Beiträge von Lanananana

    Es ist unerträglich.

    Hallo Sabrina,


    ich erinner mich gut, wie vernebelt ich mich selbst gefühlt habe, als ich in meiner letzten Partnerschaft steckte und verzweifelt war. Deshalb stell ich kurz nur zwei Sätze von Dir nebeneinander:

    Er ist toxisch

    Vielleicht habt ihr Tipps für mich wie ich damit umgehen soll. Danke

    Welchen Tipp würdest Du einer Freundin geben, die dir das erzählt?


    Übrigens: Mein Ex-Feund hat tatsächlich inzwischen aufgehört zu trinken. Nachdem er ein Jahr trocken war, hatten wir auf seine Initiative kurz wieder Kontakt. Anfangs dachte ich, jetzt wird überraschend doch noch alles gut. Und dann habe ich gemerkt, dass er auch trocken völlig unberechenbar ist. Es war nicht nur der Alkohol…


    Je eher du es schaffst, dich in Sicherheit zu bringen, desto besser. Schade um Deine Zeit. Verschwende sie nicht.

    Es ist unerträglich.


    Das verdienst Du nicht!

    Zehn Zitate hatte ich aus deinem ersten Beitrag kopiert, die ich alle kommentieren wollte. Inzwischen weiß ich gar nicht mehr, ob das noch nötig ist, weil Du ja schon selbst erkannt hast, wie sehr sich die Geschichten ähneln und daraus auch deine eigenen Schlüsse ableiten kannst.

    Zu Deinem neuen Post kann ich Dir sagen: mein Vater hat bis zu seinem Tod gearbeitet und die Fassade aufrecht erhalten können. Auch durch das „Heile-Welt-Theater“ meiner Mutter.


    Gut, dass du Dich und Deinen Sohn schützt. Du hast alles richtig gemacht.

    Jetzt fehlt noch der nächste wichtige Schritt. Du beklagst zu Recht, er denkt nur an sich und seinen Konsum.
    Aber du scheinst auch noch sehr darauf fixiert! Er denkt nicht an Dich und Du auch nicht!


    Ich verstehe, dass Du fassungslos bist und so viele Fragen hast … Aber das bringt Dich nicht weiter.


    Es nutzt nichts. Es kostet nur Deine Energie! Konzentriere Dich auf Dich! Und Dein Kind! Schau auf das, was ist und werden kann. Nicht auf das was war und hätte sein können.


    Und ja - ich kenne das Gefühl sich zusammenkauern zu wollen, weil da nichts ist als kindliche Ohnmacht und Schmerz und Entsetzen. Weil nicht zu verstehen ist, warum jemand so handelt. Warum er deine Liebe nicht erwidert. Warum er nicht versucht Dich zu verstehen … Aber es ist, wie es ist. Nur Du kannst es ändern!


    Für mich war wichtig zu erkennen, dass es mein Leben ist - und dass es an mir liegt, was ich daraus mache.

    Ich kann Menschen nicht ummodeln oder dazu bringen, mich zu wertschätzen oder zu lieben.

    Aber ich kann gehen und mir selbst eine liebevolle Gesellschaft sein. Und für mich hat diese Erkenntnis alles verändert. Ich wünsche Dir einen guten Start hier und ganz viel Selbstvertrauen und Selbstliebe und Kraft!

    Die andere Seite ist das er mich sehr leid tut weil er jetzt allein ist und sich natürlich verlassen fühlt.

    Das mag unter Umständen ein bisschen hart für dich klingen - aber das hilft weder ihm, noch dir. Er ist für sich verantwortlich und du für dich. Kannst Du Dir sicher sein, dass er sich wirklich verlassen fühlt? Bleib bei Dir. Sei für Dich da! Du brauchst jetzt deine ganze Energie für Dich!

    Willkommen hier - eigentlich ist das noch der Vorstellungsbereich - d.h. es wird sich gleich ein Moderator melden und Dich freischalten!

    Ich meld mich dann sehr gern nochmal ausführlicher, weil ich so viel zu sagen hab zu dem, was du schreibst. Nur soviel: Ja, bring Dich und dein Kind in Sicherheit! Der Impuls ist richtig.

    Und lass Dich von Deinem Mann nicht verunsichern. Der hat Dich ganz offensichtlich nicht verdient!

    Wahrscheinlich bin ich auch Schuld das er getrunken hat.

    Du weißt es vermutlich selbst auch aber weil Du es geschrieben hast, möchte ich Dir nochmal etwas Extra-Sicherheit geben: Nein, bist Du definitiv nicht!!!


    Ich verstehe, dass Du gerade sehr traurig bist. Aber ich sage Dir auch - bleibt mir den Gedanken bei Dir anstatt Dir auszumalen, wie glücklich sein Leben womöglich gerade ist.

    Dass alles, was Dich zur Trennung bewogen hat, plötzlich ganz anders ist, scheint mehr als unwahrscheinlich!

    Tut mir leid für Euch … das ist keine leichte Situation für euch alle. Die aktuelle Situation ist allerdings für die gesunde Entwicklung Deiner Tochter pures Gift.Das sage ich Dir als Tochter, die in einem solchen Haushalt aufwachsen musste - auch wenn in meinem Fall der Vater getrunken hat.

    Wichtig ist das sie nicht aggressiv wird wenn sie trinkt.

    Hm …

    Und ganz wichtig ist der aktuell sehr angespannte Wohnungsmarkt. Die kleine geht nächsten September in die Schule und war die Krippe und Kindergarten immer mit den gleichen Freunden zusammen. Ziehe ich eine andere Gemeinde/Stadt müsste sie in eine "fremde" Schule und das will ich für sie nicht weil der Schnitt an sich schon schlimm genug wäre.

    Ich versichere Dir - wenn Du nichts tust, um sie vor der aktuellen Situation zu schützen, wird es für sie langfristig noch schlimmer. Nirgendwoscheint der Wohnungsmarkt entspannt. Aber nur wenn du jetzt anfängstzu suchen, kannst du eine Wohnung finden. Warte nicht so lang bis sich die Situation weiter zuspitzt.

    Da ich heute andernorts ebenfalls wegen eines offenbar unerwünschten Beitrags angeeckt bin, möchte ich an dieser Stelle kurz anmerken, dass wir hier alle sind, um weiterzukommen.

    Dass wir uns hier alle Zeit nehmen, um uns einzubringen. Dass eine andere Perspektive dabei aus meiner Sicht oft helfen kann - auch wenn das auf den ersten Blick nicht immer zu erkennen ist. Und dass hier (hoffentlich) niemand jd etwas Böses will, wenn er sich die Zeit nimmt. Egal, welche Perspektive er einbringt.

    Auch ich lese gern „alles richtig gemacht“ - aber ich schätze auch andere bzw. mir fremde Perspektiven. Äußerungen, die mir nicht selbst als Gedanken in den Sinn gekommen wären.


    Zu einem vertrauensvollen Miteinander gehört für mich auch ein Ton, der respektvoll bleibt und ein Austausch, der divers und vielfältig ist. Gerade bei den Cos scheint das aber oft nicht so einfach. Da werden so schnell Angriffe unterstellt oder dass das bereits Erreichte nicht ausreichend gewertschätzt wird.

    Ich bin tatsächlich irritiert und manchmal auch etwas enttäuscht, wenn ich lese, dass sich hier Forumsmitglieder so angegriffen fühlen, dass sie „böse Absichten“ unterstellen.

    Ja vielen dank so traurig es auch klingt ich habe noch die Hoffnung das ihr enkel etwas bewirken kann bzw ihr er ihr wichtig ist

    Wenn sie süchtig ist, kann es sein, dass das nicht passiert, weil sie eben süchtig ist und nicht, weil ihr die Familie/der Enkel nicht wichtig genug sind. Ich habe damals auch mal etwas verkürzt gesagt gedacht „wenn er mich wirklich lieben würde, würde er aufhören“. Mit einer solchen Art zu denken, werden wir Cos dem Krankheitsbild nicht gerecht und verletzen uns zusätzlich selbst.

    habe ihm am donnerstag gesagt dass es für mich nur noch zwei Wege gibt ohne Alkohol oder getrennte :/

    Wenn du nun einknickst, nimmt er dich nicht mehr ernst. Sag nichts, was du nicht auch wirklich umsetzen willst. Nie.

    Ich verstehe total, dass du Nähe ablehnst, wenn er betrunkenen ist. Und es wird auch nicht besser mit dem Nicht-Konsum , wenn du wieder mehr zulässt. Das hat nicht miteinander zu tun.


    Du hast überhaupt keinen Einfluss darauf, ob er trinkt oder nicht und wenn ja, wieviel … Du hast nur Einfluss darauf, ob Du so weitermachst oder nicht.


    Alkoholiker können nicht kontrolliert trinken. Punkt!

    Und tatsächlich frage ich mich, wie du so sicher sein kannst, dass er nicht heimlich trinkt. Es ist ja heimlich. Du denkst, er trinkt weniger und fährt konsequent nicht unter Alkohol … aber du weißt es nicht.

    Ich rate Dir sehr, ein bisschen bei den anderen hier im Forum zu lesen. Dann merkst du schnell, dass Konsum sich nicht so schnell zurückfahren oder kontrollieren lässt.


    Und ich frage mich, wie Du Dir unter den aktuellen Voraussetzungen einen gemeinsamen Urlaub vorstellst?!

    Ich bin 36 Jahre unverheiratet, kinderlos in einer 15 jährigen Beziehung. Ich konnte mir nie darüber Gedanken machen, ob ich wirklich mal Kinder haben möchte, weil die Situation dies einfach nicht zugelassenen hätten überhaupt darüber nachdenken zu wollen.

    Meine Zeit tickt auch und es wird irgendwann zu spät sein, falls ich zu der Erkenntnis komme dass dies dich gerne gehabt hätte.

    Ich habe mir immer eine Zukunft mit ihm vorgestellt und gewünscht, sonst hätte ich nicht schon seit 15 Jahren in dieser Beziehung verharrt. Immer mit der Hoffnung es wird besser. Zu teils ist es besser geworden und dann wieder unerträglich. Voller Leid, Schmerz und Sorge aber immer mit dem Gedanken es wird wieder besser, bis es wieder besser wurde und dann wieder schlimm. Ewig dieser Teufelskreis.

    Es tut mir sehr leid, dass Du das schon so lang erträgst und ich kann mir vorstellen, dass Du gerade verzweifelt und müde bist.

    Als Tochter eines Alkoholkranken, der an seiner Sucht gestorben ist und als ehemalige Partnerin eines Alkoholkranken, der einige Therapien erfolgreich abgeschlossen hat und trotz bester Prognosen immer wieder zurück an die Flasche ist, möchte ich Dir sagen: Lass besser los. Und wenn Du auch nur einen kleinen Kinderwunsch hast, geh lieber heute als morgen.


    Ich wünsche Dir viel Kraft!

    Sobald du es schaffst, den Fokus wieder auf Dich zu richten - weg von deinem Ex und Eurer gescheiterten Partnerschaft wird es besser - davon bin ich überzeugt! Was hat Dich früher mal begeistert? Schau, wie es sich heute anfühlt! Was kannst Du sonst tun, um dich gut zu fühlen? Was macht Dir Spaß? Stell Dir solche Fragen …


    Mein Seelenfrieden ist mir wieder heilig. Lieber allein als im Suchtsystem feststecken.


    Da wartet Licht auf Dich am Ende des Tunnels. Davon bin ich überzeugt!

    Morgens nach dem Aufwachen bekomme ich Angstgefühle ihn für immer verloren zu haben....

    Ich verstehe dich - weil ich das auch mal ähnlich gefühlt habe …


    Aber eigentlich habe ich nicht „ihn“ vermisst sondern das, was ich mir von unserer Partnerschaft erhofft hatte - und ich hatte nicht ihn sondern mich (!) verloren!


    Ich hoffe, meine Worte erreichen Dich und können Dir eine neue Sicht auf die Situation eröffnen.

    Für mich sind Selbstwert, Selbstwirksamkeit und Selbstvertrauen wichtige Schlüssel, um aus dieser tiefen Ohnmacht wieder rauszukommen.


    Es gibt tolle Bücher und Hörbücher und ich habe selbst auch die Telefonseelsorge angerufen, wenn ich verzweifelt war.


    Du verdienst das Beste - und tatsächlich kannst Du Dir das auch sehr gut selber geben. Vertrau Dir!