Beiträge von Fee

    Etwas noch muss ich loswerden....

    Ich arbeite seit 25 Jahren im Operationssaal. Ich habe schon unzählige Male gesehen, wie Menschen um ihr Leben kämpften. Diese Menschen hätten alles dafür getan, um weiter leben zu dürfen.

    Und wie gehen unsere Partner mit ihrem Leben um?

    Sie zerstören es selbst Stück für Stück. Ich habe schon so viele Kinder sterben sehen während der Arbeit. Verdammt nochmal, wenn jemand meint sich umbringen zu müssen durchs saufen. Bitte! Dann weiß er sein Leben nicht zu schätzen. Aber schätze doch wenigstens DU dein Leben.

    Liebe Theresa,

    mein Mann ist vor 2 Jahren an Krebs erkrankt. Ich war an seiner Seite. Der Unterschied ist, jemand der schwer erkrankt wird nicht zum Arschloch und zu Tyrannen unter dem die ganze Familie leidet. Wenn man als Paar eine schwere Erkrankung gemeinsam durchsteht, schweißt das doch in der Regel noch mehr zusammen. Das Verhalten eines Alkoholikers macht dich und deine Gesundheit kaputt.

    Deswegen finde ich den Vergleich nicht zutreffend.

    Ein schwer kranker Mensch geht zum Arzt und hofft, dass man ihm helfen kann.

    Ein Alkoholiker, tut es evtl. erst, wenn schon deine Seele im Eimer ist. Er lehnt Hilfe ab.

    Er macht sich keine Gedanken um Dich also mach Du Dir keine um Ihn.


    Lg

    Meine Erfahrungen sind anders, bezüglich Hauswegweisung durch die Polizei.

    Ich habe im Haus meines Mannes gewohnt. Er steht alleine im Grundbuch, denn das Haus hatte er schon vor meiner Zeit. Wenn ich die Polizei gerufen habe, haben die nicht lange rumgefackelt. Er wurde jedesmal rausgeworfen für 14 Tage. Wenn Kinder im Haus sind, ist die Polizei rigoros. Der Besoffene geht. Es muss auch keine körperliche Gewalt stattfinden.

    Lg

    Ich rauche jetzt seit 6 Wochen nicht mehr. Fühle mich gut.

    Die kurzen, kritischen Momente wenn die Lust auf eine Zigarette kommt, schaffe ich ganz gut.

    Ich habe keine Lust mehr auf Sucht. :lol:

    Hallo Anita,

    schrecklich zu lesen, was auch du erlebt hast. Ich fühle alles ganz genau nach, wenn ich es lese. Gott sei Dank hast du deine eigene Wohnung. So habe ich es verstanden.

    Und mir hilft es auch, wenn ich an die schlimmen Situationen denke. Ich bin noch nicht einmal mehr traurig, dass ich meinen Mann nicht mehr habe. Ich will ihn gar nicht mehr......

    Ich bin traurig, dass ich soviel Zeit vergeudet habe. Und ich bin traurig, weil ich meine Unbeschwertheit verloren habe. Und dass Vertrauen in eine Beziehung.

    Es ist aber auch noch sehr anstrengend. Er versucht mich ständig zu kontaktieren, um MIR Vorwürfe zu machen. Ich habe ja die Familie kaputt gemacht. Denn ICH bin gegangen.

    Das nervt so sehr und ich frage mich, wann das mal aufhört.

    Bekloppt oder?

    Er säuft und ich bin schuld, dass alles kaputt ist.

    Oh mann.........

    Danke Cadda!

    Es ist toll, wie offen du schreibst.

    Genau das ist einer der Gründe, warum dieses Forums so einzigartig und hilfsam ist.

    Hier sprechen beide Seiten.

    Die, die getrunken haben und es geschafft haben damit aufzuhören. Und die die Co Abhängig sind.

    Das Forum hat mir erst geholfen, die Trennung durchzuziehen und jetzt hilft es mir, alles zu verarbeiten. Und ich hoffe, dass ich irgendwann auch denen helfen kann, die alles noch vor sich haben und einfach Angst haben endgültig zu gehen.

    Danke Cadda für das Verständnis, dass ich wütend bin. Ich möchte niemandem hier auf den Schlips treten. Und bin froh, dass du mir geschrieben hast.

    Lg

    Herzlichen Glückwunsch, Fabienne.

    Ist ein tolles Gefühl, dass man es durchgezogen hat. Jetzt sind es 5 Wochen bei, seit dem ich ausgezogen bin. Und ich freue mich jeden Abend, wenn meine Kinder schlafen. Ich freue mich über die Ruhe und Sicherheit. Und das beste ist: ich finde mich selbst wieder. Es ist, als ob ich mich aus einem Panzer befreien. Jeden Tag fällt ein Broken ab.

    Geht es dir auch so?

    Lg

    Danke Mona.....

    Ich möchte auch gar nicht zurück schauen. Ich würde nur gerne , wenn ich könnte alle Mamas und Papas wach rütteln und sagen, schützt eure Kinder und nicht die Alkoholiker.

    Ich sehe es wie Mona......

    Der Alkoholiker muss sich mit seiner Sucht selbst auseinandersetzen. Alleine!

    Nachdem ich mit den Kindern ausgezogen bin, das war am 1 Dezember, gab es für mich 2 Möglichkeiten in meinem Kopf.

    Entweder er bekommt den Schock seines Lebens und hört auf. Holt sich Hilfe. Oder er säuft weiter.

    Er säuft weiter. Damit hat er mir gezeigt, dass ich das richtige getan habe. Nämlich gegangen.

    Er ist wohl noch nicht soweit. Noch nicht tief genug?

    Vielleicht schafft er den Absprung auch nie. Es ist traurig, aber es ist seine Entscheidung. Ich denke an meine Kinder. Die haben das Recht auf ein ruhiges Leben.

    Und meine Kinder sind mir wichtiger als mein Alkoholiker Mann. Der kann auf sich selbst aufpassen. Er ist 50 Jahre alt.

    Meine Kinder sind darauf angewiesen, dass ich auf sie aufpasse. Sie sind 2 und 7 Jahre alt.

    Zum Teufel mit jemandem, der sich wehrt Hilfe anzunehmen....

    Wir leben hier in einem Land, indem man Hilfe bekommt und zwar gratis!!!!!

    Ich schäme mich heute, dass ich meinen Kindern das zugemutet habe. Ich kann die Zeit nicht zurückdrehen. Aber ich kann die Zukunft beeinflussen. Und zwar positiv für meine Kinder.

    Sorry, ich bin gerade wütend.

    Denn es dreht sich immer alles um den Erwachsenen Alkoholiker. Die Kinder gehen dabei immer unter. Keiner fragt, wie es ihnen geht.

    Ich bin wütend säuft mich selbst, weil ich so doof war. Geglaubt, gehofft und im Grunde hatte ich Angst den Schritt zur Eigenständigkeit zu machen. Dabei ist es gar nicht schwer. Nur verdammt anstrengend bis man sich selbst eingerichtet hat und auf eigenen Beinen steht. Aber jetzt fühlt es sich sau gut an.

    Manch ein Alkoholiker sieht die Sucht ein, bevor er alles verliert.

    Manch einer erst, wenn er alles verloren hat. Und manche sehen es nie ein und gehen drauf.

    Genauso sehe ich es mit den Partnern. Manche bleiben und gehen daran kaputt. Manche sind rigoros und gehen sofort. ( die Glückspilze) und manche müssen erst den Abgrund sehen um zu gehen. Ich musste den Abgrund erst sehen. Hätte mir den Anblick gerne erspart :oops:

    Ich habe meine Kraft auch investiert . Aber es bringt nichts, wenn der Alkoholiker SEINE Kraft nicht investiert. Ich möchte nicht den Eindruck vermitteln, dass ich dich überreden möchte dich zu trennen. Meiner Meinung nach, gibt es keine glückliche Beziehung mit einem Alkoholiker. Diese Krankheit ist zerstörerisch. Nicht nur für den, der trinkt.

    Herzlichen Glückwunsch.......

    Ich rauche weiterhin nicht.

    Auch wenn es manchmal echt hart ist :shock:

    Beim Kaffee ☕ zum Beispiel.

    Aber wir ziehen das durch Hanseat. Bei mir ist es jetzt gut 1 Monat...... Jetzt mache ich 2 Monate draus......

    Als ich mich hier angemeldet habe, war ich ziemlich verzweifelt. Ich habe das Internet durchsucht in der Hoffnung, nach einer Lösung, wie ich es schaffen kann meinen Mann vom trinken weg zu bekommen. Denn nüchtern war er ein toller Mann. Lieb, einfühlsam, großzügig und und und. Ich konnte nicht begreifen, dass es keine Möglichkeit gibt ihm zu helfen. Die Ratschläge und Erfahrungen der anderen hier waren teilweise hart und das war auch gut so. Die Leute hier haben mir die Augen geöffnet und ich bin sehr glücklich darüber und dankbar.

    Heute würde ich jedem raten, dessen Partner Alkoholiker ist, tue alles dafür, dass es DIR gutgeht. Geht es Dir gut bei ihm und mit ihm. Dann bleib.

    Geht es dir schlecht bei ihm.

    Dann geh.

    Aber man sollte nicht den Fehler machen zu bleiben und zu hoffen. Denn jeder Tag, an dem DU hoffst ist ein verlorener Tag.

    Ich wünschte, ich wäre früher gegangen. Denn vieles in mir ist kaputt gegangen und ich bin ein gebrantes Kind. Das finde ich schade. Ich hoffe, dass du ehrlich zu dir selbst bist und auf dein Bauchgefühl hörst. Ich jedenfalls habe vor einigen Jahren nicht auf mein Bauchgefühl gehört. Und irgendwann war ich eine Co.

    Hallo Teresa,

    wenigstens ist dein Mann nicht aggressiv. Ich musste oft die Polizei rufen, weil mein Mann zum Monster mutierte, wenn er gesoffen hat.

    Ich möchte dich etwas fragen:

    Du schreibst, er ist viel einfühlsamer.

    Was stört dich denn, wenn er trinkt. Ich nehme an, dass es dich sehr belastet, seine Trinkerei. Sonst hättest du dich hier nicht angemeldet.

    Lg

    Hallo Teresa,

    schön dass du hier bist.

    Mein Mann ist auch Alkoholiker und ich bin am 1 Dezember ausgezogen. Habe 2 Kinder und konnte es nicht mehr aushalten.

    Genau wie du habe ich alles probiert, um ihn vom trinken weg zu bekommen. Ich dachte auch, dass ich ihm helfen kann.

    Musste dann aber einsehen, dass nur der Alkoholiker selbst sich helfen kann.

    Lg

    Hallo Ladybird ,

    Ich habe deine Geschichte verfolgt. Sie ähnelt meiner.

    Ich kann mich sehr gut in dich reinversetzen und ich weiß, wie schwer der Schritt ist, sich vom Partner zu lösen. Habe es Jahrelang selbst mitgemacht.

    Ich habe gekämpft, gehofft, gebettelt. Habe ihn gezwungen eine 3 Monatige Therapie zu machen und zwar weit weg, stationär. War mit meinen Kindern im Frauenhaus und bin wieder zurück gegangen. Glaube mir, das volle Programm. Geholfen hat das alles nichts. Am 1 Dezember bin ich jetzt mit meinen Kindern ausgezogen. Ich habe früher nie richtig verstanden, dass ALLE mir ständig geraten haben, zu gehen. Mich zu trennen.

    Heute gehöre ich selbst zu der Gruppe die raten: " Schütze dich und deine Kinder und geh !"

    Bei mir ist alles noch sehr frisch.

    Wenn du Fragen hast, dann frag einfach.

    LG Fee

    Hallo Stern67,

    da hatten wir tatsächlich die gleiche Motivation. Ich rauche auch seit 30 Jahren. Mit kleinen Pausen wegen Schwangerschaften.

    Bis jetzt komme ich ganz gut klar und wenn mich die Lust auf eine Zigarette zu sehr packt rufe ich meine Eltern an und lass es mir von meiner Mutter wieder ausreden. Mein Notfallkoffer so zu sagen :)