich so bin wie ich bin. Und ich habe auch alleine gelebt, habe studiert, bin verreist. Trotzdem bin ich geschädigt; wusste das nur mit 24 noch nicht. Denn man kennt es ja nicht anders. Sich selber zu reflektieren, sich damit auseinanderzusetzen, das kann mitunter bis ins mittlere oder sogar hohe Lebensalter hinein dauer. Die Auswirkungen werden manchmal auch erst im Laufe der Jahre sichtbar. Warum führe ich z.B. später selber Beziehungen mit Alkoholikern, warum bin ich immer so unsicher etc pp. die Aufzählung wäre sehr lang, wodrin die Störungen liegen können.

    Daher schreibe ich es hier wieder so deutlich. Auch wenn einige Eltern es nicht sehen wollen und sich da was zurecht reden. Es macht immer was mit Kindern, wenn ein Elternteil trinkt! Und da ist die Ausprägung nicht entscheidend. Die Ausprägung der Alkoholkrankheit zeigt sich dann eher in der Ausprägung der psychischen Erkrankung. Vielleicht ist deine tochter nur ein bisschen geschädigt. Aber das ist ok?

    Und dass du hier nur die wenigen!!!! Beiträge mit "gefällt mir" versiehst, die dich "verstehen können" (und das sind meist diejenigen, die selbst noch in der Abhängigkeit drin sind), bringt dich null weiter! aber mittlerweile glaube ich, du willst gar nicht weiter kommen. Und dieses ständige lamentieren, was dann alles schlechte kommt, für deine Mutter, deine Tochter, dein Geschäft, kann ich auch nicht mehr hören. Frage dich mal, was würde alles besser werden für deine Mutter, deine Tochter, dein Geschäft. Das wäre zielführender. Denn ohne den Energieräuber Alkoholiker hast du für alles andere viel mehr Energie, Freude, Zeit, Geld usw. Aber das will Co. ja nicht sehen!

    so, dieses ist vermutlich einer meiner deutlichsten Beiträge hier in diesem Forum, aber so soll es sein!

    Ich wünsche Dir viel Kraft, dass hier alles grad auszuhalten und Gottes Geist, die Worte zu dir durchdringen zu lassen.

    dachte naja ich lass das Baby beim Papa. Es war nur 1 Nacht. morgens 450 km hin über Nacht dann mittags wieder 450 km zurück. Als ich heim kam erhielt ich Nachricht dass mein Partner das Baby nachts schreien lassen hat bis die Nachbarin reinkam und das Baby hoch nahm, weil er zu betrunken war und eingeschlafen ist.

    Hallo Bobbele,

    Als ich deinen, diesen, ersten Beitrag gleich zu Beginn gelesen habe, war ich so geschockt, das war für mich kaum zu fassen. Für mich ist so etwas sogar eine Meldung zum Jugendamt wert, wenn ich die Nachbarin gewesen wäre! Und das hat nichts mit dir an der Stelle zu tun, nimm es mir also bitte nicht böse, ich meine das nicht bezogen auf dich. Natürlich fragte ich mich zuerst, warum du einen Säugling bei einem saufenden Mann lässt, aber ich selber weiß auch sehr gut, dass man oft gar nicht so schlecht denken kann, man kann es sich gar nicht vorstellen, dass ein Elternteil in Anwesenheit eines Säuglings säuft, das übersteigt oft das eigene Denken. Und dann macht man leider manchmal so eine Erfahrung. Aber, ich kann überhaupt nicht nachvollziehen wie du immer noch die Problematik in Frage stellst, also dich fragst, ob es wirklich ein Problem gibt oder ob es nicht vielleicht doch normal ist, „nur Bier“ zu trinken.

    Und ich habe es an anderer Stelle schon des Öfteren geschrieben, es ist so gut wie nie besser, für die Kinder bei einem Trinkenden Elternteil zu bleiben, der Schaden durch ein aufwachsen in einem Derartigen Umfeld ist m.E. Immer größer als der „Schaden“ mit einer Alleinerziehenden aber entspannten und irgendwann glücklichen Mutter aufzuwachsen.

    trage Verantwortung für deine Kinder und dich, das würde ich dir wünschen.

    Hallo LfL

    Ich denke schon, dass ich alles ganz gut verstanden habe. In deinem Beitrag aus Februar steht auch nicht, dass du erst zum Glauben gefunden hat und dadurch dann trocken geworden bist. Absolut nicht. Im Gegenteil, genau das, was du heute versucht hast richtig zu stellen und ich aufgriff, steht da drin, nämlich dass du in den letzten Wochen zum Glauben gefunden hast und dieser dir dabei hilft, immer weiter und weiter trocken zu bleiben. Und das meinte ich, genau das finde ich wichtig festzuhalten, mit Gott an seiner Seite KANN man ( und ich verstecke mich bestimmt nicht hinter dem man, passt halt eben wieder dieses Wort, es ist ja schließlich dafür da, in angemessenen Situationen

    Benutzt zu werden) die Kraft bekommen, einen bestimmten Weg zu gehen.

    Und natürlich lässt sich der Glaube/zu Gott finden nicht nur auf alkoholsucht reduzieren, der Glaube ist sooooo viel mehr als dieses eine kleine Bruchstück. Aber ich habe aus deinem Beitrag überhaupt nicht lesen können, dass dein Glaubensweg nur was mit dem Alkohol zu tun hat. Aber wie dem Auch sei, es erschließt sich mir nicht, warum Du deinen Beitrag nun so anders empfindest, aber es ist nun auch egal.

    Alles Liebe weiterhin auf deinem Weg!

    Hallo Lust for Life,

    Da war überhaupt nichts dummes dran aus meiner Sicht ! Und nichts wofür du dich entschuldigen musst! Die Nachfolge Jesu christi und das dadurch freikommen von Alkohol stehen in keinem Widerspruch!!!! Für dich nicht, für mich nicht, für meinen Mann nicht. Für viele andere ist das nicht so, aber für uns darf das so sein! Du hast nirgends geschrieben gehabt, dass es nur so geht, aber es kann und darf so gehen, und das finde ich extrem wichtig das hier festzuhalten. Mir hilft Gott und Jesus seit 11 Jahren in jeder Lebenslage, ohne ihn wäre ich nicht da, wo ich bin und da stehe ich auch zu, ich glaube an das Leben in Fülle durch unseren Schöpfer und möchte auch nie wieder anders denken oder ungläubig sein.

    Und natürlich hat du es mit eigenem Willen und eigener Kraft geschafft, aber gestärkt und getragen durch Jesus Christus. So habe ich es damals verstanden und verstehe es auch heute noch. Warum ungläubige das nicht können, und dann mit Sekte kamen, ist für mich völlig klar, denn wer das nicht selber erlebt hat, kann es nicht nachvollziehen!

    André, du liest die Beiträge im Moment so, wie du sie gerne lesen und verstehen möchtest. Irgendetwas ist da, warum du nicht wenigstens versuchen kannst, etwas objektiver an die Beiträge zu gehen, das meinte Ich auch mit schau mal genauer bei dir hin, was das sein kann.

    Keiner, aber auch keiner sagt, man/du/Frau muss sich auf jeden Fall trennen. Aber objektiv betrachtet, von außen, ist das oft der einzige Weg, um erstmal überhaupt aus der Situation raus zu kommen, nicht selber krank zu werden, und die Möglichkeit zu haben, zu sortieren, wer bin ich, was möchte ich, um so gesehen einen klaren und unabhängigen Kopf zu bekommen.

    Ich kann für MICH sagen, und das tun die meisten hier eigentlich auch immer nur, für sich sprechen, die eigene Meinung oder Gefühl kundtun ohne andere zu bewerten wenn sie es anders machen, hätte mein Mann das mit mir gemacht, was ich hier stellenweise lese, dann wäre Ich definitiv, und das meine ich todernst gegangen. Mit Kind erst recht. Ich bin eine der wenigen hier, die noch mit ihrem Mann zusammen ist, aber nur, weil seine eigene Einsicht zum gleichen Zeitpunkt kam als ich mich hier anmeldete und ich für mich schon den Entschluss gefasst hatte, mit einem trinkenden Mann bleibe ich nicht zusammen! Das wusste er nicht, er kam nach dem Damaligen Absturz zu mir und sagte, dass er das so alles nicht mehr will und sich Hilfe holt. Ja, da habe ich ihn auch nicht verlassen sondern ihm diese Chance gegeben. Er hat sie bisher genutzt. Aber ich wäre gegangen, hätte er das nicht getan und weiter gemacht wie vorher. Es rät hier keiner zur Trennung aber seine eigene Meinung darf man hier noch kund tun, Gott sei es gedankt!

    Jesses ne, André!? Was liest du denn aus Beiträgen raus 😨😨😨 das wurde doch an keiner Stelle jemals so geschrieben!? Ich frage mich oft, ob ich denn eine der wenigen bin, die die Beiträge von achelias richtig versteht 🙄

    Ich frage mich auch sehr oft!!!! warum sich einige Partner/innen so was alles antun und für mich ist bei einigen Geschichten hier auch klar vor Augen, Trennung, alles andere geht doch gar nicht. Was dann irgendwann kommt sieht man ja. Aber Entscheiden tut es doch eh jeder für sich und wird hier nicht dafür bewertet.

    Ich bin wahrlich schockiert, woher du nimmst, „ich wäre auch gegangen“ oder sogar „alkoholiker sind scheiße“????????????? Das steht schon mal gar nirgends explizit, aber auch nicht im entferntesten implizit geschrieben. Was geht da grad in dir vor, dass du dich so Angegriffen fühlst, vielleicht magst du da mal genauer hinschauen…