Beiträge von Alex_aufdemweg

    Geht bei mir schon am Pfandautomaten los.

    Dabei ist mir aufgefallen, dass es fast keinen gibt, der so viele Pfandbierflaschen, wie ich es habe, in den Automaten schiebt.

    Bei mir waren das gerne mal über 50 Flaschen. Ich weiß nicht, vielleicht verteilen sie das besser. Jedenfalls wird Lebensmitteleinkauf, ohne den 15 € Pfandbon erst mal teuerer. ;)

    Am Band gibt es viele potenziellen "Kandidaten". Auch da schaue ich mir dann gerne die Leute dazu an. Muss allerdings aufpassen, dass ich nicht zu intensiv glotze. Inzwischen ist es aber nicht mehr ganz so spannend. So ein "getarnter" Einkauf ist interessanter, als ein Berg Flaschen.

    Auch habe ich immer gehofft, dass irgendwer zu sieht, wie ich meine alkfreien Flaschen in den Automaten stecke. Das interessiert natürlich keine Sau. ^^ Aber egal.

    War halt das neue. Und das war auch gut so. Es ist aber immer schön zu lesen, dass das wohl auch anderen so geht, oder ging. Bin halt auch nur ein Alkoholiker von der Stange.

    Hallo Sahnehaube.

    Mich hat, im speziellen der Geruch des Partners gestört. Auch aus den Poren. Am Anfang ein bisschen und dann wurde es aber immer mehr. Zum Schluss war es praktisch nicht mehr auszuhalten.

    Jemand hat mir hier damals gesagt, dass wird mich bald noch viel mehr stören. Und sie hat absolut recht behalten.

    Meine Ex (das war mit einer der Gründe, sich zu trennen [von vielen]) kam keine Sekunde auf die Idee, gar nichts mehr zu trinken.

    Es ging auch nicht nur um den Geruch. Du willst dir ein Eis aus dem Eisschrank holen und dann ist eine Flasche kühles Weizen drin. Es war nicht mal, dass es Druck ausgelöst hat (Glückssache). Es hat mich einfach nur furchtbar gestört. Gerade war die Welt noch so schön und auf einmal liegt da dieses Bier vor meiner Nase. Ich wollte es einfach nicht mehr sehen.

    In meiner jetzigen Wohnung wird kein Alkohol die Schwelle überschreiten.

    Ich rate dir auch, das Angebot anzunehmen.

    Ich nehme 'mal an, dass das sich bei Dir mittlerweile geändert hat

    Sicher. Sonst wäre ich ja nicht hier. Nasse Alkoholiker gibt es hier ja eigentlich nicht. Ohne sofortige Veränderung geht da nichts.

    Bei den COs ist das anders. Viele kommen wegen ihres Partners her. Erhoffen sich Tipps, wie sie ihn ändern können. Kann lange dauern, bis ankommt, dass man nur sich selbst ändern kann. Bzw. die Situation.

    Aber immerhin erfahren sie es hier und haben die Möglichkeit etwas daraus zu machen.

    Halte mich jetzt wieder raus. Ist eigentlich nicht meine Baustelle. :)

    Hallo Schratte,

    im Netz habe ich eigentlich schon viele Tests gefunden. Die Fragen sind praktisch alle sehr ähnlich.

    Manchmal mache ich zum Spaß einen und gebe die Antworten, die ich vor zwei Jahren gegeben hätte.

    Und jedes Mal kann ich nicht glauben, dass ich mir sicher war, dass ich nicht wirklich Alkoholiker bin.

    Man hätte mich an einen Lügendetektor anschließen können. Ich habe mich so gut belogen, dass ich es selbst geglaubt habe.

    Ich dachte, meine Frau will mich einfach nur nerven.

    Da ist ein Beitrag, der schon etwas länger her ist. Aber mir ist dazu auch noch etwas eingefallen.

    Ich mache manchmal Sanitätsdienste. Auch auf Festen. Das Erste, was ich gelernt habe. Nimm einem Betrunkenen niemals den Alkohol weg. Da können die, wie die Wahnsinnigen, ausflippen.

    Du hast jetzt unglaublich viel Input. Lass das mal sacken.

    Bei mir war es so. Wenn einem erst mal klar ist, was Sache ist, muss sich etwas ändern. Das hat sich dann einfach ergeben. Auch aus den Situationen heraus. Weil ich musste. Es war einfach nicht mehr auszuhalten.

    Ich bin froh, dass Du da bist. Dein Thread hat mir viel gegeben.

    Es ist ja so. Eigentlich geht man auf eine Feier, um Spaß zu haben.

    Auf meine erste Feier, in der gut konsumiert wurde, bin ich nach sechs Monaten gegangen.

    Das war auch das Betriebsfest vom Geschäft. Hab gegessen, wie ein Scheunendrescher. Mir noch dreimal Eis gegeben und mich anfangs gut mit einer Person, die auch nichts getrunken hat unterhalten. Aber dann kippte die Stimmung. Das fiel mir vorher nicht auf. Da ich ja "mitkippte". Es wurde sehr schnell unangenehm und ich habe mich auf "französisch verabschiedet". Denn das wurde das Gegenteil von Spaß für mich.

    Sprich, ich bin aufgestanden und habe mich kurz, auf dem Weg nach draußen, mit dem einen oder anderen unterhalten und dann war ich weg.

    Kaum zu glauben. ;) Aber die Feier ging auch ohne mich weiter.

    Aber selbst ein Jahr später habe ich die Bilder noch im Kopf. Man nimmt etwas mit und das ist auch mit Verlassen der Veranstaltung nicht gleich verschwunden. Der Abstand dazu ist da. Die Erinnerung aber auch.

    Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, es macht mehr mit einem, als man denkt.

    Dieses Jahr heißt das Event übrigens "Weinfest". Ich werde nicht hingehen. Muss ich mir nicht antun.

    Langer Rede, kurzer Sinn. Vor allem nach so kurzer Zeit. Lass das Sommerfest ausfallen. Mein Rat.

    Diese Familie ist absolut integer.

    Da ist auch überhaupt kein Vorwurf zu machen. Sie haben ja keine Ahnung.

    Die Anzahl der Biere hätte für mich keinen Unterschied gemacht.

    Ich sehe das Risiko, dem Du Dich da aussetzt. Wenn Du das dauerhaft auf Dich nehmen möchtest, wünsche ich Dir viel Glück dabei.

    Es war mir wichtig, darauf aufmerksam zu machen. Es liegt alleine bei Dir, was Du davon mitnimmst.

    Als er den Rucksack hochnahm und man das Geräusch der Bierflaschen hörte und er mir eines angeboten hat, das war in der Sekunde eine ganz andere Nummer.

    Das hätte auch anders ausgehen können. Besonders wenn man sich Leute her bestellt, kann man ja nicht gehen. Da man mit Freunden ja noch jahrelang zu tun hat, ist es ratsam, die Sache irgendwann aufzuklären.

    Ich bin jetzt knapp 600 Tage trocken. Aber meine Freunde würden keinen Rucksack mit Bier mitbringen.

    dann von deren Tochter: "Wie, Du trinkst kein Bier mehr? Du bist doch ein Mann".....

    Das sagt einiges zu Einstellungen dieser Familie, dem Alkohol gegenüber, aus.

    Ich rate von solchen Treffen in Zukunft ab.

    Ich persönlich bin der Meinung, man muss es natürlich nicht jedem auf die Nase binden. Doch die engsten Freunde sollten Bescheid wissen.

    VG Alex

    Hallo Nafino,

    das kenne ich auch. Ich glaube, dass gerade, wenn den Nahestehenden auffällt, dass man klarer, aufnahmefähiger und verständnisvoller wird, einiges kommt. Vorher hat es ja auch wenig Sinn gemacht.

    Das muss nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen sein, auch wenn es weh tut.

    Antworten ist, glaube ich, gar nicht so wichtig. Verstehen und aufnehmen. Ich glaube, das war die Erwartung.

    War jetzt nur meine Erfahrung. Bin wahrlich kein Experte auf dem Gebiet.

    VG

    Alex

    Das klingt für mich schlüssig.

    Ich denke, da ist jeder anders. Mich erinnert mein Suchthirn an diese religiöse Gemeinschaft.

    Früher haben die sogar an der Tür geklingelt. Dann versuchen sie ein "Gespräch" zu beginnen. Zu diskutieren. Nach Möglichkeit so lange, bis sie dich überzeugt haben.

    Das musste ich mir auch nicht geben. Und so halte ich es auch hier. Am Ende gewöhne ich mir noch eine Diskussion, oder Gespräche mit dem Suchthirn an.

    Aus dem Grund packe ich auch keinen nassen Alex in meiner Erinnerung aus. Hier und heute und die Zukunft.

    Ich vermute, die Suchtstimme hat nach einigen Versuchen gemerkt, dass sie kein Gehör findet und lässt es nun. Muss ja auch frustrierend sein, wenn man nie ausreden kann. ;)

    Guten Morgen.

    Abstürze hatte ich praktisch nie und habe meistens nur eine genaue Anzahl von Bieren getrunken. Allerdings jeden Tag.

    Ich denke, unter Kontrollverlust ist nicht nur "Abstürzen" zu sehen. Ich musste jeden Tag trinken. Das war schon der Kontrollverlust.

    Dann kamen noch die zahlreichen anderen Faktoren dazu. Da z. B. ein 0,5 Bier am Tag für einen Mann "normal" ist (eigentlich auch nicht jeden Tag), war ich ja jedes Mal mindestens um das Siebenfache darüber.

    Die Erkenntnis, alkoholkrank zu sein, muss früh einsetzten

    Den Satz verstehe ich nicht ganz. Bei mir hat die Erkenntnis sehr spät eingesetzt. Ich kann mich wirklich sehr gut selbst belügen.

    Es war ja auch keine Option. Da hätte ich ja aufhören müssen zu trinken. ;)

    Ich nehme an, das es so lange gedauert hat bis sich das zeigt.

    Ich bin kein Arzt. Persönlich glaube ich, dass das nicht mit dem Alkoholverzicht zusammenhängt.

    Bei mir hat sich da seit dem die Einstellung geändert. Vorher ging es mir ja ständig nicht gut. Da habe ich das halt hingenommen. Jetzt weiß ich ja, dass etwas nicht stimmt, wenn es mir nicht gut geht. Aus dem Grund spüre ich es mehr und es nervt mich auch mehr.

    Schönes Restwochenende :thumbup: