Heute neun Monate nüchtern. Glückwunsch auch an Lust for Life, wir sind die Besten!
Der Urlaub war schön, aber auch nicht zu kurz. Zwei Tage war genau die richtige Menge. Insel halt, irgendwann kennt man den Style. Mit dem Wetter hatten wir fast schon zuviel Glück, wer denkt denn im April an Sonnencreme? Auf dem Fahrrad hab ich das gar nicht so mitbekommen, wie ich mich richtig gründlich verbrutzelt habe. Aber ich darf mir Hoffnung machen, daß aus diesem Krebsrot noch ein schönes Angeber-Sylt-Sonnenbraun wird. Damit kann ich dann bei den Kollegen mächtig in der nächsten Videokonferenz auftrumpfen. Wir sind viel durch die Dünen und durch gespenstische Landschaften geradelt, irgendein Steinzeitgrab haben wir noch mitgenommen, und wir haben Unmengen an Latte macchiato getrunken. Nun weiß ich auch, was Gosch ist: lieblos zusammengehauene Kalorien für die Massen. Keine Ahnung, warum da so ein Hype drum gemacht wird, aber das gehört zu einem Sylt-Besuch wohl dazu.
In Kampen ist mir meine Sonnenbrille kaputtgegangen, und ich habe festgestellt, daß es dafür kaum einen schlechteren Ort in Deutschland gibt. Das Wort "günstig" ist da völlig unbekannt und wird gar nicht verstanden. Ich hätte nicht gedacht, daß man auch von Reetdächern eine Überdosis bekommen kann, aber das bekommt Sylt locker hin. Sagen wir mal so: Es ist nicht gerade wie bei armen Leuten da. Insgesamt war unser Urlaub aber gar nicht soo übermäßig teuer, wir haben schlau gebucht.
Der Sonnenuntergang an der Westküste ist der Hammer. Ich habe schon einige Strände in meinem Leben gesehen, und ich muß sagen, der Westen von Sylt spielt klar in der oberen Liga mit.
Ansonsten ruft schon wieder die Arbeit, was auch sonst. Aber es war schön, mal aus der Stadt rauszukommen und den Kopf freizupusten.