Beiträge von Seeblick

    Hallo Edgar,

    ich finde, du hast dich gut auf Silvester vorbereitet. Klar, hätte man auch gar nichts machen können, da wäre das Risiko noch geringer gewesen, aber du bist es gedanklich vorher durchgegangen, warst von Menschen umgeben, die von deiner Krankheit wissen und ich finde es besonders gut, dass du in der Runde gleich Bescheid gegeben hast, als du das Erlebnis auf der Terrasse hattest.

    Wenn du bei der nächsten Veranstaltung lieber absagst, wissen auch alle Bescheid.

    Ich finde, das ist ein guter Weg.

    Einen Artikel über Suchtverlagerung gibt es im Forum soweit ich weiß nicht. Vielleicht hat noch jemand anderes einen Tipp für Fachliteratur? Ich weiß nur von dem, was ich in der Therapie gelernt habe.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo LiNe,

    willkommen im Forum. Glückwunsch zu deinem ersten Jahr. Das ist eine tolle Leistung.

    Konntest du inzwischen einiges "aufarbeiten"? Den Tod der Eltern, die Trennung von deiner Frau. Hast du dein Leben gut neu ordnen können?

    Ich wünsche dir hier einen guten Austausch.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Petter,

    ich wünsche dir, dass du deine Ziele erreichst und zufrieden mit den Entscheidungen bist.

    Ich mag keine Neujahrsvorsätze für mich treffen. Wenn ich etwas verändern möchte, kann ich das jederzeit tun und muss es nicht an einem Datum festmachen. Dennoch lässt man zu dieser Zeit das Jahr Revue passieren und denkt über das Kommende nach. Für mich kommt in den nächsten Monaten einiges auf mich zu: Umzug und Jobwechsel. Ich freue mich darauf und bin gespannt, wo ich in einem Jahr stehe.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Funky,

    Glückwunsch zu den 4 Monaten. Es sollen ja noch einige dazukommen. Von daher: Willst du die Silvesterfeier nicht lieber absagen? Wenn du jetzt schon Suchtdruck hast, setzte dich der Gefaht doch nicht aus. Auch wenn du den Abend nüchtern "überstehst", kann es auch noch am nächsten Tag schlimmer werden.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Erik,

    diese Art von Hilfe meinte ich nicht. Da "benutzt" er dich nur, um kurzfristig sein Elend zu überstehen. Auch eine Strategie von einigen Alkoholikern, um die Partner bei der Stange zu halten. "Siehst du, ich kann ja ohne". Alles Selbstbetrug. Du musst ihn auch nicht dabei unterstützen. Falls du dir Sorgen machst, kannst du den Notarzt rufen. Eine Kalter Entzug kann tödlich enden und eine Entgiftung gehört unter fachliche Aufsicht durch einen Arzt (stationär oder ambulant).

    Mit Hilfe meinte ich, wenn er einsichtig wäre und eine Therapie machen möchte. Er Hilfe braucht, sich eine Suchtberatungsstelle zu suchen oder andere Einrichtung zu finden. Wenn er trocken ist, seine Abstinenz zu festigen. Aber den ersten Schritt muss er selbst machen und dazu scheint er nicht bereit zu sein.

    Seeblick

    Hallo Ella,

    willkommen im Forum. Wie ich schon bei Erik schrieb, bin ich selbst Alkoholikerin und kann nur aus dem Blickwinkel schreiben. Es werden sich sicher noch andere User aus der "Angehörigen-Ecke" melden.

    Es ist schon mal gut, dass ihr getrennt wohnt, sodass du dich distanzieren kannst. Wenn dein Partner keine Einsicht hat, dass er Alkoholiker ist, wirst du nicht viel unternhmen können. Das muss er von sich aus wollen.

    Du kannst nur für dich überlegen, was du Gutes für dich tun kannst. Wie kannst du dich aus der Situation befreien? Du hast schließlich auch nur das eine Leben und jedes Recht, es so zu gestalten, dass du zufrieden bist.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Erik,

    willkommen im Forum. Ich bin Alkoholikerin und kann dir kurz aus meiner Sicht schreiben. Es gibt hier viele Angehörige, die dir sicherlich auch noch viel Unterstützung geben können.

    Oft gehen Depressionen/Ängste und Alkoholismus miteinander her. Aber an einer Depression kann man erst arbeiten, wenn man nüchtern ist.

    Für deinen Ex-Partner wirst du nicht viel tun können. Er braucht eine Krankheitseinsicht, damit eine Abstinenz erfolgreich ist. Wie du schon schreibst, hat er die Langzeittherapie „abgesessen“. Das heißt ja eigentlich schon, dass er nicht aufhören möchte. Da kannst du ihn nur weitertrinken lassen und dich um dich selbst kümmern. Erst wenn er zu dir kommt und um Hilfe bittet, kannst du ihn unterstützen.

    Ich bin hier, weil ich im Moment dabei bin, mich um meiner selbst Willen von ihm bzw. seiner Krankheit zu distanzieren,

    Das ist aber der richtige Ansatz und wichtig, dass du das erkannt hast.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Ich suche eine Idee (von euch) das ich sie dazu bewegen kann sich helfen zu lassen.

    Was hätte dich zu Trinkeziten dazu gebracht? Ich konnte erst aufhören, also ich es wirklich wollte.

    Du kannst sie nicht zwingen. Sie ist ein erwachsener Mensch und wenn sie trinken möchte, kann sie das tun.

    Wenn es ganz schlimm ist, kannst du den Notarzt rufen.

    Es tut mir leid, aber mir fällt nichts ein...

    Seeblick

    Hallo Max,

    da du selbst trockener Alkoholiker bist, wirst du die Antwort wohl ahnen können: Wenn sie keine Krankheitseinsicht hat und nicht mit dem Trinken aufhören möchte, kannst du gar nichts tun.

    Du kannst auf dich schauen, damit es dir gut geht. Vielleicht ist eine Trennung (auch räumlich) auf Zeit eine Möglichkeit? Vielleicht rüttelt es sie wach, dass sie dich verliert und lässt sich helfen. Wenn nicht, hast du den ersten Schritt unternommen, dass du nicht dabei untergehst, gewinnst Abstand und kannst dich neu sortieren.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Veru,

    ich finde es super, dass du über „unsere“ Ratschläge nachdenkst und sie annehmen kannst. Man lernt ja nie aus und wenn du über diese Situationen reflektierst, kannst du beim nächsten Mal anders handeln. Es wird dir immer leichter fallen.

    Zu der Situation mit deinen Freunden. Auch da darfst du ruhig selbstbewusster werden. Du bist mit dem Auto da und willst los. Punkt. Warum ist doch egal. Einfach „Ich fahre jetzt“. Es wird natürlich einfacher, wenn deine Kumpels von deiner Abstinenz wissen, dann könntest du noch deutlicher werden („Ihr seid mir schon zu betrunken und ich fühle mich nicht mehr wohl“), aber wenn du darüber erstmal noch nicht sprechen möchtest, dann kannst du dich ohne Ausrede verabschieden und einfach fahren.

    Mit der Zeit wirst du feststellen, dass du für lustige Abende keinen Alkohol brauchst und die Vorteile siehst: Klarer Kopf, komplette Erinnerung an das Gesagte, keinen Kater. Die Vorteile überwiegen das „lustig beschwipste Gefühl“. Und es wäre ja auch nicht dabei geblieben, sondern man hätte weiter getrunken. Und auch wenn du das im Grunde weißt, wirst du es mit der Zeit auch wirkich so empfinden.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Veru,

    den Suchtdruck hast du doch gut gemeistert. Leg dir mehrere Strategien zurecht, dann kannst du gleich handeln, wenn du merkst, dass du trinken möchtest.

    Mir hilft sehr gut, ein großes Glas Wasser zu trinken. Statt einem weiteren alkoholfreien Sekt, hättest du um ein Wasser bitten können. "Ich habe gerade richtig Durst..." Dann fällt es auch gar nicht auf, wenn du es herunterstürzt. Und du hast ja selbst gemerkt, dass diese Getränke keine Alternativen sind.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Veru,

    du siehst, welche Probleme es mit sich bringt, wenn deine Partnerin von nichts weiß. Irgendwann fällt dir gerade keine Ausrede ein und du trinkst das Bier doch. Und jetzt hast du Bier im Haus. Das ist keine gute Idee.

    Dass du nicht mit ihr sprichst, hält dir immernoch die Hintertür offen! Du kannst quasi wieder trinken. Hast es ja niemanden versprochen. Hat ja keiner mitbekommen, dass du "eigentlich" aufhören wolltest. So schnell kommen die sogenannten "erlaubniserteilenden Gedanken".

    Ich kann dich nur bestärken, einmal Klartext mit ihr zu reden. Nur so kann sie dich auch unterstützen. Du hast den Anfang doch schon gemacht. Sprich nochmal mit ihr. Da kannst ihr auch sagen, wie schwer es dir gerade fällt.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo LiLaLo,

    wenn sie gar keine Einsicht hat, ist es schwierig.

    Wenn wegen des Alkohols der Notarzt gerufen wird und sie in einer Klinik entgiftet, ist es ja erstmal eine medizinische Notfall-Maßnahme. Wenn es auf der Station Hilfsangebote gibt, entscheiden sich einige vielleicht, den trockenen Weg weiterzugehen. Es gibt sicher auch einige, die von er Familie oder auch Arbeitgeber überredet werden, zur Therapie zu gehen. Die Frage ist, wie erfolgversprechend das ist.

    Wenn ein alkoholkranker Mensch keine Einsicht hat und nicht von sich aus den Wunsch hat, mit dem Trinken aufzuhören, sind diese Therapien meist vergeblich. Man bekommt ja nichts "übergestülpt" und und kommt am Ende zufrieden trocken heraus. Man muss an sich arbeiten und vieles verändern. Nur wenn man dazu bereit ist, stehen die Chancen für eine dauerhaft Abstinenz auch wirklich gut.

    Wenn deine Freundin Unterstützung wünscht, kannst du ihr anbieten, mit ihr zum Arzt zu fahren oder eine Suchtberatungsstelle aufzusuchen. Da kannst ihr helfen, Termine zu vereinbaren und einzuhalten. So wie du es beschreibst, blockiert sie aber dein Angebot. Leider wirst du dann nicht viel ausrichten können. Du schreibst, dass du ihr mitgeteilt hast, dass du sie unter den Bedingungen nicht mehr unterstützen kannst. Das finde ich gut. Biete ihr an, dass du ihr hilfst, wenn sie es wünscht und mache ihr deutlich, dass du ansonsten Abstand hälst.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Lust for Life,

    schön zu hören, dass es dir gut geht. Die Gedanken bei alkohlfreien Getränken überkommen mich auch manchmal. Wie früher mit den Weinflaschen. Jetzt kann ich mir zum Glück immer sagen, dann trinke ich halte Wasser oder etwas anderes (alkohlfreies). Es ist egal und dann bin ich erleichtert.

    Vile Grüße

    Seeblick

    Hallo Veru,

    ja, es ist erstaunlich, wieviel Alkohol um einen herum ist. Den frisch Abtinenten würde ich sogar raten, erstmal nicht alleine einkaufen zu gehen, damit nicht "aus Versehen" eine Flasche im Einkaufswagen landet. Und umso wichtiger, dass dein Zuahsue alkohlfrei ist, damit du dort eine "sichere Zone" hast.

    Ich finde es gut, dass du mit deiner Partnerin sprechen möchtest. Ein Gespräch zu suchen und sich Hilfe zu holen ist eigentlich keine Schwäche, sondern eher eine Stärke.

    Du kannst hier gern schreiben und deine Gedanken teilen. Dazu ist das Forum ja da.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Veru,

    willkommen bei uns im Forum. Du bist nicht allein und du kannst dich hier mit uns austauschen. Warum willst du das mit dir allein ausmachen? Nimm doch jede Hilfe an, die du bekommen kannst. Du musst es ja nicht jedem auf die Nase binden, aber deine Partnerin solltest du unbedingt einweihen. Sie kann dir eine so große Stütze sein, deine Abstinenz zu festigen. Wie willst du ihr auch erklären, dass du gar keinen Alkohol mehr trinken möchtest? Außerdem sollte deine Wohnung alkoholfrei sein. Das betrifft sie ja auch, sofern ihr eine gemeinsame Wohnung habt. Habe den Mut mit ihr zu sprechen.

    Das Kapitel „Alkohol“ ist eigentlich nie ganz abgeschlossen. Man muss ja einiges dafür tun, um zufrieden und stabil abstinent zu bleiben. Dazu würde ich dir auch einen Besuch beim Hausarzt empfehlen, um deine Werte checken zu lassen. Er hätte dich eigentlich schon bei der Entgiftung begleiten müssen, denn ein Kalter Entzug kann tödlich enden!

    Wenn deine Arbeit ein Teil des Problems ist, kannst du da etwas ändern? Entweder komplett der Jobwechsel oder vielleicht weniger stress und weniger Arbeitsstunden? Gibt es da Möglichkeiten?

    Es ist toll, dass du dein Problem erkannt hast und dich hier angemeldet hast. Du musst dich nicht schämen. Alkoholismus ist eine Krankheit, die sich keiner ausgesucht hat. Für andere Krankheiten würdest du dich auch nicht schämen, oder?

    Es gibt einiges an Literatur, die wirklich sehr gut ist (z.B. „Alk“ von Borowiak) und auch hier im Forum einige Artikel und natürlich die Berichte und Erfahrungen der anderen User.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Welsh-Dragon,

    Glückwunsch zu deiner bisherigen alkoholfreien Zeit und schön, dass du einen erholsamen Urlaub hattest.

    Mit den Tipps hier im Forum ist es ja so: Wir kennen dich nicht und wissen nicht, wie du in den verschiedenen Situationen reagieren wirst. Und letztendlich weißt du es auch nicht. Du hast die Konfrontation gesucht und es ist gut gegangen. Du konntest sogar viel Positives für dich herausholen. Das ist im nachhinein ja auch gut. Aber es hätte auch schief gehen können. Und dann sagt man sich "hätte ich bloß".

    Nun bin ich auch erst noch nicht ganz zwei Jahre dabei, aber selbst in dieser Zeit habe ich begriffen, dass ich bei einigen Handlungen einfach Glück gehabt hatte. Es hat mir keinen Suchtdruck bereitet, dass ich anfänglich auch mal ein alkohlfreies Bier (das mir 0,00) getrunken habe. Aber jetzt verstehe ich, welches unnötige Risiko das ist. So ein Gebräu trinke ich nicht mehr und würde anderen immer davon abraten. Aber das ist ja eine Entwicklung, die man durchmacht.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Lena,

    kurz ein paar Zeilen einer Alkoholikerin:

    Ich empfinde dein Gespräch als gute Entscheidung. Du hast klar kommuniziert und ihm aber Hilfe angeboten, wenn er sich aus der Sucht befreien möchte.

    Mehr kannst du für einen uneinsichtigen Alkoholiker nicht tun. Du kannst dich ohne schlechtes Gewissen auf dein Leben konzentrieren. Wenn er sich hilfesuchend an dich wendet, dann kannst du ihn unterstützen.

    Viele Grüße

    Seeblick