Beiträge von Lanananana

    Ich habe überlegt ihn bei WhatsApp von jedem Tag einen kleinen Zusammenfassung zu schicken was so passiert ist. Glaubt ihr das ist sinnvoll oder eine blöde Idee ?

    Ich an deiner Stelle würde es nicht tun. Stattdessen würde ich versuchen, die Zeit zu nutzen, um was für mich zu tun - und über meine Bedürfnisse, Werte und Ziele nachzudenken. Ich verstehe deine Hoffnung … aber aus eigener Erfahrung rate ich Dir auch darüber nachzudenken, wie es für Dich weitergehen wird, wenn sein Wille abstinent zu leben doch nicht so unumstößlich ist.

    Du magst das vielleicht gerade nicht hören - aber mit etwas Abstand ist das schlimmste, was Angehörige sich selbst antun, dass sie sich mehr um den anderen kümmern und sorgen als um sich selbst.

    Herzlich willkommen. Ich bin an folgendem Satz hängen geblieben

    ich muss dazu sagen, dass er gott sei dank „nur“ bier trinkt und keine harten sachen.

    Warum denkst Du, dass das besser ist? Mein Vater hat auch „nur Bier“ getrunken bevor er dann mit 50 an den Folgen seines Konsum gestorben ist. Ich kann dir nur raten: lass dich von deinem Partner nicht weiter zum Konsum verleiten. Und was den Kinderwunsch angeht, bleib dabei

    es steht auch immer wieder das thema kinderplanung im raum, jedoch habe ich ihm schon sehr oft gesagt, dass ich das in dieser situation nicht möchte. dann meint er, sobald ich schwanger wäre, würde er sein trinkverhalten komplett ändern. natürlich glaube ich nicht daran

    Er wird nicht aufhören, weil du schwanger bist - aber für dich wird es schwieriger aus dem Suchtsystem rauszukommen. Was erwartest Du von dieser Partnerschaft? Wenn er keine Krankheitseinsicht hat, verlierst Du eigentlich nur Zeit. Mach Dir das bewusst. Du kannst ihm nicht helfen. Und selbst wenn er heute die Entscheidung treffen würde, zukünftig abstinent leben zu wollen, ist es noch ein sehr weiter Weg - mit ungewissem Ausgang.

    Müssen wir jetzt einfach zusehen wie er sich langsam umbringt. Ich kann ihn ja auch nicht im Stich lassen oder soll ich weggehen damit die Kinder keinen Schaden davon nehmen

    Es tut mir sehr leid, was ihr erleben müsst. Auch mein Vater hat sich leider in den Tod getrunken. Deshalb möchte ich Dir sagen, dass ihr nicht zusehen müsst, weil das wirklich extrem belastend und traumatisierend für Deine Kinder ist. Wenn Du die Kraft hast, bring Euch in Sicherheit und geh. Du kannst nichts für ihn tun - aber für deine Kinder und für Dich. Auf jeden Fall solltest Du Dir/Euch Hilfe in einer Angehörigenberatung suchen.

    Ich wurde hier auch oft Missverstanden,mir nahegelegt ich solle mich nicht mehr um meinen Ex sorgen,sondern um mich.

    Ehrlich gesagt finde ich das a) den besten Tipp, den Du als Co-Abhängige bekommen kannst und b) nicht fair denen gegenüber, die sich Zeit genommen haben, dir nach bestem Wissen und Gewissen das nahezulegen, was ihnen geholfen hat .

    Keine Ahnung,irgendwas was mich unterstützt hätte und nicht mehr alleine zu fühlen, letztlich sind wir ja hier um Hilfe zu bekommen und Antworten zu finden.

    Ja, aber aus meiner Sicht ist genau hilfreich - ein Gedanke, eine Perspektive, die ich so delber (noch) nicht habe.


    Ich muss ja nicht alles annehmen, was mir angeboten wird. Aber es hilft, es zu (wert-)schätzen!

    Ich verstehe, dass dich das alles noch sehr beschäftigt - vor allem, weil Du Dir so wenig Zeit für Dich nimmst. Ich an Deiner Stelle würde da ansetzen: Versuch Dir ab und zu Freiräume für Dich zu schaffen. Du bist nicht nur dann eine gute Mutter, wenn Du Deine Bedürfnisse ganz nach hinten stellst sondern wenn Du es schaffst selbst wieder in eine Balance zu kommen - also auch gut für Dich sorgst.

    Und ich finde schon, dass Du mit Deinen Freunden darüber sprechen können solltest. Echte Freunde sollten das verstehen und können Dich vielleicht sogar unterstützen, in dem sie das Kind eventuell mal betreuen, damit Du etwas Schönes nur für Dich unternehmen kannst.

    die augenscheinliche Lösung wäre ja, ich komm jeden Abend zu im ( ich habe noch ein eigenes Haus, wo ich einmal in der Woche bin) aber das will ich nicht. Ich möchte meine Freiheit, fahr auch allein im Urlaub usw und davon will ich auch nicht abrücken.

    Das wäre keine Lösung, weil er ganz sicher schnell anfangen würde/müsste auch in deiner Gegenwart zu trinken (oder heimlich).

    Alkoholismus ist eine tödlich verlaufende Krankheit, die nur zum Stillstand gebracht werden kann - und zwar wenn der Betroffene das will.

    er ist weg und das Problem ist da, der Alk verhindert das er sich dem Stellen muss....

    Das ist aus meiner Sicht in Frage zu stellen: Er muss weder aufhören zu trinken - noch muss er sich mit euren Problemen auseinandersetzen. Er ist erwachsen und kann frei entscheiden.


    Und niemand kann Dir allgemein gültige Ratschläge geben.

    Aber Du darfst Dir überlegen, ob Du so weitermachen magst. Denn auch Du bist frei, über dein Leben zu entscheiden.


    Vielleicht geht ER irgendwann … und dann hast Du die Chance vertan Deine eigenen Entscheidungen zu treffen.

    Was bist Du Dir wert?

    Ich finde, das ist der entscheidende Punkt, über den Du intensiver nachdenken solltest.

    Möchtest Du mit jemandem zusammen bleiben, - edit - , der Dir nicht gefällt - weiß er das? Nimmt er darauf Rücksicht?

    Ich finde eine Partnerschaft ist keine Einbahnstraße … Ich finde es unbefriedigend, dass Du Dich mit einem Partner zufrieden gibst, von dem Du Dich nicht unterstützt fühlst. War das schon immer so?

    Mir hat sehr geholfen, mich mit mir auseinanderzusetzen anstatt mich an der Alkoholkrankheit meines Partner abzuarbeiten und auf ein Wunder zu hoffen. Vielleicht kannst Du da was mit anfangen …

    Du bist aus meiner Sicht, nach dem was Du bislang geschrieben hast, mehr bei ihm als bei Dir selbst. Wenn Dir das ausreicht und Du damit glücklich und zufrieden wärest, würde ich mich fragen, was Du hier suchst. Wenn Du nur deshalb hier bist, weil Dir andere sagen, dass Du Co bist,rate ich Dir, kümmer Dich doch einfach nicht drum, was die anderen sagen. Es ist doch Dein Leben. Nicht ihres. Fühlst Du Dich eigentlich auch von Deinem Mann unterstützt?

    Ich versuche aktuell die Situation zu respektieren und sie als Auswirkung seiner Krankheit zu sehen.

    ich möchte ihm die Tür offen halten, zumindest solange bis ER sich bewusst ist wie er zu uns steht und nicht die Krankheit die Entscheidung trifft

    Du wartest darauf, dass er - vielleicht- was tut. Aber selbst wenn er hart an seiner Abstinenz arbeiten würde, muss nicht alles wieder so werden wie früher! Was machst Du für Dich?

    ich merke auch wie schnell ich wieder "da" wäre, wenn nur zwischendrin mal ein liebes Wort fällt.....ich möchte ihm die Tür offen halten, zumindest solange bis ER sich bewusst ist wie er zu uns steht und nicht die Krankheit die Entscheidung trifft indem sie seine Gefühle vernebelt.

    Das klingt für mich schon sehr danach, dass Du dich von ihm und seinen Entscheidungen abhängig machst.