Ich sehe es wie Mona......
Der Alkoholiker muss sich mit seiner Sucht selbst auseinandersetzen. Alleine!
Nachdem ich mit den Kindern ausgezogen bin, das war am 1 Dezember, gab es für mich 2 Möglichkeiten in meinem Kopf.
Entweder er bekommt den Schock seines Lebens und hört auf. Holt sich Hilfe. Oder er säuft weiter.
Er säuft weiter. Damit hat er mir gezeigt, dass ich das richtige getan habe. Nämlich gegangen.
Er ist wohl noch nicht soweit. Noch nicht tief genug?
Vielleicht schafft er den Absprung auch nie. Es ist traurig, aber es ist seine Entscheidung. Ich denke an meine Kinder. Die haben das Recht auf ein ruhiges Leben.
Und meine Kinder sind mir wichtiger als mein Alkoholiker Mann. Der kann auf sich selbst aufpassen. Er ist 50 Jahre alt.
Meine Kinder sind darauf angewiesen, dass ich auf sie aufpasse. Sie sind 2 und 7 Jahre alt.
Zum Teufel mit jemandem, der sich wehrt Hilfe anzunehmen....
Wir leben hier in einem Land, indem man Hilfe bekommt und zwar gratis!!!!!
Ich schäme mich heute, dass ich meinen Kindern das zugemutet habe. Ich kann die Zeit nicht zurückdrehen. Aber ich kann die Zukunft beeinflussen. Und zwar positiv für meine Kinder.
Sorry, ich bin gerade wütend.
Denn es dreht sich immer alles um den Erwachsenen Alkoholiker. Die Kinder gehen dabei immer unter. Keiner fragt, wie es ihnen geht.
Ich bin wütend säuft mich selbst, weil ich so doof war. Geglaubt, gehofft und im Grunde hatte ich Angst den Schritt zur Eigenständigkeit zu machen. Dabei ist es gar nicht schwer. Nur verdammt anstrengend bis man sich selbst eingerichtet hat und auf eigenen Beinen steht. Aber jetzt fühlt es sich sau gut an.