Zeit für ein kleines Update - und eines Gedanken, der mir in letzter Zeit immer wieder gekommen ist.
In den vergangenen Monaten bin ich überraschend gut mit dem „nicht geliebt werden“ und „mich einsam fühlen“ klar gekommen. Und zwar nicht nur auf Reisen, wo mir das ja schon immer gut gelungen ist sondern auch zu Hause, in meinem Nest, allein auf dem Sofa.
Und das ist echt eine riesen Befreiung. Ich wünsche mir sehr, dass es so bleibt - genieße aber vor allem aktuell den Augenblick! Und pflege mein Mindset (!) … darauf komme ich gleich nochmal zurück!
Meine Vorteile:
Ich bin unabhängig und frei und maximal flexibel und hab es selbst in der Hand, wie mein Tag wird!
Durch „no contact“ zu meinem Ex, denke ich viel seltener - eigentlich kaum noch: „es hätte so schön sein können mit uns“ „warum war ihm unsere Liebe nicht wichtig genug“ „der verdammte Alkohol“ , „ich werde nie wieder einen so tollen Mann Daten, im Arm halten“ etcpp.
Vor ein paar Wochen sind wir uns zufällig über den Weg gelaufen. Er sah unfassbar schlecht und gezeichnet aus - und das hat mich schon berührt - aber zum ersten Mal hat es mich nicht mehr aufgewühlt, ihn zu sehen und zu sprechen. Es ist einfach, wie es ist. Und ich bin froh, nicht mehr in den Auf und Abs gefangen zu sein. Ich hab jetzt akzeptiert, dass er trinkt und nicht wirklich aufhören kann oder will und dass eine Beziehung so für mich nicht in Frage kommt - und auch das ist eine riesen Befreiung!
Weil ich dieser Freiheit/Befreiung selbst aber noch nicht ganz final traue, lese ich hier jeden Tag - auch wenn ich selbst aktuell nicht so viel zu erzählen habe.
Und dabei fällt mir eine Sache aktuell besonders auf, nämlich dass so oft Gedanken und Glaubenssätze manifestiert werden, die wenig hilfreich sind und womöglich auch nicht richtig.
Sätze wie: Es wird noch lange dauern, bis ich darüber hinweg bin, ich schaffe das nicht, es ist so schwer, so unmöglich etcpp. Und oft wird das dann auch noch bekräftigt … Das fühlt sich dann nach verstanden werden an - und das ist natürlich ein gutes Gefühl … Aber aus meiner Sicht und Erfahrung tragen solche Sätze und Bekräftigungen nicht wirklich dazu bei, aus einem Suchtsystem auszusteigen.
Sie machen den Weg nur unnötig lang und schwer.
Wer sagt denn, dass es lang und mühsam sein wird, da raus zu kommen? Wir uns selbst! Was, wenn wir stattdessen sagen: ich schaffe das? Und es wird ab jetzt besser?!
Wir schaffen unsere Wirklich! Wir entscheiden auch mit solchen Sätzen, ob es schwer oder leicht wird.
In einer Kinder-Sendung, die ich zu Kindergarten/Grundschulzeiten immer geschaut habe, gab es eine (oft wiederholte) Zeichentrick-Episode, in der gab es eine Szebe und zwei unterschiedliche Sätze und deren Folgen in Szene gesetzt: „Du kannst das nicht, du schaffst das nicht, lass das sein“ - und „Du kannst das doch, du schaffst das doch, daraus wird was“. Überflüssig zu erzählen welches Mindset mehr positive Energie, Handlungsalternativen, Sichtweisen etcpp. freigesetzt und zum Erfolg geführt hat, oder?
An diese Kindergeschichte muss ich immer wieder denken - und zwischendurch hab auch ich sie (leider) immer wieder vergessen! Ich glaube aber fest an die Botschaft (und kann das auch aus eigener Erfahrung mit Episoden aus meinem Leben untermauern).
Ich lass sie hier als Reminder für mich! Falls ich mich auch wieder in ungesunden Glaubenssätzen verliere! Und ich freu mich, wenn Sie vielleicht noch jemanden hier inspiriert, sich auch wieder andere Geschichten über sich und den Weg zu erzählen!