Beiträge von Hope81

    So neue Woche, heute Nachtschicht. Ganz gefährlich finde ich immer wenn es auf den Freitag zugeht. Da merkt man an den Arbeitskollegen (wir sind etwa 4 bis 5 Leute im Team) immer diese Euphorie und Stimmungsveränderungen und dass sie schon so motiviert sind am besten schon Freitag 6 Uhr morgens nach der Nachtschicht den ersten Gin Tonic rein. War bei mir früher ähnlich. Am Freitag fahre ich also extra andere Wege um nicht an den Tankstellen vorbeifahren zu müssen.


    Naja aber was rede ich da. Heute ist erst Montag und ich bin schon bei Freitag. Schön wäre es :)


    Aber man muss wirklich jeden Moment im Leben genießen. Achtsamkeit ist sehr wichtig.

    Ich kenne das ebenso wie das ist, wenn sich Menschen auf einen verlassen und man muss absagen, weil man gesoffen hat. Obwohl man großspurig versprochen hat etwas zu erledigen oder da zu sein. So bitter immer wieder gewesen. Das ist nun aber vorbei. Ich will wieder, dass andere wissen, dass sie sich auf mich verlassen können. Ich möchte etwas der Gesellschaft zurück geben.


    Das Wetter hier ist leider heute nicht so schön. Aber gibt schlimmeres.


    Genieß den Sonntag noch :)

    Tag 34 gleich geschafft...naja gleich geschafft hört sich an, als ob es ein schwerer Kampf gewesen wäre, war es aber tatsächlich nicht. Mir geht es relativ OK. Habe noch Depressionen und Angstzustände. Angst vor der Zukunft. Angst falls ich doch saufen sollte. Es könnte wirklich schlimm enden. Aber auch etwas Zuversicht. Ich hoffe keine falsche Zuversicht. Jedenfalls momentan keine Gefahr auf einen Rückfall. Ich hasse das Zeug. Gleich wird es Gewittern. Ich genieße es.

    Glaube müsste Tag 32 sein. Mir tut es tatsächlich gut die Tage zu zählen. Auch wenn das schlechte Gewissen wegen dem letzten Trinken noch nicht überwunden ist. Aber ich tue wirklich alles mögliche, damit es nie wieder zu Rückfällen kommt.


    Schönes Wetter draußen. Werde mich nachher zu meiner SHG bewegen und ansonsten ist mein Sohn derzeit bei mir und ich chillen nach der Arbeit auf dem Sofa.

    Das hört sich gut an. 👍 Ich meide momentan Menschenmengen, stehe ich ohnehin nicht so drauf und ich fühle diese Panik richtig.

    Hab auch alle Plattformen gelöscht, ich glaube, das macht einen zusätzlich wuschig. Völlige Reizüberflutung, also es geht mir persönlich besser, sich einfach ausklinken und bei sich sein.

    Glück nicht herausfordern, ja, aber auch bewusst wahrnehmen, was einem gut tut und was eben nicht.

    Und mir tut jetzt ein Cappuccino gut ;)

    Ja. Mit den Plattformen geht mir genauso. Ich nutze eh selten was. Außer WhatsApp. Hab auch Facebook bis auf 6 Personen alle gelöscht und mein Profil quasi in ein Fake Profil umgewandelt um nur noch an und an da Nachrichten zu lesen. Besonders im habe in Suff da immer nur Scheisse gepostet und mich blamiert. Besser in Ruhe leben und dafür ohne diese Schuldgefühle nach dem Trinken.

    Ich denke auch, dass es wichtig ist - wie hier schon geschrieben - dass man einfach Alkoholkrank ist. Egal ob Alpha, Beta, Gamma, Epsilon. Und sich nicht diese Ausrede suchen, dass man ja längere Zeit ohne kann. Die Abstürze sind dann ja umso heftiger.

    Ja ich mache das ähnlich. Einfach bisschen was vom Tag schreiben oder irgendwo seinen Senf dazu geben. Hauptsache am Ball bleiben. Ich finde gerade bei uns Quartalstrinkern ist das ja so, dass es schwer ist am Ball zu bleiben, weil man sich ja irgendwann wieder sicher fühlt und denkt man hat es im Griff. Und dann passiert es wieder.


    Deswegen habe ich mir selber auferlegt jeden Tag irgendwo hier im Forum was zu schreiben - ob bei mir oder wie jetzt in den Fall bei dir hier.


    Bin mal so im Forum die Threads von den Quartalstrinkern durchgegangen und gerade bei denen ist es mir aufgefallen, dass viele von denen - wie ich auch - immer mal da sind und dann wieder weg. Ich sehe mich nun als "gewöhnlich" Alkoholkrank. Und hoffe das hilft mir dieses Mal wirklich für immer am Ball zu bleiben und nicht nur anderthalb Jahre.

    Das sagt sie ja auch und alle anderen auch.

    Weil es eben nur Phasen waren und die Grundstimmung oft auch nicht am Alkohol lag. Aber er ist greifbar und das war auch der Grund.

    Ich habe zu spät verstanden was er bewirkt und warum ich das überhaupt gemacht habe. Alte Muster springen leicht an, Aber neue Wege geht man selten allein wenn man die nicht gelernt hat. Das ist für mich jetzt total neu und es geht… für mein Leben rechtzeitig, für die Beziehung zu spät.

    Was halt schlimm ist: ich war damals extrem stabil und hatte nie Verlangen auf Alkohol. Aber ich hatte scheinbar immer noch nicht alles verarbeitet und dachte einfach nicht trinken reicht. Das klappte ja auch sehr gut. Aber sobald mein Inneres eben nicht ausgeglichen war kam der Teufel zurück und blieb. Scheinbar war ich noch nicht ganz am Boden…

    Ist bei mir ähnlich. In gefährlichen Situationen bin ich vorsichtig und passe auf. Unerwartete, entspannte Situationen sind Risiko.

    Vielleicht auch daran denken - was alles schlimmes noch nicht geschehen ist. Was man noch verhindern kann, wenn man JETZT aufhört und nicht erst in 10,15 Jahren wenn man denn überhaupt noch so lange hätte. All das was geschehen ist, lässt sich leider nicht mehr verändern. Aber das was noch kommt.