Beiträge von Lanananana

    Ich finde - wie Du selbst - dass es problematisch ist, wenn Du zu Deinem Sohn sagst „Ich glaube nicht, dass da kein Alkohol drin war“.


    Ich verstehe, dass Du Dir Sorgen machst - aber zieh Deinen Sohn da nicht mit rein sondern klär das besser gleich mit Deinem Mann.

    Es tut manchmal weh, insbesondere jetzt, wenn die intakten Familien mir über den Weg auf dem Weihnachtsmarkt laufen, und ich bin alleine mit dem Kind und einer mit Schokolade überzogenen Banane unterwegs.

    Oft sieht es von außen betrachtet nur so aus, als wären die Familien „intakt“ …


    Ich sehe auch oft verliebte Paare und schau denen sehnsüchtig hinterher. Und dann erinnere ich mich, dass ich und mein Ex-Freund sich oft bzw. meistens draußen auch so gesehen wurden - ein scheinbares Traumpaar … (die Dramen waren für die Menschen auf dem Weihnachtsmarkt unsichtbar) …

    Manchmal macht er nachts einen Videoanruf, um mich zu kontrollieren. Ich versuche dann , ihn zu beruhigen und zu zeigen, dass hier niemand ist. Aus Angst ihn sonst noch wütender zu machen. Wie sollte ich deiner Meinung nach damit umgehen?

    Diese Strategie finde ich problematisch, weil sie aus meiner Sicht seinen Kontrollwahn nährt - vielleicht noch verstärkt. Ich möchte dir diesen Gedanken gern dalassen - wissend, dass das Bedürfnis zu kontrollieren, leider oft Teil unserer Co-Abhängigkeit ist.

    Kontrolle hat in einer Partnerschaft nichts zu suchen. Entweder Menschen vertrauen sich … oder sie führen keine Beziehung auf Augenhöhe. Und Angst davor, ihn noch wütender zu machen sollte für Dich eine große „red Flag“ sein. Weil Angst erst recht keine Basis für eine Partnerschaft ist.

    auch hier ist es wohl ein längerer Prozess, Dinge zu akzeptieren.

    Genau das wollte ich Dir auf Deinen Post weiter oben antworten.

    Ich wäre lieber mit ihm zusammen – doch das ist nicht möglich, da er immer wieder dem Alkohol verfällt.

    Akzeptanz ist der Schlüssel. Und Konzentration auf das, was Du beeinflussen kannst: Deine Gedanken, die Pläne fürs Wochenende, neue Herausforderungen/Hobbies, Dinge und Menschen, die Dich glücklich machen …

    Wenn Du immerzu sehnsüchtig daran denkst, was Du Dir wünschst, was aber nicht ist bzw. sein kann, macht das natürlich traurig … Versuch Dich auf Dich zu konzentrieren und das, was positive Gefühle verstärkt. Lieben Gruß!

    Ich möchte Schluss machen, weiß aber nicht wie. Ich habe nämlich die Angst, dass wenn ich A verlasse, er noch mehr trinkt um seinen Kummer zu ertrinken und das löst in mir starke Gefühle von Schuld aus.

    Selbst wenn er nach der Trennung mehr trinken würde, wäre das nicht deine Schuld! Er ist erwachsen. Er ist selbst für sich verantwortlich. Und Du für Dich!

    Du schreibst, du liebst ihn nicht mehr. Das ist aus meiner Sicht sehr klar. Also - was hält dich davon ab, jetzt dein Leben zu leben? Oder möchtest du dich für ihn (auf-)opfern?

    Wann ist es Zeit zu gehen?“

    Gestern!!! Du schreibst selbst, dass das ältere Kind nicht nur viel mitbekommt, sondern auch bereits „traumatisiert“ ist. Worauf wartest Du also?
    Ich musste selbst in einer alkoholbelasteten Familie aufwachsen. Und ich kann Dir sagen, ich arbeite das heute noch ab! Zeig Deinen Kindern, dass Du in der Lage bist, ihnen Sicherheit zu geben. Für ihre Entwicklung ist es immens wichtig, dass Du jetzt handelst. Dein Mann ist erwachsen. Er kann für sich selbst sorgen( oder weiter trinken )- sie nicht!

    und das wird jetzt so dargestellt als wäre es nicht so schlimm gewesen. Gerade heute meinte er, dass er ja völlig abgestempelt sei, nur weil es eine Zeit lang zu viel war?!

    Er macht mir plötzlich solche Vorwürfe, dass ich und die Kinder alles mit meinen Eltern machen und nicht wir 4 als Familie.

    Für mich klingt es nicht so als würde er sich mit dem was war, ist und werden soll auseinander setzen wollen. Und auch nicht nach der Bereitschaft an einer für beide befriedigenden Partnerschaft arbeiten zu wollen.

    Lass Dich nicht verunsichern.

    macht mich SEHR wütend! Was für ein Bullshit! Nasses Denken bis zum geht-nicht-mehr behaupte ich jetzt mal.

    Er hat das nüchtern gesagt. Nach LZT und monatelanger Abstinenz …


    Und ich fand das eine interessante Perspektive von einem, der selbst immer wieder abgestürzt ist und der immer kurz vor dem Komplettabsturz und der Obdachlosigkeit von seiner Mutter „gerettet“ worden ist. Die Wohnung hat er sich zahlen lassen, um von der eigenen Kohle Alk zu kaufen …

    Ich weiß nicht, warum dich das SEHR wütend macht - weil er das gesagt hat? Weil ich das zitiert habe?

    Es tut mir leid - ich habe deine Wur nicht erwartet - und auch nicht gewollt - und doch hoffe ich, dass ich diese und andere Erfahrungen hier lassen darf.

    Hm … mein Ex-Freund hat gesagt, ER hätte mehr Motivation gehabt, sich (früher) mit seiner Situation/Sucht auseinanderzusetzen, wenn seine Mutter nicht immer wieder für Kost und Logis eingesprungen wäre …


    … und es gibt tatsächlich auch die Strategie „Hilfe durch Nicht-Hilfe“. Fakt ist ja, dass es bislang nichts gebracht hat, ihn zu unterstützen. Er säuft sich weiter Richtung Abgrund … vielleicht wacht er auf, wenn er seinen Tiefpunkt erreicht.


    Zumindest ist es aus meiner Sicht auch keine gute Strategie, das Kind dabei zu unterstützen, wie es sich langsam umbringt … und sich das auch noch anzusehen …

    Gibt es hier überhaupt Happy End Storys mit alkoholkranken Ehepartnern?

    Was würde das für Deine Situation bedeuten? Neue Hoffnung? Auf ein Happy End?

    Oder gibt es hier Mutmach-Erfahrungsberichte?

    Das kommt darauf an, was Du unter dem Begriff verstehst. Ja, gibt es - aber nicht in dem märchenhaften Sinne „und dann hörte er schließlich doch auf und alles war wunderschön“ sondern mehr in dem Sinn „ und dann merkte ich, dass ich mich total verloren hatte und ab dem Moment, in dem ich mich selbst wieder zum Mittelpunkt meines Lebens gemacht hatte, ging es wieder bergauf.“

    Für die Kinder ist es wichtig, nicht in einer suchtbelasteten Familie aufzuwachsen. Sie verlieren ihren Vater ja nicht automatisch, wenn ihr euch trennen solltet.

    Und Du wirst herausfinden, wie ernst es ihm mit der Abstinenz ist und ob da dann doch noch genug Gefühle sind und Vertrauen neu wachsen kann - am besten aus dem Schutz der sicheren Entfernung heraus. Ich wünsche Dir einen guten Start hier - lies Dich ein und vertrau auf Dich! Du schaffst das - aber Du musst an Dich selbst und Deine Kraft/Wirksamkeit glauben!

    Es ist unerträglich.

    Hallo Sabrina,


    ich erinner mich gut, wie vernebelt ich mich selbst gefühlt habe, als ich in meiner letzten Partnerschaft steckte und verzweifelt war. Deshalb stell ich kurz nur zwei Sätze von Dir nebeneinander:

    Er ist toxisch

    Vielleicht habt ihr Tipps für mich wie ich damit umgehen soll. Danke

    Welchen Tipp würdest Du einer Freundin geben, die dir das erzählt?


    Übrigens: Mein Ex-Feund hat tatsächlich inzwischen aufgehört zu trinken. Nachdem er ein Jahr trocken war, hatten wir auf seine Initiative kurz wieder Kontakt. Anfangs dachte ich, jetzt wird überraschend doch noch alles gut. Und dann habe ich gemerkt, dass er auch trocken völlig unberechenbar ist. Es war nicht nur der Alkohol…


    Je eher du es schaffst, dich in Sicherheit zu bringen, desto besser. Schade um Deine Zeit. Verschwende sie nicht.

    Es ist unerträglich.


    Das verdienst Du nicht!

    Zehn Zitate hatte ich aus deinem ersten Beitrag kopiert, die ich alle kommentieren wollte. Inzwischen weiß ich gar nicht mehr, ob das noch nötig ist, weil Du ja schon selbst erkannt hast, wie sehr sich die Geschichten ähneln und daraus auch deine eigenen Schlüsse ableiten kannst.

    Zu Deinem neuen Post kann ich Dir sagen: mein Vater hat bis zu seinem Tod gearbeitet und die Fassade aufrecht erhalten können. Auch durch das „Heile-Welt-Theater“ meiner Mutter.


    Gut, dass du Dich und Deinen Sohn schützt. Du hast alles richtig gemacht.

    Jetzt fehlt noch der nächste wichtige Schritt. Du beklagst zu Recht, er denkt nur an sich und seinen Konsum.
    Aber du scheinst auch noch sehr darauf fixiert! Er denkt nicht an Dich und Du auch nicht!


    Ich verstehe, dass Du fassungslos bist und so viele Fragen hast … Aber das bringt Dich nicht weiter.


    Es nutzt nichts. Es kostet nur Deine Energie! Konzentriere Dich auf Dich! Und Dein Kind! Schau auf das, was ist und werden kann. Nicht auf das was war und hätte sein können.


    Und ja - ich kenne das Gefühl sich zusammenkauern zu wollen, weil da nichts ist als kindliche Ohnmacht und Schmerz und Entsetzen. Weil nicht zu verstehen ist, warum jemand so handelt. Warum er deine Liebe nicht erwidert. Warum er nicht versucht Dich zu verstehen … Aber es ist, wie es ist. Nur Du kannst es ändern!


    Für mich war wichtig zu erkennen, dass es mein Leben ist - und dass es an mir liegt, was ich daraus mache.

    Ich kann Menschen nicht ummodeln oder dazu bringen, mich zu wertschätzen oder zu lieben.

    Aber ich kann gehen und mir selbst eine liebevolle Gesellschaft sein. Und für mich hat diese Erkenntnis alles verändert. Ich wünsche Dir einen guten Start hier und ganz viel Selbstvertrauen und Selbstliebe und Kraft!

    Die andere Seite ist das er mich sehr leid tut weil er jetzt allein ist und sich natürlich verlassen fühlt.

    Das mag unter Umständen ein bisschen hart für dich klingen - aber das hilft weder ihm, noch dir. Er ist für sich verantwortlich und du für dich. Kannst Du Dir sicher sein, dass er sich wirklich verlassen fühlt? Bleib bei Dir. Sei für Dich da! Du brauchst jetzt deine ganze Energie für Dich!

    Willkommen hier - eigentlich ist das noch der Vorstellungsbereich - d.h. es wird sich gleich ein Moderator melden und Dich freischalten!

    Ich meld mich dann sehr gern nochmal ausführlicher, weil ich so viel zu sagen hab zu dem, was du schreibst. Nur soviel: Ja, bring Dich und dein Kind in Sicherheit! Der Impuls ist richtig.

    Und lass Dich von Deinem Mann nicht verunsichern. Der hat Dich ganz offensichtlich nicht verdient!

    Wahrscheinlich bin ich auch Schuld das er getrunken hat.

    Du weißt es vermutlich selbst auch aber weil Du es geschrieben hast, möchte ich Dir nochmal etwas Extra-Sicherheit geben: Nein, bist Du definitiv nicht!!!


    Ich verstehe, dass Du gerade sehr traurig bist. Aber ich sage Dir auch - bleibt mir den Gedanken bei Dir anstatt Dir auszumalen, wie glücklich sein Leben womöglich gerade ist.

    Dass alles, was Dich zur Trennung bewogen hat, plötzlich ganz anders ist, scheint mehr als unwahrscheinlich!

    Tut mir leid für Euch … das ist keine leichte Situation für euch alle. Die aktuelle Situation ist allerdings für die gesunde Entwicklung Deiner Tochter pures Gift.Das sage ich Dir als Tochter, die in einem solchen Haushalt aufwachsen musste - auch wenn in meinem Fall der Vater getrunken hat.

    Wichtig ist das sie nicht aggressiv wird wenn sie trinkt.

    Hm …

    Und ganz wichtig ist der aktuell sehr angespannte Wohnungsmarkt. Die kleine geht nächsten September in die Schule und war die Krippe und Kindergarten immer mit den gleichen Freunden zusammen. Ziehe ich eine andere Gemeinde/Stadt müsste sie in eine "fremde" Schule und das will ich für sie nicht weil der Schnitt an sich schon schlimm genug wäre.

    Ich versichere Dir - wenn Du nichts tust, um sie vor der aktuellen Situation zu schützen, wird es für sie langfristig noch schlimmer. Nirgendwoscheint der Wohnungsmarkt entspannt. Aber nur wenn du jetzt anfängstzu suchen, kannst du eine Wohnung finden. Warte nicht so lang bis sich die Situation weiter zuspitzt.