Beiträge von Api

    Die schwierigen Sachen schieben ich vor mich her, mach sie gar nicht

    Liebe Reike

    Ich glaube das stimmt so nicht!

    Du hast viele sehr schwierige Dinge ganz alleine gemeistert! Du hast einen Sohn in einer so schwierigen Beziehung groß gezogen. Und Du hast jetzt einen Schlussstrich gezogen. Und Du hast eine Krankheit überwunden. Und und und.... Das sind mehr "schwierige Sachen" als viele andere Menschen je schaffen!

    Meine Therapeutin sagt manchmal "seien Sie mal gnädig mit sich selbst", wenn ich mir so lahm , feige o.ä. vorkomme. Das geb ich jetzt mal an Dich weiter: Sei mal gnädig mit Dir und schau, was Du alles schon gerockt hast!!

    Lg

    Api

    Liebe mare,

    Im Betreuungs- Gesetz hat sich ja in den letzten Jahren vieles geändert! Ja, frage mal nach für welchen Bereich die Betreuung sein soll.

    Und ich weiß , dass Betreuer*innen immer nur das durchsetzen dürfen, was Du als zu betreuende Person willst! Selbst wenn ein Betreuer komplett anderer Auffassung ist als Du, darf er lediglich das umsetzen oder durchsetzen was Deinem Willen entspricht. Er wäre sozusagen nur ausführende Person und Hilfe für das was Dir grade alleine schwer fällt!

    Liebe Grüße

    Und eine ordentliche Portion Kraft

    Api

    Liebe Vayana

    Ich kenne das zb von der Mutter-Kind-Kur vor 2 Jahren. Du siehst ja aber, wie lange dieser Prozess bei mir dauert. Trotzdem: dort habe ich mit Schrecken genossen, keinerlei Einfluss und Kobtrolle zu haben, was Zuhause passiert. Ich bin mir dessen bewusst geworden, wie sehr ich unter dieser Kontrolle selber leide und wie anstrengend das ist. Dann habe ich tatsächlich eine Mutter getroffen, die meine Andeutungen direkt verstanden hat, da ihr Mann einige Monate zuvor u.a. an den Folgen seines Alkoholkonsums gestorben war. Und wir konnten uns austauschen. Das war sehr befreiend.

    Das is ist natürlich auf einer Muki-Kur etwas ganz anderes als auf dem Campingplatz, aber auch Du kannst Dir weiter Deiner Situation bewusst werden, Dich (hier im Forum) austauschen, und evtl schmerzhaft und befreiend deine neue Freiheit mit den Kindern genießen?!

    Das wünsche ich Dir sehr!!!

    Ich glaube ich verstehe was Du meinst, aber es passt nicht für mich. In den letzten Jahren habe ich meine Lieblingsverwandschafz schon oft, manchmal auch trotz langer Anreise spontan, ausgeladen - wenn es meinem behinderten Sohn zu viel wurde. Dieses mal geht es ihm gut und ich hätte meine alten Eltern und meine Schwester so gerne um mich...

    Guten Morgen!

    Jetzt hab ich nochmal eine Frage

    Wie bei manchen Geschichten, die hier zu lesen sind bemüht sich auch nein Lebensgefährte gerade sehr, trinkt viel weniger, öfters mal auch nichts, etc. Es bewirkt in mir aber keinerlei Hoffnung mehr und meine Entscheidung ist ja gefallen - darum geht es grade nicht. Sondern darum, dass ich nicht weiß, wie ich mit der Tatsache umgehen soll, dass ich nächste Woche Geburtstag habe, Verwandschafts- Besuch bekomme und wir ein bisschen feiern wollen. Wenn ich ehrlich bin würde ich das am liebsten ohne ihn tun, aber noch wohnen wir ja zusammen und ich weiß gar nicht...die Verwandschaft hat ja immer uns als Familie besucht. Und unserem Sihn haben wir auch noch nichts von der Trennung gesagt, da wir sowieso schon so lange mehr oder weniger WG leben und sich ja jetzt nicht schlagartig alles geändert hat...


    Kann das hier jemand verstehen und hat eine Idee?

    Danke

    Lg

    Aber ich werde mir dafür vermutlich therapeutisch noch etwas Unterstützung holen. Bzw

    Ich habe das ja getan und es war das beste was ich seit langem gemacht habe. Es ist schon ein gutes (wenn auch tw schmerzhaftes) Gefühl, verstanden zu werden, einen schonungslosen Spiegel zu haben, Dinge diebwie Berge vor mir erscheinen schrumpfen zu sehen...

    Hallo Haar

    Das ist wirklich schrecklich, was Du da ertragen musst!

    Herzlich willkommen hier bei uns - hier bekommst Du sicher viel Unterstützung, wie Du Dich schützen und einen guten Weg für Dich finden kannst!

    Lg

    Api

    Habe mein Vorhaben umgesetzt und wir werden jetzt einige Dinge trennen. Ein paar Kleinigleiten, die aber vllt auch gut sind, um einfach aus der alltägliche Routine (die träge macht) auszubrechen und als größerer Batzen schon mal den ganzen Papierkram (Versicherungen, Haus, Finanzen, Behörden...) auseinander klamüsern und dann getrennt bearbeiten.

    Die Mahlzeiten etc zu trennen wäre zu seltsam mit Kind.

    Ich werde morgen meinem Lebensgefährten sagen, dass ich, solange wir noch unter einem Dach wohnen, mehr Trennung im Alltag möchte. Bei Verheirateten Paaren gibt es wohl die Regelung "Trennung von Bett und Tisch" im Trennungsjahr. Das bedeutet eben neben dem Auszug aus dem Schlafzimmer (schon längst) auch Trennung von Mahlzeiten, Einkäufen, Wäsche, Finanziellem, Putzen etc. Es kommt mir seltsam vor und absurd, wenn man doch zusammen wohnt.. ich denke noch drüber nach, für welche Bereiche ich das fordern könnte. Aber meine Therapeutin hat schon recht: 1.) Wird er / werden wir sonst einfach nicht aus dem Quark kommen und eine Wohnung finden und 2.) Wird das alles ja dann bald sowieso getrennt sein, also warum nicht jetzt schon mal "üben"?! (Naja, weil wir zb versuchen Wasser zu sparen und ja nicht zwei halbvolle Waschmaschinen anstellen statt eine volle?!)

    Werde dann morgen berichten...

    Hallo m65

    Ich befinde mich grade im Trennungsprozess von meinem Lebensgefährten, mit dem ich fast 30 Jahre zusammen war. Auch wir haben ein Kind (12). Auch mein Lebensgefährte sieht sich nicht als Alkoholiker. Auch er funktioniert im Beruf top. Auch ich weiß, dass das keine Rolle spielt. Auch ich weiß, dass der Alkohol bei ihm an erster Stelle steht.

    Ich bin schon sehr lange hier in der Selbsthilfegruppe, aber ich stehe der Trennung und der Tatsache, dass ICH Dinge für Mich und unseren Sohn einfordern muss, so hilflos gegenüber, dass ich mir therapeutische Hilfe gesucht habe.

    Ich werde das Forum auch weiterhin auf dem Laufenden halten, wie es bei mir weitergeht (ist auch wie ein Tagebuch für mich, zum selber nachlesen). Gute Ratschläg habe ich leider wenige. Aber ich werde es hinbekommen und vllt möchtest Du bei mir mit lesen und vllt hilft Dir irgendetwas von dem was ich berichte. Aber wahrscheinlich bist Du schneller als ich (das ist nicht schwer), dann schau ich mir eben was bei Dir ab😃

    Liebe Lotta

    Es gibt sicher bei euch in der Nähe auch Erziehungsberatungsstellen. Da bekommt man oft kurzfristig Termine und die kennen sich sehr gut mit Trennungskindern und deren Loyalitätskonflikten aus und können Dir vllt gute Tips geben. Und mancherorts gibt es auch Kindergruppen für Trennungskinder!

    Lg

    Jetzt sind wir (unser Sihn und ich) noch ein paar Tage bei der Verwandtschaft. Und wieder bin ich auch hier mit so einer Leichtigkeit unterwegs, obwohl oder halt weil mein Lebensgefährte und ich sonst schon soo oft gemeinsam hier waren. Aber neben anderen Themen waren es auch immer die Abende, die ich so unangenehm fand: die Verwandtschaft trinkt nicht viel Alkohol, aber sie hatten uns immer was angeboten, wir waren ja schließlich immer im Urlaub wenn wir hier waren. Aber nie war es meinem Lebensgefährten genug und daher hat er sich immer noch selber was besorgt und wenn ich dann mit dem kleinen ins Bett gegangen bin hat er sich seine Flaschen aufgemacht und leise getrunken. Die Verwandtschaft sollte das nicht wissen, sie ist ja so"spießig ". Wie ich dieses leise zischen der Kronkorken und das vorsichtige eingießen des Bieres ins Glas (man ist ja kultiviert und trinkt mit "genuss") gehasst habe! Wie ich das heimliche Ausspülen des Glases, den Vorwand, mal alleine in den Ort zu gehen, um Getränke zu besorgen, etc gehasst habe! Und mitgetragen habe!

    Und wie ich es jetzt soooo leicht und unbeschwert hier finde! Uff...

    So ging es mir aber ja schon vor 1,5 Jahren erstmals, als ich mit unserem Sohn bei der Mutter-Kind-Kur war. Es war einfach so schön, abends oder nachts kein tapsen, kein Flaschenklimpern zu hören! Und trotzdem habe ich danach keinen endgültigen Schlussstrich gezogen. Verrückt jetzt im Nachhinein.

    Liebe Saby 1

    Das ist gut, geh da hin und wenn es nicht passen sollte, vllt noch zu eine anderen Beratung! Mir hilft die Außensicht sehr. Das Schokoladenargument, das "wenn ich gute Stimmung habe lacht doch bitte alle mit mir " etc kenne auch ich allzu gut. Ebenso die Entspannung, wenn ich mit unserem Sohn alleine bin. Und -wie viele auch hier - trotzdem kenne ich den "guten Kern", den lieben Menschen, mit dem ich lange zusammen war und auch bleiben wollte!

    Ich denke, sehr viele von uns hier verstehen Deine Lage gut. Ich finde es toll, wie reflektiert Du bist und wie gut Du auf Deine Kids achtest und dass Du Dir Hilfe holst!

    Lg

    Api

    Jana, ich würde sie dir gerne überlassen, wenn ich sicher bin, dass ich sie nicht mehr brauche

    Jetzt hier im Urlaub fühlt sich alles so glasklar an, hoffe das bleibt auch zuhause so und dann bekommst Du sie 😃

    manche Kämpfe habe ich aber über 20 Jahre lang gekämpft, andere über 10 Jahre. Die "Maschine" hatte also eine echt lange Entwicklungszeit, ich bin nicht von der schnellen Sorte.