Er wohnt eine Wohnung unter mir. Meine Nachbarin hat denen meine Nummer gegeben. Das ist richtig schlecht gelaufen. Ich wünsch ihm nichts Schlechtes. Es geht nur so schnell bergab. Gestern nicht auf Arbeit, heute Polizei. Es geht mich nichts an, ist ja seine Baustelle. Ich fühl das aber so anders. Ich hätte ihm gewünscht, dass er sein Leben allein ordnet. Obwohl ich das alles weiß, bin ich gerade zittrig und emotional völlig daneben.
Beiträge von Zitrone
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Danke Ely. Ich weiß. Es jagt hier auch ein Ereignis das Nächste. Jetzt rief gerade die Polizei bei mir an wegen ihm. Ich würde gerade am liebsten weglaufen. Ich will mit all dem nichts mehr zu tun haben. Gar nichts.
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Den Hund hatte er mitgebracht. Es ist seiner. Deshalb habe ich ihn auch nicht zu mir genommen, da es seine Verantwortung ist. Sie ist jetzt 11. Damit ist meine Frage schon beantwortet. Ich hoffe mal, es geht ihr gut. Sollte sich alles verschlimmern, kann ich sie zu mir nehmen.
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Guten Morgen,
Ich hab ein Anliegen. Wir haben einen gemeinsamen Hund. Ich würde gern wissen, wie es ihm geht. Nur habe ich das Gefühl, dass ich damit wieder in die Suchtbeziehung einsteige. Bin mir unsicher, ob ich nachfrage oder lieber nicht. Was habt ihr für Erfahrungen?
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Hallo Linde,
Hab meine Wohnung von ihm befreit. Es ist nichts mehr da. Alles weg, alle Bilder alles. Ich rede viel mit Freundinnen und versuche mich abzulenken, da geht es mir etwas besser.
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Hallo,
Ich setze mich gerade sehr mit mir auseinander und begreife gerade wie sehr ich Teil seiner Sucht bin. Muss ständig die Gedanken an ihn und wie esweitergeht weg schieben. Er hat letzte Nacht gemeldet. Zum Glück bin ich nicht ran. Natürlich möchte ich wissen, was er wollte. Das wäre aber nur wieder ein Schritt zurück. Ich merke mich das gerade emotional sehr anwühlt.
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Hallo Saphire,
Aurora hat so recht. Denk an die Kinder, sie leiden am meisten und nur du kannst sie schützen.
Ich hab zum Glück keine gemeinsame Kinder mit meinem Partner. Dennoch haben meinen beide Jungs viel mitbekommen, was ich ihnen gern erspart hätte. Vor allem meine emotionalen Tiefpunkte, Ich war 6 Jahre in dieser Endlosschleife und noch immer liebe ich den Mann, der er ohne Alkohol ist. Er hat eine Langzeittherapie gemacht und vor kurzem wieder eine Entgiftung. Umsonst. Er trinkt. Ich habe immer gehofft, er bekommt es hin und versucht, es auszuhalten. Und das ist der Punkt: Für mich will ich kein Leben mit einem nassen Alkoholiker. Ich brauchte einige Jahre, um mir das klar zu machen. Ich kann es nicht ändern.
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Hallo Brightside,
Ich befinde mich gerade in einer ähnlichen Situation. Sehr lange habe ich gehofft, unterstützt und war en seiner Seite. Vor 1,5 Jahren war er auf Langzeittherapie, hat danach gleich weiter getrunken und dachte, er könnte es kontrollieren. Schon damals wusste ich, es ist nur eine Frage der Zeit und es geht bergab. So kam es. Er kümmerte sich selbst um die nächste Entgiftung. Das ist vier Wochen her, er trinkt wieder. Nur du kannst dich aus diesem Kreislauf befreien. Er wird es leider nicht tun. Das Hoffen, das sich was ändert, ist tatsächlich vergeudete Zeit.
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Hallo,
Ich bin durch Euch und Gesprächen mit Freundinnen einen kleinen Schritt im Denken zumindest weiter. Ich hab mir von meinem alkoholkranken Partner auch was abgeholt. Wie eine Süchtige. Er hat mir immer mal ein Krümmelchen Liebe hingeworfen und ich hab nur danach gelächzt. Deshalb geht es mir wohl auch so schlecht. Unsere Beziehung war ja nur ein Auf und Ab und die Krümmelchen bestimmten uns. Ich war davon abhängig. Jetzt muss ich auf Entzug. Das ist der Abstand den ich konsequent einhalten muss. Ich sitz sonst weiter genauso in der Falle wie er, immer nach der Sucht nach Krümmelchen. Ich will aber ein ganzes Stück.

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Ja, das glaube ich auch. Er ist jetzt weg. Lacht und freut sich mit nem Kumpel. Klar stört mich, dass es ihm vermeintlich gut geht. Er wird aber in seinem eigenen Kreislauf gefangen bleiben, auch ohne mich. Er gibt mir nur gerade das Gefühl, ich sei schuld, da er es mir nie recht machen konnte und ich nur nerve. Daran hab ich zu kauen, auch das verhindert gerade den Blick nach vorn. Es liegt leider daran, dass ich den Abstand nicht halte. Das werde ich ab sofort tun. Hab gerade das Schloss gewechselt, da er den Wohnungsschlüssel noch hat. Und nun muss ich lernen, mich auf mich zu konzentrieren. Tatsächlich lernen, das hab ich nicht mehr gemacht.
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Hallo Sunshine,
Danke für deine Nachricht. Das ist wohl richtig. Den Abstand bekomme ich so nicht hin. Nicht nur, dass wir uns über den Weg laufen. Ich neige leider auch dazu, ihn dann anzusprechen und Fragen zu stellen. Ich klammer mich da an was, das mich daran hindert , meinen eigenen Weg zu finden.
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Liebe Elly,
Die Endlosschleife hatte ich die letzten 6 Jahre. Es tut sicher noch lange weh. Das ist das Schlimme daran. Mir wäre es lieber, es wäre mir egal. Ist es aber nicht. Ich muss durch das Tal. Treffe mich heute Nachmittag mit einer Freundin. Sie kennt das ganze Leid.
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Ja, einer wohnt noch bei mir. Ich hasse meinen - es soll alles wieder gut sein - Modus. Vom Kopf her weiß ich, es wird dauern und dann geht es mir besser. Ich liebe den nicht trinkenden immer noch. Der ist er aber gerade nicht. Leider bon ich wieder gefangen in: ich muss nur mit ihm reden und dann verändert er was. Das ist totaler Quatsch. Er will es ja nicht. Die innere Distanz aufzubauen fällt mir so schwer.
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Ich muss mich abgrenzen und weiß nicht wie. Alle Sachen sind weg von ihm. Trotzdem habe ich ständig den Impuls, mit ihm reden zu wollen.
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Wenn Du konsequent bleiben willst, wäre es in meinen Augen gut, wenn Du auch räumlich eine Distanz bekommst. Hast Du
über einen Umzug nachgedacht?
Liebe Elly,
Ich habe über einen Umzug nachgedacht und schaue auch nach Wohnungen. Ob ich das aber wirklich mache, weiß ich nicht. Ich wohne hier seit 15 Jahren.
Leider habe ich gerade auch mit ihm gesprochen. Ich bin immernoch zu sehr bei ihm. Er will nichts ändern und die Trennung sei okay. Er will uns nicht mehr mit runtergehen. Es wird mit ihm wieder bergab gehen, sagt er und das ist so. Ich bin verzweifelt. Es ist alles so unerträglich.
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Liebe Lanananana,
Was hat mir also geholfen? Ich habe angefangen andere Fragen zu stellen und den Fokus auf mich zu setzen. Warum versuche ich diesen Mann zu retten, als wäre es der einzige, mit dem ich glücklich werden kann, wenn ich nur hart genug kämpfe. Warum behandel ich mich selbst so schlecht … warum komme ich für mich nie an erster Stelle. Welches Wertesystem steckt hinter meinem Verhalten - und wo habe ich das her? Warum tue ICH das alles … und vor allem immer wieder … und irgendwie hat mir dieser Perspektivenwechsel geholfen, mich endlich mit voller Energie um meine ureigenen Baustellen zu kümmern.
Das ist wohl der richtige Ansatz. Ich war 4 Jahre in Therapie und dachte, ich habe mich ausreichend damit auseinandergesetzt. Leider tapp ich gerade wieder in dieses Verhalten rein. Es hängt mit der Geschichte meines Vaters zusammen. Mein Partner steht dann stellvertretend für ihn. Der Hinweis von dir hat mich gerade sehr each gerüttelt. DANKE DAFÜR.
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Hallo,
Ich hab hier vor gut 1,5 Jahren meine Geschichte geschrieben und hoffte, sie geht gut aus. Mein Partner ist damals auf Langzeittherapie, die er auch erfolgreich absolvierte. Danach schien erstmal alles gut zu sein. Bis ich mitbekam, dass er heimlich wieder trank. Mit Lügen hielt er mich hin. Er manipulierte meine Wahrnehmung, bis ich es ihm beweisen konnte. Er gesteht sich zwar ein, dass er Alkoholiker ist, glaubte aber, dass er kontrolliert trinken könnte. Ich wusste, es ist eine Frage der Zeit, bis alles wieder so wird, wie es war. Es ist wie ein Leben zu dritt. Er hat der Sucht den Raum wieder gegeben. Es ging dann nicht mehr und er ist am 28.9. Zur Entgiftung. Er hatte nachts mit der Klinik telefoniert und ist zwei Tage später stationär aufgenommen worden. Wir hatten schon lange eine Reise geplant,die ca. 1 Woche nach seiner Entlassung stattfinden sollte. Er ist schließlich nicht mit und ich bin allein gefahren. Schon als ich weg war, hatte ich kein gutes Gefühl. Und ja , nach nur wenigen Stunden hat er wieder getrunken. Als ich zurückkam leugnet er es. Nun ist es wieder so, wie es war. Er trinkt. Ich dachte, ich hab meine Co- Abhängigkeit überwunden. Leider ist sie viel subtiler. Ich hab mehrfach die Beziehung gecuttet, mich leider immer wieder einlullen lassen. Er hat sich immer selbständig Hilfe gesucht und Therapie und Entgiftung durchgezogen. Ich frag mich, tut er das, damit ich Ruhe halte? Er trinkt danach ja immer weiter. Gestern hab ich all seine Sachen aus meiner Wohnung. Leider hat er eine Wohnung unter meiner. Ich will jetzt konsequent bleiben. Ein Leben mit der Sucht geht für mich nicht. Nur geht es mir einfach nur schlecht, weil ich es nicht verstehe.
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Danke Mexico,
Ich ahne, wie schwer das sein muss, sich seiner Sucht zu stellen. Ich mache auch Psychtherapie uns es hilft mir sehr. Ich wünsche dir von Herzen, dass es dir auch hilft. Für ihn hoffe ich, dass er er einen Wg findet. Grüße Zitrone
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Guten Abend,
Mir gelingt es zunehmend besser, mich abzugrenzen, obwohl er versucht alle Register zieht, wieder anzudocken und nichts ändern zu müssen. Er hat jetzt einen Rudumschlag bei meinen Freundinnen gestartet. Ja und wie es kommen musste, hat er wieder jemanden gefunden, die glaubt, ihn helfen zu können. Jetzt muss ich auch ihr gegenüber klar sein. Er war kurz vorm Aufprall, schade, jetzt schafft er es wieder, da zu bleiben, wo er immer war. Ich hoffe ihr Mann macht das nicht lange mit. Ich kann das zum Glück aus der Vogelperspektive betrachten und bin so entsetzt, wie seine Strategien funktionieren. Ich wäre nur sehr traurig, wenn dadurch die 30 jährige Freundschaft zu meiner Freundin zerbricht.
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Danke Manu für die Worte. Ich schreib mir alles von der Seele, jeden Tag. Das hilft ein wenig. Ich versuche nach 20 Jahren meinen Job zu wechseln, um mich auf was Neues zu konzentrieren und hoffe sehr, dass es klappt.