Hallo Sunshine,
danke für diese Anregung
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Eine "Strategie" oder "Stärke"als Solches kann ich mit der Situation"Alkohol in Regalen beobachten" nicht 100 % so benennen, aber bestimmt geht es für Aussenstehende in diese Richtung.
Ich habe in meinem Kopf eine Art Mindmap, wo ich Personen, Situationen und Reaktionen hin und her schiebe, bis es für mich gut und sicher ist. Mich vor ein Regal mit Alkoholflaschen zu stellen, fügt das Bild auf meiner Mindmap wieder in die richtige Position:
Alkohol schadet mir und meine Entscheidung ist es nicht mehr zu konsumieren. Diese Erinnerung und dieses Bild vor mir gibt mir eine Art Sicherheit "Ja, der Weg den du jetzt gehst ist der richtige!".
Sich selbst oder anderen etwas beweisen, gehört nicht in mein Leben oder in meinen Kopf, das ergibt null Sinn für mich. Es geht mir persönlich darum, dass ich gut mit mir und meinem Körper umgehen möchte.
@ Sunshine: Empfindest du es als Selbstbeweis vor einem Regal mit Alkohol zu stehen?
Einen "Kampf" gegen die Alkoholkrankheit führe ich nicht. Warum soll ich "gegen" etwas kämpfen, was eine Krankheit ist? Ich vergleiche das wie Krebs, wieviele Menschen erklären "Ich habe gekämpft bis zum Schluss!". Was bedeutet das übersetzt? Ich war schwach, weil ich nicht gewonnen habe/gestorben bin? Das wäre sehr entmutigend und ist für mich sinnfrei.
Ja ich möchte auch trocken bleiben und vllt werde ich auch irgendwann einmal einen Rückfall haben. Deshalb bin ich kein schlechter Mensch oder habe versagt. Nein, ich erkenne dann die Krankheit und weiss, dass das mit dazu gehört. Zumindest ist das auf meiner Mindmap so.
Dass der Weg trocken zu bleiben, schwer ist, bezweifel ich nicht. Der Eine schafft es einfacher, weil er vllt ein stabiles Umfeld hat, der andere hat es schwerer, weil er alleine ist oder sich selbst nicht so helfen kann/vllt keine Krankheitseinsicht hat. Toleranz gegenüber anderen Betroffenenen, steht da für mich an erster Stelle und ich bin dankbar, dass ich eine Familie/Umfeld habe, die mir vieles dahin sichtlich erleichtert.
Ein paar neue Trigger habe ich nach knapp 2 Wochen festgestellt und manchmal sind es nur die Kleinigkeiten, die einen Saufdruck auslösen. Das hat mich wirklich verwundert. Ich habe mir für abends jetzt wieder meine Malerei angeeignet. Das lenkt unglaublich ab und es fühlt sich gut an, weil ich entspannt ins Bett gehe.
Die (vermehrte) Konzentration ist immer noch vorhanden und ich kann sie noch nicht ganz einordnen. Fast ein bisschen wie eine Art Sicherheitscode. Mal sehen....
Viele Grüße
Matts ![]()