Beiträge von Stern

    Ich fühle mich mal angesprochen mit meinen 276 nüchternen Tagen. Ich wollte hier schön länger antworten, hab‘s aber dann irgendwie vergessen.

    was ist mir ein Rückfall wert?

    Solche oder ähnlichen Fragen stelle ich mir nicht.

    Da schallt es schon mal durch das Forum.


    „Mir macht es nichts aus, wenn neben mir getrunken wird …... Ich habe nur zu Hause getrunken, …, ich kann mich ja nicht zu Hause einsperren und vieles mehr.“


    Ich frage mich, wieso gerade diese User süchtig geworden sind. Scheinen ja sofort alles im Griff zu haben und es kontrollieren zu können, obwohl das Hauptmerkmal des Alkoholismus Kontrollverlust ist. Kontrollverlust hat ja nichts mit der Flasche, die vor mir steht, zu tun. Der Kontrollverlust findet im suchtkranken Hirn statt.

    Ich habe in dem Zitat beim 1. Absatz mal das stehen gelassen, was auf mich recht gut passt.

    Warum bin ich süchtig geworden. Schien ja sofort alles im Griff zu haben und kontrollieren zu können, obwohl das Hauptmerkmal des Alkoholismus Kontrollverlust ist 🤔

    Weil ich nicht alles im Griff hatte und nicht kontrollieren konnte.

    Weil ich mich über einen langen Zeitraum in den Alkoholismus gesoffen habe, ohne darauf zu achten, ob ich das im Griff habe. Als ich gemerkt hatte, dass ich es nicht im Griff habe, war ich schon alkoholkrank, und noch nicht mal das habe ich lange Zeit erkennen können.

    Und trotzdem sage ich: „Mir macht es nichts aus, wenn neben mir getrunken wird …... Ich habe nur zu Hause getrunken, …, ich kann mich ja nicht zu Hause einsperren und vieles mehr.“

    Ich lebe heute ein sehr zufriedenes Leben ohne Alkohol. Ich bin mir aber auch sehr wohl bewusst, dass ein Rückfall mein Ende bedeuten würde.

    Ich kenne mein Suchthirn nicht, es hat sich Gottseidank seit meiner Abstinenz noch nicht bei mir gemeldet. Aber heute weiß ich, dass es bei einem Alkoholiker, der wieder Alkohol anrührt, nur nach unten gehen kann. Diese Erkenntnis hatte ich vor 276 Tagen noch nicht. Also rühre ich keinen Alkohol an. Egal, was andere neben mir machen.


    Nun war ich das Glück ganz unten gewesen zu sein und nicht aus einer Laune heraus trocken werden wollte.

    Hallo Eismann,

    es liest sich schön, dass du schreibst: „Es wird Frühling und ich fühl mich frei.“

    Dein 1. Jahr im nüchternen Leben war nicht immer einfach, aber ich finde, du hast

    ein tolles Jahr hingelegt.

    Ich wünsche dir, das du frei durch den Frühling gehst, und durch den Sommer, und durch den Winter, und immer so weiter. 😀

    Vielen Dank für deine offenen Berichte.

    Wir werden immer Alkoholiker bleiben. Das zu akzeptieren, war (und ist natürlich immer noch) für mich die wichtigste Erkenntnis überhaupt. Wir können nicht geheilt werden. Wir können nur jeden Tag die Krankheit stoppen. Mit völliger Abstinenz, ohne eine einzige Ausnahme.

    Viel Erfolg auf deinem Weg.

    37 nüchterne Tage 😀 herzlichen Glückwunsch.

    Ob das viel ist? Oder wenig? Es sind 37 nüchterne Tage in deinem neuen Leben.

    37 mal nüchtern eingeschlafen und 37 mal nüchtern aufgewacht. 37 mal den Kopf frei gehabt , 37 Tage gelebt.

    Ich bin auch so ein „Tagezähler“ und mich motiviert das und es macht mich stolz, wenn ich jeden Morgen ‚meine Zahl‘ in den Kalender male.

    Jeder nüchterne Tag ist ein besonderer Tag. Freue dich auf viele besondere Tage.

    Mir hat auch die Erkenntnis, dass ich chronisch alkoholkrank bin, erst den Ausstieg aus dieser Spirale ermöglicht. Lebenslange Abstinenz ist unser Ziel. Alles andere geht nach hinten los.

    Ich wünsche dir hier einen guten Austausch.

    Hallo Fibonacci,

    Rückfall ist doof. Und wie du schreibst: Es fühlt sich gemein, elend, demütigend, eklig und schuldig an. Ich wünsche dir, dass sich dieses häßliche Gefühl tief einprägt.

    Ich finde es sehr stark von dir, dass du schnell wieder abgesprungen bist und auch, dass du uns von deinem Rückfall erzählst.

    2 Flaschen Wein, ein Geschenk…. Das war ja heute auch hier im Forum richtig Thema, mit unterschiedlichen Ansichten diskutiert.

    Dein Rückfall hat sich angekündigt, schreibst du. Trotzdem hast du den (geschenkten) Wein mit nach Hause genommen. Leichtsinn? Du warst dir zu sicher, schreibst du.

    Warum warst du dir sicher? Was hat Dir Sicherheit gegeben?

    Ich wünsche dir, dass du jetzt den nötigen Respekt vor dem Alkohol haben kannst, und vor unserer Krankheit.

    Und nochmal danke für‘s Erzählen.

    Hallo Hoffnung,

    über ein halbes Jahr bist du nun schon nüchtern 😀

    Das ist super 👍 Herzlichen Glückwunsch 💐

    Ich hoffe, der Besuch bei deiner Mutter hat dich nicht so sehr runtergezogen. Das ist sicher sehr schwer für dich.

    Pass gut auf dich und dein nüchternes Leben auf.

    Hallo Seeblick,

    ich lese hier im Forum ja so gerne schöne Sachen.

    Und du erlebst ja gerade so viel Schönes…. Neues, Spannendes 😀

    Herzlichen Glückwunsch zum neuen Job und viel Erfolg… bei allem.

    Und ich wollte dir schon lange mal sagen: Ich finde es so toll, wie unermüdlich und Hoffnung bringend du im Vorstellungsbereich schreibst.

    Auch, wenn doch so viele wieder ‚verloren‘ gehen, sind deine Worte doch für den einen oder anderen zusätzliche Motivation.

    Ich habe das Buch von Allen Care auch gelesen, insgesamt 3x … verteilt auf ein Jahr.

    Diese Zeit brauchte ich, um mich vorzubereiten.

    Ein Sonntagsspaziergang war das ‚rauchenaufhören‘ zwar nicht, aber das Durchhalten hat sich gelohnt. Ich bin frei 😀

    Ich bin zwar erst 230 Tage ohne Alkohol aber schon 18 Jahre ohne Zigaretten.

    Ich bin überzeugt davon, beides ist eine Sucht. Auch, wenn beim Rauchen gern von einer häßlichen Angewohnheit gesprochen wird.

    Und beides ruiniert die Gesundheit. Im Unterschied zum Saufen ruiniert man mit Rauchen ‚nur‘ seine Gesundheit. Und wer raucht, übersieht gerne, dass rauchen wirklich auch richtig schädlich ist. Ich habe auch mit eitriger Angina geraucht, mit Fieber und Schüttelfrost :roll:, vor dem Frühstück und überall. Nur im Bett nicht, seit dem ich den üblen Spruch gelesen hatte: Rauche nicht im Bett. Die Asche, die herunter fällt, könnte deine eigene sein.

    Ich fand es sehr sehr schwer, von den Zigaretten loszukommen. Schwerer als jetzt vom Alkohol. Aber ich wollte das unbedingt schaffen. Noch heute würde ich keine einzige Zigarette rauchen wollen. Ich hätte Angst … Es gibt nicht diese eine Zigarette.

    Auch, wenn es schwer ist, jede nicht gerauchte Zigarette, jede Stunde ohne Zigarette, jeder einzelne Tag sollte euch zu eurem persönlichen Held machen und euch motivieren, weiterzumachen.

    Ich wünsche euch allen eine gehörige Portion Sturheit und immer die Gewissheit, dass ihr das schafft.

    Hallo Hanseat,

    hinfallen ist doof, aber wie du ja auch selbst erkannt hast, längst nicht das Ende.

    Das soll aber nicht das Ende der Geschichte sein. Ich weiß jetzt, daß der Entzug gar nicht so schlimm ist, deshalb habe ich mir für HEUTE vorgenommen, einen zweiten Anlauf zu starten.

    Du kennst ja jetzt deine Fallen und da kannst du ansetzen.

    Viel Erfolg für heute …. und morgen ist ein neues heute 😉

    Aber so freue ich mich schon auf mein erstes eigenes Sauerkraut 😀

    Es sieht aus wie Sauerkraut, es riecht wie Sauerkraut und es schmeckt wie Sauerkraut. 😀

    Es ist nicht ganz so hell wie das gekaufte, aber das stört nicht weiter.

    Roh schmeckt es schon mal gut. Die Hälfte vom Sauerkraut kocht gerade und es riecht wie ganz normales Sauerkraut. Ob es schmecken wird, weiß ich erst morgen. Die Kostprobe war jetzt nicht so schlecht, aber das muss ja auch erstmal richtig durchkochen und dann schön durchziehen.

    Na, wenn das mal keine Motivation für den ganzen Tag ist.

    Ich bewundere euch auch. Weiß ich doch noch ganz genau, wie schwer manche Stunde ist.

    Bleibt stur, tapfer und von mir aus auch bockig und schlecht gelaunt.

    Aber vor allem: Seid stolz auf euch und über jede nicht gerauchte Zigarette.