Beiträge von Stern

    Also soll ich mich ihm anpassen?

    Niemand sollte sich irgendwem anpassen.
    Jeder Mensch ist doch erstmal für sich, ich kann (und meiner Meinung nach ist das im Zusammenleben auch nötig) Kompromisse eingehen, um die Partnerschaft harmonisch zu halten. Kompromisse eingehen heißt aber nicht, mich anzupassen.
    Niemand kann sich einem Alkoholiker anpassen, ohne sich selbst aufzugeben. Und sich selbst aufgeben bedeutet doch: Aufhören zu leben.

    Ja Polizei darauf habe ich einfach keine Lust und auch diese Unruhe wieder hier zu erleben. Ich bin ratlos


    Wenn ich ratlos bin und nicht weiter weiß, greife ich zu dem, was mir einfällt…auch, wenn ich darauf einfach keine Lust habe.

    Du schreibst bei den Wünschen für dich davon, was du alles nicht willst, weil du angespannt bist … weil du nervlich fertig bist…unausgeglichen.

    Vielleicht müssen einige Dinge ja gar nicht auf deiner Wünsch-Liste stehen, wenn du daran arbeiten könntest, eben nicht angespannt zu sein und nicht nervlich fertig, nicht unausgeglichen?
    Warum bist du denn angespannt, nervlich fertig, unausgeglichen?

    Du hast 10 Wünsche für deinen Mann und gerade mal 3 Wünsche für dich ganz alleine (was sonst noch bei dir steht, betrifft ja doch eher die Kinder).:roll:

    Nimm dich wichtiger.
    So vieles löst sich von ganz alleine, wenn du zufrieden durchs Leben gehen kannst.

    Ich bin ja von ‚der anderen Seite‘. Ich bin Alkoholiker, kenne mich mit Co-Abhängigkeit auch überhaupt nicht aus, aber ich kann dir versichern, seit ich mir selbst der wichtigste Mensch geworden bin, ist so vieles sehr viel einfacher für mich geworden. Das bedeutet ja nicht, dass mir andere Menschen nicht auch noch wichtig sind. Nur bin ich nirgends eine Hilfe, wenn es mir nicht gut geht.

    Ich bin überzeugt davon, dass jeder für sich selbst sorgen muss.
    Klar, Kinder müssen von uns gut begleitet werden, auf sie müssen wir aufpassen. Sie können das noch nicht selbst. Es ist unsere Aufgabe, ihnen einen unbeschwerten Weg zu ermöglichen, sie auf das Leben vorzubereiten. Ich bin sicher, dass dies mit einem saufenden Partner nicht funktioniert.
    All deine Wünsche für deine Kinder werden sich mit einem saufenden Papa nicht erfüllen.

    Es tut mir Leid, dass ich das nicht mit etwas mehr rosa und etwas mehr Plüsch formulieren kann. Dafür ist das Thema auch zu wichtig.
    Pass bitte gut auf dich auf, und auf deine Kinder. Dein Mann muss auf sich selbst aufpassen.

    200 nüchterne Tage, das ist so super 👏

    das leben eben.

    aber es ist wieder meins und ich bin nicht mehr das gefäß für alkohol. und das ist schon sehr viel.

    Das ist nur ‚schon sehr viel’, das ist alles.
    Du hast dir dein Leben zurückgeholt und das ist so wertvoll. Pass gut da drauf auf.

    Hallo line33
    Zu erkennen, dass du etwas nicht mehr so willst wie es gerade ist, ist eine richtig große Erkenntnis. Respekt.

    Ich weiß nicht wirklich, was ich mir hier erhoffe, aber vielleicht gibt es irgendetwas, das mich weiterbringt....


    Vielleicht etwas, was dich weiterbringt…..

    Das ist auch das Einzige, was du tun kannst.

    Es wird dir nicht gelingen, deinen Partner vom Alkohol wegzubringen. Einen Alkoholiker erreichst du nicht mit ‚guten Worten‘ und auch nicht mit Liebe. Sucht ist stärker ….immer.

    Ihr habt 2 kleine Kinder. Wenn der Vater durch seine Sucht keine Verantwortung übernehmen kann, solltest du das wenigstens tun.

    Ich schreibe dir als Alkoholiker und da muss ich dir sagen, dass nur der Alkoholiker selbst seine Sucht stoppen kann. Tut er dies nicht aus eigenem inneren Antrieb, geht es in der Suchtspirale immer weiter nach unten. Es bleibt nicht stehen auf einem Level, es geht immer weiter nach unten.

    Möchtest du für dich und für deine Kinder sorgen, möchtest du, dass du lernen kannst, dein eigenes Leben unabhängig von deinem Partner lebenswert zu machen und möchtest du deine Kinder (und dich) schützen?

    Hier tauschen sich auch Angehörige von Alkoholikern aus. Der Schwerpunkt sollte dabei aber nicht auf deinen Partner liegen, sondern auf dich selbst.

    Wenn du dich hier austauschen möchtest, klicke bitte auf den Link und teile uns das mit. Wir können dich dann für dann für den offenen Bereich freischalten.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Aber ich finde es auch wichtig das der Patner, der mit dem Thema unweigerlich in Kontakt kommt, auch weiß wie ernst es ist. Ich finde sogar da hat er ein Recht drauf das zu wissen

    Das wollte ich auch gar nicht in Frage stellen.
    Natürlich ist es wichtig, dass das engste Umfeld weiß, warum ich jetzt keinen Alkohol trinke. Nur erwarte ich nicht, dass darauf auch Rücksicht genommen wird. Dass trotzdem Rücksicht genommen wird, ist super, aber ich würde es nicht erwarten wollen.

    und er hat einen Satz gesagt der mir zeigt das er nicht verstanden hat wie ernst das Ganze lst

    Es ist doch nur wichtig, dass du verstanden hast, wie ernst das Ganze ist.
    Es ist dein Leben, was du leben willst.

    Mir ist sehr wichtig das er den ernst erkennt und es nicht irgendwann eine Situation gibt in der es heißt:"Ach Schatz du hast So lange nicht getrunken, das ist ok wenn du jetzt mal ein Bier trinkst."

    Natürlich wäre es ganz super toll, wenn alle um uns herum, besonders die uns nahestehen Menschen, verstehen, wie ernst unsere Krankheit….unsere immer bleibende Alkoholsucht ist.
    Aber ich finde, dass ich meine Abstinenz niemals von den Worten oder Handlungen oder Meinungen von irgendwem beeinflussen lassen darf.

    Meine Abstinenz ist ganz tief in mir drin …..egal, was andere sagen oder machen. Und wenn jemand kommt und das gar nicht so schlimm fände, jetzt auch mal ein Gläschen‘ zu trinken, wird das immer ganz alleine meine Entscheidung sein, wie ich damit umgehe…..ich weiß, wie ernst das Ganze ist.

    Hallo Dr.House,

    du bist jetzt für den offenen Bereich freigeschaltet und ich habe dein Thema dorthin verschoben.
    Du kannst Dich jetzt überall austauschen, jedoch bitte nicht in den ersten vier Wochen im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern.

    Ich wünsche dir viele hilfreiche Erkenntnisse und einen guten Austausch.

    Das ist war zwar etwas irritierend, aber im Grunde stimm ich zu.

    Was genau ist denn irritierend?
    Dass sich die Chance auf ein zufriedenes nüchternes Leben erheblich erhöht, wenn ich aussprechen kann: Ich bin Alkoholiker?
    Mir hat das sehr geholfen, meine ‚Ausgangsposition‘ klar zu benennen.

    Ich sende Dir den Link für die Bewerbung zum offenen Forenbereich.

    Wenn du für dich sagen kannst, dass du Alkoholiker bist und du dich hier austauschen möchtest, klicke bitte auf den Link drauf und teile uns das mit.
    Dann können wir Dich freischalten.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Ich habe keine Zweifel bei dir. Ich kenne dich doch gar nicht, nur von ein paar Sätzen, die du hier schreibst.

    Ich fände es nur einen sehr schweren Gedanken für mein nüchternes Leben, wenn ich nur denken würde, dass ich Alkoholiker bin. Ich war (und noch immer) mir doch sehr sicher, dass ich Alkoholiker bin.
    Und ehrlich gesagt finde ich diese Erkenntnis auch die wichtigste Voraussetzung für mein zufriedenes nüchternes Leben.

    Ein exzessiver Trinker muss ja kein Alkoholiker werden. Er kann noch den Absprung schaffen, bevor er in süchtig wird.

    Für einen Alkoholiker geht nur die absolute Abstinenz, für immer.


    Hier tauschen sich ja nur bekennende Alkoholiker aus.
    Deshalb frage ich noch mal ganz direkt: Bist du ein Alkoholiker oder denkst du nur, dass einer bist?

    Ich weiß jetzt ich kann es nicht kontrollieren, ich kann nicht mit leben, ich gebe alles auf wenn ich weiter mache und ich bin ein exzessiver trinke ich gefährde mich mit jedem trinktag den ich habe.

    Ein Alkoholiker kann seinen Alkoholkonsum nicht mehr kontrollieren. Nie wieder. Ist man erstmal Alkoholiker geworden, gibt es kein ‚Zurück zum Alkohol‘, es geht nur: Nie wieder Alkohol.
    Ein ‚exzessiver Trinker‘ könnte wohl zu einem ‚normalen Alkoholkonsum zurückkehren. Er ist ja (noch) nicht abhängig geworden.

    Bist du ein exzessiver Trinker oder ein Alkoholiker?

    14 nüchterne Tage sind ein guter Anfang . 👍🏻

    Ich muss irgendwie mehr Abstand schaffen zum Wunsch zu trinken und dem tatsächlichen Trinken.

    Konntest du inzwischen diesen Abstand für dich schaffen?
    Ich meine, ist der Wunsch zu trinken noch vorhanden? Oder ist der Abstand des Wunsches bis zum nächsten Glas einfach nur erstmal größer geworden?

    Eigentlich hoffe ich das irgendwann nen Prozess stattfindet das ich durch und durch nicht mehr trinken will, denn ich weiß wo diese weg sonst nur hinführen kann, weil geistig weiß ich alkohol ist schlecht und noch geht es mir relativ gut.


    So einen Prozess gibt es nicht…. noch nicht mal so was ähnliches.

    Entweder ist es dein ganz tiefer Wunsch, nie wieder in deinem Leben auch nur einen Tropfen Alkohol anzurühren und dann musst du aktiv was dafür tun oder deine nüchterne Zeit jetzt kann lediglich eine Trinkpause sein.

    Warst du in den letzten 14 Tagen noch bei deiner anderen Selbsthilfegruppe und auch schon bei einem Arzt?


    Hier tauschen sich nur bekennende Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz anstreben.
    Findest du dich darin wieder?

    Sehe ich anders Stern, das heißt ja nicht, dass man nicht auch noch mit 60 anfangen und dann abhängig werden kann.

    Nee, aber ‚statistisch gesehen‘ ja dann wohl doch nicht mehr so wahrscheinlich…..

    (wenn ich mich jetzt noch mal auf deine angeführte Statistik beziehen darf.)

    Es gibt statistische Untersuchungen dazu, da ist ganz klar belegt, dass es einen Zusammenhang gibt. Je früher man angefangen hat, desto höher die Wahrscheinlichkeit, alkoholkrank zu werden.

    Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

    Danach hätte ich niemals Alkoholiker werden dürfen. Ich habe erst mit 37 Jahren angefangen, Alkohol zu trinken. Vorher war ich bis auf mal probieren in der Jugend überzeugter Antialkoholiker.