Beiträge von Stern

    Ich habe halt alles mitgenommen, die LZT hätte ich aber denke ich heute auslassen können. Die ziehe ich aber nun durch. Das betrifft aber jetzt nur mich. Ich bin ja nicht voll abgestürzt. Es gibt da Menschen in der LZT die brauchen noch viel, viel mehr Hilfe.

    Wie meinst du das?

    Herzlichen Glückwunsch zum 1. nüchternen Jahrestag

    Das Jahr bedeutet mir im Prinzip nichts, klar ist das schon mal etwas wert. Wichtiger ist mir allerdings, das ich heute nüchtern bleibe, das ist das wichtigste für mich.

    Das Jahr bedeutet dir im Prinzip nichts? :shock:

    Mein erstes nüchtern Jahr war wohl das bedeutendste Jahr in meinem ganzen Leben.
    Da wurde so viel Grundstein für (hoffentlich) den Rest meines Lebens gelegt.

    Ich bin weiterhin noch bis Juni in der ambulanten LZT und habe eine tolle Kreuzbundgruppe für mich gefunden

    Das finde ich gut. 👍🏻
    Nimm dir weiter jede Hilfe, die du kriegen kannst….und nutze sie.

    Wenn ich einen Alkoholiker als Partner habe und meine Coabhängigkeit dadurch so richtig zum Vorschein kommt wird mir die Coabhängigkeit bewusst und ich kann wenigstens etwas dagegen unternehmen.

    Dann suchst du hier einen Austausch für dich als Co-Anhängige?

    Ich war mir nicht sicher, ob du dich in deiner über 8jährigen Nüchternheit festigen willst.
    Deine Überschrift gibt da ja einen ziemlich großen Spielraum her.

    Frage: Gibt es denn auch Rückfälle oder Mitglieder, die sich schwerer tun? Lese hier immer nur die Erfolgsgeschichten.

    Natürlich gibt es die ….die Rückfälle und die, ‚die sich schwer tun‘.

    Leider geben auch viele auf, zumindest schreiben sie nicht mehr hier.
    Und dabei lohnt es sich so sehr, für sein (nüchternes) Leben, wenn es denn mal schwer ist, auch zu kämpfen. Der Weg wird ja leichter, vieles wird zur liebgewordenen Gewohnheit.

    Einige schreiben hier gerade am Anfang sehr wenig über ihren Weg. Das mindert die Chance, dass hier jemandem was auffällt, was einem selbst nicht so bewusst ist und einen ungebremst in den Rückfall schlittern lässt

    Du schreibst hier wenig von deinem Weg. 🤔

    Ich finde es sehr hilfreich, dass ich hier darauf hingewiesen werde, dass ich gerade dabei sein könnte, meinen nüchternen Weg zu verlassen. Das geht natürlich nur, wenn ich hier auch von meinem Weg schreibe.

    Hallo Stephanie,

    schön, dass du uns gefunden hast.

    Und herzlichen Glückwunsch zu 8 einhalb nüchternen Jahren.

    Du schreibst davon, dass du einen alkoholsüchtigen Partner hast.

    Ich dachte ich brauche nur noch ein wenig Geduld mit ihm , ich habe es ja schließlich auch geschafft mit dem Saufen aufzuhören.

    Dass das nicht funktioniert, kennst du doch bestimmt noch aus der Zeit, als du selbst abhängig getrunken hast.

    ich bin nicht 8,5 Jahren trocken um mit nem nassen Alki zusammen zu sein - obwohl er definitiv der richtige Partner ist um so richtig gut mit meiner Coabhängigkeit konfrontiert zu werden. Nun denn: auf ins Gefecht, die nächste Sucht ist dran geheilt zu werden - und mein Selbstwert verbessert sich gleich mit.

    Was genau meinst du damit?

    Und was erhoffst du dir für dich von diesem Forum?

    Hallo Miata,

    Herzlich Willkommen hier in unserer Selbsthilfegruppe.

    Es ist gut, dass dein Haushalt jetzt alkoholfrei ist. Das finde ich das das Wichtigste überhaupt.
    Wenn du dann wieder ‚richtig‘ zu Hause bist, soll das ja dein sicherer Ort sein.

    Das kuriose dabei, vorher habe ich vllt mal ein Bier zum Grillen oder zum Burger getrunken.. Sonst eigentlich sehr selten.

    Ich habe mich von Null auf Hundert in die Sucht gesoffen.
    Noch nicht mal ein Bier zum Grillen oder zum Burger. Ich habe nie Alkohol getrunken, mich dann mit fast Ende 40 bewusst abgeschossen, um meine Sorgen ertragen zu können ….und irgendwann (dauerte gar nicht lange) war ich süchtig ….alkoholabhängig.

    Du hast die Kurve eher gekriegt als ich. Ich hing so viel länger fest in der Sichtspirale.

    Ich wünsche dir hier einen guten Austausch.

    Und jetzt kann ich nüchtern herausfinden, wie es mir geht, was ich will, was ich nicht will und WER ich bin bzw. WER ich sein möchte. Was tut mir gut, was nicht. Es gibt gute und schlechte Tage. Irgendwie eine wunderschöne Reise zu mir selbst würd ich sagen. Mit allen Höhen und Tiefen.

    Das finde ich total klasse, dass du dein neues nüchternes Leben so sehen kannst.
    Weil ich es wirklich sehr wichtig finde, dass ich nicht im Irrglauben lebe, das die Welt nun jeden Tag rosarot ist und nur noch alles super toll in Ordnung. Und dazu gehört auch, dass ich in manchen Situationen oder bei manchen Gedanken echt die volle Breitseite abbekommen habe. Und auch heute noch holen mich die häßlichen Gedanken ein. Nicht alle Gedanken auf dem Weg zu mir sind schöne Gedanken, sie tun auch oft richtig weh.
    Aber mit dem Blick nach vorne ist das dann auch in Ordnung.

    Nimm dir Zeit für dich ….für deine Gedanken.

    Hallo Nayouk,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe .

    Ich bin sein 2 Jahren und 8 Monaten nüchtern.
    Ich kenne nur dieses Forum als Selbsthilfegruppe und hier finde ich einen so großen Erfahrungsschatz in den Beiträgen, dass ich noch keine andere Hilfe vermisst habe.

    Mich hier durch sämtliche Beiträge zu lesen, hilft mir sehr, meinen Weg zu gehen, den immer mal wieder zu prüfen und von so vielen unterschiedlichen Erfahrungen zu profitieren.

    Ich wünsche dir hier einen guten Austausch.

    Ich bin nun seit über 2 1/2 Jahre nüchtern und muss gar nix aussprechen, was ich nicht nicht aussprechen will.
    Akzeptiert, dass ich Alkoholiker bin, habe ich trotzdem vom ersten Tag an. Das muss ich aber nicht in die Welt hinaus rufen.

    Ich fordere von Ihm dass er offenen mit dem Thema umgeht. Dass er offen mit den Kindern redet und auch offen gegenüber guten Freunden zugibt dass er ein trockener Alkoholiker ist.


    Oha.
    Ich möchte mit niemandem in meinem Umfeld über meine Sucht sprechen. Und würde mich jemand aus der Familie bedrängen…oder wie fordern, würde ich komplett dicht machen.

    Fordern ist nie gut.
    Und jemandem mit einer Sucht aufzufordern, davon zu erzählen, obwohl bekannt ist, dass er das nicht möchte, finde ich schlichtweg eine Zumutung …und auch sehr übergriffig.
    Die Entscheidung, wem er was erzählt sollte der Betroffene selbst treffen dürfen.

    Kurz war ich gefühlsmäßig wieder in der Vergangenheit. Das war kein schönes Gefühl. Auf einmal stinke ich nach Alkohol, obwohl keinen Tropfen getrunken habe. 😢

    So geht es mir mit den Desinfektionsmitteln, die seit Corona überall hängen oder rumstehen.
    Nicht schön, und wenn es nicht unbedingt sein muss, meide ich es wie der Teufel das Weihwasser. Geht ja aber nicht immer, dann sage ich mir: is nur an den Händen, musst du nicht ablutschen ….und bei der nächsten Gelegenheit gehe ich Hände waschen.

    Heute sind es schon 30 nüchterne Tage.

    Ganz große Klasse, dass du die ganzen Untersuchungen machen lässt.

    Mein neues Leben war gleich noch mal um einiges schöner, als ich nach den ganzen Untersuchungen sagen konnte, dass ich keine Schäden vom saufen habe.
    Ich habe so große Erleichterung gespürt, dass mit den Tränen ganz viel Ballast von mir abfiel.
    Und selbst wenn etwas gefunden worden wäre, hätte ich das als Chance gesehen.

    Du machst das super. 👍🏻

    Auch als bewusst eingenommenes Rauschmittel erfüllt er zuverlässig seinen Zweck, Mißbrauch wäre es - in dem Fall - Du hättest ihn der Giftwirkung wegen konsumiert und den Rausch billigend in Kauf genommen. Verstehst Du worauf ich hinaus möchte?

    Nee

    Ich versuche es mal anders.

    Ich habe Alkohol früher als Genussmittel eingestuft, im Sinne von Nahrungs- und Genussmittel.
    Ich habe keinen Alkohol getrunken…. einfach, weil er mir nicht geschmeckt hat. Zum Kochen habe ich Alkohol benutzt, weil es im Rezept stand und ich dem Alkohol nix schlimmes zugesprochen habe. Es war einfach so.

    Natürlich habe ich auch öfter gesehen, wie sich Menschen unter Alkoholeinfluss verändern….Sorgen wegsaufen…. (scheinbar) fröhlich und ausgelassen werden.
    Irgendwann wollte ich das genau so für mich haben.
    Und dann war der Alkohol kein Genussmittel mehr, sondern das gegeigte Mittel, um mich ins Traumwunderland zu befördern. Ich habe den Alkohol missbraucht.

    Dann ist aber auch die Kategorisierung "missbräuchlicher Alkoholkonsum" unsinnig

    Nein, ist sie nicht

    Wer ‚nur‘ missbräuchlich trinkt, kann jederzeit aufhören damit.

    Alkoholiker können das nicht.

    Genauso nach meiner Definition, dass jede(!) Verwendung von Alkohol im menschlichen Körper missbräuchlicher Natur (weil schädlich) ist. ;)

    Auch nein, denn es ist ja tatsächlich möglich, aus Genuss ein Glas Wein zum Essen zu trinken….für uns natürlich nicht (mehr), weil wir Alkoholiker geworden sind.

    Aber wozu brauchst das denn alles?
    Fakt ist doch nun mal, dass es für dich niemals wieder Alkohol geben kann, egal, in welcher Form. Für mich auch nicht. Für keinen Alkoholiker, der niemals wieder in der Suchtspirale gefangen sein will.
    Und dabei bist es völlig Wurscht, was andere können.

    Ich belaste mich gar nicht mehr mit solchen Gedanken. Sie hindern mich daran, nach vorne zu schauen.
    Dazu muss ich den Alkohol nicht ,zerpflücken‘….ändert ja nix an der Tatsache, dass es für mich niemals wieder Alkohol geben kann.

    Daraus folgt, dass -absolut jeder- Konsum von Alkohol, auch in der geringsten Menge eines Tropfens, missbräuchlicher Alkoholkonsum ist.

    So sehe ich das nicht.

    Ich kann ja nur für mich sprechen.
    Ich habe ganz früher nie Alkohol getrunken, ihn wohl aber hin und wieder in Soßen und auch in Kohlgerichten verwendet.
    Da habe ich den Alkohol in keinster Weise missbraucht. Er war für mich eine gewöhnliche Zutat wie es Sahne auch ist.

    Trinkt jemand zum Essen ein Glas Wein oder Bier, weil es ihm einfach schmeckt, sehe ich da auch keinen Missbrauch.

    Ich habe Alkohol missbraucht.
    Ich hatte Kummer und Sorgen, denen ich mich nicht stellen konnte und auch nicht stellen wollte und diese Situation einfach nicht erleben wollte.
    Ich wollte diesen Rausch, dieses mich abschießen, dieses nichts fühlen. Mit Alkohol ging das super.

    Den Punkt, wo aus dem Missbrauch Sucht wurde, habe ich nicht mitbekommen. Als ich mich nicht mehr betäuben wollte, mein Leben wieder spüren wollte, konnte ich nicht mehr aufhören mit saufen. Ich war süchtig geworden, alkoholabhängig.

    Natürlich ist Alkohol ein Gift, für uns Alkoholiker ja sogar tödlich.
    Aber wir haben ja auch eine Alkoholabhängigkeit entwickelt, aus der wir nie wieder rauszukommen.
    Das bedeutet ja aber nicht, dass jeder, der Alkohol trinkt oder ins Essen pantscht, den Alkohol auch missbraucht.


    Nachtrag:

    Den Alkohol verteufeln und immer und überall eine Gefahr darin sehen oder ihn ständig zu analysieren würde ich für mich sehr anstrengend finden.

    Ich lasse den Alkohol Alkohol sein und die Menschen so wie sie sind. Sie werden immer Alkohol trinken. Und sie werden ihn auch immer missbräuchlich trinken. Und sie werden auch immer Alkoholiker werden (können).

    Für mich gibt es keinen Alkohol mehr, nicht aus der Flasche, nicht aus dem Glas, nicht im Sößchen und sich nicht im Kraut ….nirgends.