Heute ist es leider wieder passiert - Häuserschlucht, Regen, hab ihn schon von weitem am Gang erkannt - ich konnte leider nicht ausweichen - eine unerwartete Begegnung - flüchtig - und trotzdem erstaunlich, das da immer noch so unglaublich viele Gefühle hochkommen.
Wut (endlich!!!!) - leider auch auf mich, dass ich mich so schlecht behandeln lassen hab, dass ich so viel Zeit verplempert hab, in der Hoffnung, dass doch noch alles gut wird, dass ich deine guten Seiten und meine Projektionen so groß gemacht habe und seine schlechten Seiten immer entschuldigt oder ausgeblendet habe …
Trauer, weil eben gar nichts gut geworden ist, trotz 1000% Einsatz meinerseits - weil dieses ganze Hin und Her mich geschwächt und verletzt und klein gemacht hat.
Stolz (erstaunlich), dass ich es da raus geschafft habe, dass ich nicht wieder weich geworden bin, dass die Hoffnung weg ist, dass ich wieder klar in der Birne bin (und hoffentlich auch bleibe). Dass ich meinen Wert wieder selbst sehe!
Ich würde mir wünschen, dass da nicht so viele Gefühle hochkommen, dann wäre ich wohl ganz über den Berg. Oder dass ich mit jemandem darüber sprechen könnte. Aber leider ist da im Moment niemand. Aber wenn ich was gelernt habe, in den vergangenen Jahren: lieber allein als in schlechter Gesellschaft!