Haha, bei meinem Bäcker sind alle ungeimpft, und die befreundete Kundschaft geht da ohne Maske ein und aus. Denn wie wir alle wissen, ist Corona ja nicht ansteckend, wenn man sich gut kennt. Außerdem kann man nicht mit EC-Karte bezahlen. Ich vermute, der Laden ist ein Fall fürs Gesundheits- und Finanzamt, aber Kaffee und Brötchen sind top.
Beiträge von Hanseat
-
-
Das scheint da im Testzentrum ja zuzugehen wie auf dem Pferdemarkt. Die Leute sind halt alle am Limit, es fehlt an Personal, da fallen die Kontrollen wohl mal gerne unter den Tisch.
Lustig war, als ich mein erstes Zertifikat einscannen wollte, da hat mich mein Handy auf eine Pokémon-Seite geschickt. Tolle Wurst. Also wieder hin zum Arzt, neues Zertifikat ausdrucken, Corona-Warn-App hat's nicht gebacken bekommen, dafür aber die CovPass-App. Das nächste Zertifikat kam vom Apotheker, war aber das falsche, da stimmte was mit der Numerierung nicht. Also wieder hin zum Arzt. Beide Apps meldeten erst einen Fehler, irgendwann hat es dann nach vielen Versuchen und Herumgewische irgendwie geklappt mit der Elektronik. Ich bilde mir ein, ein Handy bedienen zu können, aber das war wirklich ein Kampf. Wer da nicht so technikversiert ist, der hat dann halt das Nachsehen.
Kontrollen kenne ich bisher nur aus dem Kino. Das läuft dann so, daß der Kontroletti kurz aufs Handy guckt, aber für Datum, Name und Personalausweis interessiert sich niemand. Man will ja die Kundschaft nicht verärgern. Im Prinzip könnte man also irgendeine präparierte Seite im Vollbildmodus anzeigen und kommt damit durch jede Kontrolle.
-
Och Mensch, Fabienne, ich fühle mit Dir und drück Dich auch mal kurz als Mann, wenn ich darf. Aber Du tust das Richtige. In diesem Haus, mit diesen Menschen, erwartet Dich kein Glück. Was soll sich denn da ändern, wenn nirgendwo die Bereitschaft zur Selbstkritik vorhanden ist? Willst Du da nie nächsten Jahre versauern und vielleicht noch zugucken, wie sich der Alkoholkonsum noch weiter verschlimmert?
Ich kann Dir das natürlich nicht versprechen, aber wenn er es wirklich unter der Woche schafft, klar zu bleiben und seiner Arbeit nachzugehen, dann bekommt er es vielleicht auch hin, Euch am Wochenende mal mit frischem Kopf zu besuchen. Ohne daß die Eltern ständig um Euch herumschwirren. Das ist der einzige Ausweg, den ich im Moment sehe.
Und vielleicht kommen auch bald wieder Tage mit guter Laune, wenn Du die neue Wohnung einrichtest und Deine Kinder unbeschwert aufleben können und nicht mehr die ganze Zeit nur vollgemeckert werden, weil sie schon wieder irgendwas falsch gemacht haben. Auch wenn wir nicht viel tun können aus der Ferne, sind wir hier im Forum für Dich da. Orientiere Dich an Menschen, die Dir helfen können und für Dich da sind, ein paar scheinst Du ja zu haben.
Grüße,
H.
-
[Sorry, war falscher Thread.]
-
Gestern bin ich um um 11 ins Bett, noch zwei Stunden wach im Bett gelegen, heute um 9 aufgestanden, jetzt ist es schon wieder 10. Der Rhythmus gefällt mir einfach nicht. Sonst stehe ich im Sommer um etwa halb 6 auf, im Winter so um 7, ohne einen Wecker zu brauchen. Also, irgendwas ist da schon durcheinandergeraten und ich werde mal zum Doc marschieren, was der so erzählt. Leider komme ich da telefonisch im Moment gar nicht durch, die sind vermutlich vollauf mit Boostern beschäftigt und nehmen den Hörer gar nicht ab.
Du hättest Dich gar nicht groß erklären müssen, Cadda, trotzdem danke für Deine Zeilen.
Grüße,
H.
-
Hallo Fabienne, schön von Dir zu hören. Es ist doch klar, daß er Dir jetzt Vorwürfe macht und Du an allem schuld bist, denn eigenes Fehlverhalten kann er ja nicht bei sich erkennen. Aber in Wahrheit hast nicht Du Schluß gemacht, sondern er hat sich für das Bier und gegen Dich und die Tochter entschieden. Er hat Dich verlassen. Wenn er überhaupt je wirklich bei Dir war. Er hat doch so gut wie keine Zeit mit Euch verbracht, weil er lieber trinken wollte.
-
Das war auch vor der Zeitumstellung schon so.
-
Ja, Hartmut, das weiß er. Aber guter Punkt: Das muß man bei allen Betäubungen immer sagen. Es ist wirklich unnötig und gefährlich, sich beim Arzt für irgendwas zu schämen.
-
Ihr Lieben,
ich komme gerade vom Zahnarzt und bin noch immer total betäubt, bekomme nicht einmal ein Croissant gegessen. Ich hab mich auf der Arbeit abgemeldet und deswegen Zeit, ein bißchen was zu schreiben.
Es erfüllt mich mit Befriedigung, wie ich so langsam Dinge geregelt bekomme, die ich sonst immer auf den St. Nimmerleinstag verschoben habe. Parodontitis-Behandlung, seit zehn Jahren immer wieder davor gedrückt, habe ich jetzt endlich hinter mir. Yeah! Gestern habe ich vier Probeprüfungen für die Theorie gemacht und alle bestanden. Das Buch braucht man gar nicht, es reicht, wenn man einfach die wackeligen Fragen nochmal übt. Ich hab keine Ahnung, was ein Spurhalteassistent ist, und diese Geschwindigkeitsregler kenne ich auch nicht, die Fragen dazu habe ich immer falsch. Ich hatte noch nie ein Auto mit Airbag, ich weiß gar nicht, was das ist. Außerdem hat sich gerade die Spedition gemeldet, jetzt kommt endlich das letzte Puzzlestück für mein Büro, dann muß ich nochmal den Sperrmüll rufen und bin für dieses Jahr mit meinen Vorhaben durch. "Get things done!" habe ich mal irgendwo gelesen, und daran halte ich mich. Ich mache mir To-do-Listen und arbeite die Stück für Stück ab. Und ich verschiebe nichts mehr auf morgen oder nächstes Jahr.
Leider leide ich jetzt schon seit Wochen unter der Schlafkrankheit. Ich brauche jede Nacht acht oder neun Stunden Schlaf, das ist einfach nicht mehr normal. Ich fange selten vor zehn mit der Arbeit an, das ist mir deutlich zu spät. Brauche ich vielleicht mal Vitamine oder eine Aufbauspritze oder irgendwas? Ich werde heute meinen Hausarzt anrufen.
Zuletzt nochmal wegen Corona: Ich bin froh, daß wir hier keine großen Debatten dazu haben. Soll halt jeder schreiben, was er denkt, und andere können das dann lesen oder nicht. Man muß nicht alles endlos ausdiskutieren. Und wenn es hier Impfverweigerer gibt, dann ist das eben so. Ich verstehe das nicht und heiße das auch nicht gut, werde aber keinen Streit darüber vom Zaun brechen. Das mache ich ja auch bei meinem Freund nicht, der noch immer nicht geimpft ist. Nochmal ein besonderer Gruß an Cadda: Ich wollte Dir nicht zu nahe treten, und wenn ein Stiefel nicht paßt, dann zieh ihn Dir einfach nicht an.
So, das war's für heute. Ich hoffe, daß mein Weihnachtsurlaub stattfinden kann, denn alleine über die Tage zuhause hocken, da hab ich nu wirklich keine Böcke drauf.
Grüße,
H.
-
Ich hatte auch mal eine Freundin, die immer bis 12 in den Federn lag, das hat mich wahnsinnig gemacht. Wenn ich abends schlafen wollte, wollte sie natürlich noch quatschen und kuscheln. Ich liebte sie sehr, aber vom Tagesrhythmus her waren wir nicht besonders kompatibel.
Nika, wenn er Deine Nüchternheit gefährdet, dann setz ihn vor die Tür. Es ist ja, wie Du mal geschrieben hast, Dein Haus und Dein Tempel. Setz Dich durch. Mach keine Kompromisse bei Deiner Abstinenz.
Zuletzt möchte ich Dir nochmal schreiben, wie sehr ich von Dir beeindruckt bin. Du hast in kürzester Zeit eine gewaltige Wandlung hingelegt, da ziehe ich meinen Hut!
-
So, Papiere sind sortiert, die ersten 100 Fragen habe ich jetzt schonmal ohne Büffeln am PC beantwortet. 6 Fehler bei 100 Fragen, ist das gut oder schlecht? Beim zweiten Anlauf hatte ich sie dann richtig ...
Es waren sehr viele Fragen zu Alkohol, Kiffen und sogar zu Crystal Meth. Dieses neumodische Zeugs kenne ich zum Glück nicht. Bei Alkohol und Drogen muß man immer alles anklicken, was übel und böse ist, dann liegt man richtig.

-
Ich habe es nicht schlecht. Natürlich könnte vieles besser sein, ich würde mir mehr Grün ringsum wünschen, ich bin ja auch auf dem Dorf aufgewachsen, aber ich habe mir meine kleine Wohnung gemütlich gemacht und fühle mich hier wohl. Wenn ich die Tür zumache, ist die verrückte Welt draußen. Als ich noch gesoffen habe, DA hatte ich es schlecht. Da wäre ich selbst in einer 30-Zimmer-Villa nicht zufrieden gewesen.
-
Liebe Hoffnung, versuche, das Positive zu sehen. Immerhin kannst Du schön spazieren gehen, ich habe nur einen traurigen, drogenverseuchten und vermüllten Ort um die Ecke, der aus unerfindlichen Gründen "Park" heißt. Und keine Partnerin, mit der ich kuscheln könnte. Ich will nicht jammern, Dir nur zeigen, daß Du es gar nicht so schlecht hast.
Außerdem lese ich gerne von Dir, auch wenn es nur ein paar Zeilen in der Woche sind.
-
Guten Morgen,
heute habe ich nicht viel zu erzählen. Das Leben geht so seinen Trott ...
Ich sehe gerade, daß ich jetzt bei 119 Tagen bin, das sind 17 Wochen. Ich habe jetzt also mit Euch eine komplette Reha hinter und bin seit einer Woche wieder zuhause.
Ich lese hier immer noch täglich, das soll auch so bleiben. Insgesamt habe ich es aber wohl mit dem Forum etwas übertrieben, andere Dinge wie Arbeit, Papierkram und Haushalt haben etwas gelitten. Heute schreibe ich hier eine kurze Statusmeldung, dann wird abgeheftet (hab ich seit zwei Monaten nicht) und für die Fahrschule gelernt.Am meisten genervt bin ich von einer Aussicht auf einen Winter im Lockdown. Ich hatte Corona fast schon abgehakt, ich dachte, jetzt kommt noch eine vierte Welle mit Ansteckungen, aber wenig Krankenhausaufenthalten. Tja, so kann man sich täuschen. Ich verstehe die Regierung nicht, warum die Impfzentren nicht mehr stehen, ich verstehe nicht, wie die Hausärzte bis Weihnachten jetzt alle Willigen durchboostern wollen, das wird doch nie und nimmer klappen. Und ich bin sauer auf die Impfverweigerer ... Die sorgen mit ihrem Verhalten dafür, daß wir jetzt wieder Beschränkungen haben werden, und sind gleichzeitig die, die sich am lautesten darüber beschweren. Wie dumm kann man eigentlich sein? Sie schwafeln von "Diktatur" und sehen gar nicht, daß wir jetzt eine Diktatur der Ungeimpften haben. Naja, das Denken ist eben nicht jedermanns Sache.
Aber ganz allgemein lese ich im Moment wenig Nachrichten. Ich habe hier in meiner kleinen Welt genug zu tun. Ich will dafür sorgen, daß es mir gut geht. Ich bin nüchtern und das soll für immer so bleiben. Im Moment sehe ich mich sehr stabil, was das angeht. Immerhin das sind doch gute Nachrichten.
Einen schönen Sonntag Euch allen wünscht
der
Hanseat
-
Ich verstehe es nicht, warum um die Impfung so ein Hickhack gemacht wird. Früher in der Grundschule wurden wir alle geimpft und entwurmt, sage ich mal so, da gab es überhaupt keine Diskussionen. Nochmal, früher: Da gab es die Zeugen Jehovas, die man milde ob ihrer Weltferne belächelte, aber das war eine kleine Minderheit, die man irgendwie verschmerzen konnte. Heute haben wir 30 % oder so, die sich nicht impfen lassen wollen, weil es in einem von einer Million Fälle Komplikationen geben kann. Da haben wir Nichtdenker, Skeptiker, Anthroposophen, Ängstliche, Religiöse, Abergläubische, Esoteriker -- die Aufklärung scheint auf dem Rückzug zu sein. Vielleicht hilft es mal, zur eigenen Erheiterung den Beipackzettel von Ibuprofen durchzulesen ...
Für mich ist die Sache klar: Ich habe mehr Angst vor einer Infektion, wenn ich ungeimpft bin, als vor einer Impfung. Denn eins ist klar: Jeder wird sich anstecken, ob geimpft oder nicht. Ich bin dann lieber geimpft. Hinzu kommt der soziale Aspekt: Wer sich impft, schützt auch andere und leistet seinen Beitrag dazu, daß das öffentliche Leben weitergehen kann. Ich finde schon, daß Ungeimpfte sich völlig zu Recht den Vorwurf anhören müssen, sie handelten egoistisch.
Ein guter Freund von mir ist nicht geimpft. Er ist 60 und raucht, er sieht auch sonst nicht besonders gesund aus. Er wartet auf einen "Totimpfstoff". Warum der weniger gefährlich sein soll als der Impfstoff von Biontech, kann er mir auch nicht erklären. Das soll ich dann einfach so ohne Argumente akzeptieren. Ich sehe ihn schon zu Weihnachten auf der Intensivstation liegen ... Das ist noch ein wichtiger Punkt: Im Krankenhaus liegen fast nur Ungeimpfte.
Außerdem habe ich dieses Jahr auch sonst nochmal alle Impfungen auffrischen lassen: Hepatitis, Tetanus, Pneumokokken. Ohne Tetanus-Impfung gehe ich nicht in den Wald, um Pilze zu sammeln.
Vorgestern war ich nach langer Zeit mal wieder auf der RKI-Seite und habe mich verjagt: Die vierte Welle sieht aus wie eine Wand. Ich sehe meinen Weihnachtsurlaub jetzt schon sehr gefährdet. Vermutlich werden wir wie Österreich in den Lockdown gehen müssen. Dazu sage ich: Vielen Dank, liebe Ungeimpfte.
Ich weiß, das alles hat nicht mit dem Forenthema zu tun, aber mich belastet das im Moment auch sehr, deshalb, liebe Cadda, nutze ich mal die Gelegenheit, mir meine Sicht auf die Dinge von der Seele zu schreiben. Ich verurteile und beschimpfe Dich nicht, sondern kann Dir nur den guten Rat geben: Laß Dich impfen!
-
Liebe Seeblick,
wie ich in meinem Strang dann gesehen habe, gibt es keinen allzu großen Dissens. Für Alkis ist doch eigentlich relativ klar, wie die ersten Schritte in ein nüchternes Leben auszusehen haben und wie die Regeln hier im Forum sind. Wir sind hier kein Stammtisch, und bitte keine Erzählungen über kalte Entzüge in Eigenregie. Wie mit Rückfälligen umgegangen wird, weiß ich noch nicht, das muß ich dann mal beobachten, noch habe ich ja keinen Rückfall mitbekommen. Mich beschleicht in einem Fall aber schon eine traurige Befürchtung ...
Mit der Co-Welt kenne ich mich nicht so aus, ich bin immer noch dabei, die Mechanismen zu verstehen, die zu einer Co-Abhängigkeit führen. Sicherlich brauchen auch Cos klare Angaben und keine Zuckerwatte und falschen Hoffnungen. Es gab nur zwei, drei Fälle, wo es schon lapidar hieß, man könne eigentlich gar nichts tun, noch ehe mir die Situation ganz klar war. Wenn eine Krankheitseinsicht da ist, dann gibt es doch für Angehörige Hebel, die sie in Bewegung setzen können. Da kann man vielleicht auch mal einen Termin beim Arzt oder in der Klinik arrangieren und sogar noch der Taxidienst sein, wenn der Süchtige gerade selbst nicht dazu in der Lage ist.
Grüße,
H.
-
Liebe Fabienne,
vielleicht besteht ja noch eine kleine Hoffnung, daß er es dann schafft, Euch nüchtern in der neuen Wohnung zu besuchen. Zuhause, in seinem gewohnten Umfeld, wird er nichts ändern wollen oder können. So gesehen könnte der Umzug auch eine Chance für ihn sein. Warte es ab.
Grüße,
H.
-
Sicherlich kommt irgendwann der Punkt, an dem die Hilfsbereitschaft toxisch wird. Toxisch nicht nur für den Helfenden, sondern auch für den Süchtigen. Ich hatte mal vor vielen Jahren, als ich noch sehr jung war, einen Junkie-Freund. Der hat nur auf dem Papier studiert, in Wahrheit tat er eigentlich gar nichts, außer alle möglichen Drogen zu konsumieren, zum Schluß am liebsten Heroin. Er hatte aber wohlhabende Eltern, die ihn quasi unbegrenzt mit Geld versorgten. Wenn er irgendwo untragbar geworden war, besorgten sie ihm einfach eine neue Mietwohnung. Studieren mußte er nicht. So hatte er nie einen Grund, irgendwas für sich zu ändern, das Leben lief ja irgendwie für ihn weiter. Bis er dann eines Morgens am Ufer der Ilmenau nicht mehr aufwachte.
-
Mich langweilst Du nicht, Walter. Danke für Deine Offenheit. Da hast Du also gleich das komplette Programm durchgezogen und alle Therapieangebote angenommen. Ich war leider nicht so konsequent, mein Weg verlief nicht so geradlinig. Es freut mich auch für Dich, daß Du Deine Frau an Deiner Seite hattest und daß sich ihr Einsatz für Dich offenbar gelohnt hat. Ein größeres Geschenk kann es ja gar nicht geben.
-
So sehe ich das auch. Ich bin so froh, dass mein Mann mich unterstützt und mir geholfen hat, die richtigen Schritte einzuleiten. Oder auch einfach mich zu trösten.
Siehst Du: Genau das meinte ich.