Liebe Paula, erst einmal herzlich Willkommen hier im Forum, schön dass du hier her gefunden hast!
Was für eine furchtbare Situation und dann noch so kurz vor der Geburt, wo du doch nur noch mit Vorfreude und Nestbau beschäftigt sein solltest 😔
Du wirst hier auf Menschen treffen, die ähnliche Geschichten teile und die deine Sorgen und Ängste verstehen können. Das ist manchmal schon sehr viel Wert, weil man sich weniger alleine fühlt.
Ich selbst bin EKA (erwachsenes Kind von Alkoholiker) aufgewachsene mit einem abwesenden mehrfach süchtigen Vater und einer süchtigen Alleinerziehenden Mutter. Wenn ich zurück schaue, dann denke ich auch oft, na so schlimm war vieles ja gar nicht, es hätte auch deutlich schlimmer sein können. Aber reicht das wirklich, um meine eigenen Kinder einer ähnlichen Situation aus zu setzen?
Mein Kontakt zu meiner Mutter war, sagen wir mal brauchbar, bis ich selbst Kinder bekam. Ab da habe ich angefangen alles mit ganz anderen Augen zu betrachten, völlig neue Maßstäbe zu setzen. Es hat noch Jahre gebraucht, was mir heute im Herzen weh tut, aber inzwischen habe ich den Kontakt zu meiner Mutter erst einschlafen lassen und inzwischen ganz abgebrochen. Für mich war die Vorstellung unerträglich, dass meine Kinder auch nur ansatzweise erleben müssen, was ich erlebt habe.
Meine heutigen „Regeln“ sind sehr streng, ich halte sie allerdings für notwendig, wenn ich meinem Herzen folgen und meinen Kindern gerecht werden möchte. Auch mit anderen Familienmitgliedern, bei denen ich sogar nur den Verdacht hege sie könnten auch tagsüber trinken, kommt für mich Kontakt alleine ohne mich nicht in Frage.
Es ist schrecklich traurig, aber du musst für dich selbst raus finden wo deine persönlichen Grenzen liegen und natürlich genauso ab wann deine Kinder sogar einer ernsthaften Gefahr ausgesetzt wären. Wir können dich hier ein Stück auf diesem Weg begleiten und haben immer ein offenes Ohr.
Für den Moment wünsche ich alles Liebe, Lea