Beiträge von Hope81

    Bedeutet das, dass Du aufpassen musst, nicht zu viel zu trinken? Hört sich so an bei dem Satz.

    Es liest sich so, als würdest Du das beim Trinken denken.

    LG Cadda

    Ne. Vielleicht habe ich mich da falsch ausgedrückt. Ich trinke gar nichts. Kontrolliertes Trinken funktioniert bei mir überhaupt nicht. Und wird auch nie funktionieren. Ich würde immer wieder Rückfalle und Kontrollverlust erleben. Bei mir funktioniert nur der absolute Verzicht. Ja ich bin Alkoholiker. Aber trocken.

    Hey !

    Dankeschön die Nachfrage. Ich hatte noch einen Rückfall gehabt, aber seitdem läuft es wirklich gut. Ich muss halt aufpassen und es nach einiger Zeit nicht wieder auf die leichte Schulter nehmen und denken "ein Bier geht ja noch". Ich bin auch mittlerweile bei mir in der Heimatstadt in psychologischer Beratung und in einer Facebook Gruppe für Alkoholiker und das hilft mir auch ganz gut. Zum ersten mal bin ich wirklich davon überzeugt es zu schaffen und auch nicht anderen die Schuld für meinen Suff zu geben oder der Gesellschaft "weil der Alkohol ja überall verfügbar ist". Ich muss an mir selber arbeiten und nicht auf den Rest der Welt schauen.

    Ja das werde ich wohl dann auch sein lassen. Zu Saufkumpels habe ich schon lange den Kontakt abgebrochen. Wie du sagst, das einzige gemeinsame Bindeglied ist weggefallen. Hier wird auch eher gegessen als getrunken. Aber ich werde es lassen.

    Ein sehr guter Freund von mir hat mich am Wochenende zu seinem Geburtstag eingeladen. Ich hadere noch mit mir dorthin zu gehen. Denke mal aber, dass es das beste ist ihm abzusagen um nicht in Versuchung zu kommen. Denn dort wird es natürlich Alkohol geben. Und wozu sich in so eine Lage begeben oder was meint ihr ?

    Hallo Hope,

    ich habe bei dir nochmal quer gelesen. Im Moment bist du ja nüchtern. Du hattest geschrieben, dass es dir aber nicht gelingt, auf Dauer am Ball zu bleiben.

    Hast du dir Gedanken gemacht, was dich dazu bringt, wieder zur Flasche zu greifen und was du anders machen kannst, damit du entweder gar nicht erst in die Situation kommst oder "unfallfrei" herauskommst?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Ja. Ich vergesse nach einiger Zeit halt, dass ich nun mal Alkoholiker bin und trinke dann ein Bier oder einen Glühwein und es klappt. Aber dann beginnt halt der ewige Kreislauf, den sicher nun viele von uns kennen. Das erste Bier lasse ich ab jetzt stehen. Ich bin mir dessen bewusst Alkoholiker zu sein.

    Ok. Das Bild wird jetzt entfernt. Ja Entgiftung brauche ich nicht. Ich trinke ja nichts. Bei mir ist eher die Gefahr eines Rückfalls gegeben. Deshalb bin ich ja hier angemeldet, um eine Hilfestellung zu bekommen. Ich würde also gerne freigeschaltet werden. Wo muss ich das denn beantragen ?

    Ja wie gesagt ich befinde mich auf dem Weg. Trinke auch nichts. Auch wenn es mich ärgert, dass es so schwer ist dem Alkohol auszuweichen. Überall ist er anzutreffen.

    Das mit dem Bild werde ich mal ändern. Ist vielleicht keine so schlechte Idee. Habe es mir aber auch für Zuhause

    Den „sozialen“ Druck machst du dir! Du musst keinen Alk. trinken.

    Nun bist du Alkoholiker und kannst nicht (schwer) nein sagen, also bleibt dir nur dich fernzuhalten von diesen Aktivitäten, auch wenn das weh tut, da muss man durch, am Anfang.

    Mit der Zeit wird es besser, man gewöhnt sich daran und empfindet es nicht mehr als `ausgeschossen zu sein`, als Verzicht.

    Ein bisschen mehr Selbstbewusstsein darf schon erlaubt sein.

    Du machst es für Dich und darauf kannst du stolz sein.

    Ja genauso ist das. Am besten fernbleiben von solchen Aktivitäten. Irgendwann kann man es ja mal als Mutprobe wieder probieren. Aber ich muss mir halt bewußt sein, dass ich selber NICHTS trinken darf. Auch nicht 1 Bier.

    Nun ist das hier der Vorstellungsbereich, indem man die ersten Schritte aufgezeigt bekommt. Wenn diese erfolgt sind Arzt/Entgiftet und der Wunsch eine lebenslange Abstinenz besteht, wird für den weiteren Austausch freigeschaltet.

    Nur darüber reden ist das Forum nicht gedacht. Da sollte schon merklich etwas passieren. Das ist unser Anspruch hier in dieser SHG.

    Verstehe. Ich muss einfach am Ball bleiben und nicht in die alten Muster verfallen.

    Das schlimmste ist der soziale Druck. Ich meide schon Geburtstage - sogar die von meinen besten Freunden. Und alle Anlässe wo Alkohol getrunken wird. Nur auf der Arbeit ist das nun einmal nicht so einfach. Und es versteht auch niemand, weil ich ja funktioniere. Und auch nicht betrunken zur Arbeit gehe, keine Fahne habe oder sonstiges. Es ist ja zu 99% zuhause. Und es passiert einmal und dann monatelang nichts. Bis zum ersten Bier irgendwann.

    Bei den AA's in meiner Region war ich auch ein paarmal. Ich muss auch wieder hin. Das ist halt nicht so einfach, weil ich in Schichten arbeite und sehe, dass die da viel kaputter sind und zu mir auch sagten : "Ja du musst aufpassen, dass das nicht häufiger wird. So fängt es an."

    Mit häufiger müsste ich schon wirklich down sein. Aber für mich ist es jetzt schon schlimm genug.

    Bei mir hat es ca. ein ½ Jahr gedauert, dann war ich halbwegs gefestigt und immer noch stolz auf mich.

    In dieser Zeit mied ich den Alkohol wie der Teufel das Weihwasser, Tankstellen waren tabu, ebenso machte ich einen großen Bogen um die Alk.-Regale im Supermarkt und verhing absolutes Alkoholverbot in meiner Wohnung und trank viel Tee/ Wasser am Abend.

    Hast du (noch) eine Fahrerlaubnis?

    Ja Gott sei dank bin ich noch niemals betrunken Auto gefahren. Nur Fahrrad....

    Das mit den Alkoholregalen im Geschäft ist echt ein schrecklicher Trigger. Es müsste wie eine Fahrerlaubnis auch eine Alkoholgenehmigung geben...naja aber wir leben leider nicht in einer Utopie...

    Hallo Micha,

    verzeih` meine Neugier, doch was lässt dich immer wieder einknicken?

    So wie du berichtet hast, ist es dir ja schon gelungen ein paar Monate trocken zu bleiben. Ist das so?

    Was treibt dich wieder zum Alkohol, ist es Suchtdruck, Stress, Unzufriedenheit, lange Weile?

    Auch ich trank immer nur zu Haus, allein und führte sicherlich auch diverse komische, peinliche Telefongespräche.

    Ich denke, nach einigen Monaten vergesse ich, wie schlimm es war und meistens überredet mich jemand von meinen Arbeitskollegen doch einfach ein Bier zu trinken zu Feierabend. Das geht in dem Moment natürlich locker. Ich habe kein Problem damit aufzuhören. Da bin ich dann meistens extrem stolz drauf.

    Doch ein paar Tage später saufe ich mich dann alleine kaputt. Und das ist der ewige Kreislauf.

    Also viele wissen, dass ich Probleme mit Alkohol habe und aufhören will ja.

    Aber da es bei mir kaum auffällt, da ich meist alleine zuhause trinke, denken sie es ist nicht so schlimm. Aber es ist schlimm, sogar sehr schlimm.

    Danke für dein Verständnis.

    Aber es gibt eine Person zu der ich vollkommen ehrlich sein kann und das ist mein Bruder ja. Ich unternehme aber mittlerweile auch sehr wenig mit

    meinen Freunden, da oft leider doch was getrunken wird und das triggert mich dann. Ich ziehe mich sogar mit Absicht zurück und tauche auf Geburtstagen oder ähnlichen nicht auf oder bleibe extrem kurz da...

    Hallo Micha,

    Willst Du wieder und wieder den selben "Schlammassel" erleben?

    Und wie sehen nun Deine weiteren Pläne aus?

    Hallo Hope 81,

    willkommen hier im Forum.

    Die Ausmaße deine Saufverhalten hast du schön geschildert und es ähnelt vieler Geschichten hier. Wann hast du das letzte Mal getrunken? Her tauchen sich Menschen aus die eine lebenslange Abstinenz anstreben . Wie sieht es bei dir aus?

    Ich werde jetzt immer - wenn auch nur einmal die Woche, weil ich Schichtarbeiter bin - Sonntags morgens statt in die Kirche zu den Anonymen Alkoholikern gehen. Ansonsten höre ich derzeit viele Podcasts, lese in den Foren, habe mir Literatur besorgt die ich lese. Ich werde auch mal zu meinem Hausarzt gehen und mit ihm die Lage besprechen. Ich würde gerne evtl. zum Psychologen und mit dem Sprechen um die Frage nach weiteren Möglichkeiten, Triggern zu besprechen. Eventuell haben auch die AA`s noch einmal Tipps für mich, was ich machen könnte.

    Ja ich kann nichts anderes anstreben, als eine lebenslange Abstinenz. Alles andere führt bei mir mittel- bis langfristig zum absoluten Exitus und womöglich zum Tod.

    Natürlich. Zuhause gibt es kein Alkohol. Es gibt keinen Grund, warum es welchen geben sollte. Das Problem ist eher, dass ich, sobald ich 2-3 Monate nichts getrunken habe, mir doch 1-2 Bier mitnehme. Sobald ich die leer habe, geht es dann los. Ich hole die nächsten 2. Es ist kurz vor 22 Uhr...dann fahre ich halt zur Tankstelle und hole nochmal 3 .. "das waren jetzt die letzten" sage ich mir. Dann wache ich morgens zerstört am Boden auf, PC ist umgeschmissen, Handy liegt in der Ecke ich schaue, ob mein Portmonee noch da ist...dann Handy WhatsApp und Facebook erstmal die peinlichen Sachen löschen. Nach unten in den Keller gehen und schauen, ob das Fahrrad da ist..am Montag, Dienstag dann auf Konto schauen.."Mist...nochmal 5 Euro und 6 Euro an der Tanke ausgegeben 1:27 und 2:38..."....

    Ich bin Alkoholiker, musste ich leider am Anfang des Jahres 2021 feststellen. Ich habe es lange Zeit geleugnet. Ab 15.Januar 2021 weiß ich, dass ich aufhören muss. Habe es versucht. Habe mich von meiner Frau auf ihren Wunsch hin getrennt, wobei mir die Trennung nicht so schwer fiel - wir haben uns auseinandergelebt. Sie war aber auch Co-Abhängig von mir und meinen Konsum. Wobei das nicht der Trennungsgrund Nr.1 war aber sicherlich auch seinen Teil dazu beisteuerte.

    Leider habe ich es nur bis Mitte Mai durchgehalten und wieder gesoffen. Danach nochmal trotz guten Willens 15.Juli und dieses Wochenende Freitag und Samstag (6./7.August). Am Sonntag morgen aufgewacht und das war's. Ein absoluter Quartalstrinker. Aber leider der übelsten Sorte. Ich benehme mich schlimm und peinlich. Werde aber auch nicht wirklich ernst genommen, wenn ich Alkohol ablehne und mir fällt es dann sehr schwer nein zu sagen bzw. es triggert mich. Ich tue jetzt alles um davon wegzukommen. Trenne mich von einigen Leuten die mich triggern aus meinem Umfeld für immer.

    Ich hoffe ich schaffe es. Ich will einfach auf keinen Fall mehr trinken. Aber wie das bei einem Quartalssäufer ist - mittlerweile kenne ich es - und so steht es ja auch im Internet geschrieben, weiß ich leider, dass dieser Wille irgendwann wieder vergeht. Ich hoffe einfach nicht und werde kämpfen solange es geht. Ich versuche alle möglichen Trigger zu entsorgen, gehe jetzt immer am Sonntag zu den Anonymen Alkoholikern und versuche auch im Forum aktiv zu sein um Hilfe zu bekommen und zu erlesen.

    Ich bin 39 und habe mit 16 mein ersten Schluck Bier genommen. Andere Sachen durchprobiert, aber trank fast ausschließlich Bier. Ich weiß, dass ich ein Typ bin, der wirklich 0 Alkohol trinken darf. Ich werde niemals kontrolliert trinken können. Ich werde im Suff verbal aggressiv und benehme mich einfach peinlich. Verschicke peinliche Posts bei Facebook und über WhatsApp, wo ich mich dann absolut für schäme oder sogar entschuldigen muss. Ich trank bisher ausschließlich zuhause. Bin aber so laut, dass es wahrscheinlich die ganze Nachbarschaft mitbekommen hat.

    Ich hoffe ich kann hier gute Ratschläge bekommen, was ich noch machen kann.

    Dann auf ein Leben ohne den Alkohol !