Beiträge von Lanananana

    Aber es ist mir unverständlich , dass er alles kaputt macht und ich so doof bin, dass ich denke, er muss doch mal aufwachen und wird etwas tin

    Ihn kannst du in seinem Handeln nicht beeinflussen. Aber Du kannst deinen Weg korrigieren. Zunächst indem Du anfängst an Dich selbst zu glauben. Selbstwirksamkeit, Selbstliebe und Selbstbewusstsein sind drei wichtige Schlüssel.

    ich muss hier raus, aber ich bekomme den endgültigen Schritt nicht hin. Dafür hasse ich mich selbst!

    Damit setzt Du Dich selbst Schachmatt.

    Wie realistisch ist es, dass Du es zeitnah schaffst, dass er auszieht? Stehst nur Du 8m Mietvertrag? Ich denk, er sieht es nicht ein? Mach Dich unabhängig von seinen Entscheidungen und Handlungen. Sonst geht das ewig so weiter und wird nur schlimmer …

    Ja, das hat mir seinerzeit auch sehr weh getan. Aber ich bin mit Abstand so unendlich froh, mein Leben zurück zu haben. Ich hatte mich in dem Suchtsystem total selbst verloren. Und an seiner Trinkerei hat das null verändert. Nun hab ich mich in Sicherheit gebracht und das ist das Beste, was wir Angehörige für uns tun können.

    Joshi, du kannst Deinen Mann lieben und dich trotzdem trennen, um das Suchtsystem zu unterbrechen. Es ist auf jeden Fall Deine Sache, gut für Dich (!) zu sorgen … und aktuell geht es Dir ja schon nicht gut. Wenn Du nicht handelst, wird sich die Situation definitiv noch zuspitzen!

    Ich werde nachher 29 Jahre Beziehung in die Tonne treten gegen den Willen des Mannes, mit dem ich alles teilen und mit dem ich alt werden wollte,

    Warum schreibst Du das?! Nicht Du trittst die Beziehung in die Tonne! ER hat sich längst in die Tonne getreten!

    Keine Erfolgsgeschichte - aber exakt dieses „Ich will es unbedingt schaffen“, „Du bist die Frau, die ich mir erträumt habe“, „Ich war noch nie so glücklich, wie mit Dir“, hab ich auch alles gehört - immer wieder - bis heute und wir sind inzwischen 2,5 Jahre getrennt und er trinkt noch immer.


    Nichts spricht dagegen in 1 oder 2 Jahren einen neuen Versuch zu starten, wenn dein Partner so lange abstinent lebt und bewiesen hat, dass er nicht nur sagt, dass er unbedingt will sondern auch etwas dafür tut, dass es langfristig so ist. Voraussetzt, dass du dann überhaupt noch willst.

    Mit der eigenen „Abstinenz“ hab ich nämlich auch klarer gesehen in Hinblick auf meinen Ex-Partner und einer möglichen Zukunft.


    Dass Du gerade erschöpft und traurig bist, finde ich normal. Das dauert. Aber die Erleichterung wird noch kommen!

    Wie bist Du denn in dieses Gespräch hineingeraten?

    es muss ja ein Grund gegeben haben, dass er gewalttätig wurde und ich soll mich nicht so anstellen... Und hey der Alkohol gehört dazu S..., Drugs und Rock n Roll.

    Und was sind das für Leute? Und vor allen: Warum lässt Du Dir von so nem ganz eindeutigen Unsinn deine Energie ziehen?

    Ich bin einfach nach Hause. Habe im Auto Rotz und Wasser geheult. Es tut unglaublich weh...

    Für meinen Ex... tolle Freunde... Seine Gesundheit ist am Ende egal... Hauptsache sie werden unterhalten..

    Vielleicht hab ich es ja nicht richtig verstanden aber es liest sich so als würdest DU ebenfalls mehr Mitleid mit deinem Ex haben!?!

    Bleib bei Dir! Für mich liegt da der Schlüssel.

    Der Grund warum ein Co-Abhängiger im Suchtsystem verharrt, ist ja der, dass er mehr beim anderen ist als bei sich selbst. Ich hab mich im Suchtsystem auch komplett verloren. Das ist unbeschreiblich kräftezehrend. Ich find es völlig normal, dass das Zeit braucht. Aber das wird, wenn Du Dich wieder liebevoll um DICH kümmerst - vertrau darauf.

    Hoffe nicht zu sehr auf das Wunder, und vor allem nicht zu lange.

    Ich habe auch so unglaublich viel Liebe empfunden für meinen Ex-Freund und habe geglaubt gemeinsam schaffen wir es. Während mein Vater immer abgestritten hatte, ein Alkoholproblem zu haben, hatte mein Ex-Freund irgendwann zugegeben, dass er schon lange „ein kleines Alkoholproblem“ hat - aber unbedingt aufhören will. Und ich glaub zwischen durch hat er das auch immer mal wieder gewollt. dann aber auch wieder nicht, Im Grunde, hab ich gehofft er wird trocken … und er hätte sich oft gewünscht, dass wir gemütlich zusammen einen heben. Gesagt hat er das auch nur, wenn er über seine hohe Toleranz hinaus war … halbwegs nüchtern hat er auch immer beteuert, dass er aufhören will - und tausend Gründe gefunden, warum es gerade nicht geht oder geklappt hat.


    Auch ich habe lange Nachrichten geschrieben, weil ich dachte, dadurch klärt sich was. Dadurch erkennt er endlich den Wert unserer unendlich großen Liebe - und den Ernst der Lage.


    Ich mach’s kurz: Obwohl auch er eine LZT erfolgreich und mit guter Prognose während unserer Beziehung durchgezogen hat, war die Lust auf Alk immer wieder stärker. Er trinkt bis heute. Und ich bin so unendlich froh, dass ich aus dem Suchtsystem raus bin.

    Obwohl es mir unendlich leid tut, um das, was hätte sein können, um ihn, seine Gesundheit, mein Herz und vieles mehr … Am Ende kannst Du den Mensch der trinken will nicht trennen von dem, der womöglich dahinter steckt. Denn so lang er nass ist, kennst du diesen Menschen gar nicht.

    Mein Ex-Freund war der Mann meiner Träume, wenn er nur nicht getrunken hätte. Hat er aber - und im Grunde war er deshalb auch tatsächlich nur der Mann meiner „Träume“ - eine Projektionsfläche - ein „Es wäre so schön wenn …“ eine Phantasie.

    Denn wenn ich mir das rückblickend durch den Kopf gehen lasse ist auch das für mich ein Zeichen, dass er nie den Willen aufgebracht hat, wirklich trocken zu werden. Sondern das er sich förmlich auf dieser Aussage ausruht.

    Ich seh das wie Alex. Er ruht sich nicht drauf aus - er hat es dir von Anfang an gesagt. Du wusstest womöglich nicht wirklich, worauf du dich einlässt. Was wirst Du nun tun?

    Ob ich wissen will, ob ihr der Alkohol wichtiger ist als ich: Ich habe das noch nie so für mich formuliert, aber ich denke, dass will doch wahrscheinlich jeder Angehörige irgendwie wissen, der sich Gedanken über die Rolle des Alkohols beim Partner macht?

    Die Frage bringt Dich/ Angehörige allgemein aber nicht weiter.

    Du (Angehörige allgemein) musst dich fragen, ist dir die Beziehung so wichtig, dass Du sie trotz des Alkohols (und den damit ggfs. zusammenhängenden Problemen) so führen willst. Du bist das Maß in Deinem Leben - nicht andere, Statistik oder sie! Deine Werte sind entscheidend. Und wenn Du ein Exot wärest, dann wär das halt so. Dann passt eine Frau, die gern trinkt, trotzdem nicht in dein Leben.

    100% der Frauen in Europa trinken im Durchschnitt ca. 3 Gläser Wein (à 200 ml) pro Woche.

    - Ca. 15% der Frauen trinken im Durchschnitt 10 Gläser Wein pro Woche. Das sind die "Vieltrinkerinnen", die wir uns jetzt mal nicht zum Maßstab nehmen wollen. Also nehme ich die raus.

    - Die restlichen ca. 85% der Frauen, an die ich mich jetzt halte, trinken im Durchschnitt 2 Gläser Wein pro Woche.

    Was bezweckst Du damit? Abgesehen davon, dass ich die Zahlen anzweifel: Dich stört, dass Deine Partnerin trinkt. Deine Partnerin trinkt aber - und das ist ihr gutes Recht. Unabhängig von fragwürdigen Statistiken und den Trinkgewohnheiten anderer Menschen. Da passt etwas einfach etwas nicht!

    Er sagt schonmal, dass er Alkoholiker ist. Ob er Trocken bleibt, dass kann nur die Zukunft zeigen, was ich leider nicht vorhersehen kann.

    Für ihn ist so eine Aussage eine riesige offene Hintertür

    … für Dich sollte das eine Red Flag sein.

    Es gibt zum Glück auch hier im Forum viele Trockene. Was mir etwas Hoffnung macht.

    Vielleicht gibt es hier auch jemand, der in der ,,Beziehung’‘ Trocken geworden ist und die Partnerschaft auch das überstanden hat???

    Die Trockenen sind hier - aber es sind nicht viele!

    Wenn du so an das Problem herangehst, machst du dich total abhängig von deinem Partner. Ich verstehe, dass du wünschst und hoffst, dass alles gut wird. Es wäre aber besser, wenn Du Dich mit Dir beschäftigst und mit Deinen Zielen und Deinen Werten und Deinen Träumen und Dich dann selbstkritisch fragst, wie lange Du in er Warteschleife verharren willst und darauf hoffst, dass dein Partner ins Handeln kommt. Du sagst ja selber, dass Du die Beziehung so nicht führen möchtest. Dann musst DU ins Handeln kommen.

    Ich habe lange geweint und mir eine schützende Person gewünscht, die mir all die Last von meinen Schultern nimmt

    Du bist diese Person! Schütz Dich und bring Dich in Sicherheit!

    Ich kann doch nicht meinen Job hinschmeißen und meinen Mann aus der Wohnung und das in meinem emotionalen Zustand. Davon abgesehen würde er dann sehr wahrscheinlich seinen Job verlieren und und irgendwo einsam weitertrinken. Ich bin seit über 20 Jahren seine beste Freundin und seine Familie.

    Doch! Oder möchtest Du diesem Job deine Gesundheit opfern?!


    Er verliert ihn so oder so. Du verlängerst gerade lediglich euer beider Leid.

    Seine beste Freundin ist aktuell der Alk.Vielleicht klingt das jetzt alles hart für Dich - trotzdem hoffe ich, dass meine Worte Dich erreichen. Denn wenn Du so weitermachst, wird es für euch beide weiter abwärts gehen. Welche Motivation sollte er haben aufzuhören, wenn Du alles abfederst?!

    Ja, vielleicht trinkt er auch weiter, wenn Du aus dem Suchtsystem aussteigst - aber dann bist Du zumindest in Sicherheit. Vielleicht wacht er aber auch auf, wenn er merkt, dass er alles verliert …