Beiträge von Api

    Es ist alles so labil...

    In einen Moment fühle ich mich Bärenstark undbim nächsten butterweich. In einen Moment bin ich sicher, es ist das beste für unseren Sohn und mich, was ich mache und im nächsten denke ich, ich ziehe das jetzt nur durch weil ich mich so "programmiert" habe, aber ohne Überzeugung. Im einen Moment bin ich sicher, es ist ein gutes Zeichen dass sich Papa und Sohn wieder entspannter begegnen, seit ich die Entscheidung mit der Wohnung getroffen habe, im nächsten bricht es mir das Herz und ich komme mir vor, als würde ich egoistisch etwas kostbares zwischen ihnen zerstören. Im einen Moment Trauer ich um meine Verstorbene tolle Kollegin, im nächsten erschrecke ich mich darüber, dass ich ihren Suizid einfach völlig gefühllos als ihre Entscheidung akzeptiere.

    Ich fühle mich schrecklich alleine, trotz Forum, trotz Therapie, trotz Schwester und Freundin, die vieles von mir mitbekommen.

    Und mein Ex-Partner: verhält sich als sei nichts, trinkt weniger oder heimlicher, kocht leckerer denn je, probiert neue Rezepte aus, schafft es im ggs zu mir morgens wie immer top fit aus den Federn zu kommen (um 5:30), obwohl ich ihn oft sehr spät noch im Haus rumgeistern höre (ich brauche seit längerem schon extrem viel schlaf).

    Ich würde so gerne Die Zeit vorspulen , denn ich weiß gar nicht, wie ich die Woche bis zur Wohnubgsubterzeichnung und danach die Wochen bis zum Einzug (ist ab 1.12. Frei) schaffen und dabei unserem Sohn eine starke Mama sein soll). Der ist so extrem abhängig von meiner Stärke.

    Liebe Jump!

    Wie angekündigt habe ich nun Deinen Faden mal von vorne bis hinten gelesen.

    Es berührt mich sehr, Dein Leben bzw was Du hier preis gibst! Fühlt sich vertraut an, wenn auch natürlich manches anders ist. Stimmt mich fröhlich (musste sehr oft über Deine Art schmunzeln), traurig (traurige Parallelen, grade was die immernoch vorhandene Zuneigung zu Deinem Partner angeht), zuversichtlich (Du hast den Absprung - räumlich- geschafft und passt auf Deine Grenzen auf), nachdenklich (Du stellst viele wichtige Fragen und scheinst trotzdem eine Frau der Taten und nicht des Schwafelns zu sein), verzagt (ich spüre jetzt schon den Blues, den Du beschrieben hast, obwohl ich mich grade noch auf die neue Wohnung gefreut habe), neidisch (weil ich keine Dachterrasse mit Blick auf einen Yachthafen haben werde😅), aber alles in allem: Dein Faden gibt mir Kraft, denn ich fühle mich nicht allein!


    Dankeeee und alles gute!

    Api, die gerne Die Zeit vorspulen würde

    Wobei ich zugeben muss dass ich mir jetzt selber widersprochen habe, denn ich brauchte irgendwie immer wieder diese "Ferndiagnosesn" von außen. Ist aber eigentlich blöd und es wäre ja mindestens genauso gut gewesen mir einzugestehen, dass MEINE Grenzen bis da und dahin gehen aber nicht weiter... du solltest Deine Grenzen grade aus und das ist richtig so!

    Übrigens: Sooo exotisc ist man auch wieder nicht wenn man wenig oder kein Alk trinkt...es gibt veganer*innen, vegetarier*innen, anti-alkoholiker*innen, Steinzeit-Esser*innen,... .

    Du musst Dich doch nicht dafür entschuldigen, sorrowful !

    Ich finde, das sind sehr wichtige Fragen! Denn es soll ja nicht darum gehen, dem Partner/der Partnerin eine Diagnose zu verpassen sondern darum wie man eine Beziehu g auf Augenhöhe führen und sich mit seinen Werten und von mir aus auch Eigenarten wohlfühlen kann. Seine Grenzen kennenzulernen und herauszufinden, wo man sie dehnen kann und wo nicht. Da gibt es doch kein "richtig" oder "falsch". "Falsch" ist in meinen Augen nur, sich diese Grenzen nicht einzugestehen oder wenn jemand die Grenzen des anderen permanent überlatscht!

    Alles Liebe

    Api

    Durch znseren Sohn, durch das Forum, durch eine Suchtberatung, durch Bücher, durch einige wenige gute Vertraute, denen ich mich anvertraut habe. Und nun letztendlich durch Therapie.

    Ich habe es immer wieder gebraucht, dass unabhängig voneinander Menschen zu mir gesagt haben : "Dann hat er ein Alkoholproblem ", "Dann ist er Alkoholiker", "Dann trinkt er süchtig " etc wenn ich ihnen von unserer Situation erzählt habe. Einfach weil ich immer wieder dachte "vielleicht übertreibe ich ja auch", "im Forum wird es sehr einseitig gesehen", "DIE EINE Beraterin hat vielleicht ja selber Zuhause einen trinkenden Partner und überspitzt es deshalb", "ich denke das vllt nur weil in meiner Herkunftsfamilie schon immer so wenig getrunken wurde, ich spießerin"...

    Momentan ist das Gedankenkarussell gestoppt und ich springe schnell ab. Würd mich nicht wundern, wenn ich nochmal drauf gehe, aber vllt ja auch nicht. Und wenigstens aus einer anderen Position (getrennt, eigene Wohnung...)

    Alles liebe Dir!

    Nein nein Elly

    Dann kam das falsch rüber...

    Ich sehe das Ganze positiv und stehe absolut zu meiner Entscheidung! Mein (Ex-)Partner will/kann sich weder dem Alkoholproblem stellen noch externe Hilfe für unsere ganzen Beziehungsprobleme in Anspruch nehmen. Dies beides sind die Gründe warum ich gesagt habe ich gehe.

    Und weshalb mir eine kleinere Mietwohnung lieber ist als u der Haus mit riesen Garten und all den Tieren. Obwohl ich das allermeiste dort mache und gestalte, mich kümmere... und er sel er sagt, er weiß nicht, wie er das alles neben seinem Vollzeitjob und dann ja auch Wochenendzeiten mit unserem Sohn hinkriegen soll.

    Mannoman Jump!

    Ich muss heute Abend mal in Ruhe Deinen ganzen Faden lesen, denn es liest sich grade wie das was mir bevorsteht...es wird kein Knalleffekt, weil der Alltag hier kein Horror ist (Partner "funktioniert ", trinkt nur abends, ist nie aggressiv oder so) - ich täusche das tolle Haus gegen eine Wohnung...

    Ich wünsche erstmal Dir und später uns beiden dass wir gut ankommen!

    Es ist so schwer, den Mut aufzubringen! Neulich kam mir der Gedanke: "Ich verlange von meinem Partner (vergebens) den Mut aufzubringen, sich professionelle Hilfe zu suchen. Aber ich selber?! Habe ich genug Mut?" Und dann war ich versöhnlicher mit ihm (weil ich selber so lange nicht genug Mut gehabt hatte) und stolz auf mich, weil ich jetzt mutig ins Handeln gekommen bin.

    Der Betreuer meint zudem, dass ein Widerspruch gegen eine zu schlechte Einstufung keinen Sinn macht, gibt meist nur Ablehnungen. Er hat vielleicht schon mit dem Fall abgeschlossen

    Liebe Miauzekatze

    Habe Deinen Text auch gelesen und... mannomann da hast Du einen ganzschön schweren Rucksack zu tragen!

    Auch das Zitat oben ist mir ins Auge gesprungen und ich möchte Dir sagen, dass das nicht stimmt! Ganz oft muss man Widerspruch einlegen und ganz oft bekommt man dann erst was einem zusteht! Sas hat mir ein Gutachter gesagt, der selber Gutachten fürs Gericht geschrieben hat wenn Angehörige dien Pflegegrad zu niedrig empfunden haben.

    Ansonsten noch: schreib hier soviel und sooft Dir danach ist! Es kann ja wirklich gut tun und hier sind immer Leute, die das ein oder andere oder manchmal auch alles verstehen!


    Lg

    Api

    Doch bestimmt, aber ich brauche die Ablenkung. Wenn ich daheim den ganzen Tag alleine bin verfall ich nur ins Grübeln. Und ich musste mich unangenehmen Fragen aussetzen. Wir sind eine Firma bestehend aus 2 Familien und 2 weiteren Angestellten. Also familiär und freundschaftlich. Jeder würde sofort merken, dass etwas nicht stimmt und ich könnte nicht MEINEN Weg gehen. Es würde eine Lawine losbrechen und mich überfordert.

    Vllt kannst Du aber wirklich einen Termin bei einer Suchtberatung (Caritas o.ä.) machen und dich dann krank schreiben lassen. Dann sitzt Du nicht da und grübelt, sondern bespruchst, wie Du einen klugen Plan machen kannst, Schritt für Schritt! Auch wie Du auf "unangenehme Fragen" reagieren kannst. U d wie oder ob du Dich abends malst rausziehen kannst, bei deiner enormen Verantwortung. Und wie Du für Dich und Deine Kids sorgen kannst, ohne eine Lawine auszubrechen. Wäre das vielleicht ein Weg?

    Guten Morgen liebe Sonnenschein CoA !

    Ich wünsche Dir viel Kraft für den Tag und sag mal....hast Du eigentlich Unterstützun durch eine Therapeutin oder Suchtberatung oder so? Ich kann so etwas nur empfehlen! Wir sind hier zwar auch ein tolle Unterstützung als Forum 😁, aber für mich war und ist "reelle" Hilfe vor Ort mittlerweile unverzichtbar in meinem Gesundungsprozess!

    Und noch etwas:

    Und ich war so dumm. Ich habe jahrelang geglaubt, es wäre alles gar nicht so schlimm,

    Unterstellst Du mir auch, dumm zu sein? Lies mal bei mir! Wenn Du so hart zu Dir selber bist, dann wirf es auch mir und so einigenanderen vor, dumm zu sein!

    Oder wirf es halt Dir selber bitte bitte auch nicht vor!

    Ich bin genauso wenig aus Dummheit coabhängig wie mein Partner aus Dummheit abhängig ist!

    Alles liebe für Dich

    wünscht

    Api (die endlich mal kluge Ratschläge geben kann, weil sie nach fast 30 Jahren nicht nur leidet sondern handelt. Schlau, was?😉)

    Vielen Dank euch allen für die Unterstützung.

    Eure Sicht ist für mich sehr wichtig, auch wenn ich jetzt noch anders handele. Das ist jetzt schwierig zu erklären, ich handele im Augenblick wider besseren Wissens.

    Die letzten drei Monate waren das Leben, das ich mir mit ihm wünsche. Im Augenblick geht es mir darum auch noch ganz gut. Ich bin jetzt gerade noch nicht bereit, die Hoffnung ganz aufzugeben, dass er das weiterhin schaffen kann.

    Ach wie ich das kenne...

    Pass gut auf Dich auf!!

    . Ich habe lange geweint und mir eine schützende Person gewünscht, die mir all die Last von meinen Schultern nimmt.

    Und dieses Zitat noch: ich erzähle mal wie es bei mir gestern war:

    Nachdem ich vorgestern meinem Ex-Lebensgefährten gesagt hatte, dass ich eine mündliche Zusage für eine Wohnung habe und gestern den Zermin für die Unterzeichnung des Vertrages genannt habe und er darauf recht fassungslos reagiert hat weil er es immer noch nicht wahrhaben will und er denkt, ich überstürze alles, steigere mich in etwas rein etc. - gestern Abend also lag ich im Bett und dachte ich müsse voll weinen vor Traurigkeit, aber plötzlich habe ich mich an ganz viele scheinbar verdrängte Situationen erinnert, die wirklich wirklich lange her waren und in denen ich mehr oder weniger zusammengebrochen war und innerlich nach einer "schützenden Person gerufen" habe, die mich aus dem ganzen Sch... raus holt. Und ich hab ganz krass gemerkt, dass ICH SELBS jetzt grade diese "Schützende Person" bin die mich ENDLICH erhört und mir die Last von den Schultern nimmt. Ich kann es nicht anders beschreiben, vllt hört es sich seltsam an, aber ich war mir so dankbar!

    Dir wünsche ich ganz viel Kraft dafür dass Du für Dich (und die Kinder) diese schützende Person sein und Euch befreien kannst!


    Lg und einen schönen Sonntag


    Api

    Wie meinte meine Therapeutin neulich: "Frau Api , Ihr Sohn (grade mit seinen Besonderheite) ist ihr Seismograph..."

    Und was tut er seit gestern: nachdem er jetzt einige Monate lang voll abweisend dem Papa gegenüber gewesen ist, geht er seit genau gestern Abend voll unbeschwert auf ihn zu bzw lässt seine Nähe wieder zu!

    Er merkt jetzt schon, dass es in Zukunft entspannter werden wird!

    Natürlich darf er auch mal wütend und traurig werden, wenn sich sein Zuhause ändert! Aber insgesamt wird es entspannter werden und das hat er direkt geschnallt!!